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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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i'xxxv li.Reformirten / denen die Huacker am nächstenUnter dcn gewesen/haben sich ihrer ungleich mehr Wider sieRcfor, hervor gethan. Die Bekantcsien / und sonder-mlrrcn. sich in Teutscher Sprachr/sind Richard Bax-ters -L)l»acker - (ZatecbifitlUS V0N ChristianoPauli in der Augen-salbe ann. 6 z.Teutsch über-setzet/ und m Englischer Sprache von einem zuLonden widerleget/AdrianPauli von demOua-cker-glauben.Alexander Roßens Historie vonLtephan Lrifp beantwortet. Nicolai Arnol-di Exercitationes de Quakerifmo »onBarclajoin Animadversionibus und Refutatione.Christian Pauli AuZeN-Salbe V 0 N WilliariiCat;on, und dessen Hell - klingender wieder«schall von eben demselben in gewissem schallder warheit. Die übrigen/ welche sonderlichin Englischer Sprache geschrieben / übergehenwir allhier / als da sind der Auctor des voll.kommenen phansaers/lhomas Weld.^o«HaNN Billingsley.Thomäs Danson»RobertSherlok, Francis Ridder , William Pryne sWilliam Kays, Claphaiti, uNd viele andere-

rer La-badtstenan fangvon demLabadie.

Das XXI Kapitel.

Von denen LabadiffetB

§. ti

Jewol diese leute an der zahl einen gargcrmgen Haussen ausgemachet/und al-so unrerdie grossen parthepen der so ge-nannrenEhristenheitnicht eben zu rechnen sind:so wil ich doch dieselbe hier noch zuletzt beysü-gen/weii sie gleichwol eine eigene und sonderba-re Gemeine angerichtet/und deßwegen am mei-sten bekannt worden sind- Der Name / der ih-nen insgemein gegeben wird/ hat seinen ansangV 0 N ihrem vornehmste« anführet lean deLaba-^-der geburth nach einem Frantzosm aus 6 a.Dessmlt.^o§ne und emesgemeinen soloatcNs sohn-Die-bm uater ser wurde anfänglich unter denen Papisten vondeoPapi, den Jesuiten erzogen / bey welchen er in die 12.»od erlk iohre informiret worden. Es scheinet aber/sich unter sich alsbald inseiner jugend etwas sonver-

renen bares an ihmgeäussert habe/ indem die Jesuiten Jesuiten

, so fort nicht wohl mit ihmzuftiedm gewesen/sondern sich über ihn beschweret / als wenn erhimmlische Ossenbahrungm unduntteredun-Eem ab, gen mit denen Heiligen vorgegeben. Damitsie

ihn NUN Mit Manier ioß WÜrdtN/recornmendir-

1 a/ ten sie ihn nach Rom/und weil Babadie sich da-

zu nicht verstehen mite/ musten sie ihn endlichdimi triren/daß er in sein Vaterland reisen durfte,vud auff.Hier gab es nun bald auffsehens undlermensenthalt m über rhn/indem er in selbiger Provintz hin undwieder zu predigen sich unternahm/welchessei-»aterland simoe so beschrieben;» Er hatte ein neuesEvangelium vorgegeben / und eine neue Reli-gion einführen wollen Es kamendlichgarvorsParlament von Bourdeaux > welches ihm ohnezweiffel auff anhetzen der Pfaffen inhibitionthat/ und so viel bedrohen mochte / daß er sichsicherheit Halden nach 6eneve wandte/ dochWetter aber bald zurück nach Pariß begab. Von darIi£ er .. kam er weiter nach Arniens in derPiccardle,undPittardie ^urdc allda bey dem Blschoffbeliebt/derchm fofort/wie man schreibt/die visitarion derer Non-nen-Clösterausstrug. (->)

(a)Vid.bjennciX>ppwgiisuppIem. Nitt LccI. kapp! JahrUDO.?. roi» Lc AuÄores jam dicendi. bis M DC

« ^ m[ in Verrichtung dieser facheS 1 *

1^ sehr fieiffig/als auch sonderlich in auebni, on«herwng seiner erkankniß eifrig erwiesen habm/ vor-dienehmlich aber wieder die Clerisiy xublice und st'r-privatim gezmget/und gewieftn , wie dieselbeo«eHandlung Göttliches Works und der Lehreallein zu sich gezogen / und zu ihrem ehr-undgeld,geitz/wie auch herschsucht/angewandt hat-ten. Da denn leicht zu erachten stehet / wie esder Clrrisey angestanden haben müsse / welchedenn auch dem Bischoff selbst Nicht ruhe gelas-sen/ biß er diesen mann abgeschaffet. Einige und ante,schrerben/er habe ihn gar beym kopff wollen neh-" fata *men lassen/wiewol andere setzen/er sey ingutemvon ihm gelassen worden. Hierauff begäbe ersich wiederum in sein Vaterland / alwo er ader-mal hie und da in zusammrnkünfften gepredi-get/undalso derEleriseyzu ihrem grossen Ver-druß ins handwerck gefallen seyn soll. Doch hatihnbalvdarauffoerBischoffzu Tolouse in einordentliches amtgesetzet / und dieklösterinderlnfpection zu vlsitirm befehliget / da dem UN- W?rerschiedliche umstände und beschuldigungen Nmbe.mit untergemenget worden/die wir hernach ge- schuldi-nauer ansehen wollen. Ersoll nemlich dai'eibst gunge».allerhand schände getrieben haben/w elches abermit Verfolgenden erzehlung nicht stehen kan /

(wie wir bald sehen werden) da gesaget wird/ erhätte sich unter die Carmeliten und Eremitenbegeben/welchesanno i6sü.geschehen. Daßer aber vielmehr von der Clerisey übel verleum-det und so dann unter solchem verwand / weil erihnen nichtleidiich gewesen/ fortgeschaffet wor-den/isiaus allen umstandenzu schliessen/ zumaler bey den Carmeliten auch nicht lange bleibe»können/ sondern/ weil erden grossen Verderb imPabstthumgeschen / sich zu denen Reformirtettdarauffgewendtt. (b)

(b)Idctnibid.p. löJ'&Auctot Libri ! HistoitcCoU-tieuse delavie ( delaconduite L devraissenti-jnents Sr. J, de Labadie, Hags 1670. itmO. leern »

Diarium Europsüm To. XXIV. Append.p.7j.seqq 4

3. Erkam also zu denselben nach Montauban «Sein zu.

inderProvintzBimosiwund wurde nachzweyenE"ttz»

jähren Prediger unter ihnen; welches er auch indiejähre geblieben. Er fand abergar bald auchunter diesen sehr viel mangelund gebrechewundwurde denen andern Hugenottischen Pttdi- .gern dergestalt unleidlich / daß sie ihn vordem ^. teKönigl Gericht verklagten/ und des Chiliasmi feiad,und anderer irrthümer beschuldigten. Hierauff schaffe,hat er envlichausderstadtweichm müssen/unosich nach Orange begcben/wostlbster 2 . jähr sichauffgehalten. drachgehends wurde er anno vocationi66onach Genevepim Prediger beruffen/und nach 6e-bekamzwarwegenftiner ungemernm gaben im azye>Predigen und unstrafflichen Wandels ein gros, ab-sis ansehen / aber auch zugleich viel Neider und siriigaugfeinde/zumal er denen Obern ihrer funden hal-benscharffelaugeauffgoß. Deßwegen würd« erauchzuletztabgesetzet/jedochbaldnachMiddel-vach

bura inSeeland wieder zumPrediger beruffen/ M.dvel,

bey verFrantzösischen Gemeine. Allcinesgieng bürg/

ihm auch hier nicht besser als an den vorigen or-ten allen. Denn da er sich s«nes amts eiffrig ?ung vonund treulich annahm / auch bin und wieder M dem oeid-Holland so wol wegen seinergaben alö-er gros-