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Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
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Die Kataloge.

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fach seiner Mußestunden zuwenden. Die Bibliophilie ist schonetwas komplizierter, denn der Bücherfreund begreift vielfach auchAutographen und Kupferstiche in seine Liebhaberei ein. Der Auto-graphensammler ist häufig auch Bücher-, Kunst- und Porträt-sammler, wenn er nicht außerdem persönliche Andenken an be-rühmte Persönlichkeiten zusammenträgt. Es ist eben verlockend,neben der Handschrift des Dichters auch sein Bildnis und die Erst-ausgaben seiner Werke zu verwahren. 4

Der echte Autographenfreund muß jedes andere Gebiet, jedesGrenzfach seiner KöniginHandschriftensammlung unterordnen.Das gilt in erster Linie von den Porträts.

Eine Sammlung in Albumform macht zweifellos einen angeneh-men Eindruck, wenn jedesmal die linke Seite das Porträt, die rechtedas Autograph aufweist, namentlich dann, wenn das Bild denUrheber so darstellt, wie er aussah, als er das nebenstehende Schrei-ben ausfertigte. Gegen diese Art der Aufmachung läßt sich ein-wenden, daß der Sammler nicht immer in der Lage ist, ein zeit-genössisches Porträt einzulegen und daß das festgebundene Albumdie Möglichkeit lassen muß nötigenfalls noch die linke Seitezur Aufnahme eines Autographen zu verwenden.

Ich bin der Ansicht, daß eine Autographensammlung nicht mitanderen Dingen verquickt werden darf. Damit ist nicht gesagt,daß der Autographophil auf Bilder, Zeitungsausschnitte, Theater-zettel von Erstaufführungen usw. verzichte. Keineswegs. Der-gleichen Andenken sammle man in besonderen Mappen, derenNummern mit denen der Autographen korrespondieren. Wer sichdementsprechend mit dem Autograph von Justus von Liebig beschäftigt, der schlägt gleichzeitig das Porträtalbum auf undentnimmt diesem die entsprechenden Illustrationsbeigaben.

Ein solches Buch läßt sich in der einfachsten Weise hersteilen,indem man die Porträts auf blaue Kartons aufzieht und diese zueinem Album_vereinigt. DieDrucksachen werden in den Fälzen.eingefügt.