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Viertes Kapitel.
P. = Piäce, Blättchen von geringerem Umtang (SchillersWäscheliste!)p. = Seite.
P. d’Alb. = Stammbuchblatt (auch F. d’Alb.).
Pe. = Gedicht.
Pgt. = Pergament (auch Pch. = Parchemin).
Quitt. = Quittung.
s. d. ni 1. = sans date ni lieu = ohne Orts- und Datumsangabe.4° = Quartformat.
8° = Oktavformat.
* = Das Sternchen vor der Bezeichnung des Auto-graphen zeigt an, daß das Siegel vorhanden ist.t = Das Kreuzchen zeigt an, daß das Autograph bereitsgedruckt ist.
Mittlerweile vollzog sich in einem kleinen deutschen Städtchenein Ereignis, das die Geschichte des Autographenwesens zwar kaumnennenswert beeinflußte, aber dennoch registriert zu werden verdient.
Anläßlich des Geburtstages des Königs Johann von Sachsen vereinigten sich alljährlich die Behörden, das Offizierkorps und andereVaterlandsfreunde der Stadt Großenhain i. Sa. zu einem Festmahl.Mit der Feier verband der Rentamtmann Karl Preusker eineAusstellung — die erste öff entliehe Autographenausstellung(12. Dezember 1858).
Auf einer Tafel legte er die Handschriften der sächsischen Kur-fürsten und Könige und ihrer Gemahlinnen (mit Moritz undAugust beginnend) in mehreren Reihen aus, und zwar so, daß derBeschauer Verordnungen, Briefe, Quittungen usw. vollinhaltlich,die anderen, der Raumersparnis wegen, nur in den Namenszügenzu sehen bekam. An der Seite der einzelnen Stücke waren Zettelmit Namen, Regierungszeit usw. beigefügt. Auf einer zweitenTafel waren in gleicher Weise eigenhändige Schriftstücke dersächsischen Minister, Feldherren sowie anderer Persönlichkeitenausgelegt, die mit dem Herrscherhause in irgendwelcher Verbin-dung standen (darunter der lustige Rat von Kyau, der Gold-macher von Klettenberg, Gräfin Cosel ).