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ctteicb an 1289. beygeleget. M Nach der zeit entstund einarosser sücceßtons-kricg in Castilien , bey welchem Dionysiusdergestalt im trüben fischte, daß er ver,chledene stadte an sichbrachte, (b) Hingegen hatte er zu haus einige Verdrießlichkeitenmit seiner gemahlin Elisabeth, die dessen natürlichen Prmtzenaus eifersucht nicht leiden konnte, und den Cron-Prtntzen auf-hetzte , baß solcher unter dem vorwand, als suchte man ihnvon dem thron auszuschliessen, wider den vatter öffentlich re-bellirte. Es war auch nicht ehe friede, bis der natürliche PrmtzAlfonsus Sanchez aus dem Reiche gicng. (c) Sonst regierteDionvfius sein land so löblich, und mit so grossem ansehen, daßman noch bis auf den heutigen tag von ihm zu sagen pflegt:Dionystus that was er wollte. Er hat auch am allerersten un-ter allen Königen in Portugall eine flotte auf der see gehalten.<cl) An. i ryo. stiftete er die Universität zu Lilabon, (e) undan. i;iy. den Ritter-orden Christi, (s) Er starb an.
(g) und hinterließ seinen söhn Alfonsum zum Nachfolger, (a)Bzovius , in contin. Baron. tom. XIII. ad an. 1289. n. 9. seq.Raynaldus, ad d. annum , n. 16. seq. (b) Farm , epitomej). 110. Mariana , üb. XIV. & XV. p. 635. & lib. XV. c. 2.p.6s}. Ntufvi’Je , histoire dePortug. (c) Fafcancellus, p.8p Fa-ria, p. an. Neufville, 178. 180. 18;. Mariana, lib. XV. c. 16.p. 6?9. (d) Rainald, tom. XVI. ad an. 1341. n. 4. (e) Rainal-de, contin. Baron. tom. XIV. p. 454· (O ChrißynA Jurisprud.her. p. §6;. seq. (g) Raynaldus , in contin. Baron. tom. XV. add. ann. 16.
Dionysius, war von geburt ein Grieche, und anfänglicheiiiAnachorch nachgehends Priester der Römischen kirche; an.259. aber, oder, wie andere meiden, 260. wurde er zum Papsterwehlet, und verwaltete solches amt bis an. 269. oder, wie an-dere wollen, an. 270. Im jähr 261. hielt er einen Synodumwegen des Dionysti Alexandrini , der einiger irrthümmer undketzereyen beschuldiget wurde; da denn der Papst ihm diesesschriftlich kund that, und ihn zugleich ermähnte, sich von den bey-gemessenen irrthümmern zu reinigen. Er soll auch wider Sa-vcllium, ingleichen wider Paulum Samosatenum geschrieben ha-ben. Man hat zwar 2. episteln unter seinem nahmen, daß die-selbe aber ihm fälschlich beygeleget werden, ist bey den Gelehr-ten ausgemacht. Anaßaßus, in vit. Romanor. Pondf. Baro-nms, annal. Cave, hist. litter. P. I. p. 70. & P. II. p. 31.
Dionysius, ein Patriarch von Alexandrien , war an diesemorte von Heydnischen, aber ansehnlichen eitern gczeuget. Eruntersuchte die meynung der unterschiedenen steten, und befandendlich die Christliche reliqion vor die beste, worzu er sich auchbekannte; darzu vielleicht die lehre Origenis, dessen dtscipul erwar, etwas mag beygetragen haben. Nachdem er nun Prie-ster zu Alexandrien worden, da Heraclas schon Bischoff war,der um das ,ahr 232. diese würde erlanget, wurde ihm die ca-techistnus-schule anvertrauet. Endlich erwehlte man ihn garzum Bischoff, da Heraclas an. 247. gestorben war. Da nundie Verfolgung des Kaysers Dem entstund, wurde er von densvldalen ergriffen, und nach Tapostrim, einer stadt zwischenAlexandrien und Canopum, geführet, vielleicht, daß er da-selbst in der stille sollte gelobtet werben. Allein es fugte sich,daßer aus ihren Händen entrann. Unter dem Valeriano, der gleich-falls die Christen verfolgte, widerfuhr ihm noch etwas härters.Denn da er em schönes bekänntnis vor dem Kayserlichen Gou-verneur Aemiliano abgeleget, wurde er nach dem äussersten theilin Libyen , an einem ort, Cephro genannt, ins elend verwiesen,und ob er gleich kranck war, wurde ihm doch kein aufschub ver-stattet, sondern die soldaten zwungen ihn, alsobald dahin zureisen. An diesem orte brachte er;. jähr zu. Nach deren ver-lauf , als der Kaystr Gallienus den Christen wiederum etwasruhe gönnte, kam Dionystus aufs neue nach Alexandrien, undhatte nicht allein mit denHeyden,sondern auch mit den Schisma-ticis und ketzern viel zu schaffen. Insonderheit schrieb er einengar glimpflichen briefan Novatianum, und bemühest sich, den-ielben wiederum zurechte zu bringen. Als auch zwischen Ste-phano und Cypriano die frage von wiedertaufung der ketzer ent-standen , ließ ihm Dionystus sehr angelegen seyn, diesen streitbeyzulegen, und führte sich als indifferent in der fache auf; wie-wol er es dennoch mehr mit dem Cypriano hielte. So schrieber auch und disputirte gar scharf wider Sabellicum, der nureine person in der Gottheit statnirte; doch gieng Dionysiusaus gar zu grossem cifer etwas zu weit, indem er nicht alleinden unterscheid der Personen, sondern auch des Wesens behaupte-te, und eine Ungleichheit der macht und der Herrlichkeit in derheiligen Dreyfaltigkeit verföchte; daß er also von dem Basiliounter die Vorgänger des Am gezehlet wird. Er wurde auchdeswegen bey dem Papst Dionysio verklagt, der dieser fachehalben einen Synodum hielt, selbst an ihn schrieb, und ihn des-halben erinnerst. Welches auch eine solche würckung hatte,daß er eine apologie heraus gab, darinnen er sich gar wohl undrechtgläubig erklärte. Endlich hat er mit den Egyptischen Chi-liasten, insonderheit mit dem Nepote zu thun gehabt, und sich be-mühet, »hre irrthümmer zu widerlegen. Im übrigen als manan. 26,. einen Svnodnmju Antiochien hielt, wurde auch Diony-sius dahin beruffen, daß er mit Paulo Samosateno disputirensollte. Er entschuldigte sich aber wegen seines alters und schwach-hcit des leides, doch eröfuete er seine meynung von diesem streitschriftlich, und hielt Paulum Samosatenum nicht einmal wür-dig ihn zu grüssen. Eben in diesem jähre starb er, nachdem er
fein Bischoffs-amt 17. jähr verwaltet. Von seinen schritten,deren er unterschiedene verfertiget, ist fast nichts ausser ciniaenfragmentis übrig. Euftb. hist. eccles. lib. VI. & VII. Atba.naß über de sent. Dionys. & in com. de Synodi Niesn, delcret. Basil. übr. de Spir. S. c. 29. & epistola ad Amphiloch.Hieronym , in catal. c. 69. &c. Gennadius , de script. eccleCSixt. Senenf üb. IV. bibüoth. Valeßw , not. ad Euseb. Baron.in ann. ad annum 248. 260. &c. & in martyr. Rom. ad dieni17. Nov. Beüarmin. de script. eccl. Du Pin. Cave, &c.
Dionysius, ein Patriarch zu Constantinopel, war ausMorea gebürtig, und ein discipul Marci, Bischoffs zu Ephe-sus, der sich der Lateinischm kirche so starck widersetzet hat'Bey eroberung der stadt Constantinopel an. 14z;. wurde ermit gefangen, doch durch freygebigkeit eines reichen mannswiederum erlöset, da er sich denn so wohl verhielt, daß ererstlich Bischoff zu Philippvpvlis in Thracien , und daraufPatriarch zu Constantinopel wurds. Es erhub sich aber baldeine grosse verfolgung wider ihn, mdem er viele feinde hatte,die ihn wegen seiner gaaben neideten. Diese beschuldigten ihu,daß, da er von den Türcken gefangen worden, er sich zu ihrerreltgivn bekannt hätte, auch von »hnen beschnitten wäre. Die-ser fache halben wurde ein Synodus von vielen Metropoliten ^Ertz-Bischöffen und Bischöffen beruffen. Da seine feinde be-ständig dabey blieben, daß ihn die Türcken beschnitte», saheer sich endlich gezwungen, sich vor dem gantzen Synodo zu ent-blößen , und auf solche art das gegentheil an den tag zu le-gen. Da er solches gethan, danckte er zugleich ab. DerSynodus zwar, da er seine Unschuld erkennest, bat ihn in-ständig , die vorige würde wiederum anzunehmen, konnteaber solches von ihm nicht erhalten, sondern er begab sich inein kloster, und lebte daselbst bey allen , so sich in dem klv-ster befanden, in grosser ehre. Weswegen nach einiger zeit,da unterschiedene andere Patriarchen schon diese stelle beklei-det hatten, er wiederum darzu erhoben wurde, welcher erzwey jähr und sechs monat vorstund. Er war auch mst un-ter denen, weiche durch das Fiorentinische Loncilium die Ver-einigung der Griechischen kirche mit der Lateinischen zu be-fördern suchten. Spondanut , ad A. C. 1461. n. 18.1471. n.17. &c. bzoviui , ad A. C, 1489. Malaxus, histor. Patriarch.Philipp. Cy riui , in chron. eccles. Gnec. & Hilarius , in not.ad illud p. 3$7. & p. 377. Mart. Cruß. in Turco-Grascia.
Dionysius, Bischoff zu «orintho, lebst um das jähr 170.Er war wegen seines frommern lebens , wie auch wegen seinergelehrsamkeit und beredtsamkeit in grossem ansehen, und sorgtenicht allein vor seine kirche, sondern auch vor die gantzeChristenheit, weswegen er hin und wieder briefe schickte, siein dem glauben zu unterrichten, und zu bestätigen. Diesebriefe sind zwar heutiges tags nicht mehr vorhanden, dochfindet sich ein register und kurtzer tnnhall derselben bey demEusebio und Hieronymo. Auch ist zu mercken, daß Diony-sius selbst sich schon beklaget, daß die ketzer einige unter sei-nen briefen verstümmelt. Er soll für die Wahrheit der Christ,lichen religion enthauptet worden seyn, und zwar, wie manmuthmasset , um das jähr 178. Martyrolog. Roman, add. 8· april. Eußebius, in chron. ad an. 174. & üb. IV. hist. eccl.c. 22. Hiertnymus , de script. eccl. c. 27. Ade, in chron.ad an. 164. Baronius, ad an. 175. & in martyrol. Cave ,hist. litter. &c.
Dionysius, ein Bischoff zu Mayland, war zwar der recht-gläubigen lehre zugethan, begieng aber einen fehler, der ihnnachgehends sehr gereuete. Denn als der Kayser Constans an.
ein Loncilium zu Mayland hielte, ließ er sich durch listder Arianer dahin bringen, daß er die Verdammung des Atha-nafli mit unterschrieb, vermeynend, daß solches der recht-gläubigen religion nicht sonderlich nachtheilig seyn würde.Nachbetn er aber die fache reiflicher überleget, bemühest sichEnsebius, Bischoff von Vereeil, ihn wiederum heraus zu wi.«fein, und,gebrauchte dabey ein kunst-stücklein, so eben nichtallzu Bischofflich war. Denn als die Arianer dem Eustbiosehr anlagen, daß er die Verdammung auch unterschreiben soll-te , stellte sich dieser, daß er solches zwar thun wollte, er könn-te sich aber nicht unter den Dionysium schreiben, weil dieserjünger als er wäre. Die Arianer, weil sie Eusebium gern dazubringen wollten, löschten des Dionysti nahmen aus. Allein, dasolches geschehen, sagte Eusedius, er könnte die Verdammung ei-nes unschuldigen menschen nicht unterschreiben. Dionysiuswurde nachgehends ins elend verjagt, da er bann beständig dierechtgläubige religion bis an sein ende vertheidiget hat. Ammf.
epist. 82. ad Vercel. Athanuß ad sollt. Ruffin. lib. I. c. -2.Socrates, lib. II. c. 29. Sozomen. lib. IV. c. 8 Sulpitius Severui,lib. II. histor. sacr. haron. ad A. C. 333. 336.
Dionysius, Bischoff zu Senlis, mit dem zunahmen Ma-gnus, war Beicht-vatter bey dem Könige Johanne, der ihn auchzu dieser wurde erhoben. Ein Poet, der zur selbigen zeit gelebet,nahmens Vasto oder Gasto des Vignes, lobt ihn in feinen sthrif-ten, baß er sehr leicht verse geschrieben, und ein buch von derfalcken-jagd verfertiget habe. Er starb um das jähr 1334.Sammarth. Gall. tom. II. p. 1021.
Dionysius Exiguus , ein Abt, von geburt ein Scythe ,lebte zu Rom »m das zahr 333. Er war klein von person, da-her er auch den zunahmen bekommen, allein groß von verstandund geschicklichkeik, wie er dann in allerhand wissenschafften,
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