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Viertes Kapitel.
nung von der Meisterhand Michelangelos für 19 Pfch, ein Briefvon Milton 1 ) für 14 Pfd., ein Brief von Lord Byron für 10 Pfd.abgegeben.
Zu verhältnismäßig sehr geringem Preise waren am 19- AugustI831 die sorgfältig geschriebenen, in Saffianleder gebundenen
Romanmanuskripte von Walterkostete:
Scott versteigert
worden. Es
Das Kloster .... 18 Pfd. St.
Der Abt ... .
• 14 Pfd. St.
Guy Mannering . . 27 „ „
Ivanhoe ....
Die Puiitaner ... 33 „ ,,
Nigel .
Der Antiquar ... 42 „ ,,
Kenilworth . . .
■ 17 „ „
Rob Roy.50 ,, ,.
Die Braut von
Peveril vom Gipfel- 42 ,,
• 14 „ „
Waverley . . .
. . 18 Pfd. St.
Man vergleiche hiermit die Preise für Scott-Manuskripte auf einerLondoner Versteigerung von 1919'-
Quentin Durward 700 Pfd. St. The Betrothed . . 265 Pfd. St.
Die Korrekturbogen von „Nigel“ und „Quentin Durward“mit vielen Zusätzen von Scotts eigener Hand kosteten 123 Pfd. St.
In den zwanziger Jahren des 19- Jahrhunderts erwachte dasInteresse für das Autographenwesen auch in den übrigen LändernEuropas .
Ungewöhnlich schnell und ernsthaft bürgerte sich der wissen-schaftliche Betrieb des Autographensammelns in Italien ein.
Hier, im klassischen Lande der Renaissance, besaß bereits Endeder zwanziger Jahre der Hofmusikdirektor Antonio Gandini inModena eine stattliche Autographensammlung, in der er Briefe vonLeibniz, Ariost , Bojardo, Montecucculi, Metastasio ,Maffei, Tassö u. a. verwahrte. Zur Belebung des Interesses fürliterarische Kostbarkeiten dieser Art hat M. A. Par ent i die genannte
ü Man vergleiche mit diesem Erlös für einen Brief die Tatsache,daß Milton von seinem Verleger für „Das verlorene Paradies “ 5 Pfd. beider Überreichung des Manuskriptes, weitere 5 Pfd, nach dem Vertriebder ersten 1300 Exemplare erhielt.