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in Steyermarck, hat sich an. 2678. mit Johanna, Freyin vonHofmann, vermählet, unv ist an. 1726. des Maltheser-ordensGroß -Prior in Böhmen , Polen , Mähren , Schlesien, rc.
DieHollenburgische linie stiftete SigismunduS, ein bru-der Francrfci und fohn Pancratii. Er stund wegen seiner Ver-dienste bey dem Kayftr Maximilians I. in grossen gnaden. Erwar fein Rath, Statthalter in Nieder-Oesterreich, Ober-SU-ber-Cämmerer und Lands-Hauptmann in Steyermarck, wo-selbst er die rebellischen bauren zum gehorsam brachte. Nach ab-sterben Georgii, Schencken von Osterwiß, des letzten seines ge-schlechts, erhielt er an. 1506. das Erb - Schencken - amt inKärndten, und jähr darauf den titul als Freyherr. Auf sei-nem deylager, welches er an. 2 5 2 ?. zu Wien mit Barbara vonRothal hielte, befanden sich Uladislaus, der Konig von Ungarn ,Sigismundns, König von Polen , und Ludovicus, Konig vonBöhmen , welche, gute einigkeit zu unterhalten, den Kayser Ma-ximilianum besucht hatten. An. 1517. ward durch sein angebender bekannte St. Christophs-orden gestiftet, davon an seinem or-te nachzusehen. Als er an. »c;;. starb, wurde er zu Neustadt zuden füssen des Kaysers Marimiliani begraben, weil der Kaysersolches verordnet hatte. Er hinterließ 2. söhne, SigismundumGeorgium und Adamum , durch welche der Hollenburgische
i amin sich wieder in 2. äste vertheilet. Denn der erstere hrnter-eß eine zahlreiche posterität, aus welcher sein söhn Bartholo-maus Gundackarum an. 162z. gezeuget, welcher Kayserlicherwürckltcher geheimer Rath und oberster Cammer-Herr , auch inden Fürsten -stand erhoben worden. Er ist zu Augspurg an. 1690.den 2;. jan. nach geendigter Königl. crönung mit tobe abgegan-gen, und hat von seinen beyden gemahlinnen keine eheliche linderhinterlassen. Daher er an sohnes statt seines bruders OttonisHenrici enckel, einen söhn Ottonis Ferdinandi, FerdinandumGundackarum, Kayserlichen Cämmerer und Reichs-Hof-Rath,angenommen. Des Gundackeri bruder war Christianus , Grafvon Dietrichstein , welcher zu Nürnberg den ;r. aug. 2682. ge-storben, und von seiner gemahlin, Maria Elisabeth, Freyin vonKhevenhüller , 2. töchter hinterlassen , davon Anna Amalia anMaximilianum Erasmum, Grafen von Zinzendorff, und Su-sanna Elisabeth an Fridericum Adolphum von Haugwitz, Kö-niglich Polnisch-und Chur-Sächsischen Ober-Marschall, verheu«rathet worden, die aber beyderseits bereits gestorben. Adamus,Sigismundi anderer söhn, von dem hernach , zeugte unter an-dern Franciscum und Sigismundum, von welchen dieser dasgeschlecht fortgepflantzet, jener aber den geistlichen stand erwehlt,und wie aus seiner gleich folgenden lebens-beschreibung zu erse-hen , seines bruders söhn, Maximilianum, zum erben seiner gü-ther und der erlangten Fürstlichen würde eingesetzt, welcher an.,6z i. von dem Kayser Ferdinands II. in die,er Fürstlichen wür-de nicht allein vor sich, sondern auch vor seine nachkommen dieconfirmation erhielt, doch mit dem bedinge, das jedesmal derälteste von denselben den Fürsten - die andere aber den Grafen-stand führen sollten. Der Kayser Ferdinandus III. dessenwie auch seiner gemahlin Ober - Hofmeister er war , brachtees auf dem Reichs-tage zu Regenspurg an. 2694. endlich gardahin, daß, ohngeachtet er keine immediate Reichs-güther hat-te , er doch zum sitz und stimme im Fürsten-Rath, wiewol nurvor sich, nicht aber vor seine nachkommen, zugelassen wurde.Er starb den 6. nov. an. 1655. Mit seiner ersten gemahlin AnnaMaria, Fürst Carls von Lichtenstein tochter, zeugte er ii. lin-der , davon einige in ihren jungen jähren verstorben; mit sei-ner andern gemahlin Sophia Agnes , Graf Wolfgang vonMannsfeld tochter, aber 2. söhne und so viel töchter, nemlichMariam Josepham, so Fürstens Raymundi Montecuculi ge-mahlin worden, und den 2;. dec. an. 1676. gestorben. MariamSophiam, so erstlich an Franciscum Eusebium, Grafen vonPötting, hernach an Wenceslaum Ferdinandum, Grasen vonLobkowitz , vermählet worden, Franciscum Antonium , so sichin die Societät JEfu begeben, und Philippum Sigismundum,Grafen von Dietrichstem. Dieser, derben 3. jul. an. 1716.verstorben, war Kayserlicher Cammer-Herr, Hatschier-Haupt-mann, würcklicher geheimer Rath und Oberst-Stallmeister,stund bey dem Kayser Carolo VI. in grossen gnaden, und zeug-te mit seiner gemahlin Elisabetha, Freyin von Hofmann, 1.)Mariam Annam , an. 1681. so an. 1700. an Johannen»Wenceslaum, Grafen von GallaS, vermählt worden, und an.2704. gestorben; 2.) Mariam Ernestinam, gebohren an. 2683.und vermählt erstlich an erstgedachten Johann Wentzel, Grasenvon Gallas, und nach dessen tod an Aloysium Thomam Ray-mundum, Grafen von Harrach , und3.) Emanuelem Josephum,so den >8. mart. an. »690. gebohren worden, und den 27. oct. an.270». verstorben. Aus der andern ehe mit einer Gräfin von Fla-sching sind keine linder gefolgt. Aus der ersten ehe des Maximilia-ni sind zu mercken, Anna Francisca, so Graf Walthers Lesle;Johanna Beatrix , so Fürst Caroli Eusebii von Lichtenstein ;Eleonora , so erstlich Graf LeoniS Wilhelmi von Kaunitz , her-nach Graf Friedrichs von Oppersdorff ; ferner Maria Clara,welche Graf Johann Friedrichs von Trautmannsdorff , undMaria Theresia , so Graf Carl Adams von Mannsfeld qemah«jin worden ; desgleichen Ferdinandus Josephus, welcher denFürsten -stand fortgeführet, und Maximilianus , Graf vonDietrichstein . Dieser »vurde Commandeur in dem Calatra-vifchen Ritter-orden, und nahm seinen sitz zu Jglau in Mähren .
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Erstarb den 4. dec. an. 2692. nachdem er mit seiner gemahlinMaria Justin«, GrafEgmonds von Schwartzenbergtochter,gezeuget Aemilianum, so an. »678. gebohren, und dem vatter»n der Calatravischen Commenda , so schon über 100. jähr beydieser familie, succediret, Julianum , so an. 2680. gebohren,und als Kayserlicher Obrist-Lieutenant an. 17»;. zu Antwerpen gestorben; ferner Ambrosium, Dom-Herrn zu Olmütz , geboh.ren an. »682. Jnnocentium, Maltheser.Ritter, gebohren an.1684. und Anoream Jacobum , Dom-Herrn zu Saltzburg,gebohren an. 1689. Ferdinandus Josephus, Fürst von Dietrich-stein zu Niclasburg, Erb-Schencke in Kärndten, und Erb-Land-Jägermeister im Hertzogthum Steyer, Kayserl. Cammer-Herr,geheimer Rath, des Kaysers Leopoldi und dessen gemahlin Ober.Hofmeister , erlangte die in dem Oesterreichischen kreise gelegeneHerrschafft Traps mit aller ober-herrlichkeit, und wurde dar-aufden 4. oct. an. 2636. zu Regenspurg auf dem Reichs-tage inden Fürsten-Rath zur seßion und stimme eingeführet. Er starbden 24. nov. an. 2698. nachdem er mit seiner gemahlin MariaEltsabetha, Fürst Johannis Anlonii von Eggenberg tochter, 17.Ander gezeuget, davon zu erwachsenen jähren gekommen, 2.)Leopoldus Jgnatius , Fürst von Dietrichstein zu Niclasburg,so den »8. aug. an. 2660. gebohren, und an. 2708. den 23. jul.als Kayserl. geheimer Rath, Cammer-Herr, Oberst - Stallmei.ster und Ritter des güldenen Vliesses, verstorben. Er vermahltesich an. 2687. mit Maria Dorothea Christina Godofreda, CaroliTheodori Ottonis, Fürsten von Salm, tochter, und zeugte mitihr Annam Mariam Josepham Franciscam Jacvbinam, die an.2688. gebohren, an. 2697. aber wiederum verstorben, desgleichenMariam JosephamFelicitatem, so den 2;. sept. an.»694. geboh-ren, und im mertz an. 2722. zu Neumarck aufder reise nach Aa.chen mit tobe abgegangen. 2.) Edmunda Theresia Maria, ge-bohren an. 2662. welche Fürst Joh. Adams Andreä von Lich tenstein gemahlin und den »6. jun. an. 2722. verwittibt worden.3.) Carolus Josephus, so den 27. jul. an. 2663. gebohren, undals Kayserl. General-Major wie auch Gouverneur zu Coprai-nitz, ohne kinder von seiner gemahlin Elisirbeth, Gräfin von Her-berstein, an. 269,. gestorben. 4.) WaltherTaverius Antonius,Fürst von Dietrichstein, ward gebohren den »8. sept. 2664. undfolgte seinem bruder an. 1708. Mit seiner ersten gemahlin Su-sanna Liborra, gebohrnen und verwittweten Freyfrau vonZastrzizel, so den 8. apr. an. 2692. gestorben , hatte er keine kin-der ; von der andern aber, Carolina Maximiliana, Graf Geor-ge Christophs von Prußkowa tochter, so ihm an. 269;. beyge-legt worden, wurde er ein vatter Mariä Josephä Anloniä, den29. jun. an. 2694. welche an. 2727. an Stephanum, Grafenvon Kinski, vermählet worden. Mariä Rosaliä Theresiä, den29. jul. an. 269;. und auch etlicher söhne, t Er starb dennov. an. »7,8. Ihm folgte sein söhn, Carolus Franciscus Ta-verius, gebohren an. 2697. Dieser hat von Maria Anna Jo-seph« , Sigismundi Friderici, Grafen von Khevenhüller, toch.ter, gezeuget: r.) Joh.Baptista Carl Walther, gebohren den 27.jun. an. 2728. 2.) Fridericus Antonius, gebohren an. 2729.;.) Franciscus Carolus, gebohren den 22. febr. an. 27,0. Megi-siri annal. Carinth. Imbosii N. P. I. lib. I. c. ;. Baibmus, ge-nealog. P. II. Spener. hist. infign. c. 22. Calinä Marienberg ,gencal. Dietrichst. BirckcNS ehren - fpiegel. Bucel. Lena.stemm. Genealog. Handbuch.
Dietrichstein , (Adam, Herr von) Kaysers Marimiliani II.Rath, Cämmerer und Gesandter in Spanien > wie auch Kay-sers Rudvlphi ll. Ober - Hofmeister und geheimer Rath, warein söhn Sigismundi, Herrn von Dietrichstein , und Barbara,Freyin von Rothal, auf dem schloß zu Grätz den 7. oct. an.2527. gebohren. An. 2 947. kam er in die äussere Hojstatt Kay-sers Ferdinandi I. welcher ihn an. 2948. seinem söhn Maximi-lians als einen Mundschencken zugab, und mit in Spanien zudem beylager der Jnfantin Maria schickte. Als Maximilianuswieder aus Spanien reisetc, sandte er ihn voran zum KayserCarolo V. nach Jnspruck, und zu dem Könige Ferdinande nachGratz, ernennte ihn auch zu seinem Cammer-Herrn. An. 2;;;.schickte ihn Maximilianus zu seinem vatter Ferdinands auf denReichs-tag nach Augspurg, einige irrungen zwischen vatter undsöhn beyzulegen, so er auch mit beyderseits zuftiedenheit verrich-tete. An. r;6r. sandte ihn vorgedachte Jnfantin , damals be-reits Königin in Böhmen , nach Rom zu Pio V. und der Kö-nig Maximilianus gab ihm dreyerley zu verrichten mit: 2.)daß weil sich viele von der Catholischen religion begeben, nach-dem die Lvrnrnunio lud utraque abgestellet, der Papst die ab-stellung wo nicht gar aufheben, doch auf das wenigste verschie-ben wollte. 2.) Weil die Geistlichen durch ihr leben viele leuthevon der Catholischen religion abschreckten, sie die erlaubniszu heurathen bekommen möchten. 3.) Weil die Maltheser.Ritter die keuschheit schwören müsten, selbige aber übel hielten,daß sie allein castiratern Matrimonialem schwören sollten. Ober sich nun gleich sehr darum bemühet, hat er doch nichts an-ders zur antwort erhalten, als daß man es auf künftigemCondlio in erwequng ziehen wollte. Nach seiner zurückkunftbestellte ihn der König Maximilianus zu seiner gemahlin ober-sten Stallmeister, und als Kayser Ferdinandus I. an. 1562.Leonharden von Harrach , wegen der Römischen Königs-wahlin seines sohns Marimiliani nahmen zu den Churfürsten alSeinen Gesandten abschickte , ordnete Maximilianus dm von
Dietrich-