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Th. u. B. xvn. C. XXI.
Jahr heweises davon darf. Die schnitten dererudc . biß Holländer und anderer/ auch der Theologenselbst sind von dem lobe ihrer ungemeinenDer ' klughett/ gelehrsamkeir und wissenichafftenSchur- überall angefüllet. Sie haben selbtge diezehri-manuin lob Muse, die vierdce Huldgoctitt/die Hol-unter den Minervam, das Wunderwerk
ihrerzeit/eine printzeßmder gelehrten /u. f. f. tituiir«. s<0 S>le itf von allen ortendurch höbe und medrigebemcher/ und wegenihrer vielfältigenkunst-arbeitin allen last er-sinnlichen dingen zum höchsten verwundert
gelehrten.
biß
gefolget / und mit ihm nach Herford gereifer/ «m.auch von dar endlich nach Alcon a/ und fo fort M oc! whmunier in West-Frcc'v'land nachWiwmmit MDCdenen andern gefolget lst / allioo sie auch insehr hohem alter verstorben/ und sich nicht indie kirche / sondern anst den gemeinen platz be-graben las] eu. Sie hat ab. r felbsten in ihremherausgegebenen buch die monve,, dieser ihrerVeränderung angezeiget / von welchem folgen- 35r<de worte fast die gantze somnum in sich haltenNachdem ich etliche jähr her/ den abfall '
des Christenthums von seinem Ursprung
worden. Wernurgelehrtherfseu wolte/der 1 und die fast gänyliche Verderbnis nur
......... in (Atointf/fst'P / tv iii: '»./.imWiin r x .. ..._
Ihr be°
von ihrereitlen ge-lehrstun-teil.
wechselte mtt ihr briefe in lütemncher/ g-.ie«bischer/ edreischer/ srantzosiicher und italiänisiher spräche / Massen sie diese alle nebenstder spanischen / syrischen/ chaldaischen/ hoch-und niederteutschen sehr wol verstund / zuqe-schweigen Der Philosophie, Theologie und derübrigen galante» cruältion, wie man sie nen-net. Die damals berühmtesten Männer undabgötter unter den Gelehrten Saimasius, Hein-sius, Smithius, Spanhemius und andere habensie nicht genugsam erheben können. Sie selbsthat auch von sich hernach gestanden / wie sehrsie durch das lob der leute zu solchen dingen sichantreiben lassen/ wenn sie also geschrieben:Obgleich das gewissen mir heimlich offkkandrnüs widersprach / so lies ich mich doch unterdem schein einiger rügend oder andernschuldigkeit / oder auch eines gemeinenNutzens der gelehrsamkeitauffdasThea-rrum einer ruhm-würdlgen cruclition brin-gen / von dar ich so schwerlich wiederkonre zurück kommen / und gab ich also/weis nicht aus was vor unbedachtsam-keir oder Verblendung des gemüths mare-rie und gelegenheit zu solcher gelehrtenabgökkerey / welcher sich alle nach eitlerehre trachtende und lögenhassce Pajiegy-risten schuldig machen/ die einander mitihren lobsprüchen bezaubern/ und in ani-malia gsoriL verwandeln. (t)
(e) Dar». Heinsius Epigramm. in Essig. cjusClaud.Sai-masius prxf.adMiscdl.]o.Sm>th.Epist. adSchur-manniam.Fr. Spanhemius prxf. in ejus opuscula.An. i64$.editx. Hcideggerusin vita Hottingcri. p.e.$. & Jacobus Catfc ap. Harsdorserum gtsthlcht-spitgtl Lap. io2.p.7Z4.sccjc). (f) In E»»a>,xi« p. io.Edit. Latinx.
zz. So haben auch die Scribenrm insgemeinnoch vor dem ausbruck ihrer bekäntnißdas lobder frömmigkeit lhr häufsig beygeleget/ undIhre frön,- auch hernach nicht leugnen können/ daß siemlgkcit. vonsonderbarerGottseligk.gewesen/(g)wie sie dann von den ihrigen in ihrer fugendsehr wohl erzogen worden / und sich selbst ;umwahlsyruch diele wom erwehlet: Amor meuscrucifixus cst. (h) Sie war aber imertz-stifftssölln geboren / und zwar von sehr reichen el-tern / hatte hernach meist zu Utrecht gelebet/allwo sicauchbesagterMassen von der gelehr-ten wett um die wette angebetet worden war.Nun hatte sichs einst gefüget / daß sie denJoh. de Labadie zu sprechen bekommen /auchdann und wann predigen hören. Wordurchsie nach und nach sich bewogen befunden/ nebstund erfolg« einigen andern in ihrem schon ziemlich hohentegckli- alter/ (Massensie bereits-nno 1607.geborensonerÄ lvar/) demselben nach Amsterdam nachzuzie-man«, hen / von welcher reit an sie ihm auch immer
Bekandt-
schaffkmit
dem
Labadie
traurigen äugen angesehen, (davon un-ter andern mein briefzeugen kan / wel-chen ich schon vor 7. jähren an einen Pre-diger zu Iulich geschrieben/ und der Au-
ctor dcS büchleMö de propaganda fide zum
theil puhliciret hak) Nachdem wir auchvon langem her keine hsfnung haben ei-ner künssrigen besierung durch denselbengemeinen weg/ welchen die Prediger un-serer zeit überall gehen/ unter denen auchdie meisten hauptsächlich der reformaiionbedürffen/ wer wolte mir denn mit rechtVerdenckeN/ daß ich resormirte Pastores,und zwar solche/ welche andere verfalle-ne Christen zu resormiren/ von Gore aus-gerüstet seyn/vor die meinigen erweh-ret/ und mitfreuden aufgenommen habe.Hierauf beklaget sie sowol lyre eigene begangc^nethorheit/ als auch derer gelehrten abgötie-rey/ und rerra^irec alle ihre schrifften / welcheeinesolche leichtsinnigkeit und weltliche lhor-heit anzeigten und verriethen, (i)
(g) Vid.Lrssiur Nili. Quaker.Lib.III. p, Sillll»
gemähldr AnnxSophix Landgräsill jtl Hesse», prxk.
(h) Handorffcrl.c. (i)E»*A^. p.p.ieq.
34. Bey so gestalten fachen kontenfreylichdie wclt-gelehrten mit ihr nicht mehr zufriedenseyn / weilsie ihre dinge ft gar schlechthin weg-MAwarfund gleichsatn mit füssen trat/ oder nach A"Paust ausdruck alles (und asso auch die schul-Weisheit) vor koth achtete gegen die über-schwenckstche erkandtnüs IEsir Christi ihresHErrn. Da war aller rubm aufeinmal aus/rer A«.unddiejenigen / welche sie zuvor vor eine gor-- loge»rin/ vor allwissend und dergleichen ausge-russen hatten/die dielten sie nun für eine keye-rin / für eine alte aberwitzige närrin/ unddergleichen. Die Theologi selbsten nennten sie und fast»die niederländische Lachcfin. (k) und spotte-"^ten ihrer / sie hätte sich zu dem Labadie wie diePaula ZUM Hieronymo gesellet / ( 1 / Lern: daßste sich als eine andere Mariam aufführen/und das beste theil erwehlen wollen/in-dem sie sich zu diesem Haussen der boß-haffcigengefellek gehabt, (m) Es wäre zubeklagen/ daß sie ihre gaben so übel angewen-det hätte, (n) Und was dergleichen urtheileübersiemehr sielen. Ihre schrifft welche siean. 167;. zu Alcona herausgab/ machte grossesauffsehen/ und vielen gelehrten nicht geringenVerdruß / indem sie ihres hertzens gründ undbegriff von den gemeinen menschlichen tbor-MMiVeiten und areueln gar deutlich an tag legte. ,»,v soDertitel des buchesist dieser: A. M. a Schur- f»iiitn»*
man EykahPIa fi Melioris Partis Electio. Tra-ctatus brevem vita ejusdelineationem exhibens.Luc.X. 41.4z, Unum Necessarium. Maria opti-mam»