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Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
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Neuntes Kapitel.

auch Rauthe auf klare, knappe Übersichtlichkeit unter alpha-betischer Anordnung. Neu erschienene Kataloge werden sorgsamregistriert in der von Dr. Kurt von Oerthel in Berlin-Friedenau herausgegebenenAutographen-Rundschau, einem Zentralorganfür die gesamten Interessen des Autographenwesens.

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Sammler, welche der Entwicklung der Autographenbörse, wiesie die Kataloge darstellen, ein besonderes Interesse entgegen-bringen, legen sich an der Hand der ihnen zugänglichen Preis-verzeichnisse aus älterer und neuerer Zeit einen alphabetisch ge-ordneten Zettelkatalog an, in welchem sie die Preise chronologischnotieren, etwa folgendermaßen:

Kant.

1. a. s., 2 S., 48 ZI., Wiener Versteigerung 1838: 15 fl- 10 kr.

1. a. s., Leipziger Versteigerung 1858: 9 Taler 1 Sgr.

1. a. s., 1 S 4°. Betr.Kritik der Urteilskraft , Zeune 1873-'12 Taler.

I. a. s 1790, 1 S 4°. Mit Adr. Spitta 1880: 44 M.

1. a. s 1778, H/2 S 4°. Versteigerung Halm, Leipzig 1883:60 M.

1. a. s 1770, 1 S 4°. An Marcus Herz . Versteigerung MeyerCohn, Berlin 1905: 335 M.

Quitt, a. s 1801, 1 S 8°. Henrici 1918: 200 M.

Es ist zuzugeben, daß die erste Niederschrift eines solchenKataloges ganz erhebliche Mühe verursacht. Wenn er aber ersteine gewisse Vollständigkeit erreicht hat, ist es ein Leichtes, nachjeder Auktion die erzielten Preise auf den betreffenden Zettelnzu verzeichnen. Der so gewonnene Überblick über die Kursschwan-kungen, d. h. Kurssteigerungen auf dem Autographenmarkt, bietetdem Sammler die Möglichkeit, den Wert jedes ihm vorliegendenAutographen mit einiger Sicherheit zu bestimmen.

Der Briefmarken-, Münzen-, Porzellansammler ist in der glück-lichen Lage, daß sein Spezialgebiet sich gegen jedes andere scharfabgrenzt. Er kann demgemäß seinen ganzen Eifer dem Lieblings-