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jedem Zeitpuncte der Schwangerschaft der Gefahr entrunnenwenn auch schon das Kind abgetrieben wurde. Wenn aberdas Eruptionsfiebcr vorbey ist und erst bey anfangenderCcists der Krankheit Geburtswehen oder Neigung zumAbortiren erfolgen, so muß wenigstens meiner Erfahrungzufolge, die Kranke allemal gewiß sterben. Wahrscheinlichstirbt sie nicht wegen der zu frühzeitigen Geburt einesKindes, sondern sie abortirt oder gebiert, weil sie wirklichschon beynahe sterbend, wenigstens in einem sehr gefährlichenZustande ist, der nun noch vergrößert wird.
Andere Krankheiten, die während der Schwangerschaftvorkommen, müssen nach der Erforderniß des besondernFalls behandelt werden, mit beständiger Rücksicht auf dengegenwärtigen Zustand, der keine heftig wirkenden Arzeney-mittel erlaubt, wenn nicht die unmittelbare Erhaltung derMutter selbige unentbehrlich nothwendig machen. Jedewichtige Veränderung des Cörpers , die während derSchwangerschaft vorgehet, richtet sich nach dem dermaligenUmstände, und diejenigen die sich den Ruf eines glücklichenArztes und Geburtshelfers verschaffen wollen, müssen immerauf die Gesundheit ihrer Schwängern ein sehr aufmerksamesAuge haben. Ist keine Krankheit, keine Anlage zumKrankseyn vorhanden, so geht die Geburt gewöhnlich ein-förmig und gut von statten: ist aber die Person zu selbigerZeit kränklich, so kann dadurch die Geburt unregelmäßigund schmerzhaft und die Ursache einer besondern Krankheitdes Kindbettes werden.