ßhiff,fahrt nach Italien -y6. jähr vor D-dsmö regrerung zuKarthago , oder doch wenigstens 277. ,ahr zuvor geschehen,wenn man derDidonis ankunft in AfncamlNs ;°7y.,ahrder weit setzen will. Indessen muß man gestehen, daß V-rgl-jius, alS ein Poet, die erlaubnis gehabt, Personen, so nochlänger nach einander gelebt, in eine zeit zu setzen, wann dadurchseinem getichte einige annehmlichkett hat können zuwege ge-bracht werden, wie sichs aühicr rn der that verhält. Daherdie alten Grammatici , welche hier und in andern gleichen or-lern den Virgilium haben tadeln wollen, mit ihrer critic sehrschlecht ankommen. Siehe Hiarbas. Menand. hist. Reg.Tyr. jöfipb. antiq. lib. VIII. c. 13. & lib. I. contra Ap.Justin, lib. XVffl. Soli», c. 30. Aul. Gell. lib. X. c. 16.Macrob. lib. V. Satumal. c. 17. S. Hieronym. ep. ad Ge-ront. & lib. I. adv. Jovin. Petav. ration. temp. P. I. lib.II. c. 4. Riccioli chron. reform. lib. V. c. 8· Labbe , hist.chron. *
Didymus , ein vetter des Kaysers Honorii, welchen Con-stanlinus, ein söhn des tyrannen dieses nahmens, nebst demVeriniano, gleichfalls einem anverwandten des gedachtenKaysers, wie auch ihren weibern, umbringen lassen, und sichmeister von Spanien gemacht. Caßodor. & Projp. in chron.Omf. üb. VII. c. 40. Sozom. lib. IX. c. 11. seq.
Didymus , zugenannt Claudius, ein Grammaticus, schriebeinen tractat von den fehler», so Thucydides wider die ana-logie der Griechischen spräche begangen ; einen auszug ausdein Heracleon; und einige andere wercke. Suidas.
Didymus Alexandrinus , lebte im IV. steculo , und un-geachtet er im s. jähre sein gesichk verlohren, so brachte er esdennoch in seiner gelehrsamkeit, beydes in göttlichen und welt-lichen wissenschafften, und welches an einem blinden am mei.sie» zu bewundern, besonders auch in der Mathesi, so hoch,daß man ihn für ein wunder seiner zeit hielte. Er hat vie-le schrjften verfertiget, wovon aber wenig mehr vorhandenfind. St. Gregorius Nazianzenus war sein schüler. Er brach-te sein leben über 8;. jähr, ließ sich aber in seinem hohenalter von den irrthümmern OrigeniS einnehmen, in welche erauch Melaniam und Rufinum zöge, mit welchen hernach Hie-ronymus deswegen viel zu streiten gehabt hat. Seine vor-hanbene schriften sind: Liber de Spiritu S. ; breves quaedamEnarrationes in Epistolas Canonicas; Liber adversus Mani-chaeos. S. Hieronymus , de script. eccl. c. 109. &c. Socra-tes , lib. I. C. 3. Tbeodoret. lib. IV. c. 27. Sozomenus , lib.VII. c. 14. Nicephorus. Cedrenus. Beilarmmus. Gadeau , hist.eccl. &c. Cave , hist. litt. p. 14?· seq. *
Didymus , soll gleicher gestalt von Alexandria gebürtiggewesen seyn , und wurde %a*Kint%o; oder , derarbeitsame zugenannt, weil er überaus fleißig studirte, undjsoo. oder wie Seneea ep. 88. meldet, 4000. unterschiedenetractate schrieb; weswegen ihn Athenäus ßtßxuhdbm nen-nete, anzuzeigen, daß er seine bücher selbst nicht einmal al-le wüßte. Macrobius lib. V. Saturn, c. ir. nennet ihn dengelehrtesten Grarnmaticurn. Amm. Marcell. lib. XXII. Sui-das. LaHantius , Üb. I. c. 22. Photius , cod. 279. Eufibius,chron. an. 661. S. Hieronymus. Vojjius. Gesnerus. &c.
"Didymus , (Gabriel) war Magister Philosophie undder erste Lutherische Prediger zu Altenburg in dem XVI. fe-culo, dessen mutier in dem Joachims-thale gelebt, predigte einstin Zwickau am feste Johannis von der Prädestination. Weiler nun klein und von schwacher stimme war, so verließ dasvolck seine ■ stähle, trat näher zur eantzel, und hörte mit solcheraufmereksamkeit zu, daß es schien, ob würden sie nicht müde,wann er gleich den gantzen tag predigte. Er mengte sich inCarlstadts bilderstürmerey, erkannte aber seinen fehler bald, undmachte sich so beliebt, daß ihn Lutherus zum ersten Predigernach Altenburg recommendirte, und an den Rath schriebe;Da sie Didymum hätten, brauchten sie Lutheri hülste nicht.Er muste aber wegen der Verfolgung ausser den stadt-maurenweichen, und ausser der stadt gegen abend bey dem Lazarethunter einer grossen linden predigen, welches jedoch unter star-ckem zulaufdes volcks geschahe; ja da er sich auch da nichtsicher genug achtete, gieng er nach Torgau , wo er das amt ei-nes Pastoris lange jähre verwaltet. Seciend. hist. Luth.
Die, eine stadt in Dauphins, welche ein Bißthum hat, somit dem vonÄalence seit an. 12?;. vereinbaret ist, und un-ter das Ertz-Bißthum Vienne geboret. Es begreift 200. Pfar-reyen, und ertragt jährlich 12. ä 1,000. Pfund. Bey den Al-ten hieß sie Dia, oder DeaAugusta auch Dea Vocontiorum,und liegt nahe 'an dem flusse Drome zwischen einigen ber-gen. Vor zeiten war sie das Haupt unter den 19. sogenann-ten Civitatibus Vocontiis , und wurde hernach eine Römischecvlonie. An. 574. eroberten sie die Longobarden. Hernachwurde sie die haupt-stabt von der kleinen landschafft Divis,und bekam den titul einer Grafschafft, so an. n 8 y. der land-schafft Valentinois einverleibet, und an. 1404. von Ludovicovon Portiers, Grafen von Valentinois und Divis, an denKomgCarolumVl. verkauft, und milder provintzDauphinsverewiget wurde. Den nahmen anlangend, so halten eini-ge denselben für Griechisch, weil die Sicyonier die göttinDm angedaten, und nach Gassendi meynung Die und Va-Histor. um»* in. Theil.
lence erst nach der Griechen ankunft in Franckreich erbauetworden, auch folglich nicht so alt als Marseille ist. Die zuDie befindliche 3. schöne kirchen wurden in den einheimischenkriegen im XVI. feculo gantz zerstöret, und das citadell rasi-ret, nachdem sie die Reformirten zum andern mal eingenom-men. Unter den Bischöffen ist sonderlich berühmt der ersteMartinus, hiernächst St. Nicasius V. welcher unter allenGallischen Prälaten sich allein auf dem ersten Goncilio zu Ni-Cslct befunden , u. a. m. Columb. des Eveq. de Die. Cbo-vier , hist. de Dauphine liv. XIV. 9. Sammurtb. Gall. tom.II. Da Chene , antiq. des vill. GajJ'endi vita Peirescii.
* Diebach , oder Diepach, ein flecken und residentz eine-Grafen von Jsenburg-Birstein, anderthalbe stunde von Ha-uau, und fünfthalbe von Gelnhause».
* Dtebach, oder Diepach, ein schloß und thal am Rhein ,unweit Baccherach gelegen, und zu Chur -Pfaltz gehörig. An.iü;i. wurde selbiges von den Schweden erobert. ZeHer.itin. Germ, contin. I. c. 30. p. ;88. To'.ner. hist. Palat,c. 2. p. 40. & 61. c. 1$. p. 309.
Diebes-Ioch, ist der nähme einer sehr grossen unterirdi-schen höle in der Thüringischen Grafschafft Stolberg, worin-nen sich ehemals eine geraume zeit rauber aufgehalten. Siehat ihren eingang in dem Arns-walde, und hält einen kleinenanbruch von einem gold-bergwercke in sich.
Diebitzsch, eine adeliche familie in Schlesien , deren gü-ther mchrentheils in dem Fürstenthnm Glogau gelegen. Burck-hard aufNartau ist an. i;oi. LandeS-Aeltester m dem besagtenFürstenthum, und in unterschiedenen landes - commißionenDeputirter gewesen. An. 1620. war Hans in dem Breß-lanischen, und Nicolaus um das jähr i6;o. in dem Liegni-tztschen Fürstenthum LandeS-Aeltester. Lucä Schles. chron.
* Diebspera, eine Chur-Pfältzifche vestung auf einem ho.hen seifen, im sogenannten Creichow an dem Neckar , nicht weitvon Heidelberg gegen osten.
"Diecmann, (Ioh.) ein Lutherischer Theologus, war an.1647. den;o. jun. zu Stade, wo fein vatter Priester gewesen,aebohren. Nachden, er zu Giessen, Jena und Wittenberg stu-diret, auch an dem letzten orte Magister worden, gieng er an.1672. wieder nach Hause, und erhielt nach 3. jähren das Re.ctorat bey der stadt-schule. An. 1633. wurde er zum Gene-ral-Superintendenten über Bremm und Verben erwehlet, undnahm darauf den gradum eines Doctoris zu Kiel an. Als an.1712. gedachte beyde Hertzogthümmer mit krieg überzogenwurden, muste er sich bey nahe 4. jähr zu Bremen im elendaufhalten, doch setzte ihn an. 171?. die Königl. Groß-Bri-tannische regierung zu Stade in seine vorige station, welcher erbis an fem ende, so den 4. julti an. 1720. erfolget, vorgestan-den, nachdem er 13. kinder gezeuget, von denen er 8. leben-dig hinterlassen. Seine schriften sinb ausser einigen Teutschen,welche an. 1709. zu Hamburg zusammen gedruckt worden,de Naturaüsmo tum aliorum , tum maxime Joannis Bodini,Leipzig 1684. in 12. Specimen Glossarii Latino - Theodisci,Bremen 1721. in 4. Dissensiones Ecclesiae Gratete & Latina:circa Purgatorium; Enneas Animadversionum in annales Ba-ronii; de Vocis Papae iEtatibus; de quatuor OperationibusMentis humanae; de Typorum coelestium Paradoxo Helmon-tiano ; de Sparsione Florum; de Monogamia ; Vindicias Le-gis Monogamiae contra Lyscrum de Polygamia, Stade 167z.M 4. re. Bibi. Bremensis , dass. IV. fasc. 2. n. 10.
* Diecto , oder Disseto, (Radulphus oder Rodolphus de)ein berühmter Englischer Theologus zu ansang des XIII. sae-culi, war Decanus bey der kirche St. Pauli zu Londen , undmachte sich sowol durch seine reisen als gelehrsamkeit berühmt.Er schrieb de Temporibus Mundi ; Chronicorum Opus; Ima-gines Historiarum ; Continuationes Roberti de Monte ; Ab-breviationes Chronicorum; Seriem Causae inter Henricum Re-gem & Thomam Archiepiscopum ; welche beyde letztere zuLonden an. 1632. gedruckt : de praedaris Scriptoribus ; de Ad-ventu Saxonum; Gesta Normannorum; Origines Hiberno-rum & Scotorum ; de Synodis Ecclesiae; super Ecclesiasti-cum ; in Sapientiam; Epistolas ad diversos ; Sermones ; deRegibus Anglorum ; de Mirabilibus Angliae; UNd andersmehr. König Eduard 1 . ließ damals, als er sein recht aufSchottland erweisen wollte, in vielen bibliothecken nachsuchen,ob er dasselbe aus einiger der erwehnten schriften deducirenkönnte. Baleus, de scriptor. Brit. cent. III. p. 2 Teißer ,catal. tom. I. Hyde, bibl. Bodlej. Benthems Engl. kirchen-und fchulen-staat, XXIX. §. 41.
* Diedach , ein in Ober-Oesterreich nicht weit von dem flus-se Traun gelegenes schloß, welches ehemals, und noch an. i;,8.den Herren von Pirching zMhöret. Nach deren abgang habenes die Herren Secker von Messenbach, davon der letztere an.1617. verstorben, besessen, von denen es an die Herren vonGrienthal gekommen. Hoheneck, beschr. von Ober-Oestcrr.
tom. 1. p. 220.
Dieden zum Fürstenstein , eine gar alte und ansehnlicheadeliche familie in Hessen , aus welcher Ludwig an. 147s. diestadt Mus wider Hertzvq Carl aus Burgund hat beschützen helf-ftn. Philipp hat sich in dem Schmalkaldischen kriege unter denHessen vor Jngolstabt tapfer gehalten, sowol als bey Schwein-