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Viertes Capitel.
Fortsetzung von den innerlichen Zeugungswerkzeugen.
Erster Abschnitt.
Äie vornehmsten in der Höle des Beckens enthaltenenTheile sind, erstlich: die Harnröhre (Urethra), die mitihrer innern Wand gegen der Vereinigung der Schaam-beine zu liegt; ihre Oefnung hat sie rmter dem Kizler,zwischen den Wasserlefzen, am untern Rande der Schaam-beinvereinigung; von da läuft sie fast in einer geradenLinie etwa anderthalb Zoll weit, bis sie in die Blase kommt,welche, wenn sie mit Urin angefüllt ist, bis in die Höledes Unterleibs heraufsteigt und auf der Schaambein-vereinigung ruht. Zweytens: die Mutterscheide, oderderjenige Canal, der von den äußern Schaamtheilcn schiefnach aufwärts und rückwärts nach der Gebährmutter hingeht;nach hinten hängt selbiger mit dem Mastdarme, und nachvornen mit der Harnröhre und mit der innern Oberflächeder Schaambeine zusammen. Drittens: der Mastdarm,dessen hintere Wand durch Zellengewebe mit der Höle desHeiligenbeins verbunden wird. Ungeachtet nun diese Theileeben keinen großen Raum einnehmen, so wäre der Schlußsehr irrig, wenn man annehmen wollte, daß irgend einTheil der Höle des Beckens nicht ausgefüllt sey; dennneben diesen Eingeweiden, ist noch jeder übrig gelasseneleere Raum mit zellichter oder Speckhaut angefüllt, undaller Vermuthung nach bewirkt ein Druck auf diese letz-tere zur Zeit der Geburt eine vollkommene Erweiterungder Beckenhöle.
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