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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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14 dam

* Daüiianus , ein Prämonstratenfer-Mönch in dem zu Nk-nove in Flandern liegenden kloster, hat es sowol in der gelehr-samkeit, als mttfic andern zuvor gethan, unter andern aber derbeyden Märtyrer Cornelii und Cypriani officium , so dieMönche gedachten klosters heutiges tages noch zu singen pste-gen , compontrt, und um das iahr nyo. floriret. SvoeertnAthen . Belg. Sander, de script. Fkndr. p. 46.

* Damianus, (Anton.) ein Jefuite, gebohren zu Pifa an.iLr;. lehrte die Humaniora eine zeitlang zu Neapolis, gab her-nach einen Prediger ab, und schrieb Historiam Conradi Con-fessoris Ducis Bavariae, Neapolis 1670. in 12. Vitam Isabell®Feltriee ä Robore ; de verae & fucatas Libertatis Discrimine,Lucca 166$. Alegambe.

Damiata, oder Damiete, eine EgYPtische stadt am Mit-tel-meer , und an dem am meisten nach osten zugehenden armedes flusses Nili. Vor zeiten hieß sie Tamiatis, nach der altenruinirten stadt, auf deren stelle sie erbauet worden, auch wolPelustum, obschon das alte Pelusium auf der andern feite desflusses läge. Sie wird für den schlüffel zu Egypten gehalten, undmuste eben dasjenige von den Saracenen erleiden, was die an-dern städte dieses Königreichs haben ausstehen müssen. An.n 88. hat sie Kayser Friedrich I. erobert mit hülffe der Harlemerflotte. Denn als die Saracenen den haftn mit ketten verschlos-sen hatten, haben die unter anführung Graf Wilhelms vonHolland anwesende Harlemer eine stählerne säge unten an einschiff vest machen lassen , darmit auf die kette mit vollem windund segeln angesegelt, und selbige also entzwey gerissen; worfürsie zu ihren vier sternen im wapen annoch ein silber schwerdtvon gedachtem Kayser erhalten. An. 1221. muste sie dem Sul-tan von Egypten wieder eingeräumet werden, weil die Christendermassen mit wasser umgeben waren, daß sie nothwendig hät-ten verderben müssen, woferne sie sie länger behalten halten.An. 1249. ergab sie sich an den König in Franckreich LudovicumIX. welcher sie aber bald darauf den Barbarn, von denen ergefangen worden, zur ranzion für feine Person wieder einräum-te. Nachgehends brannten sie dieselbe ab, damit sie nicht zuferner krieges-unruhe gelegenheit geben möchte. Nach der zeithat man sie wiederum aufgebauet, so, daß sie noch bis jetzo einsehr grosse und wohlbewohnte stadt, und, in ansehunq ihrervortheilhafftigen läge, auch wegen des Hafens am Mittelländi-schen meere, billich für einen fchlüssel zu Egypten zu achten ist.Vor zeiten hatte sie einen Ertz-Bischöffltchen sitz. Vitry, hist. Or.lib. III. S. Antonin. tit. XIX. c. }. Paul. ALmilius. Monachus¥aduan. in chron. lib. II. Blondus, lib. II. dec. VII. Spondanus,in annal . Miraus, geogr. eccl. Joinviüe, mem. &c.

Damino, oder Damini, (Petrus ) ein Italiänischer Mah-ler , war zu Castel - Franco an. 1592. gebohren, und ließ sichzu Padua nieder, woselbst, wie auch zu Vicenza , Crema und an-dern orten man schöne stücke von ihm siehet. Er mahlte mitgrosser strtigkeit und verstand sehr wohl die Historien und Mytho-logie. Er starb an. ns;i. an der pest, welche auch zu gleicherzeit seinen bruder Georgium Damini, ebenfalls einen mahler,mit hinraffte. Ridolfi, vit. de Pitt.

Damiri, ein berühmter Arabischer Naturalist. Sein völli-ger nähme ist: Kcmalodin, Abuldakai, Mochamed, Ebn Musa,Ebn Jsaac Damiri, hat ein grosses aus mehr dann 20. scriden-ten zusammen gebrachtes und sehr hoch geschätztes werck von derHistorie der thieren geschrieben, genannt Chajetolchaiwani; des-sen sich Bochartus mit grossem nutzen, da er 2. exemplaria da-von gehabt, in seinem Pierozosoo bedienet. Damiri hat dißwerck verfertigt an. Hegirä 77;. d. i. an. Christi 1371. ist aberviemal gedruckt worden. Er starb an. Hegirä 8 ° 8 . d. i. an.

Ehr. 140;. Jalalod. Bocbartui, in Hieroz. Pocoke , spec. Arab.*

Danits, ein Aßyrier, lebte in dem I. lftculo. Er war einsonderbarer freund Äpollonii Tyanaei , und schrieb ein buch vonseinen reden und prophezeyungen. Es ist auch ein anderer Da-rms dieses nahmens, und zwar ein Philosophie gewesen. Pbi-

lojhat. in vit. Apollen, lib. I. Suidas. Eußbius.

Damiscus, war von Messen», einer stadt in Peloponnefogebürtig , welcher im 12. jähre seines alters sich mit den jungmleuthen in der stadt Elea im wett-Iauffen, worinnen sie sich oft-mals zu üben pflegten, erercirte, und den preis davon trug,gleich-wie er auch nachmals noch andere dergleichen siege sowol inFen Nemeischen als Jsthmischen spielen erhielte. Die Mcßineserliessen ihm zu ehren eine statue aufrichten. Pauja». lib. VI.

Damttz, Damnttz, eine adeliche familie in Pommern , vonwelcher Gerhard an. 124;. in den privilegiis der stadt Stettin ,'als zeuge, angeführet wird. Nicolaus (ein söhn Hermanni, so umhas jähr 1400. gelebet,) war Cantzler bey Hertzoq Erico 11 . dessen'enckel aber, nahmens Claus, Sttfts-Voigt zu Cammin. Sieg-fried , ein urenckel des letztcrn, diente der Cron Schweden alsOberster, und verlohr an. i6;i. in der schlacht bey Leipzigfein leben. Paul bekleidete um das jähr 1640. die charge einesStatthalters in Pommern , nachdem er vorher» die stelle einesEantzlcrs zu Cammin und Stettin versehen. Carl Christoph warvn. 1711. Königl. Preußischer Cammer-Herr. In der Obcr-Laußnitz befindet sich auch eine adeliche familie von Damnitz,die das Ritter-guth Medewitz bey Bautzen besitzet, aus welcherErnst Ludwig an. 1716. Chur -Sächsischer Oberst-Wachtmeistergewesen. Mtcr*!. Pommeri. üb. VI. Großer, üb. III. hist. Lusat.

Damitz, siehe Dömitz.

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*Damke, (Bernhard) gebohren zu Hamburg,studirte zuLeiden, und that darauf eine reite durch Deutschland undFranckreich. In seinem 20. jähre gab er Agapeti adhortatio-nes de bene administrando Imperio Gr. & Lat . Mit philoso-phischen anmerckungen heraus, und starb zu Riga an. 1656.den 8. mertz. Sein leben ist an. 172;. zu Hamburg nebst Ioh»Frid. Gronovii lebenö-beschreibung in 8. gedruckt worden.

Dammartin, ein flecken in Franckreich in der Isle de Fran­ ce , welcher den titul einer Grasfchafft führet, und mit einer Col»legial-kirche versehen ist.

Dammartin, ein bekanntes gefchlecht in Franckreich, wel-ches von jetzt - gemeldtem orte den nahmen führet. Manasse,Graf von Dammartin , lebte um das jähr 1028. und hinterließHugonem 1. der unter andern kindern Hugonem 11 . zeugte, ei-nen vatter Alberici I. und groß-vatter Alberici 11 . welcher letzterean. 1200. gestorben. Dieser hatte zwar unterschiedene kinder,von welchen aber Adelheid von Dammartin endlich diese Gras-schafft geerdet, und mit Johanne,. Herrn von Trie, 4. kindergezeuget, unter welchen der andere Renaldus 1 . von Trie deniitul eines Grafen von Dammartin geführet. Nachgehends istdiese Grafschafft an unterschiedene familien, und endlich an.14*9. durch die Heurath Anlonii von Chabannes, Großmeistersvon Franckreich, rc. mit Margarelha von Nantevil, der einzi-gen tochter und erbin Rainaldi und Mariä Fayel, Gräfin vonDammartin, an die familie von Chabannes gekommen. An«tonietta von Chabannes , eine enckelin des Großmeisters, brach-te diese Grafschafft an Rainatdum von Anjou, Herrn von Me-zieres, ihren gemahl, und ihre tochter Francisca wurde erstlichan Philippum von Boullanvilliers, und zum andern an Io-hannem Herrn von Rambures vermählt. Sie zeugete mit bey-den männern kinder, und die aus der ersten ehe verkauften dieGrafschafft Dammartin an Annam von Montmorency, Con-netable von Franckreich; die kinder aber von der andern eheübergaben die Grafschafft an den Hertzog von Guise, worüberzwischen beyden Häusern ein grosser streit entstund. Es wurdeaber dennoch diese Grafschafft dem Connetable von Montmoren,cy zugesprochen, und nachgehends nach dem tode des Marschallsvon Montmorency an. 16,2. von dem Könige confisciret. Sam.marth. hist. de la Mais. de France. Du Puy , droits du Roi.Du Cbene, hist. de Chat. Tbuan. Üb. XV. &c.

Damme, ein adeliches gefchlecht im Holsteinischen, so mitden Brockdorffen vermuthlich einerley Ursprungs sind , und dasauch Seestedt besitzen. Ottonis von Damme söhn, Wolf, Erb-saß zu Schiernau und Seestedt , hatte verschiedene söhne, sodie vatterlichen guther wiederum getheilet, und besondere linien«esiiflet. Es geschahe zu ansang des XVII. s-eculi. Tilo warBürgermeister zu Braunschweig , an. 1,74. aüwo er nebst denübrigen 7. Bürgermeistern in einer entstandenen empörung vondem wütenden pobel enthauptet worden. Dietrich war als einKriegs-Held an. i;8i. bekannt. Heinrich hat an. 1402. geholssenBraunschweig belagern. Detlev hat an. 1470. in einem bünd-nis Königs Christiani I. mit unterschrieben. Bertram war ge-heimer Rath bey König Friedrich II. aus Dänemarck. Emicowar Hauptmann und Probst zu Pretzen, an. 1570. Julius leb-te an. 1620. als Chur -Pfältzischer Cammcr-Iuncker. Es hat sichdieses gefchlecht auch in gantz Schlesien ausgebreitet, wie dannan. 1664. Friedrich von Damm in dem Fürstenthum BriegLandes-Aeltester gewesen. Spangenb. Adel-spiegel, P. II.Angelt Holst, chron. Ricauf, Ottom. Pforte, P. II. Staat vonEoln. Luca Schlefische chron. Jonas ab Eherveld, de Hol-i jL t · * n , descript. Elzevir. p. z z8. Danckwerths beschreib.Schleßw. P. I. c. ,. p. 17. P. II. c .

. * D AMNII, ein volck in der insul , welche zuerst Albionhreß, so nun Groß-Britannftn ist. Sie wohnten in dem lande,das nun West-Morland heisset. Baudrand und vor ihm Cam-drnus fttzenes m Sud-Schottland , wo nun die provintzenSterling, Mentnth und Cluidesdale liegen. Camdenm. Bau.

drand.

1 ein Brittisches volck, da Britannien nochAlbron hiesse; es wohnte ungefehr in der gegend, welche nunDevonshlre und Cornwallis heisset. Siehe Camdenum, wel-cher auch eines vorgeburges Meldung thut, welches die AltenOamnonium, oder auch Ocrinum nenneten.

*1..- PJl ji os °P hi Pythagorä tochter, war sehr witzig,,h tr i U TT Denn nachdem ihr von ihrem vatter auf fer-nem todbetheA. II. 257. Olymp. LXX. 4. A. M ta.87 A C 4.07.

nüfrhin* ^^°s°pbische geheimnisse anvertrauet

"nstlichen verbot, sie nicht kund zu machenso beobachtete sie diesen seinen befthl^ ' n äusserste armuth gerathen,tt>ercfe uicht heraus geben wollte, ob sie schonerne anjehnliche st>mma gelbes dafür hätte bekomme» können.Dnog. Laert. üb. VIII. de vit. Phil. JamblUb. de vita Pyth. c.28.Meng. de muher. Phil. Fabrit. bibl. Graec. üb.Il. c.u. p. ;i°.

Damoan , ein berg in Armenien , der über das qantze ge-

ta9 -i füllt, daß man die Caspischeweilen davon abgelegen , von diesem ber-f ä l^n kan Die gantze spitze desselben ist von schweftl, daher,n vollem brande zu stehen scheinet.ftiföÄ h ni dahin schweftl zu sammeln.

tn ifP r « n 9 en auch warme bäder, welchehäufig btsucht werden. Herbert, rilation de Perse. Matmine.

Damo-