Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

& M dc C Etnstündgettschlafwür^chE^l^

VondenenQuackern.

^o^eebe^en: Unddarauffhabe er eine stunde

ixxxvin.

709

Istßfl 0t| c()l«ftm/naci)Dcm er ober auffgewachet/catons und gesagt : Nungche rch aus J sey er gestor-bcn (x)l)eiibam°(«i|Uuti)WuiiimCaton,Oiftn schlchl-n hm off t angtjogen smd/ off tntl.durch den hencker gegecsselt worden/ und der ü-brlgen vcrsamlungc nmit gewaffnetcr Hand zer-störet/ (y.) auch überall auffallen straffen undausgangcn wachten gesetzet worden / sie vondenselben abzuhalten/ da denn Manchmalübcrlooo.Huacker ins gefangniß geworffenwör-»i den/ wodurch sie adernursichimmervermehret^in/ucr^^*' (2) Sie haben sonderlich bey ansangäuSbtn Ocineuen^ontcil.megUvuriQ^td letbenmuss^/und an» iveu sie sich zu dem gewöhnlichen eid der treuederm Ull. gewisiens halber nicht verstehen können / auchgemach/ denenPredtgerndenzchenden nicht geben wol-len. Worüber viel von ihnen jämmerlich mitprügeln und andern plagen zugerichtet worden/auch gemeiniglich von dem Pöbel sclbsten / dervon den Predigern erbittert worden / angefal«lew tödtsich verwundet/und sonsten auff alle er,schwach sinnliche ärrgeplaget.sa) Es durfftesichfast kei-u»d truo» ner in gast-höfen oder andern Versammlungen* al » blickcnlassen / so schMahcte und schölte man sie

auffs argffc aus / goffe ihnen unflath und aller-handgrtrancke ins gestcht/rqufte und schlug sie/hetzte diehunde auff sie los / warft sie über einHaussen und trat sie mit söffen / zündete ihnenmitracketen und andermfeuer-werckdie kieider/^haar und bartan/ und was dergleichen dingemehrwaren/ welche sie unter andern auch vöndenen Studenten erlitten, (b)

(u) vid. William caton beschirmuvg der unschuldig

p.64, (x ) Creesius Üb. I. Hist.Quak.p.64. 6 j. (y)lbid.p.iS7.(z) 1 b p.88. (a)p. iiS.(b)p,i68,

mit Übeln 6z.Anno i684.wUrdeeinHuackernamensvlld lang- »ubdereliorn, weil er in einer Versammlung zu

dig wär / dennoch zwey Monat lang darinnenbehalten/biß er endl.gar gestorbM Ein anderer/namensLurroußh,wurde eben deßwege daselb-sien gefangengesetzet/und zwar in ein solch übelloch/daß er darinnen vok stanck u. unflath/ weiler keinen fuß vor tiefte dcs schlammes darinnenniedersetzen / noch wegen der enge sich wendenkonte / aüchgantzer8.monatlangsitzenMüffeN/zuletztsterben. Vor seinem abzug aus Lrittollnach London soll er zu den seinigen gesagt haben:Er rciscte nunnach London / aufdaßer mt sel-tnen brüdern um desEvaNgelii willen leiden,-möchte/und seinlrden lassen, (c) Weil aber dieandern sich wedervurchsolche art dergefangrus-se/noch durch andere dedrohüngen und straffen

vonihrenzusammenkünffcenabschreckentieffen/

so wurde hin und wieder von denen Obrigwl,ten beschlossen/daß man stein die Bärbarry schi-darw cken/und daselbst unter den Wilden recht m°r.

^ tUiclren sötte / und zwar/ damit sie weder tröstnochzufiucht Mehr hätten/ soll/ man sie von ih-ren verwandten/ wribem und kindern abrersien

wundete siewie er koate/riß ihnen die kleidewöm ss^rMDc.Utbe/ und nahmen ihnen sonst was sie hacken, ^xvm(e) Die geringsten Injurien waren/ wenn sie mitohrfeigen oder nasenstubern davon kommen

ronten/dergleichengewq.tthätigkeitsogarauch

drevonderEleriseyikästcr und schul-mcistcr anihnen ohne jcheu ausubten.Wie denn die Prie-ster selber aus zorn wider diese lcuke/wcil sie nichtm ihre Predigten gehen/unddenz henden gebenwoltcn/ihmn auffden gaffen nachltcffen/ M ihre

Versammlungen einbrachen/ und so dann denenRichtern ciemmcirtcn oder auch selber zufuhr,ten/rc.(k)

(c)LrceüusI.c.p. 168. (d) Lib. II.p, 257,239,(e) 1 b.p. 27 Ö.277. (f) p, 3ia.

r t 64.JnNeu-EngellaNd ist mannicht weniger Na'' »erübel mit ihnen umgegangen/ und zwar/wicesM -'s«,dre umstände klar geben/Meist auff Ver Llerisey Ustbcil.urtheil und antrieb.Dmn als Man einsMals er-

nmLZuqckerzumgalgrnverurlheiltgehabt/uNo^nwL

abernur einer von deNRichtern ihn nitverdam- mmcamen wollenchat ein Prediger auf der cantzel also udel ira.wider lhnku1winirct:«Diewcil du c-leseümen-sehen/ den ich in den bann gethan gehabt / loß->-gelaffen/ so solldeineseelegn stalkftinerseclew-seyn.(g) "Und von dergraufamkeit dieser Prie,sier kam nun der Richter sehr übles rractamrnrher/sonderlich in America. Denn man machtedaselbstmcingesctz/daßdieQuackerdes landeSsolten verwiesen/und wenn siewieder kämenamteden gesiraffet werden.Wcil nununrerschievli-chewiederzmückkamen/ giengcman sehr übel. .

mitihnen um. Man verbrannte alle ihre mitge-brachte bücher/nahm ihnen auch dieBibel selbst/ Ktv r *die weiber wurden schändlich mißgehandelr/ in sie selbstgefangniffe geworffm/und hernach wieder aus gefangndem lande gejagt. Anderehat man durch den gegeis.hencker mit riemengmusamgeisseln lassen/ mit sisi/ftöstund Hunger langezeit gequalet/bloß weil sie ^ bun,sich nicht zum kirchengehen zwingen laffen woi-^"".ten." Viele von diesinleuten fielen mitten unter quält.dem stäupen undgcißclnauffihrc kme und be-«teten färchreverfolger." Andere stieß man inszucht-hauß/ undjwungeste mit Hunger/ schla-gen ( band und eisen zu unemaglicher arbeit..

Ja die henckers-bubcn zerschmissen manche Mitgrossen schiff-siilcn am gäntzctt leibe dergestalt/daß ihr fleisch als gekochtt von so unzehlicheng^'schlägen aussaht / worüber noch ein Predigerdiesesgrausameuriheilfallete / uNddiethat ge-gen dasvolck/welchesdieserleute jämmeite/al -

Verja

gungm

desKir

chcnge.

Heus.

Nudere

gcwalt

lind

schwach

braunund blau warm: Deßwegen sey es gar«recht/daß scine glieder auch wider so aufisehen.«

Ware dieses eine sünde/so wolteersauffsich"

Nehmen, (si)" Dreyen von diesen leuten schnit- Sie wer»ke man die ohrenab / andere brandmahiete man »eoge,

mit ocmbuchsten » alseiNeN katzcr/nichtweni-dw°d.gehat mängaranvengalgen gehencket / wel-^^ches Meist deNett LrovnljsiN daftlbsieN Zuge« beraubt/schriebenwird / dabey dieQuacker sichallezeltandmnach dem zeugniß ihrerfeinde ftlbst sehrgcduleig galgmund zugleich behertzt und standhafftcg erwiesengebenctt/

aelland so gar arggemacht/daß dei Könlg Larl

selbst durch ein eigcnEdict Diese grausamfeit ver- ^

wolt'n-Ünddadieleswchtshalffstecktemm,

sie in d-e abscheuli msie darinnen sie ^ dennnach derzeit unter »ikes be»

aufe härtesterrnctiret wmom /also daß vttle m* , 3i4S5n:genö^^

davon des rodes ,?t)N musten. Auffoenstrassn >. tractammt wieder sie nicht mehr vor-""^'

packte sie jedermann ga / wurff /schlug und ver, banlchesnacram.m ^ ? w ^