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cher in seiner ihm von Jutta , Graf Gerhards zu Dich tochterund erbin, erzielten tochter qteiches nahmens, so Graf Gott-frieds zu Epstein und Königstein gemahlin worden, wiederumverloschen; und Engeldertum, welcher nach erst-gedachten sei.nes brnders tode, so an. 1420. erfolget, in dessen hinterlasse-nen güthern succediret. Er verstel zwar hierüber mit des Adol-ph! tochtermann, welcher die Graffchafft Dietz pratendirte, inweitläuftigkeit; allein Engelbertus konnte ausweisen, daß ihmvon mehr-gedachtem Adolpho die ermeldte Grafschafft Dietznicht allein verpfändet, sondern auch die freyheit gegeben wor-den , davon seinen titul zu führen. Endlich wurde die fachean. 1440. dahin verglichen, daß sie selbige zu gleichen theileninne haben sollten. Hierauf starb Engelbertus an. 1442. undhinterließ von feiner gemahlin Johanna, einer tochter des Frey,Herrn Philjppi zu Pvhlanen, Leck und Breda , welchen letzter»ort sie ihm auch zugebracht, Johannem und Henricum, wel-cher aber nur eine einige tochter Ottiliam, Graf Philipps zuCatzenelnbogen gemahlin, gezeuget. Sein bruder Johannesaber, Graf zu Nassau-Dillenburg und Vianden , Herr zu Bre da und Leck, Statthalter des Hertzogs Caroli von Burgundin Brabant , so an. 14;?. gestorben, erhielt von seiner gemah-lin Maria, Graf Johannis zu Leon und Heinsberg tochter,eine weit gesegnetere nachkommenschafft. Diese gebahr ihmEngelbertnm, Johannem , Annam und Adrianam. Von dentöchtern wurde Anna erstlich Hertzog Ottens zu Brannschweigund Lüneburg , und nach diesem Graf Philipps zu Catzeneln-bogen gemahlin. Adrian« wurde an Graf Philippen zu Ha-nau vermählet. Von den söhnen überkam Engelbertus in dertheilung mit feinem bruder die zenseit des Rheins und die inden Niederlanden gelegene lande, vertauschte aber die von dermutier geerbte Herrfchassten Ganle, Vücht und Müllen anHertzog Wilhelmen zu Jülich , gegen Diest, Sichem , Seel-heim, und die Vicomte Antwerpen . Er war auch Statthal-ter in Brabant , und Ritter des göldenen Vliesses, starb aberan. 1504. ohne linder von seiner gemahlin Limpurg, Marg-graf Carls zu Baden tochter, zu hinterlassen. Dannenheroihm sein bruder Johannes, der jüngere bevgenannt, welcherin der theilung Dillenburg und andere Hoch-Teutsche lande be-kommen, in den Niederländischen landen an. i;c>4. gefolget.Er regierte aber die gesamte lande gar löblich, und starb an.j;i 6. den 27. julii. Seine gemahlin war Elisabeth«, Land-graf Heinrichs zu Hessen , und Annen, letzterer Gräfin und er-bin zu Catzenelnbogen tochter, welche das recht auf diese Graf-schafft, und einen theil der Grafschafft Dietz , so von den Gra-fen von Epstein an die von Catzenelnbogen gekommen war, demHause Nassau-Dillenburg zugebracht, wiewol darüber mit demLandgrafen von Hessen grosse streitigkeiten an. 1557. entstan-den, welche nicht eher als an. i z 67. beygelegt worden, da dasHeßische Haus dem Nassauischen für sein recht auf Catzeneln,bogen 60000«,. gold-gülden erlegte, und einen theil von derGraffchafft Dietz überließ. Seine söhne waren Henricus undWilhelmus Henricus. Der letztere, so an. 148;. den 12. jan.gebohren worden, bekam die Niederländischen provintzen, wur-de des Kaysers Caroli V. oberster Cämmerer und Rath, wieauch Ritter des göldenen Vliesses , und starb an. i;;8. vonseiner andern gemahlin Claudia von Challon, Johannis, Prin-tzen von Oranien , tochter, Philiberti schwester und erbin, Re-uatum hinterlassend. Dieser, welcher durch das testament sei-nes oheims Fürst zu Oranien worden, bekleidete zu gleicher zeitdie stelle eines Statthalters über Holland , Seeland, und Rit-ters des göldenen Vliesses, blieb aber an. r 544. in der belüge»runq St. Denis von einem schuffe, ohne sich verheurathet zuhaben. Ihm succedirte seines vatters bruder Wilhelmus, wel-cher in seinen landen die Augspurgische Confeßion eingeführet,und an. izzy. verstorben. Er hatte 2. gemahlinnen, Walburg,Graf Johannis von Egmond tochter, und Julianam, GrafBothens von Stollberg tochter, und Graf Philipps von Ha-nau-Müntzenberg wittwe. Die erste gemahlin gebahr ihm ei-ne tochter, Magdalenam, so Graf Hermannen zu Neuenaarund Moeurs beygelegt worden; die andere aber, so 160 . vonihren kindern, enckeln und ur-enckeln erlebet, und an. izgo.gestorben, gebahr ihm , nebst 6. töchtern, die allerseits ihremstände gemäß verheurathet worden, auch ;. söhne. Unter de-nen richteten die 2. ältesten, Wilhelmus und Johannes, beson-dere linien auf, jener die Oranifche, wie unter Oranien mitmehrern soll gedacht werden; dieser aber die neue Dillenbur-gische. Von den übrigen söhnen wurden Ludovicus, der denvereinigten Niederlanden gute dienste geleistet, und Henricusin dem treffen auf der Mocker-heyde erschlagen, und Adolphus,welcher in Dänischen » Ungarischen und Sächsischen kriegen ge-dienet, muste noch vorher an. i;6g. vor Heyligerlee in Frieß-land, wobey sein bruder Ludovicus die victorie wider den Gou-verneur dieser provintz, Grafen Johann von Arenberg, erhal-ten, das leben einbüssen. Johann es, der ältere bevgenannt,welcher, wie gedacht, die neue Dillenburgische linie aufgerich-tet, war an. i;;;. den 22. nov. zu Dillenburg gebohren, undbekam in der theilung mit seinem bruder die Hoch-Teutschenlande, da er dann seine residentz zu Dillenburg genommen,jedoch auch eine, zettlang als Gouverneur und Statthalter inGeldern und Zutvhen , theils zu Nimwegen , Zütphen undArnheim gewöhnet. Im übrigen war er sehr eiferig in er,Haltung und forlvflantzung der Reformirien religion in seinenlanden, und stifleie deswegen an. 1584. die hohe schule zu Her born . Er beförderte auch die aufgerichtete Wetterauische Gra,
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fen-vereinigunq, und starb an. i6«,6. Er hatte,. gemahlin,neu: 1.) Elisabetham, Landgraf Gcorgens zu Leuchtenberg tochter; 2.) Cunigundam Jacobam, Churfürst Friderici III.zu Psaltz tochter ; und ;.) Johannettam , Graf Ludwigs zuSain und Witgenstein tochter. Die erste gebahr ihm, nebst;,töchtern, die allerseits, ausser der einigen , Anna Sibylla, soan. 1576. an verpest gestorben, ihrem stände gemäß verheura,thel worden, auch 6. söhne. Der älteste, Ludovicus, gebohrenan. i;6o. den i). mertz, wurde Gouverneur und General-Oder,ster in Frießland , Groningen und Ommelanden, richtele zuFranecker an. 1584. eine Universität auf, und wohnte den mei.sten kriegs-actionen in den Niederlanden , bis zu dem an.-So,,geschlossenen stillstand, bey, worauf er an. 1620. ohne lindervon feiner gemahlin Anna, Fürst Wilhelms von Oranien Ach-ter , zu hinterlassen, verstorben. Der andere söhn, mit demvatter gleiches nahmens, richtete die Siegenische linie auf,gleichwie der dritte söhn, Gevrgius , die Dillenburgische fort.gepflantzet. Der vierte söhn, Philippus , gebohren an. i,S6.den i. dec. wurde Gouverneur über Gorckum, Worcknm »ichLovenstein, wie auch General über die reuterey der General .Staaten, in deren diensten er, als er bey Dieslacken widerdie Spanier föchte, verwundet und gefangen worden, mauf er an seiner blessur an. 1*99. zu Rheinbergen starb. Derfünfte söhn, Ernestus Casimirus, richtete die Dietzische linie
auf, wie an seinem orte mit mebrerm kan nachgelesen werden.Der jüngste söhn, Ludovicus Guntherns, gebohren an. 1,77.den r;. febr.» commandirte als General-Lieutenant die reutereyin der schlacht bey Nienport an. 1600. und starb 4. jähr her-nach ohne kinder von seiner gemahlin Margarekha, gebohrnerGräfin von Manderscheid , und verwittweten Gräfin von Dann,zu Falckenstein, zu haben. Die andere gemahlin Johannisdes altern gebahr ihm an. 1582. eine einige tochter, Ama,liam, so Graf Wilhelmen zu Solms -Greiffenstein beygelegtworden. Die dritte gemahlin aber gebahr ihm, nebst 4. loch,lern, so allerseits in Gräfliche familien geheurathet, Jvhan,nem Ludovicum, welcher die Hadamarische linie aufgerichlet,wie unter dem Worte Hadamar ausführlicher berichter wird.Georgius, Graf zu Nassau, Catzenelnbogen, Vianden undDietz, Herr zu Beilstein, der dritte söhn Johannis des äl-tern, gebohren an. 1562. den i. sept. pflantzke, wie gedacht,die Dillenburgische linie fort. Er erkaufte das Amt und stadtDridorff, und besserte das alte schloß daselbst aus. Nach desvatters tode bekam er in der brüderlichen theilung den Wester-wald und die 4. dörfer, Ober-und Nieder-Dröseldorff, Lützelnund Holtzhausen, wie auch den gründ Purbach und die Hm-schafft Beilstein, allwo er an. 1612. feine residentz genommen.An. 1620. wurde ihm auch, bey erfolgtem absterben seines äl>testen bruders Wilhelm Ludwigs, Dillenburg zu theil. Er hat.te 2. gemahlinnen, davon die letztere Amalia, gebohrne Grä,fin zu Sain und Witgenstein, ihm an. 1606. Margarcthamgebohren, welche Graf Otten von der Lippe zu Bracke beygc.legt worden. Die erste gemahlin, Anna Amalia, Graf Phi,lipps zu Nassau-Saardrücken einige tochter, welche ihm anland und leuthen, mobilien und andern güthern, bey ;°oooo.gülden zugebracht, machte ihn zum vatter von 4. söhnen und2. töchtern, davon Louisa, Johannes Philippus, Georgiusund Albertus, in ihren jungen jähren verstorben, Maria Ju-lian« Graf Georgens zu Sain und Witgenstein gemahlin wor-den , und Ludovicus Henricus das geschlecht fortgepflantzet.Ludovicus Henricus , Fürst von Nassau-Dillenburg , gebohrenan. 1594. den 9. may, befand sich in der jugend bey dem Nie,derländischen kriege, und diente hernach unter der Cron Schwe-den in Teutfchland, da er sich dann durch eroderung Braun fels an. i6j;. verdient gemacht. Er starb den 12. julii an. i66r.Er hatte ;. gemahlinnen, Catharinam, Graf Ludwigs desältern zu Sain und Witgenstein tochter, Elisabetham, Rhein-graf Adolph Heinrichs zu Daun tochter, und endlich SophiamMagdalenam, Fürst Johann Ludwigs zu Nassau-Hadamartochter. Die erste gebahr ihm, nebst drey töchtern, AnnaAmalia, Louisa und Magdalena, die allerseits an GräflichePersonen verheurathet wurden, Georginm Ludovicum, vonwelchem hernach; Ädolphum, welcher die LJasslru-Gchaum-burgische linie aufgerichtet, wie unter dem worte Gchaum-durg mit mehrern kan gelesen werden; und Philipp! m, wel-cher in Polen , bey conjunction der Schwedisch-und Ragohi-schen völcker, unter der freuden-salve, an. 16;?. den;r. mertz,im 27. jähre feines allers erschossen worden. Georgius L»bo-vicus, Fürst zu Nassau, Graf zu Catzenelnbogen, Vianden und Dietz, gebohren an. ivig. starb an. i6;6. von seiner ge-mahlin Anna Augusta , Hertzog Heinrichs Julii zu Braun-schweig tochter, nebst Sophia Eleonora, Charlotta und Loui-sa , Henricum hinterlassende. Dieser wurde an. 1641. den -8.
aug. gebohren, und starb an. 1701. auf seinem lust-hause Lud-wigsbronn , nachdem ihm seine gemahlin Dorothea Eiifabclha,Hertzogs Georgit III. zu Liegnitz in Schlesien tochter, bereits an.1691. in die ewigkeit voran gegangen. Diese hat ihm 17. kin-der gebohren, unter welchen zu erwachsenen jähren gekom-men , Sophia Augusta, zweyte gemahlin Fürst Wilhelms zuAnhatt-Hazgerode; Georgius Ludovicus » welcher an. 1691. inder blüthe seiner jugend gestorben; Albertina, Canonißin zu Her-vorden, so den rz. aug. an. 1719. gestorben; Wilhelmus, wel-cher dem vatter succediret; Adolphus, so sich in dem Nieder-ländischen kriege wider die Franzosen gebrauchen lassen, und an.269». in dem treffen bey Fleuri geblieben; Friderica Amalia,
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