Heilige Schrift, ans licht steilere. Er muffe aber »on vielen Hol,*·'* ländlichen Theologis und Philosoph«, als van Blyenbiirch Bst,cIm van TU, Andala, van den Honert, und andern darüber er.nigen Widerspruch erleiden, welchen er m besondern Ichuften,
>« 1 $ Nootzaakelykheit en onverschilligkeit van Gods Werkin-Rß. ce 1707. Godvrugtigkeit derOuden I7°8· lind andern antwor«
miK lere; Er starb imoctob. an. 1717· nachdem er ausser diesem e>-
coty. nen Commentarium über die andere Epistel Petri verfertiget»ür,' Man hat auch von ihm heraus gegeben: De denkbeddigeift, "Wyigeer, vertoort in Willem Deurhofs Beginselen vanWaar-Wi heit. Gel. Zerrungen 1718· p· i° 7 - seq·r; Deuring, eine Freyherrliche familie, welche von Martins,
^ herum dasjahri;80. zu Bregentz gelebet, hergeleiietwird. Des-scn söhn, Gallus, bekleidete bey dem Kayser Ferdiirando II. diestelle eines Raths, und hinterließ folgende söhne: 1.) Petrum,«U, Kayserl., wie auch Chur-Bayrischen Rath nndCantzler zuLands.«ilh Hut, dessen söhn, Ioh. Ignatius , ebenfalls Chur-BayrischerRath, Antonium Ignatium gezeuget. r.)Nicolanm, Kayserl.w°, Rath und Bürgermeister ju Ravensprirg, dessen söhn Gallus3 L, Diethelm, Kanserl.Truchscß, Regierungs-Rath zu Insprnck undöl* Vice-Slatthalker der Grafschaffl Nellenburg, an. 1664. Ferdi-^ nandnm Antonium erzielet. Ioh. Georgium, Ertz-Hertzogs.m l, Ferdinandi Caroli Rath,dessen sohnAdrianus um das jähr 1670»
Kayserl. Ober-Reaiernngs-Rath zuInspruck gewesen. An. 1704.Ä» war Adam Kayserl. Rath. Bucetin. stemm. Germ. P. II.wii * Deusborrough, ein ort in West-Yorckshire, auf einemöte hohen Hügel am flusse Calber, ist einer von den ersten orten,«stii welche von Panlino im VII. s*culo zum Christlichen glauben!>i«r bekehrt worden. Camdeni Brit. p. 709.tti Deus-Dedit, ein Römer und ein söhn des Subdiaconi Sie,toi« phani, juccelirte Bonifacio IV. den 1;. nov. 614. aufdemPäpst-
vmi lichen stuhle. Er war ein sehr frommer, liebreicher mann, und
Ä?, strgt man, daß er ein aussätzig gcschwär blos dadurch, daß erl s seinen mund daran gehalten, geheilet habe. Er regierte;. jähr ,und starb an. 617. den 8. nov., worauf der H. stuhl einen mo,% nat und 16. oder mehr tage leer gestanden. Es ist noch bis jetzoM , ein brief von ihm vorhanden, den er an Gorhianum , den Bi-KlL schoff von Sevilien, geschrieben. Anastasius , in vit. Pap. Marty-iwtiij rol. Rom.ad d. 8. nov. Gratiun. in Decr. q. ;o. can. I. perve-
ilmji nit ad nos. Baron. A. C. 614. 61$. 617.
* Deusen, eine Africanische stadt in der provintz Zeb, in derwüste Numidien: sie ist ihres grossen alterthums wegen merck-
itm« würdig, und ward von den Römern aufde» grentzen des König,
c reichs Bugia erbauet. Die Saracenen verwüsteten sie, da sie in
“· Africam eingebrochen, nachdem sie sie mit stürm erobert, und die
Römer dieselbe ein gantzes jähr lang wider sie beschützet, und einejeta der stärksten belagerungen ausgehalten hatten, deswegen wurdet irr ii ■ von diesen Barbar» alles was männlich war umgebracht, die
j W i weider und linder aber gefangen genommen. Sie verstöreten alleHäuser, die mauren liessen sie stehen, dieweil sie ihrer stärckeitoiä halben denselben nichts abzugewinnen wußten, oder es ihnen zu
iiqRKi; viele mühe würde gegeben haben sie zu schleifen. Man findet
siiL noch da herum, auf den umliegenden selbem hin und wieder,
g afc- goldene und silberne Röm. müntzen, und darunter eine gattung,
tust*:« darauf ein köpf ist; auf der andern feiten eine Lateinische über-
j schrift, nebst einem sieges, zeichen, welche man auch in kupfer
iK,!» findet. Die Araber von Muslin, welche ihre Wohnung meistens
m j, in der wüste Mazila aufgeschlagen haben, streifen zu zeiten um
b diese stadt Deusen herum, um etwas beule zu machen. Marmoi.
ßg.il. descript. Afr. tom. III. c. 52. Thom. Corneille.
i,!** Deusing , (Antonms) war zu Meurs in dem HertzogthumJulich an. 1612. gebohren. Er befliß sich anfangs zu Leiden aufhie Mathemanc, ingleichen auf die Persische undTürckische spra-^ che, darinnen er es auch so weit brachte, daß er den Pentateu-iMfl® chum Persicum, ex interpretarione JacobiTarvus, den die IÜ-«1-« den mit Hebräischen buchstaben zu Constantinopel drucken laf.
sen, mit Persischen characteren darstellen konnte. Nachgehendspii» legte er sich auf die Medicin, und fieng auch an, ein LexiconWirf JAedicum Arabico - Persico -Turcico- Latinum zu verfertigen.fßfäfi Bald darauf ward er ProfeBor Matheseos in dem Gymnasio zu[W# Meurs. An. 16,8. erhielt er eben diese stelle zu Harderwyck, und1642. die Proseisionem Medicin® , die man in dem GymnasiomP des letztgedachcen orls zuerst einführte. An. 1646. war er Profes-; sor primär, zu Groningen und Leib-Meclicus bey dem Statthal-
.'«pii #) ter inFrießland. Er starb an. 166Ü. und hinterließ folgende schrif»ten: de variis Syllemat. üb. Exercitat. Anatom. Cosmograph.w jjt : Cathol. & Astron.; Synopsin Medicin* Univers . } Compend.
Metaphyfic*, Phvsic*,Ethic* &c. Orationes & Disput, varias.Hiernechst hat er Ganticum Avicennse de Medicina und Selecta■ jW ®' ^ e dica Joh. MesneiDamasceni aus der Arabischen in die La,
teinische spräche übersetzet. Witte, diar. biogr. Benthems“ Holl. kirchen-und fchulen-staat.
* Deusing, (Hermannus) ein ReformirterJurist, war An»ton Densings söhn, gebohren zu Groningen den >4. mertz an.
^1*0 i 6<;4. und hatte Christoph Wittichium, den nachmaligen Pro.
"'Jgß feffor. Theologi * zu Leiden, zu seinem Prioat-Pr*ceptore. An.
1670. in seinem iz., atzte begab er sich auf die Academie, stn,zJjß dicke die Jura, und wurde darin» an. 1677. zugleich nebst sei,
, „1.« nein bruder Doctor. Nachdem Feltmann von Groningen
,il : weggezogen, verwaltete er zwey jähr lang denen juristiiche
. ■>* Profession, und wurde darmif von den Staaten von Gröni»,l” V« gen zum Profeffore Juris und der Griechischen spräche ernennet ;
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weil er aber dennoch gedachtes amt nicht erlangm konnte, thgter eine reise nach Holland und Teulschland. Jedoch da er al.lezeit eine grosse Neigung zu der Theologie getragen , so las erCocceji schriften fleißig, legte sich auf die allegorischen erklü«rungen, und schrieb drey Dissiertationes de stlysterio Trinita-tis, welches er vor eine quelle und urfach einer dreyfachen al,legorie in erklärung der heiligen geschichken ansähe, womit eraber sich in solchen verdacht der lehre halber setzte, daß manihn von der kirchen-gemeinschafft ausschlösse, bis er alles wt-derruffen würde. Er lebte hierauf eine lange zeit in dem landeDrente gleichsam im elend, kam aber dennoch endlich nachGrönmgei, zurück, lebte vor sich, und ward von der dasigenFranzöiischen kirche in ihre gemeinschafft wieder aufgenommen.Erstarb unverheurathet den jan. an. 1722. Seine schrif«ten sind : Demcnilratio Allegorie Historie* V. & N. T. junctarevelatione Mysterii SS. Triados; Verdediginge syner Kegt-zinnigheid ; Coramentarius Mysticus in Decalogum & Expli-catio Myitica turn Parabel* de Epulone divite , & Lazaromendico , turn Histori* de mustere haemorrhoiffa & filia Jai«ri; Allegoria Historiarum Evangelicarum Prophetica; MosesEvangelizans s. Explicatio Allegorico-Prophetica HistoriarumAlosaicarum; er ließ auch verschiedene observationes von die,ser art in die Bibstothecam Theologicam Bremensern drucken,und verließ viele andere im manl«icript. Bibtmhcca Bremens .dass. V. p.925. Nie er on , mem. tom. XXII. Vit* Professor.Groningen !. Mercklini Lindenius renovatus.
Deuteria p war Theodeberti I. des Königs von Metz gemah,lin. Ewige sagen, sie habe ihren ersten gemahl verlassen, umTheodebertum zu bekommen, welcher, als er an. 5;;. in Langue.doc krieg geführet, sie in dem schloß zu Cabrieres oder Eherne,res, nahe bey Bezicrs, gesehen, und >,ch in sie verliebet. Anderehingegen geben vor, sie sey eine wiktwe gewesen. Allein Theode.bertus verließ sie, und heurathete, seinem varter zu gefallen, Wi «sigarden; nachdem aber derselbige an. ;;4. gestorben , ver,stieß er diese andere gemahlin wiederum, und nahm Deuteriamvon neuem zu sich. Weil aber diese, wegen der unvergleichlichenschönheit ihrer tochter, die sie von ihrem ersten manne bekom,wen, befürchtete, daß sich Theodebertus in sie verliebe» möchte,ließ sie dieselbige ersänffe», welches veranlassete, baß sich Theode.bertus abermal von ihr scheidete, und Wisigarden wieder nähme.Gregor, l uron. üb. 111. c. 2 }. & 26 . Aimoin. üb. 11. Valjiw,tom. I. de gest. Franc.
* Deuterius, ein Arianischer Bischofs, welcher im ansangdes VI. Ikculi gelebet, ungefehr um das >ahr Christi 50;. Er hatsich unterstanden etwas an der Tauf-formul zu ändern. Nicepho-rus sagt, daß da er einen gewisscn Barbas getauft, habe eres auf folgende weise gethan: Baptizo te in nomine i'atris, perFilium, in Spiritu Sancto. Aus weichen Worten erhellet, daß erden Vatter allein erkennet, und durch den Sohn in des Vattersnahmen allein diese Taufe gethan, welchen Sohn er als einenGesandten GOttes angesehen, der die Taufe eingeführt, und end,lich geglaubet hat, daß er diese Taufe in dem H. Geist verrichte,daö ist, daß er Deuterius aus macht des H. Geistes, oder einerhimmlischen und heiligen krafft, die er von dem Vatter empfan.gen, welcher seinen geist oder seele und willen geheiliget, diesenBarbam getausel habe. Allein Nicephorus fahret fort, und er»zehlet, daß diese Taufe von GOlt nicht gesegnet worden, dannwahrend derselben seye das geweyhte waffer, damit er den Bar»damtaufen wollen, verschwunden, siehe ihn Üb. XVI. c.der.gleichen wundcrwercke zu derselben zeit noch zuweilen sollen ge«schehen seyn, da fast die gantze weit Arianisch war.
* Deutsch , (Frid.I ein Lutherischer Theologus, gebohren den2. apr. au. 1657. Nachdem er in seiner vatters-stabt Königs,derg, dann zu Jena , Leipzig , Alters, Amsterdam , Leiden, Paris und Oxford studiret hatte, wurde er nach seiner zurückkunft indie philosophische Facultät zu Königsberg aufgenommen; fer,»er Professor Theolog!* primarius und Senior seiner Facultät,Königlicher Preußischer Ober-Hof-Prediger, und Assessor desSamländischen Goniistorii, lebte auch wegen seiner gelehrsam»keit und rühmlichen Wandels in grossem amehen. Er verheura»thete sich zweymal, und starb den 29. apr. an. 1709. und hin»terließ Viel Dilputationes, Programmata &c.
Deutschbrod, Teutschbrod, Böhm. Broda Xierneezky, ei»ne kleine stadt M dein Ezaßlaiier-krelse in Böhmen , an dem flußSatzau, i z. weilen von Prag , gelegen. An. 1422. wurde sie vonden Hußlten in brand gesteckt, und alles darinnen nieder gemacht,worauf sie 7. jähr wüste gelegen. An. 1662. ward sie durch emefeuers-brunst in die asche gelegt. Baun», mist-. Boh. Tromsd.
* Deutsche GeseUschafft; siehe Gesellschafft. (Deutsche )
Deutschgesinnte genossenschafft, war eine von Philipp Zesen in dem XVII. s*culo gestiftete gesellschafft von gelehrtenleuthen, und zwar meistens Poeten. Sie wurde in die rosen-lilien-und nägelein-zunft abgetheilet, davon die erste aus81, die andere aus 49. und die dritte aus 2 z. Mitgliedern bestund.Ihr absehen war eigentlich, die Teutsche Poesie und sprächezu verbessern, wicwol sie diesen zweck nicht erlangte, indem Ze,sen an statt der reinesten Teutschen Wörter fremde errichtete,und sich einer andern orthographie und zufammensetzung bc,flisse. Es kam endlich diese gesellschafft in solche Verachtung,daß man sie die deutsche gefthossenschafft nennete, und en.digte sich Mit dem tobe des gedachten Zesen , welcher an. rsgc,.
G 4 oder,