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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th. ii. B. xvii. C. xxi.

Jahr

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k 6- vvabre rei, Ale aus der tCÖVMt Uttd antiqui-

m tät bewiesen / daß die Christen im Neuen Te-

nis.

Wr-77X stammt keinen sabbath zu hatten schuldig seywDm. mn' 00 Sie setzen aber hiedey zum gründ / daßfietigcn eines gläubigen ganyes leben ein skets-sabbatdrr jährender göttlicher dienst seyn müsse /Christen /h daß folglich GOtt zu einerzeik ebendasjenigefordere/ was zur andern zeit.Daß ferner ein wahrer Christe ein glei-ches verlangen den HErrn zu verehrenzu aller zeit/ und so wol in geistlichenals leiblichen dingen haben müsse. Hier-aus Messen sie ferner dieses ?) daß -s garES nicht wahr fey/ daß wir GOtt an ememgewissen rag einen genauern/ grosser»und sönderbahrern dienst erweisen als anden übrigen / weil er alle rage den aller-«genauesten und grössesten dienst durchein ewiges gesttz seiner liebe erfordere, r)Daß dieser sonderbare gorresdienstnicht bestehe in ausübung einiger Hand-lungen / die dem äußerlichen ansehennach geistlicher / oder dem geiste anstän-diger scheinen: Sondern in der sonder-bahren gegenwart GOctes und stinergnade/ und in grösserer Übung des glaubens und der liebe/auch brünstiger Ver-herrlichung von GOttes wefen/ Voll-kommenheiten/ wcrcken und geheim-

rechtfertig/ heilig/ und seinem namen Jahrherrlich und glorwürdig geureheilee/ «vc. ^nur einen theil der menschen aus der sün-de herauszuziehen/ welche er unfehl-barlich zu gefässen stmer barmheryig-keit/ und zu unterständen ferner gnadeund herrligkeir machte; da er die übri-gen in ihrem boßhaffrigen und verderb-ten stande hat stecken lassen/ und ihnennicht gegeben/ wasErrhnen auch kei-«5» Weges schuldig war. (-) Item:GOTT sey me f-rrhabens gewesen allemenschen zu erhalten/ Er habe stine Pro-pheten oftmals gesand die menschenwürcklichzuverstocken/ rc. (a) Wie m-Auctor auch an der AntoniecteBungnon diesesals greuliche irrrhümer verdammet bar/ wennsie geschrieben: GOrr würde/ ungerecht/parrheyisch und grausam seyn/ wenn Erseine gnade eklichengebe/ und sieweigerte/ wem Er wolte: 2 Ule menschen harrenden glauben und das göttliche lichc. (K)

Bey welchen und dergleichen lasen und wider-sprächen wol zu wünschen gewesen/ daß diekrasst der läutern göttlichen warheit/ wie steselbst nach dieser leute eigenen principiis ausder ewigen unendlichen und unumschräuckmiliebe GOttes als einem klaren brunnen her-vorauillet/ genau beobachtet / verehret und

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nisten. ;.) Weil es GOtt frey stehe diese, bekannt worden wäre/ ohne abstcht aufmengaben mitzutheilen / nicht weniger bey - schen-lehreund Vermischung derer väterlichenäußerlicher Hand-arbeit und gefchäsften weisen und satzungen. Massen solcher gestaltdesleibes/ als bey solchen Handlungen/ ebenausdieser lauternquell der göttlichen lie-die allein der feelen zukommen : So fey be nichts anders als allgemeine und unemge

es nicht schlechter dinges nothwendig/daß man sich solcher ordentlichen undnatürlichen wercken enthalte / wenn

schränkte liebe/ treu/ erbarmungund hertz-llchebegierde des schöpfters nach dervollkom-menen herwiederbringung und verherrli-

man GOTT mehr verherrlichen wolle, chung seiner gantzcn creatur würde eröffnet/Dieweil ein Christ sonderlich / der mehr und erblicket worden seyn. So daß manselbt-geübee ist/ die natürlichen dinge über- ge in ihrer tiefte des reichthums beyde der weiß-natürlich / die leiblichen geistlich/ die; heil und dererkäntmßwürde angesehen / un-menschlichen göttlich/ und die äussrli- an andern durch eigensinniges und übereilteschen im innerlichen geist thue. wenn urtheil nimmermehr verworssen und geschol-«r mit GOtt vereiniget / aus stiner ge-

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genwart und liebe nicht ausgehe, (y)

(x) Gap. VI. p. S 2 . feqq. (y) Tust. de Sabbatho p.247- lcqq.

28. Ausser diesen bishero erzehlten Punctensind sie in den übrigen allen bey der unter den»hr t iteti« Reformirren im schwang gehenden lebre ver-gceinffim- blieben/ und haben sich öurchgehends auf diemunqmit symbolischen bücher und gemeinen lehrerselbi»^r gemeinden bezogen. Wie denn so wolaus vielen bisher angeführten expreffionen/als auch aus ihren schrifften insgemein erhel-let / daß siesonderlich an der lehre von dem ab-tnutr mey. soluto Decreto noch sehr eifrig gehangen / undnungvom selbige mit Calvino, Beza und andern ihres glei-absoiuto chen fast in eben so harten rermims vorgetragenhaben. Das teutsche büchlein ?-rri Vvons vonder göttlichen Prädestination ist voller derglei-chen Meynungen/ wenn er z.e. schreibet: Al-so glauben und halten wir dafür/ GOtthabe in seinem rarhe gut befunden / dasmenschliche geschopfihm selbst zu las-st»/ und mit ftthaner krasse und stärckenicht zu unterstützen/ dadurch es blost-str dings / wiewohl fteywilliglich / ver-hindert würde zu fallen: Und hernacher

vecrero.

Und ihrcharte

expreß

üoncr

davon.

ten haben.

( r ) Im I . faß p. 8 . 9 - (a) Vid. ibid. p. io. IZ. ij. IY.icqq. öcc. (b) Vid, furijcr begriff unterschictl. gott-loser und irriger reden und sätze^. v. p s.:6.:y. s-c.

29. Im übrigen/ ist auch unter des Laba-3M#die eigene lehre mitgerechnet worden/was ervon der künftigen Herrlichkeit CHristlund stiner heiligen/ von der auerottvngBabels/ von erbauung Jerusalems /ausstoßungdes satans/ bekehrung derjüden / und einführung der fülle der Hei-den geschrieben/ wie es so wol in der v-ciara-tionesidei als in andern schrissten zu si'ndcn ist.

(c) Davon aber hier etwas beyzufügen / diezeit nicht leidet. Wir haben nur mit etlichenWorten noch die Auctores zu nennen/ welchewider diese leute ex prosesso, wiewol mit un-gleicher intemion und gründ geschrieben. Sel- DicA>bige sind unter den Reformirten v. Johann jij« 01 "'

Hundius im gutachten von der veclara-rions-schrisstjobannisdel-abadie. D. Adrianus nj^ctsiCPauli im schnsstmäßigen bedencken von vonmidiestk veclaration. Antonius de!a bdargue inRcdcncn de welke cen bewogen liebben te vcc-latenhetHuysenGeselschap. van Jean de la Ba-die. Ingleichen O. Andreas Pilenius, wie auchO.Roelmann in D vvaling derLabadisten grondigontdeke en yvcdcrlegt, UUO D* Brakel /

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