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Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
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Geschichte des Autographenwesens.

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den Sammlern gegen eine kleine Vergütung überlassen wurden,gaben ihnen Anhaltspunkte für die Bestimmung der Autographen-preise.

Zum Teil aus Gründen der Raumersparnis, zum Teil, um denInteressenten im Auslande die Übersicht über die auszubietendenStücke zu erleichtern, übernahmen nunmehr auch die deutschenAntiquare in ihren Katalogen die französischen Bezeichnungen(Abkürzungen), welche seitdem mit geringen Abweichungenalle Autographenhändler und -Sammler im internationalen Verkehrbeibehielten. Der Weltkrieg 1914 mit seinem Nationalismus hobdiesen Brauch auf; doch steht zu hoffen, daß die Völkerversöhnung zu der auch das Autographensammeln eine Brücke darstelltdie alten lieb und geläufig gewordenen Bezeichnungen wieder auf-nimmt. (Die internationalen phonetischen Zeichen wurden ja auchnicht aufgehoben!)

Diese Abkürzungen lauten:

A. = Autograph,a. = Eigenhändig.

av. adr. = Mit Anschrift.

B. a. == billet autographe, kleiner, eigenhändiger Briefohne Unterschrift.

B. a. s. = Kleiner, eigenhändiger Brief mit Unterschrift.

Doc. s. = Urkunde mit Unterschrift des Ausstellers.

Fol. = Folioformat.

Fragm. = Bruchstück eines Briefes, Manuskripts, Gedichts usw.

L. a. = Eigenhändiger Brief ohne Unterschrift.

L. a. s. = Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.

L. s. = Brief von fremder Hand mit der eigenhändigenUnterschrift des Urhebers.

L. s. av. c. a. = Brief von fremder Hand mit- der eigenhändigenUnterschrift des Urhebers und einer vorangehendeneigenhändigen höflichen Schlußformel.

Ms. a. = Eigenhändige Niederschrift (kein Brief) ohneUnterschrift.

mus. a. = Eigenhändige Niederschrift von Noten.