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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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gen, sich der gelinde bedienen muste; sie trachteten deswe-gen Damonem mit guten Worten und geneigten Raths-erkannt«Nissen in die stadt ;u locken, und schickten zu dem ende ver-schiedene Deputirtc an ihn. Er ließ sich endlich bereden,und kam zurück; der Rath verstellte sich anfangs, und gabihm die wichtige bedienung eines Gymiiasiarchae, das ist, eineaufsicht über die Ritterlichen Übungen. Da er sichs aber amwenigsten versähe, und sich veste zu sitzen glaubete, liessen sieihn hinterlistiger weise in dem bade ersticken. Die nachkom-men dieses Dämons wurden Asbolomenoi genennet, in wel-chem nahmen auf obgemeldte beschmierung des gesichts , daDämon den Römischen Hauptmann angegriffen, gedeutet wird.Plutarcbi vita Cimonis.

* Danton, Periclis lehrmeister, wurde aus Athen bannifi«rct, dieweil er zu weise war, wie es Plutarchus in dem an-sang des lebens Aristidis versichert. Doch kan Plutarchi stelleauch also erkläret werden; er sey verjaget worden, dieweiler mehr gewußt als er gesollt, es sey daß er den Grossen zu-viel in die charten gesehen, oder daß er ihnen zu spitzfundig,scharfsinnig und unternehmend vorgekommen, und daher ver-dächtig worden. Deswegen redt er an einem andern orte, indem leben Periclis, von ihm, als von einem geschickten Welt-mann und spitzfündigen Politico , welcher unter dem nahmenund vorwand der music seine fähigkcit und heimliche absichtenhat verbergen können. Zu dem ende habe er sich seiner leyernur bedienet, um sich aller orten den zugang zu verschaffen;und sey er aus Athen durch den Ostracismum banntsiret wor-den , dieweil er sich unter der Hand zuviel in staats-händel ge-mischet habe, und ein heimlicher freund der tyrannen gewesensey. Es ist dieses ohne zweifel der nemliche Dämon, dessen Pla,to in dem vierten buch seiner Republick Meldung thut, wo erDamonis politische regul anführet, die er soll gegeben haben ,daß nemlich die music nicht könnte geändert werden, es »väredenn , daß auch die gantze Republick in eine andere form ge-bracht würde. Viäe citatos.

Damophila, ein Griechische weibes-person aus Lesbos ,eine ehefrau des Pamphili und gute freundin der berühmtenPoetin Sappho , die sich durch unterschiedene getichte bekanntgemacht, ©ie lebete A. M. 3 376. A. C. 608. A. U. 146. Olymp.XL 1 II. I. siehe prrga. Pbileßrat. in vita Apollen.

Damophilus, ein Philosophus und Sophist , hat zu denzeiten des Kaysers Marci Aurelii Antonini Philosoph, gelebt,und de Vita Priscorum, wie auch von andern dingen geschrieben.Jngleichen war ein mahler und bildhauer dieses nahmens be-rühmt. Plin. lib. XXXV. c. 12. Suidas. VoJJtus, de Hist . Grsec.üb. II. c. 14.

* Damor, so vor zeiten Leontium oder Leontopolis hiesse,ein alter stecken in Syrien , in Phönicien gelegen, zwischen Si-don und Bayzuth, an dem einflusse des baches Damor, wel-chen die Alten Leon genennet haben, oder auch Tamyras, Da-mvras und Magoras. Baudrand.

Damostratus, ein bürger aus der stadt Phenea in Arca«dien, war ein vatter von drey söhnen, welche man die drey Da-mostratos nennete, die Wider den Critolaum und seine zweybrüder stritten, um den krieg beyzulegen, welcher eine lange zeitzwischen den Tegäern und Phenäern gewähret hatte. Dieses ge-suchte hatte fast einen gleichen auSgang, wie zu Rom der Hora-ticr und Curiatier ihres. Plutarcb. parallel.

Damostratus, ein Römischer Rathsherr, von dem mannicht weiß, zu welcher zeit er geledet, sondern nur allein, daßer 20. bücher de Re Piscatoria , ingleichen ein werck de Divina-tione per Aquam, und Miseellanea ad Historiam proxime ac-cedentia geschrieben. Suidas . AZlianus , de hist. anim. lib. XIII.c. ai. lib. XV. c. 4. 9. 19. VoJJius , deHist. Gr. üb. III. p. 331.

Damout, oder Damot, eine Africanische stadt und König-reich im obern theile von Aethiopien , nahe bey dem see Zembre,welche viel gold-bergwercke hat. Vor zeiten gehörte sie demKanser von Äbyßinien, anietzo aber andern Königen. Baudrand.

Damoxenus, ,ein Comödien-fchreiber von Athen , lebte zuden zeiten Ptolemäi Philadelphi A. M. 3712. A. C. 272. U. C.482. Olymp. CXXVII. Athenäus hat in seinem dritten bucheungefehr 70. verse erhalten , welche Grotius in seinen excerptisComicorum Lateinisch gemacht. Athenäus aedencket auch sei-ner lib. XI. Meurßi bibl. Attica. Fabritii bibl. Grate. Üb. I.

22. §.719.

Dampier, (Grafvon) siehe Duval.

Dampierre, an der Butonne, eine Baronie in dem lande, 1 'Aunis in Franckreich. Sie gehörte dem Hanse von Maingot,kam aber an das von Clermont in Dauphine, und zwar durchdurch die Heurath Eumari von Clermont mit Johanna vonMaingot, Krauen von Snrgeres und Dampierre, aus wel-cher ehe die Herren von Surgeres und Dampierre herstammen,welche in der Französischen Historie so berühmt sind, und derenpostcritat an. 1603. mit Claudia Catharina von Clermont,Frauen von Dampierre, so erstlich an Johannem von Anne-baut, Baron von Retz , und zum andern mal an Albertumvon Gondy, Hertzog von Retz , Pair und Marschaü von Franck.reich, vermahlt gewesen, ausgegangen.

Dampierre, ( Guido ) Graf von Flandern , war der an-dere söhn Wilhrlmi von Dampierre, und Margarethä, Gräfin

von Hennegau . Als sein älterer bruder WilhelmuS ohneerben gestorben, wurde er bey lebzeiten seiner mutier zum Gra-fen von Flandern bestimmt, und leistete dem Könige LudovicoSancto den eyd. Nachgehends verband er sich mit den Engellan-dern, und verschiedenen andern Printzen, welche wider denKönig Philippum Pulehrnm zu Cambray versammlet waren.Er wurde gefangen genommen, und nach Compiegne gefuhret,woselbst er an. 1303. im 80. jähre seines alters starb, als er,vermöge eines gewissen tractats , wiederum auf freyen fuß solltegestehet werden. Er hat mit seinen beyden gemahlinnen, Ma-thildis, erb-tochter von Bethune, und Isabeüa, Gräfin vonLuxemburg , viel kinder gezeuget, darunter zu mercken Rober-tus III. genannt von Bethune, Graf von Flandern , Wilhel-mus, Herr von Dendermonde und Richebvurg, welche das ge-schlecht fortgepfiantzet, Johannes, Bsschoff zu Metz und her-nach zu Lüttich , Philippus , Graf von Thiele und von Lorette,Guido, Graf von Seeland, Graf von Namur, Henricus,Graf von Lode , und viele töchter. Maser. ann. Belg. Mir aus.Hu Cbene, &c.

Dampierre, (Johannes) lebte unter der regierung Fran-cisci l. Er war von Blvis gebürtig, und in der Lateinischen Poe-sie so geschickt, daß die verse, die er machte, des Catulli seinenan lieblichkeit fast gleich kamen. Er trieb auch darbey die andernwissenschafften, und vornemlich die Rechtsgelehrsamkeit, so,daß er unter die vornehmsten Advocatcn des Königlichen Rathsaezehlet wurde. Allein, weil ihm das weltliche leben nicht an-stund , begab er stch in den Franciscancr-orden, und gleichwieer vorhcro seine beredtsamkeit zu erhaltung anderer leuthe ehreund güther angewandt, so brauchte er sie alsdann zu errettungihrer feelen. Er wurde endlich Director eines klostets bey Or-leans, woselbst er starb, nachdem er mit Germane Audebertovertraute freundschafft gemacht, welcher seine Poesien heraus

vertraute freundschafft gemacht, welcher seine Poesien herausgegeben. Sammartb. in eiog. cloCt. c-atl. Msraus , de leript.sec. XVI. &c.

* Dampierre, eine Herrschafft in Champagne , welche 8.Meilen von TroyeS jenseit des flusses Aubc lieget, und von derGrafschafft Rosnay, davon sie zu lehn gehet, nur zwey meilenentfernet ist. Sie gehörte vor diesem einem berühmten ge-schlechte, und kam hernach durch heurath an die HäuserChatillon und Lannoy; allein um das jähr 1320. brachte sieLudovicus Picot, Vicomte von Rosnay, käuflich an sich, des-sen nachkommen sie noch jetzv besitzen. Anfilme , hist. geneal.tom. III. p. 134.

* Dam-Remx , lat. Dammim Remigii , oder Dam-Remi-gium, ein flecken in dem Hertzogthum Bar an der Maas , zwi-schen Neufchatel und Vaucouleurs, der Johanna ä'Arc oderdes Orleanifchen mädgenS geburts-vrt. Univ. Lexicon.

* Dams, eine Schottlandische insul, aus der zahl derOrcadischen. Sie liegt auf der west-seite von der insul Main-land, und ist sehr klein, aber fruchtbar an körn und reichan vieh-weiden; auch sollen keine vergifteten thiere dorten le-ben können, und so man irgend eine ratze dahin bringet, stir-bet sie, nach der erzehlung der Nachrichten, alsobald; dessenWahrheit man auf die zu machende probe ankommen lässet.

Maty.

Damvrmers, ober Danvrlllers, lat. vampuillerium oderDanvillerium , eine kleine stadt in dem Hertzogthum Luxemburgan einem morastigen orte, fünfFranzösische Meilen von Luxem­ burg und vier von Verdun gelegen. Sie ist von dem Kayser Ca-rolo V. bcvestiget, von den Franzosen unterschiedene mal einge-nommen , und denselben an. 1639. in dem Pyrenäifchen friedenüberlassen worden. Guicciard. descr. Belg. Topogr. circ. Burg.

Damut, siehe Damout.

Dan, ein söhn Jacobs und der Bilha , Rahels magd, warA. AI. 2193. A. C. 1789. gedohren, und starb A. M. 2413. A.C. 1331. Von ihm ist ern eigener stamm unter dem volck Israelvvv ivfiv welchem sonderlich Simson entsprossen. Genes.XXX. & XLIX. Jos. XIX. Judic. XIII. scq. Sahanus. Tar-nte tlus, A. m. 228 6 . 2343. 2391.

Dan, Darms, dieses nahmens sind drey Heydnische Köni-ge inDanemarck gewesen. Dan I. ein söhn Humbli und bru-der Anguls , ist A. AI. 2910. zur regierung kommen, und hat41. >ahr regiert. Er wird msgcmein vor den ersten König inDanemarck gehalten , und soll diesem Reiche den nahmen gege-ben haben. Dan.ll. ern söhn Uffonis, erhielt A. M. 3686 diewaietunfl, und führte Aselbe 37. iahr. Er hat den rühm sei-

nervorsohren durch Verschwendung und Hochmuth sohr verdun-Dan III. ein söhn Frothonis II. Vegeti , regierte vonI805. bis 3874. Zu seiner zeit, nemlich an. 3837. habendie Cimbn einengrossen einfall inJkalien gethan, (siehe CIMBRI.)

Gra m D· Krannii Dan. IVortm, Reg. Dan. series.Bering. Florus Dan.

* Dan, Dane, oder Davan, ein fluß in Enqelland, ent-springt rn den geburgen , und macht anfangs die qrentz«zwiichen Chestcr und StaffordShire , bis er sich mehr naLEhester zu lenckt, und durch Northwich-Hundred fleußt, bis ersich bey Northwrch in den fluß Wcwer ergeußt. Camdeni

13 rit. p. $of.

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welchen die Barbarn ihren todten in den mund steckten, da!