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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Tt). II. B. xvu. C. XXI.

dennoch ' aber sich f von einem wahrentip m cc durchbruch durch allerhand katzernamm ab-

l-XXXVIU.

und es muß entdecket werden/ auffdaßder-

- schrecken lassen/daß sie auff beyden selten hin-gen/und sich mit einigem scheinwesen berühr-«m und eiaschlaffern lassen/ oder zum wenig-sten keine wahre stricht von ihrern vorhaben se-hen und erleben. Sie wolten sich zwar ausallen verdacht setzen /daß sie mit denen andernkanern/und sonderlich mit denOuackern/nichtsp.oK-fmi- gemeinodcrzu schaffen härten: zuwclchcmen-c>ngegen vesieauch gar einen eignenTradtat an ihre de-bie Hun. clarationem liclei anhiengen/worinnen sie bc?ÖCiV . weisen wollen /, '.daß zwischen ihnen/und den" Ouackern ein rvesendlicher und vielfältiger un-rerscheid wäre/und zugleich dieOuackergarundanda eiffrig angriffen/ (g) eben roic Petrus Yvoa,r«festen, Wider die Anr.eniancr/Socinianfr und anderesehrbefftig diissutiret /auch die AntoirietteLti-r-gnon abscheulicher ir.-rhümer / boßheiren undgreucl in einem eigenen buche nach emander be-züchrigct/und als eine vom Trüffel verführteangegeben hat. (st) Gleichwol haben sie mirdem allen nicht verhüten können / daß sie nichtöffentlich vor Ouacker und Enthusiasten ge-scholten worden/nur weil sie die kirche vor ver-derbt/ und die rekormarlon vor nöthig erklärt

gisst nicht weiter kriecht. Die zeit und perio-

dus des Evangelii lehret uns klar/dassdiere-'-^xvm.

gierung und das Reich des H. Geistes nun in»krafft auffgerichtet wird / daß man wenig-lehrmeisier Habensoll.-Doch weil diese -

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Prediger diesen weg noch nicht gelernet ha-»ben / so können sie diesen auch andern nicht"rechtlehren/unddahero kömmrs/daß sie ihre «eigne lehre mir desH.Geistes lehre vermen---gen/und ein unvollkommen werck thun/gar-zu viel vor sich selber/ und vor GOltnichtrein-'gnug zum schaden ihrer zuhörer/ welche im-°C hriztemhum grosse schritte frey thun fönten/«wenn sie vollkommenere mcister hatten/wel-»che von GOtt unmittelbar gelehrct waren/--und deren unterricht nichr mir so viel men- -schcnweißhcirversctzecware/w. (I)

(k) Appendix ad sk-.ieliccdxri TschkschcNs Bericht

vondercintgenwabrcnwligionp. ö;. ß j,R. IN theil wegen Der Schrifft/rc. p.? &Belgici. Conf. omniuo Petri DittclbächFScripta adv. Labadiltas,

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14. Auff unser vorhaben wiederzukommen/

so war dieses besagter Massen das bauptwerekdringetgehabt, (i) Womit denn auch in destlhac be- idesLabaciie.daßerin dergantzenChristenhclt/auffmckräfftiget worden / was sonsien insgemein ob-! und absonderlich inderXetormii-tcn kirche e;ne rctornia 'scrvt-rwird/daßnemlichdergemeiniglichauch! resoimation und Verbesserung im leben uni) tlon 'mit dem kätzermantel behenger wird / der ihn P raxi als hochstnörhlgerkanre. Dahin gicn-

- -. ( genfasiallesemeundsemergehulffenschafften/

insonderheit die Zwey theile la reformation aEglise , beö Y vons vorrede über das buch hetLl eylige voor deHeyligen , und andere derglei-chen. Dahin gimge auch ihre mtemw>i>üuffditwenn sie von der nöthigen und möglichen nunimsfsitnigkcir der wahren kirchm schrieben / und mss k,r.

iiftot

andern umzugeben suchet. Die natur undvernunffr ist vor sich allezeit so gesinnet/daß siegerne sich selbsten lieber/und vor gut halt/hin-gegen alle schuld auff andere waltzet / und al-so sich in dem natürlichen kb-irilaismo immerfestersetzet.

illMIg,

(£)

Declarat, p. 186. seqq. (K) Vid. Begriff WiderA. Bouvignohs p. 9, & paffim, inprinns p. 72.seqq. (i) Vid. Maicrus 1 . c. p. 9. Crcelius1 . c.x s>Z.

Urtheilanderervon ihnen

IZ. Also hat neulich einer von ihnen feinegedancken offenbaret: »Sie wolten allein>» auserwehlte Christen seyn/ wären aber wol'»wurmstichichte oder Sodomsapffel: und«wenn GOTT alles scheiden/und schein von» warheit absondern würde / so tonten die thö-richren jungstauen nicht bestehen, (lc) Einanderer hat Annc» 1675. über ihre kurtze unter-richrung von ihrem zustand und lebensart diesegedancken xubbcirw .Ihre gründe wären--insgemein schriffcmäßig/und so nicht zu ver-,'werffen: aber niemanddärffte darangcbun-dcn seyn/ zumal in einer solchen zeit/ wenn... G Ott etwa mehr gnade und gaben ausrheil-»re / obwol simge Cyrisicn und kinder durch al-"lcrhand anleitungen im ansang geführet wcr-" den müssen. Aber man müsse nicht formeln /» menschensatzungen und bände machen die ste-llen damit zu beschweren / so daß die meister"überdieseibc Hersscheren /dic gewissen undge-" mülher der menschen gefangen nahmen / sie zu»beladen / und zu eseln/ und diensiknechcen zumachen/auch also eine verdeckte heuschaffrzu--üben/welche denn auch die einfältigen men-» sehen annähmen und andächtig eingiengen in»dem vertrauen / daß ihre leiter (Vvon undDnUgnon ) sie wol und treulich führeten.-. Diese blindheit/fahret er fort/ist groß/und" schmeckt nach aberglauben und aogötterey/

gantzen capireln ausfühitcn: daßmemand--^'ein glied der kirche Neuen Testaments seyn--könne/als wenn er ein wahrer gläubigerunö--glird JEsu CHristi zu seyn geachtet werbe.»Welches sie erstlich aus denen verhcissmgcitvon dem neuen bunde beweisen / als F.s. L'X.

LI. Jer. XXXI, 31. seqq. XXXlII.z8.segg.Ezech.Xl. 36. Devter. XXX. 6. Es. iV.3.XXV 1 . 2 . XXXV.8.seqq. XI.HI.7. 2i.öcc.Ferner aus CHristi und der Evangelisten Wor-ten selbst Luc.I. 16. 17. IV. 17. seqq. Matth.III.7.8 9. 10.11,12. Jsoh.I.16.17. II.23.24.III.3.36 IV.21.23.24. Marc.I. rf. Luc.V,

37. 38. Joh.V.44. LI. 12. seqq. Matth . V.

13. 16. Matth . VI. 9. 10.24.2f.32- VII.6.13. ij. 20. 21.23. Xu. 30. &c. Jmglci-chcn beweisen sie es aus dem eseempel der eistenChristen so wol nach den Episteln Pauli alsaus andern Lehrern durch alie fecula, undam-worten zugleich aussdie gewöhnlichen einwiirf-ft. (m) Und diese materie halten sie vor benvornehmsten puncr unter allen den streirigkci-ren/ welche sie mir denen verfallenen Retormir-

ten hatten, (n) Dahcro Petrus V vo» aber-Boa dermal seinen sinn also kürtzlich zusammen fasset natur ns

Die natur des alten bun--^^

und ausdrucketdesist ansich selbstgantz äusierlich/buchstab---lich und gantz fleischlich gewesen/und sind in»demselben auch unwicoergebohrne eingelas»sen worden: das wescn aber desNeuenTe-^stamenks ist gantz innerlich und geistlich/ und-°die dessen theilhaffteg sind / muffen wahre/»wiedergebohrne/und durch einen lebendigen»

jjlan-

; p 3 hn