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Viertes Kapitel.
et de signatures, dont les originaux se trouvent ä laBibliothlque du Roi, aux archives et dans les col-lections particuli£res.“
Leitete dies Werk in die Praxis des Autographensammelns ein,so suchten zwei Werke des gelehrten Buchhändlers P. Jules Fon-taine ein Kompendium der Theorie des gesamten Autographen-wesens — dem damaligen Stande der Autographenwissenschaft ent-sprechend — darzustellen. 1834 veröffentlichte er sein Büchlein^ „Des collections d’autographes et de l’utilitd qu’on peut en retirer“,das in erweiterter Form 1837 als „Manuel de l’amateur d’autogra-phes“ erschien, ln dem erstgenannten Buche nennt der Verfasserbereits die bedeutendsten Pariser Sammlungen, nämlich 36, darunterdie von Alexandre Martin, 7000 Nummern umfassend. Sie war infünf Epochen eingeteilt, beschränkte sich aber nur auf Frankreich .Nicht quantitativ, sondern qualitativ verfügte Villenave über diebedeutendste Sammlung.
Um bereits in den Herzen der Jugend das Interesse für Hand-schriften und Handschriftensammeln zu wecken, gab EugeneCassin 1834 ein lithographiertes Lesebuch unter dem Titel heraus:„Choix de morceaux fac-simile etc. ä enseigner ä lire dans toutesles teritures.“
Das erhöhte Interesse für Autographen hatte in dem glücklichenZeitabschnitt — Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre- eine Reihe bedeutender Versteigerungen zur Folge.
I832 kam die von dem reformierten Pastor Marron Unter-lassene Sammlung unter den Hammer. Der würdige Herr scheintsystemlos und universell gesammelt zu haben, denn der Verstei-gerungskatalog nennt ihn einen „curieux“, d. h. Raritätensammler,während der Marquis de la Bruyeres-Chalabre in dem vonG. Merlin besorgten Katalog seiner im Mai -1833 versteigertenSammlung als „Connaisseur“ gekennzeichnet wird. Bei dieserAuktion wurde u. a. ein Brief Heinrichs IV. an die Marquise vonVerneuil für 205 Fr. verkauft.
Die nächste Pariser Versteigerung (1834) brachte eine neue Notein das Autographenwesen: findige Fälscher waren am Werke ge-