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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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ieÄc C ''^^ötegie unb gemeinen Philosophie gesetzet?ixrxvni. Es jey eins Mißgeburt / so aus etoigettVon der sthrissc-begreissungender warhelt / undPdtloltz, denen Heydmschenregels-und redensar-gmieinea ^^ervor g-bracht. Sie sey gleichsamTheolo» et ? c , heidnische Lhnstirch - gemachtegie. Philosophie oder vielmehr eine äusser!,duchstäbl. Heydnisch gemachte wissen»schasst Christi, (e) Gleichwie sie auch vonder Philosophie aus einem gelehrten manNewiederholen: Daß sie eine kunst der zän-ckereyen und der fiasternis |ey / wodurch

alleanderewissensthasstettvielmehrdttN-ckel/ und ZU verstehen schwerer gemachtwerden : Deßwegen sie Paulus vor schadelichgehaltenhabe/Colr/8. i.Tim.6/2. .d)Die Gchul-cliAinLionsn wären zu allenZeiten und noch die weistheir gewesen/wodurch die welkGOrcnicht kennet/1.Cor. i/ 2i. und mit Unverstand redet. (-)Insonderheit sagen sievon den gualitakm einesKirchendieners : wir achten die gelehrt-heit in Worten und buchstaben nicht ein-mal recht nothwendig / auch nur zudemWohlseyn des Kirchendieners 1 wiewoles je bißweilen in gewissen absichkenzu-fiUiger werfe etwas mag mir dabeythun/ merstentheils aber ist solches dochMaden mehr schädlich als nützlich, (f) Von denSachen- spracht halten sie auch davor/dzsienit eben zumverstand der schrifftso nothwendig seyn / weilauch ein ungelehrtcrläye die schrifft ohne dicsil-ben versiehm undaußlegenkönne, (g) Wie-wol aber sonderlich ihre ersten Ccnbenten dieGriechische und Ebräische sprachen gantz undgar verwtrfflich geachtet; so haben doch dieandern vorsichtiger davon geredet/ und sonder-lich in ihren verantwortungs-schrifften durchgenaue Untersuchung des grund-textsgezeiget/daßsie deffelbmwederunerfahren / noch auchVerächter seyn. Wegen des disputirrns aberMm dis-schreibet William Lacon : Es istiovieldis»putrreu. vutirens in der welk / welches allzumalunnütz ist/also daß es eine gnade ist/ d Z sie(die Ouacker) dazu nicht geneigt seyn.Den was kan gutS dadurch fortgebrachtwerden/ dieweil durch die gemeinheit derdifputirer die schrifft nicht wenig verdre-het und verkehret wird. (b) Baß sie endlichdie voÄor-uvd r^ggiker tikel bey ihnen vorunnütz / javordmgrunddeshochmuthsundehraritzss hatten / wird von denen Gelehrtenselbst geklaget. (i) Und Samuel Fischer hatschon anno 1660. zu Londonein buch heraus ge-geben unter dem titel : «.utticus^caäeml-cos , worinncn er die Universitäten gar schlechtrecommeäciiret und beschreibet.

(c) B,rcl.ThX.§. 2 l 4 j>. *** (<l) lbid.p.2,I. (X)Id. in Catech. pr*f. (f) Apol. l.c. Z >s P a g-*' 2 -(g) lb. p. 110 . /h) Will. Caton Matelyke Onder-sockcrp.6, (.i) Cr«siusl.c.p.3o8 4

sz. Damit wir aber auch ihre meyMiNgenVon dem bürgerlichen gemeinen leben kurtzlichsehen / so sind sie zwar von ihren anktagem lehröftrederrebellionbeschuldiget wo, d n ; ssha-ben aber dawider mit Worten und werckeaxro-

tkttiret/ wie wir unttn noch davon höre« wer-

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Doctor«Ut) Ma-gisterate

Her,.

Ntt : Vl)rr ehren nicht allein dieGbrig, Jrhmvo.kere / sondern auch alle menschen in d^n^^?.,HErrn/lautderH. GchriO/ i.per.2/, 7.

der Obrigkeit gehorsamen wir in al-vov derten billichen geborten gany williglich^dris.aus einem gehorsamen genmthe :

tt>Ofemc sie eittiQt fbd)ctt %>oti uns be$tl)?re«/ die wider das gesey unsers GOeresseyn ; dann erwehren wir viel lieber Nlivven Heittgen von alters mehr zuFehorsamm den den menschen/ Act. 4/19-.

/Ueber leidende das verließ oder berau»bang unser guter/freyheir tmd auch unserleben / denn unsern frieden MitGOkt zuverliessen in unsern stelen und gewissendurch wieder GGrezufündigen. Aber al*le conspiiation , verräthereyenoder auff,rühre widereinigeregterung/wiosie auchseyn /* um uns selber an ihnen zu rächennrie äusserlichen Waffen / verleugnenwir gantzlich/ wiewol wir durch sie lerdendas verließ unserer gürer / freyheiren undleben, (lc) Dergierchm erkiaruvgen sind inthren schl iffrendesio häuffiger zufinden/ je mehrsie nöthig gehabt wider ihre Verleumder sich diß-fallszuvkrantivomn/ unddieftmit verthat zuwiederlegm. (1) Von der gemalt aber über »abge,die gcwlffm/ bkstraffung und Verfolgung dertzer und dergleichen haben sie bekam / daß selbige ^ 8eönt *allein GOTT zukomme / davon wir auchvielleicht noch unten hören werden- (m) Wegen Vomdes krirgführens aber und soibaken-ltbens/ wie krieg uavauch vom eyd-schwörm haben sie mit denen^kc«»LSiedertäuffernsichauffdasklareverbottChrl-^^sti beruften/ davon oben bey jener Historie gnuggesaget worden» Sie ziehen auch eben diese or- Brauchte an/Marth. s/z;.Jac.s/ir. Match. 5/ 43. J tr Mf«2.Cor.7/z. io/4» Ephss.6/12. Jar.4/l. Esa.rA"^2/4. Ioh.r8/z6» Matth. 26/sÄ. Rom. l2/ ,jsgff^

! 9-und haben wegen Verweigerung des eyds der Eid.treue in Engellavd sehr viel erlitten / doch aber schwöre«.endlich bey ihrer stillen lebens-att soviel crediteriangt/daßdieObrigkeitmiteinem Handschlagzufrieden ist. (n) Von denen leibesPraffenaber ist aus dem vorigmsatz zu sehen/ da üed ngebrauch der Waffen gantzlich vor uNzuräsi'ghalten/ und hingegen die Hebe verfeind-ur^i-ren. (o) Wiewol man sonsten in ihren schnff,ten fast keine ausdrückliche erklärung hievonfindet»

(k) Mi. Ames Die fache Christi und seines volcksc-p I. mir. (I) Vid. ßard. Th.XIV. p ,S, seqq.

. Amwortw:derkixkenp.il.Schlösselp. 4 s- W14Catoi. Beschlrtnüog praf. L p. 7 . 23-24-Thoma,

Lavvson contra 2 e«tgräv. pag il.&c. (m) Barcl.

Thes X!V» !,c. (n) lbid. pag, 407. seqq. Conf.

Schlüssel pag-ipz. (°) ib.p.+aj,

s4. Zu diesen dingen zehlen sie auch die Volles

fchmeichlendetrtel und comxlimcnten/wiercn.ti.

auch andere zeiche der ehrerbictung gegen andr-^'^re/als das nrederknlen / das beugen dös lei-beugea

besundentblösendeshauptesvorjeniandb«°

Über Vi sen äusserlichen dingen haben sie Nlcht^'°allein vielschädlichenachreden / sondern auchwürcklichc Verfolgungen und ander ungemacherlitten ; Wie omn uNteraNdem einer mit na- Dom tmHubberthonjul'onöon deßwegen von dem adjikptiuI.ord be!Uor- weil er den but lilt vor ihm abgezo,gev/schr ml tractiiet zerlchiagen/auch mist