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Thomas Denman's Anleitung zur praktischen Geburtshülfe : Mit sehr vielen litterarischen und andern Anmerkungen und Zusätzen, aus dem englischen übersetzt / von Johann Jacob Römer. der Medicin und Chirurgie Doctor
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sind/ und gleichsam Fortsetzungen des Venusbergs zu seynscheinen; sie machen vorzüglich die Schaam aus / an derenbeyden Seiten sie herunterlaufen. Nachdem sie parallel/unterwärts und rückwärts mit einander fortgelaufen/ sowerden sie nach und nach schmäler und dünner, undvereinigen sich an einer Stelle/ die man ihre Vereinigung/Commissur / oder die Gabel nennt.

Die ganze Stelle zwischen dieser Commissur und derOcffnung des Afters wird der Damm ( Perinsum ) genannt:die äußerliche Bedeckung desselbigen sind die gewöhnlichenIntegumente/ innerlich aber wird er von der Mutlerscheidebedeckt , und zwischen beyden Häuten ist eine zellichte ,fettige Substanz/ und die untere Portion des Schließ-muskels des Afters befindlich. Gewöhnlich ist dieser Dammanderthalb Zoll breit/ doch giebt es auch Personen/ beywelchen er nur einen , und andere, bey welchen er mehrals zwey breit ist.

Zwischen den großen Schaamlefzen/ gerade auf derSchaambeinvereinigung sitzt das sogenannte Schaamzünglein,der Kitzler / (Clitoris), dessen beyde Aeste / die manSchenkel (Crura) nennt/ längst den Aesten der Schaam-beine und der Sitzbeine laufen. Man nennt seinen äußernTheil / der mit einer dünnen/ lockern Vorhaut umgebenist/ an welche sich die Wasserlcfzen bevestigen/ die Eichel(glans). Gewöhnlich nimmt man an/ daß der Kitzlerder vorzüglichste Sitz der Wollust bey dem weiblichenGeschlecht/ und daß er bey dem Beyschlaf einer etwelchenErection fähig sey.

Die Wasserlcfzen ( I.ahia interna , Nympha: ) sindzwey dünne schlammichte Cörper oder Falten der Haut/die von der Vorhaut des Kitzlers/ bis beynahe zu derGabel hinreichen, und sich am Ende allmählig verlieren.