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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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68 d e n

den deo

* Denigu, eine kleine stadt in der Bnlgarey, in dem landeder Dobruccischcn Tartarn, bev dem Ursprung der Zanavarda/an der süd - östlichen feite von Drimago, hat heutiges tags we-nig zu bedeuten. Maty , Diction.

Denikon , ein Frauen - kloster Cistercienser - ordens, in derEydqenofiischen Landgrafschafft Tburqöw gelegen, ist an. 1297.von den Edlen von Bichelsee rc. gestiftet.

Dmin, siehe Denain.

* Dcnis, (Johann Baptista) ein Medicus , wird zuwei-len auch allein Johannes Denis genennet, und war von Paris gebürtig. Nachdem er zu Montpellier stndiret, und den gra-cium eines Doctoris Medicin * angenommen, wurde er in sei-ner vatter - stadt Professor Philosophie & Alathematum , nachdiesem aber Königlicher Rath und Leib - Medicus. Er hielt feitan. 1664. cvnferentzien in seinem Hause, wvrinnen meistens zurPhysic, Mathematic und Artzney-kunst gehörige dinge abgehan-delt wurden , that auch an. 167;. auf verlangen Königs Caro-li II. eine reife nach Engelland, wo er wegen seiner euren undgcfchicklichkeit in grosses ansthen kam, und starb endlich zu Pa,ris den z.octobcran. 1704. in einem ziemlich hohen alter. Erwar einer der vornehmsten Verfechter von der zu feiner zeit er-fundenen transfuiione sanguinis , und schrieb davon verschie-dene briefe, worunter 2. dem .Journal des Savans an. 1667.einverleibet worden. Ausser diesen aber hat man auch vonihm: Recueil des memoires & Conferences für les arts &Ies sciences presentees ä M. le Dauphin lannee 1672. undRelation curieuse dune Fontaine decouverte en Pologne, la-quelle entre autres proprietes a celle de suivre le mouve-ment de la Lune &c. Man muß ihn nicht, wie einige gethan,vermengen mit Nicolao Denis, von Tours gebürtig , welcherKöniglich - Französtfcher Gouverneur und General - Lieutenant,wie auch Herr der gesamten ländcr und infnln von Cap deCampfeaux bis Cap des Rozicrs gewesen, und an. 1672. De-scription de lAmerique septentrionalc zu Paris heraus gege-ben. Niceron , memoir. tom. XXXVII. Camusut , hist. desjournaux imprimes en France. Frejhoy , methode pour etu-dier lhist. tom. IV.

Denison , (John) ein bekannter Englischer Geistlicher,florirkc unter Jacobs I., zu Opford in Colleg. Balliolensi legte erden gründ zu seinen studien. Als er sich sonderlich auf das Stu-dium Theologicum beflissen , wurde er an. 1611. S. Theologia:Doctor, hierauf des Königs Capellan und Vicar . von Maria K ir-chen zu Readings in Berkeshire, bey welchem posten er auchgeblieben , und gestorben im febr. an. 1628. zu Readings. Sei-ner kleinen schriften , deren einige auch in unsere spräche überse-tzet sind , ist eine ziemliche anzahl, als : The heavenly banquet.Justificae, of the act ofKneeling in the act of recciving theSacrement. a threefold. Resolution. De Confestionis Auricu-laris Vanitate. Care for the Souls fafety. The blessednefs ofpeacemakcrs: the finners acquaintance. Wood , antiq. Oxon.James , catalog. Bodlei. *

Dmisot, (Nicolaus) ein maHler und Poet, wurde zuMans in der Haupt - stadt der provintz Maine, aus einer bekann-ten familie gebohren. Sein natürlicher trieb machte ihn in sei-nen Unternehmungen sehr glücklich. Von Franckrcich gieng erin Engelland, allda schwcstern, Annam , Margarethamund Johannam von Seymour zu unterrichten. Seine schrif-ten , die er sowol in gebundener als ungebundener rede verferti-get, als von der ersten znkunft Christi, desgleichen 100. Lateini-sche disticha der gedachten ;. schwcstern, gab er unter dem nah-men Conrte dAlsinois heraus. Michael von Montaigne, duBellay , Murelus und,andere gedencken seiner mit rühm. Gi-rard Demsot, ein berühmter Aledicus , welcher unterschiedenewercke hinterlassen, war ebenfalls aus dieser familie entspros-sen. I.a Croix du Maine & du Verdier Vauprivas , biblioth.Franqoife.

Dennemarck, stehe Dänemarck.

Dennstädt, eine adeliche familie in Thüringen , von wel-cher Seyfried an. 1169. dem turnier zu Zürich beygewohnet.Dietrich diente seinem Landes-Herrn, Landgraf Friedriche», alsObrister, und verlvhr in der schlacht bey Eckstädt an. i;4r. seinleben. George war an. 142;. Amtmann zu Weimar . Ulrich istist um das iahr 1490. Chur -Sächstscher Marschall, und Georgean. 19;;. Chur-Sächsischer Räch und Amtmann zu Saalfeld gewesen. Hans Christoph hat sich nach ansang des XVIlJ. feculidurch seine geistliche schriften über die Offenbarung Johannis be-kannt gemacht.Pchf Franc.rediv.GpannenbergsAdelssp. l'.Ill.Muüe'n arm. Sax. Unschuldige Nachrichten, tom.Vlll. X. &c.

Dennstädt 1 Tennstädt, Tännstedt,, eine stadt, nebst ei-nem Chur - Sächsischen Ober-Amte in Thüringen , an dem flusseSchamdach , zwischen Langensaltze und Weißensee gelegen.Oitar. fynt. rer. Turn. tom. I. Grtg. jetztflvr. THÜring. p. 122.

* Denores, (Jafon) ein Edelmann aus Cyvern, aus demgeschlechte der Grafen von Tripoli - hat zu Padua die Philoso-phie studiret. Als er wieder nach Hause kam , eroberten dieTürcken die gantze insul, und beraubten ihn aller seiner-ther. Daher er nach Venedig zurück kehrte, und nach Fran-eifet Robortelli tobe die Profeffionem Philosophie Moralis zuPadua annahm, weicherer iz. jähr vorgestanden. Er ist an.rzyo. im hohen alter gestorben. Seine schriften sind: Insti-tutiones in Philofophiam Ciceronis , welche Joachim Meyer

an. I?2I. zu Leipzig in 8 . mit des Ciceronis libris de officiis &c.wieder auflegen lassen; Epitome Praeceptorum de Arte dicendiex Cicerone ; de Constitutione Philosophi* Civilis ; in ArtemPoeticam Horatii; Isagoge in libros Rhetoricorum Aristotelis&c. Ausser diesen hat er auch eine Apologiam wider BaptistamGuarini, dessen Pastor Fido er allzu frey censtret, und darübervon demselben heftig war angelassen worden, geschrieben, hs.J'evmus , bibl. torn. II. lib. XVIII. 19. Papadopoh hist. Gymnas.Pat tom. 1 . p. z;z. Gundlingiana, VI. p. 12. seqq. JfiaPhi.

lofoph. tom. II. p. 444· Feg. Stall. Historie der gelehrtheit,III. I. §. 18 .

* Densus , ( Sempronius A ein Römischer Hauptmannüber hundert, machte sich durch seine treue und tapferkeit, die erin der zusammenschwörung Othonis wider Galbam und Piso-nem blicken liesse, bekannt, deren zwey lehtern partey er im jährChristi 69. nähme. Da Piso sollte umgebracht werden, stelltedieser Densus sich für denselben, und beschützte ihn mit Worten,mit seinem Hauptmanns - stab, und endlich mit dem schwerdt,bis er durch die menge der feinde übermannet, vor den füffenseinesPrintzen todt niederfiele, und denselben also den Handender zusammenverschwornen überlassen muste. Man rühmet da-bey , er habe dieses aus blosser treue gethan, indem er wedervon Pisone noch von Galba sich einer besondern gntthat rühmenkönnen. Siehe Tacit. hist. lib. I. Plutarchus und Dio redenauch von dieser qeschichte, sagen aber, er habe sich für Galbamgestellet, da er umkommen.

* Deutn, ein flecken in Ungarn , zwischen Tcmeswar undPanzowa am fluß Temes, welcher an. 17,7. wegen seiner vor-theilhafften läge von den Kayserlichen bevestiget wurde.

Dentatus, siehe Curius und Siccius.

* Dentice , (Franc.) eines berühmten Generals, PauliDentice , söhn, aus dem Neapolitanischen, gebohren an. 1629.den 26. nov. Er legte sich auf die studien, sonderlich aufdie Ma-themalic, Astronomie und Poesie, und war schon in seinem 18.jähre Director in der Academie degli Incauti. In den innerli-chen Neapolitanischen Verwirrungen übernahm er in Nola dascommando über eine compagnie junger Edelleuthe, und schriebder Jungfer Mariä zu ehren allerhand Italiänische verse unterdem titul: Da Corona Mariana , wie auch andere Poesien. Criif.so, elog. Toppii bibl. Nap.

* Denzdorss, oder Dentzdorff, eine kleine Herrschafft inSchwaben , in der Grafschafft Rechberg , welche Vitus II.Graf von Rechberg an. 1446. gekauft, und also zu dieser Graf,schasst gebracht hat, welche in dem XVI. feculo durch kauf andie Hertzoge von Würtemberg gekommen, lmkos. notit. i roc.VII. n. i 5. Junckcrs anleikung zur mittl. Geographie , II.

15. p. 612.

* Des, (Johannes 1 ein Spanischer Rechtsgelchrter undWeltweiser, Canonicus zu Lifabona, florirte um das jähr I2z6.Er hat einen fasciculum , Cavillationum genannt, geschrieben,wie auch Tabulas und Concordantias über das Decretum Gra­ tiani , und die Decretales , it. de Abusionibus contra Canones.Dionysius Simon , biblioth. des auteurs du Droit Civil & Canon&c. editio Parisiens. an. 1692.

Deodatus, oder Deusdedit, gebürtig aus Nieder-Teutsch-land, ein Cardinal-Priester, zu welcher würde ihn Gregorius VII. an. 1071. erhoben. Die partey dieses Papsts har er beständigund mit grossem eifer sowol wider den Kayser Henricum IV. alswider den Gegen - Papst Clementem III. gehalten. Zu solchemende bat er auch unterschiedenes geschrieben, als wider die vonweltlichen Personen unternommene Vergebung geistlicher ämter;wider alle unrechtmäßige besitzer geistlicher fachen, der simoniezugethane und Schismaticos u. s. w. Absonderlich ist von ihm,fast aufdie art,wie des Gratiani Decretum , heraus gekommen:Ecclefiasticorum per capita Compendium. Zuletzt soll er alsPäpstlicher Legat in Spanien , ungefehr an. 1099. gestorben

seyn. Ciaccon. Qldo'tn. Pandulpb. Pisa-i. /tubery,

* Deockilo, ( Odo de ) war bey dem König der FranckenLudovico ^ 11 . Hof- Prediger, der ihn auch in geheimen geschaff-ten gebrauchte, und ihn auf seinen zügen beständig bey sich hat-te. Er starb an. 1168. und hinterließ Ei bei los VII. de Ludovi.ci VII. profectione in Orientem , welches werck in Chlfletil Syl-loge , S. Bernardi genus illustre adsertum , DljvN iööo, in 4.Fabricius , Luc. Sal. Evangel. ;o. p. 928.

Deo- Gratias, Bifchoff zu Carthago, wurde ums iahr492. auf begehren des Kaysers Valentiniani erwchlt. Dennnachdem diese stadt 19. jähr ohne Bifchoff gewesen , indem dieVandaler die kirchen verwüstet hatten, erhielt Valentinianus beydem Genserico, daß dieser zum Bifchoff eingesetzt wurde. Nacheroberung der stadt Rom durch gedachten Gensericum, kaufte erdie sclaven, welche diese Barbärn gemacht hatten, und ließ siewiederum um einen schlechten preis los, wozu er die schätze derkirchen anwendete. Weil er nun nicht Häuser genug hatte, woer sie beherbergen konnte, so gebrauchte er hierzu 2. kirchen diekrancken darein zu legen, welche er selbst fleißig besuchte. DieArianer, welche dieses nicht leiden konnten, stellten ihm zum öf-tern nach, und wollten ihn aus dem wege räumen. Er starb aber3. jähr hernach, als er zum Bifchoff war gemacht worden. Vift.Uticenßs , lib. I. Pers. Vandal. Harwus, Ä. C. 492. 499. & 49 6.

* Deo - Gumidas, ein Armenischer aber Römisch - Catbo-lischer Priester, welcher bey seinem volck seines eifers und seiner

auftich-