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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Jahr

mdc. biß

MDC.

xxcnx.

Von denen Labadiffefl.

Und LMSe^rancrn.

Urrhcilvon ihrersectirerey/

Der

Jungf.

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bekäntniß.

wider welches von die obengedachke schrifftensonderlich gerrchm gehabt. Die ofranqezo-

gene ldissoire courieule dc la vie derla conduue& dc vrais fcntinicns du Sr. Jo, dc Labadic doncle Nem.& la Reputation , & sc. wie auch diemodelte Recitation de la Declaration werden

die Herren Reforminen vermuthlich schwer-lich unter dergleichen schrifften milzehlen/ weilselbige allzu unverschäint und unbedachtsamalleerffnnliche unwarheiten wider denhaba-^ öi° zusammen geraffet haben. Aus den Lu-theranern hat sich disfals hervorgethan chd-

stianus Nifanius jg der Mathatologia Labadiana.D. Abraham Calovius iN SMerDisputation deLabadiimo UNd D. Johann Friedrich Maier juder Mathiologia.

(c) Vid.Declar. Fidei fine. Cap. XIX. p. iio. YvonRHentia Reiig. Chrift. Cap. XXIV* iecjq BrevilFid.Declar. p. sr. seqq. Schurmannia l.c. p. 116.141. 19z.

30. Es haben aber sonderlich die Reformir-ten grosse anlaß bekommen das vorhaben die-ser leute damit ammeisten verdächtig/ und bö-se zu beschreiben/ weil sie bey ihrer absonde-rung zugleich eine eigne und sonderbare gemei-ne angerichtet/ und also die anzahl derer sectenund partheyen in der chrcstmheit noch weitervermehret. Und daher findet man in ihrenWiderlegungen gar vielklagenhierüber/ dasiewiewol mit vielem zusatz aus den schrissren de-rer Labadiftfti angeben/ wie sie alle anderegemeinen verworffen/ und ihre versamlungalleine vor heilig und rein ausgegeben harten.Und obwol Labadie selber seine gemcinschasstmit allen wahren Christen unm alle fettenund gemeinen bekannt hatte/ so wären ihmdoch die andern hierinnen nicht nachgefolget.Denn die Anna Maria von Schurmann hättenicht allein aus abergläubischer und unmäßi-ger liebe diel-abadistischen lehrer allzusehr er-hoben/ sondern auch zu ihrer gemeine allemenschen eingeladen/ weil sie selbige vor dievollkommenste und beste unter allen gehalten.Wir wollen aber lieber ihre eigne Worte hiehersetzen / woraus ein gesibeider leser/ der geübtesinnen hat selber ein richtiges urtheil fällenkan. Also schreibet sie aber in dem össentli-chen und solennen Zeugniß/ so der Declaratio-ni üdei angehenget worden: Es ist mir sehrbettübr Vorkommen/ daß solche vor-rrefllche/ sohohe/ so heilsame und süssewarheiten/ mit- welchen «arhasscrgen«Stern als mit flössen des himmlischenGels wie täglich übergössen undemge-weihet werden/ »turnt den engen schran-ken unserer familie oder gemeine ernge-schlössen sind. (d) Und in dem andernzeuaniß: weil GOtt durch selne gnademir nicht allein diesen sinn erhalten/sön--dern auch die liebe zu diesem allerhetltg-Kett werck in einsetzung und reformanonseiner kirchen nach dem Vorbild und mu-tier der ersien gemerne zu Jerusalem /welches ohne ZEffel das b-sieist/mehr»nd mehr täglich vermehrt und bekraf-tirrek: Habe ich solches össentlrch bezeu-gen wollen/ damit ich auch mernen

verlasien / und mich hurtig und bestatt- Aahrdig zu dieser neu-aufkommenden kirche/ ^

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und ihren anführ ern/ lehrern oder Hir-ten gifügee habe/ welche/ daß sie vonGOtt geführet und ge-ehret sind/ ichnicht so wohl Mit meinen äugen gesehen/als inwendig starcküberzeuget worden. Habe dahero mit dieser Declarationbekennen wollen/ daß ich dieses dergnade LHrrsti allein zuschreibe/ da ermich unter seine Nachfolger schien / undmich mit ihnen siärchn wol'en. Ichwerde auch diese seine woithat sierspreisen/ daß da er die ganye welk diekosibarkeit dieser evangelischen perl«Nichtwissen undverachtenlasset/ er sel-bige doch den wenigsten zu sehen und zuerkrnnen gegeben/ und uns den sinn undVorsatz verliehen alles zu verkauffen/und jener schonheit und herrlrgkeitzu ge-messen/ rc. (0)

biß

MDC.XXCUX.

(d) Declarat. Fid, In Veritate fui Vind

iis.

pag. 182.184.

>*. Cs mag freylich wol auch hier das na-türliche verderbnus sich dann und rvanu geausifert haben/ da die menschen gemeiniglich beyeinigem ansang des gefühls von göttlicher war-heit / Nebe und dergleichen / auss diejenigenPersonen/ von welchen sie etwas empfangen/und die ihnen auch zurzeit ihrermindersäbrig-ken nützlich und nöthig gewesen/mit unmässi-ger und zuweilen abergläubischer und abgötti-scher liebe und ncigung fallen/ und die ehre/so dem wahren urheber aller gnade und war-heit/ diein Christo nur werden kan/ alleingebührt / einer armseligen von sich selbst nichtshabenden noch wissenden creatur geben / anderselben allein als ein kind an seiner Mutterbehängen und kleben/ und anstatt / daßsiein Christo nicht immer krnoer bleiben / undsich wiegen und wägen lassen falten durch keu-sch erey der menschen / lieber bis an ihr ende beyden ersten buchstaben der lehre Christi stehen/immerdar lernen/und doch nimer zur erkan dt-nüs kommen. Die Ursachen mögen rnsgemeinhiervon seyn/ aufseilen der lebrer emegrasteselbstgefälligkeit / und liebe zu eigener ehre/wie auch andere mit umerlauffende schwaw-heiten und absichten auf diesen oder jenen Vor-theil : Auf feiten derer andern theils die faul-heit und tücke des alten Adams / welcher liebersich stets mit vielem hören / lesen und andernausser« Übungen behilft und aufhält/als daßersich durch den seist unter das creutz Christizwingen / und also bey dessen geheimnüs inder stille zum tod bringen liesse / ingleichemdieangebohrne unart des menschen/ welcherzu allen arten der abgötterey und liebe der ernt-turen geneigt ist / solle er sie auch unter demgrösten schein der liebe zur warheit aus-üben.

22 Wir wollen allhier keine appheationmachen/ sondern diesilbiae einem jeden ver-ständigen selbst überlassen / und davor nochvon dieser gedachten iungsrau Ek umstän-de zum beschluß beybringen. Cs ist dieselbe

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frerm-eu zugleich die »rächen darlegte/f üwemi«9<w/*i M »w«.v...

wnrnm kch das si>nsi gewohnllche leben I kannt und berühmt gewesen/ daß es hie keines

A. H. Anderer Theil. D y y y 2 bewei-