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Mönche, und erzehlete, daß er in der noth den Ertz-EngelMichael angeruffen, und ihm nächst GOtt stln lebenzu danckenbade Dadurch bekamen die Mönche ihre verdiente strafe,das kloster aber einen reichen schätz, und zugleich einen neuenPatron; denn man wurde alsobald einig, dem Ertz-Engel Mi-chael das kloster zu wiedmen, daher es auch mmmehro öftersvon den Griechen Arebangelus gencnnrt wird. Setmn tetzlgenzustand kan man einiger Massen aus dem monatlichen trtbutvonzo. rhalern schliessen. Hmuccü abbildung der Griechischenkirche, 111 . 6 . §. ;o. p. 414. leg.
Dockum , oder Dokkum , lat. DocKcetum , eine stadt inWm-Frießland, drey Meilen von Groningen , vier von Fra-necker und acht von Embden, nicht weit von der Suder-see gele-gen. Sie ist nicht sonderlich groß, aber gar fein, und hatgrosse wälle mit breiten gräben, auch lauft der fluß Ea dadurch.An. 1581. oder 82. haben die Friesischen Stände diesen ort widerdie Spanier bevestiget. Es ist allhier das Collegium der Admi-ralität von gantz Frießland. Der heilige Bonifacius soll an die-sem orte gelehrt haben, und allda an. 7;;. von den Friesen er-schlagen worden seyn , da man alsdenn ein kloster gebauet, auswelchem das dorf Dockum, und endlich die stadt entstanden.Emmius , de Fris. Zdleri topogr. Belg.
Docreus , (Johannes ) lebte an. i;i8..und hat sich durcheinwerck, von dem leben, leiden und begrabnis St. Dionysiibekannt gemacht. PoJ/evin. in apparat. sacr.
DOCTOR. Dieses tituls Ursprung wird im XII. Ikculogesucht, da er zwar anstatt des tituls Magister aufgekommen,und nebst den andern schul-graäibus des Baccalaureats und derLicentiatur von Petro Lombardo, so damals einer der vor-nehmsten Lehrer auf der Universität zu Paris war, eingeführtzu seyn geglaubct wird. Gleichwie eben dergleichen um ebendiese zeit Gratianus auf der Universität zu Bononien gethan ha-ben soll. Allein viel gewisser ist die mcynung derjenigen, wel.che den Ursprung der Academischen graduum in das XIII. fecu-lum setzen. Die beyden nahmen Magister und Doctor sind einelange zeit im gebrauch gewesen, und hat eines fast so viel gegol-ten als das andere; wiewol ihrer viel dafür halten, daß derMagistern™ und Doctorum Verrichtungen von einander stetsunterschieden gewesen, da jene nur menschliche, diese aber sol-che wissenschafften, welche aus göttlicher offenbarung und demglauben fliesten , gelehret hätten. In den barbarischen fecuüspflegte man dem titul Doctor in dieser oder jener person gantzsonderbare epitheta mit beyzufügen, als da einer genennetwurde Doctor angelicus, Doctor feraphicus, Doctor illumina-tus , Doctor subtilis , Doctor irrefragabilis &c. In der Mvr-genländischen kirche wird das Wort Doctor in einem etwas an-dern verstände gebraucht. Die Griechen brauchen das WortJ'iJ'clsKttMi , so aus dem Neuen Testamente genommen, da esso. viel heißt, als ein Bischoff oder Seelen - Hirte, der dasEvangelium lehret, und ist bey ihnen tPiJetoKaXot so viel,als was bey uns dnLector Theologia : heißt. Es giebt deren ver-schiedene gattungen unter ihnen; denn da war zum exempcleiner in der grossen kirche zu Constantinopel , der zur erklärungder Evangelien bestellet war, und dahero Didascalus, oderDoctor Evangeliorum genennet wurde; und wiederum ein an-derer, welcher St. Pauli Episteln erklären muste, und daheroDidascalus Epistolarum hieß. Ferner war auch einer, der diePsalmen zu erklären hatte, und so ferner. Gleichwie nun beyden Franzosen Lombardus, und bey den Engelländern St. Ioh.Beverlacensis und Beda Venerabilis , also wird bey den Teut-schen Johannes Semeca, insgemein Johannes Teutonicusgenannt, vor den ersten Doctor angegeben. Im übrigen ist zumercken , daß die, welche den gradum ausser Teutschland an-genommen , keine Asl’effores bey der Kayserlichen Cammcr wer-den können. Voßus, etymol. Pojsevin. in appar. iacr. Baißet,jugem. des Savans. R. Simon. Cwring. de antiquit. Acad. Ute-rus, de honor. Academ. &c.
DOCTORES BULLATI , heißen diejenige, welchender Kayser selbst gleichsam mit einem Worte den gradum einesDoctoris verleihet, und darüber ein dipioma zustellet, darandas Kayserliche sieget in einer bulle oder capsul hanget. Es füh-ren auch diesen nahmen diejenige, welche den Doctor-titul vonden Comitibus Palatinis erhalten, wiewol diese letztern mit denenauf Universitäten creirten Doctoribus gleiche privilegia nichtgemessen. Oldenb. in Fand. Jur. publ. üb. IV. c. 70. SprengersJurispr. publ.
DOCTRINA CHRISTIANA , ist der nähme einer ge-wissen geistlichen Societät, welche von Cäsarc de Bus, so ausProvence gebürtig war, gestiftet worden, um das unwissendevolck nach dem exempel der heiligen Apostel im Catechismo zuunterrichten. Dieser orden wurde von dem Papste Elemente VIII.bestätiget.. Paulus V. gab zu, daß die demselben zugethaneLehrer gelubde thun mochten , und vereinbarte sie mit der So-cietät der sogenannten Klericorum Regularium von Somasque .Allein nachgehendö wurden sie von Jnnocentio X. an. 1647. zueiner sonderlichen Congregation gemacht, und bekamen ihreneigenen und zwar einen Französischen General. Sie haben dreyvrovintzen in Franckreich, nemlich die provintz von Avignon ,Paris und Toulouse ; die erste hat drey Häuser und zehrn Kolle-gia, die andere vier Häuser und drey Kollegia, die dritte abervier Häuser und dreyzehen Kollegia.
* Dodana, eine gemahlin Bernhardt, Hertzvgs vvu Scpti-manien, lebte um die mitte des IX. fecuü, und machte sichsowvl wegen ihrer frömmigkeit, als auch wegen ihres Verstan-des sehr berühmt. Sie schrieb in Lateinischer spräche ein Ma.nuale, welches 6z. capitul und viel trefliche vermahnungen anihren ältesten söhn , Wilhelmum, nachmaligen Hertzpg vonToulouse oder Aquitanien , in sich hält, und in den Actis s. s,ordinis Benedict. fec. IV. P. I. befindlich ist.
Dode, eine gemahlin des H. Arnulphi, welcher in demVII. feculo Bischoff ju Metz worden,worauffie sich gleichfalls zuTrier in den geistlichen orden begeben, wie der auctor ihrnlebens-beschreivung berichtet.
Dodechinus , oder Dudechin, ein Teutscher und Priesterder kirche zu Logenstein, war in geist - und weltlichen schrifrensehr wohl erfahren, und reisete im XII. feculo unter dem Kay-ser Conrado III. mit nach Jerusalem . Als er wieder zurück insein vattcrland gekommen, hat er auf begehren Cunonis desAbts zu St. Dasipodii in der Diceces von Trier , zwey historischewercke geschrieben, davon das erstere eine Historie oder reifesbeschreibung von dem heiligen lande, das andere aber einefortsetzung der chronick Mariani Scott von an. 1084. bis ir°°.ist, obschon solches nicht wohl mit dem überein kommt, wasTrithemius sagt , daß er an. 114°. gelebet. Trithem. de script.eccl. Beßarm. VoJJius , de Hist . Lat. lib. II. p. 444.
Dodjesu, ein Syrischer scribent, hat vortrefliche Los. ^mentarios über den Propheten Daniel, über die bücher derKönige, und über den Jesus Svrach geschrieben , welche er inIII. tomos eingetheilet. Ebed-JeJu, catalog. script. Syr.
Dodo, (Augustinus ) ein Gelehrter aus Frießland gebür-tig , besuchte die Academien, sobald er die fundamente der stu-dien in seinem vatterland gelegt hatte. Lebte im XV. feculo,und zog aus dem staub Herfür die guten alten authores , inson-derheit Augusttnum, welcher von motten und würmen fastgefressen war: als er dessen wercke mit grosser mühe zusammengebracht, ließ er sie zuerst durch Amerdachen, welcher ihn inTeutschland und anderswohin gesandt, die besten manuscripteaufzusuchen , zu Basel drucken, wiewol sie erst nach seinemtobe an. 1504. völlig sind heraus kommen. Er war Kanonicusbey St. Leonhard zu Basel , und starb an verpest an. i;oo.Trithemius legt ihm ein gutes lob bey. Pcmtaieon , prosopogr.
Job. Trübem de script. eccles. M. Adami , in vit. Pellic.
Dodon, ein brüder der Alpaide, welche Pipinus Major Domus zu seiner concubine nahm, als seine gemahlin Plectru»bis noch lebte. Er brachte St. Lambertum, Bischoff vonLüttich , um, weil er zum öftern Pipinum bestraft, und dieseVerbindung einen öffentlichen ehedruch genennet hatte. Als ihnaber nicht lange hernach die würmer frassen, und ihm unerträg-liche schmertzen verursachten, stürtzte er sich an. 693. in dieMaas . Mujjön. histor. Meieray, abreg. chron. in Khildeberto.
Dodona , eine stadt in Epiro, in dem kleinen lande derMolosser, wurde also von einer Meer-Nymphr, oder von ei-ner tochter Jovis und Europä dieses nahmens genannt. Es iwar auch allhier ein fluß, genannt Dodone, welcher sich inden fluß Acheloum ergoß. Der nahe dabey gelegene wald warvor zeiten wegen menge der eichen und noch mehr wegen einestempels des Jupiters sthr berühmt, weil allda ein sehr brrühm.tes Oraculum gewesen; die Alten wollen, daß der Wahrsager-geist allhier aus eich-oder buch-bäumen, andere, daß er austauben geredt; glaublicher ist, daß , weil hier zu einer gewissenzeit eben sowol als zu Delphis die antwort durch Priestcrinnmgegeben worden, und eine davon den nahmen rif zuTeutsch, Taube, getragen, das geticht daher entstanden sey.Herodotus will, die ersten Priesterinnen wären aus Libyen gewe-stn, und weil sie so unverständlich geredt, daß man sie eben !so wenig als das girren der tauben verstehen mögen, hättenihr die Griechen diesen nahmen gegeben; noch andere wollen,alle alte weiber wären nach der Molosser mund-art, als welchediese gegend besassen, Tauben genennet worden. Die art,Weissagungen zu geben , soll zu der zeit, von deren man densichersten bericht hat, der beym Jove Hammone üblichen nicht <ungleich gewesen seyn. In dem tempel Jovis war unter an-dcrm eine anzahl güldener decken ausgehänget, und so gegmeinander gestellet, daß, wann man auf deren eines schlug,alle zugleich eine ziemliche zeit lang einen klang nach sich liessen,welches auch für ein wunder paßiren muste, obschon die fache
» natürlich und leicht zu degreiffen war. Den weitläustig-icricht von diesem Oraculo giebt Herodot. üb. II. sonst mel-den auch davon Homer. & ejus Komment. Eujtathius. rEfeby-lus. Sophocl. Hefiod. Cic, deDivin. Strabo . Plin. Virgil . Lu-can. Juven. Stat. CJautl. Auson. Sen. Trag. Euseb. &c. Un-ter den neuen hat Triglandiils einen eigenen tractat hievon ge-trieben. Von den antiguitäten dieser stadt kan man inI. Gronovii Kommentario , so von ihm über Stephani By-zantini fragmentum geschrieben, und an. 1687. zu Leiden ge-druckt worden, Nachricht finden.
Dodonäus oder Dodoens, < Rambertus) war zu Me-cheln m den Niederlanden gebohren. Er studirte die Medicinzu Loven, und besuchte hernach die vornehmsten Academien inFranckreich und Italien , da er durch den Umgang mit den ge-lehrtesten leuthen eine grosse wissenschafft erlangte. Vorncmlichlegte er sich auf erkanntnis der pflantzen, ließ aber auch die andern
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