Die .Kataloge.
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Die glänzende Aufnahme, welche der Katalog der SammlungFillon in den Kreisen der Literaturfreunde, Geschichtsforscherund anderer Gelehrter fand, veranlaßte den bedeutenden Universal-sammler Alfred Bovet, gleichfalls Etienne Charavay mit derrationellen Katalogisierung seiner Sammlung zu betrauen. In drei-jähriger Arbeit brachte Charavay ein Werk zustande, das heute diebedeutendste Isographie auf dem Gebiete des Autographen-sammelns darstellt: fast jede im Katalog angeführte Nummer ist— zum mindesten durch die Namenszüge der Urheber — illustriert,während die Prachtausgabe obendrein die kostbarsten Stücke inPhotogravüren wiedergibt.
Die von Charavay beigebrachten Notizen enthalten bei jederBerühmtheit den Namen, die Vornamen, den Ort und das genaueDatum der Geburt und des Todes sowie eine kurze Angabe dar-über, welchem Gebiete die betreffende Persönlichkeit ihren dieAufnahme in eine Autographensammlung rechtfertigenden Rufverdankt. Besondere Sorgfalt widmete Charavay der Beschreibungder einzelnen Stücke; in den Fällen, wo die Daten der Briefe oderdie Namen der Adressaten fehlten, hat er diese zu ermitteln gesuchtund hierbei über jeden dieser Adressaten biographische Nachweisegegeben.
Die Beschreibung der Autographen bestand in einem knappen,klaren Auszug aus dem Text. Die wichtigsten Briefe gab er inextenso wieder; die Briefstellen, auf die es am meisten ankam,hob er aus dem Zusammenhänge heraus. Sorgfältig notierte er,aus welchen Sammlungen Bovet die einzelnen Stücke erwarb; ja,er verzeichnete sogar die Stecher der Porträts, welche er den meistender Autographen beifügte.
In den Spuren von Charavay wandelte A. W. Thibaudeau,welcher den Katalog der Sammlung Morrison bearbeitete.
Von den periodisch erscheinenden Katalogen bietet der Lager-katalog der Firma Maggs Bros, in London ausführliche Angaben.Aber auch die Kataloge von Henrici, Liepmannssohn undStargardt ermöglichen eine leichte Orientierung.
Wie die großen amerikanischen Antiquare, so beschränkt sich