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Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
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Philologisch -prähistorischer Vorspruch.

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Lithograph, der Photograph das Subjekt der in dem Wort aus-gedrückten Tätigkeit.

Mit demselben Rechte müßte man sagendas Telegraph.Es heißt aberder Telegraph und meint etwas anderes als dieNeubildungdas Telegramm. Analog ist das WortAutogrammgebildet.

Da das Wort Autographbestimmt die Möglichkeit einer Ver-wechslung im Genitiv und Dativ und durchweg im Plural zwischendem männlichen und sächlichen Geschlecht in sich schließt, soseiAutographie meint Ortloff die einzig richtige Be-zeichnung.

Justizrat von Löper 1 ) tritt für die Beibehaltung der Bezeich-nungdas Autograph ein.

Er fragt bekümmert: Wir waren Autographensammler sindwir es noch? Werden wir in Zukunft Autographienbesitzer seinoder Autogrammsammler? ln den Handschriften von Leibniz ,Kant und Schiller glaubten wir deren Autographen zu besitzensind nun Leibniz , Kant und Schiller selber die Autographen??

Ein deutsches Wort- sagt Löper wird nicht imstande sein,den geforderten Begriff so vollkommen auszudrücken als eine derVerbindungen mit avrö. Diese stellen die äussere Urheberschaftdes Schreibenden so ausdrücklich in den Vordergrund, daß sichdies Merkmal im Gebrauche niemals verlieren kann.

Anders bei dem deutschen WortDie Handschrift oder demlateinischenManuskript. Hier ist die geistige Urheberschaft dasEntscheidende, dagegen gleichgültig, ob der Verfasser das Manuskriptselbst geschrieben oder diktiert hat oder mit der Maschine geschrie-ben oder anderweitig hat abschreiben lassen.

Eine von Kant nach einem Leibnizschen Originale gemachteAbschrift ist ein und zwar sehr wertvollesKant-Autograph.Ein Bibliothekar würde die Kopie jedoch besonders wenn dieBibliothek das Original nicht besäße- unter den LeibnizschenHandschriften katalogisieren.

Ebenda, 1860, S. 1 ff..