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theile der Medicin nicht unberührt; desgleichen war er in spra-chen und Literis elegantioribus erfahren. Als cr aus Jtallenzurück kam, gieng er nach Teusschland, woselbst er bey denKaysern Maximil.ano II. undRudolpho > 1 - Lad - Medicuswurde. Nachgehends begab er sich tn die Niederlande , woselbster sich zu Cöln, und hernach zu Antwerpen einige zeit aufgehal-ten, Endlich wurde er Professor zu Heiden, woselbst er dieübrige zeit ftines lebens zubrachte, und an. 158?. im 6g. >ahreseines alters starb. Er hat viele schrifren verfertiget, als da
sind: Historia Elorurn odoratarurngue Herbarurn ; HiltoriaFrumentorum , Leguminum, &c. Hift. Stirpium ; Praxis Me-dicina;; Consilia Medica; Cosmographica lsagoge de Sphaera ;de Astronomia, Geographie principus, &c. Meurju AthenaeBat. Main. vit. Germ. Med. Andrea biblioth. Belg. Caßel-janui, in vit. Med. Van der Linden, de script. Medic. &c.
* Dodsworth , (Rogerius) ein gelehrter Engelländer,der aus denen in denen klöstern und bibliothecken vorhandenenund von ihm mit grossem »Iciß gesammelten Nachrichten, eineMönchs-Historie von Engelland zusammen getragen, welchenach seinem tode Wilhelm Dugdale in ordnung gebracht, undin drey folianten 1655. 1661. und 167;. unter dem titul: Mo-nasticum Anglicanum ; Or the History of the ancient Abbies,Monastcries, Hospitals, Cathedrals , and Collegiate Chur-ches , With their Dependences in England and Wales , dru-cken lassen. Sie ist an. 17-7. wieder aufgelegt worden. En-glischer Base.
Dodwell, (Heinrich) ein gelehrter Jrrländer, war zuDublin an. 1641. gebohren, aüwo sein vatter, Wilhelm Dvd-well, in einer kriegs - bcdienung stund. Er ward von seineneitern an. 1648. nach Porck in Engeüand gebracht, und Wal-lisio untergeben, verfiel aber bald hernach durch seiner eiterntod in eine solche armuth , daß er seine schul-concepte auf ma-culatur und mit kohlen schreiben muste, bis sein Vetter, Hein-rich Dodwell, der in Suffolckshire Präbendcn hatte, seinenzustand erfuhr, ihn zu sich nahm, und selbst weiter unterrichte-te, bis er an. I6z6. zu Dublin ins Collegium Trinitatis auf-genommen ward, daselbst man ihm wegen seines fleisses undordentlicher lebens-art sehr gewogen war. Er war aber nichtwillens, den geistlichen stand anzunehmen, dannenhcro gab erseine stelle in dem Collegio auf, und gieng nach einiger zeit,nemlich an. 1074. nach Engelland , da er mit v. Llond, derals Hof-Prediger die Printzcßin von Oranicn begleitete, nachHolland eine reise that. Er lebte hierauf zu Oxford , wardauch daselbst an. 1688. Professorin der Historie, muste aber,weil er dem Könige Wilhelm» nicht schwören wollte, dieses amtan. 1691. wieder niederlegen, worauf er sich nach Cookham,einem zwischen Oxford und Londen liegenden flecken, begab,woselbst er seinem studiren und düchcr - schreiben oblag. An.1694. heurathete er erst eine person , die er zu Cookham in demChristenthum unterrichtet, mit der er zehen kindcr erzeugt,davon aber nur ein söhn, Wilhelm, und fünf töchter übriggeblieben. Er war ein kleiner aber wohlgebiideter mann , vonfertigem und durchdringendem verstände, diente den leuthenmit seiner gelehrsamkeit, und so viel er konnte, mit seinemvermögen, gern. Seine lcbens - art war ziemlich strenge, in-massen er immerdar beschäfftigt seyn muste, und wenn er inLonden oder Oxford seyn wollte, zu susse dahin gieng, um un-terwegens desto bequemer lesen zu können, und da seine äugenalters halben bey lichte nicht mehr fort wollten, sich vorlesen ließ.Er fastete ordentlich die woche drey mal b,s auf den abend, undaß auch dennoch kein fleisch , desgleichen that er täglich die gan-tze fasten - zeit über. Er war von sehr gesunder natur, undschonte sich daher im alter destoweniger. Er starb an. 1711.den 11. jun. sehr andächtig. Die Bischöfflicbe kirchcn - Verfas-sung war diesem mann sehr ans Hertz gewachsen, wie man ausdem grösten theil seiner schrifte», die gleich nicht ausdrücklichvon dieser Materie geschrieben sind , abnehmen kan. Die vor-nehmsten davon sind : de Separatione Eccleliarum ab Episcopa-]i Regimine ; de uno Sacerdotio & uno Altari ; Discursns Epi-ftolaris de Anima naturaliter mortali ; und andre mchrentheilszu der frage von den abgesetzten Bischöffen in Englischer sprä-che geschriebene tractate; die hauptsächlichsten Lateinischen sind:Dissertationes ad Cyprianum ; adlremeum; Annales Velleja-Quintilianei, Statiani, Thucydidei & Xenophontei; de
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Cyclis Gnecorum ; Parsnesis de Schismate Anglicano &c.Brokesby’y Üfe of Mr. Henry Dodwell.
* Döbeltus,,(Johannes Jacobus ) ein Doctor Medicinae,von Dantzig gebürtig , war Professor Medicin« und Physicuszu Rostock , ingleichen Comes Palatinus , und ein Mitglied derNatur« Curiosorum. Er starb an. 1684. den 2. jnnii, undward an einem tage mit seiner frau begraben. Man hat vonihm Conclusionum curiosarum cent. I. & II. Physiolog. Jo.Ant. van der Linden contractam & illustratam ; Dissere. &c.Witte, biogr.
Döbeln , eine kleine stadt in dem Leipziger kreise in Müssen,sieben weilen von Leipzig , an der Freybergischen Mulda, vonwelcher sie auf beyden feiten umschlossen wird. Sie ist ringsum mit einer starcken mauer umgeben , und mag vor alters vorüne gute vestung paßirt haben , wie denn noch ietzo auf demschloß - berge ein alter runder thurn ein zeugnis hiervon gebenkan. Das schloß aber,so auf gedachtem berge gestanden, ist völligverwuim. Vormals hatte diese stadt ihre eigene Herren, welcheHistor. Lexicon III. Theil.
davon, den nahmen führten: nunmehro aber gehört sie demChurfürsten.von «Lachsen. Die gegend daherum ist lustig undfruchtbar , und die einwvhner ernehren sich meistens mit luch-und Hut-machen. Zeileri topogr. Saxon. &c. Rnauths prodr.Misniae p. i«j.
Döben, eine der ansehnlichsten und ältesten adelichen fami-lien in Meissen , 'deren stamm - Haus der Ritter - sitz Döben un-weit Leipzig gelegen. 2 » deren stamm - register aber, so inGotha diplomatica zu finden, wird gemeldet, daß sie ihren nah-men an. 1180. von einem Burggrafthum Döben erhalten.Gottfried der ältere aufTraupttz und Wadewitz, hat zu ausgangdes XVI. feculi floriret. Dessen enckel gleiches nahmens aufTraupitz wurde ein vatter Dietrichs, der an. 1700. als Fürst,licher Sachsen -Altenburgischer Krieqs-Rath, Schloß-Stadt-und Landes-Hauplmann verstorben, und unter andern söhnenFriedrich Ernsten, Fürstlich-Sachsen-Gothaischen Forstmeisterzu Georgenthal , hinterlassen. Rnauths prodr. Misn.
Döbschitz, siehe Debschltz.
Doeg , ein Edomiler, lebte A. M. 2974. Er suchte sich beydem Saul dadurch beliebt zu machen , daß er ihm vorbrachte,wie er hätte gesehen, daß David zu dem Priester Ahimelech nachNobe gekommen wäre, welcher vor ihn den HErrn gefragt, undihm speise und das schwerdt Goliath des Philisters gegeben. Wel-ches Saul sehr übel aufnahm, den Ahimelech nebst andern Prie-stern zu sich fordern ließ , und ihn umzubringen befahl. Weilaber feine bedienten solches nicht thun wollten, gebot er demDöeg , daß er die Priester erschlagen sollte, welcher auch sol-ches sns werck richtete, dcnselbigen tag 8;. Priester umbrachte,und die stadt der Priester Nobe mit der schärfe des schwerdtsschlug. I. Sani. XXII. Joseph, lib. VI. c. 13. Torniell. Salia·nus. Spondanus, See.
Döhn, siehe Dehn.
Dölau, eine von den ältesten und ansehnlichsten adelichenfamllien in Meisten , deren stamm - Haus Dölen in dem AmteDöiitsch unweit Sckeuditz gelegen. Veronica von Dölau istan. i zo6. Aebtißin eines klostcrs zu Hof in Voigtlande gewesen,welche würde auch Margaretha von Dölau in dem kloster Him-melscron an. 1^48. besessen. An. 1642. ist ein Oberster DölauChur-Sächsischer Commendant tn Luckau in der Nieder - Lauß-nitz gewesen, als solcher ort an die Schweden mit accord über-gegangen. An. 1649. starb einer von Dölau im 76. iahre sei-nes alters , welcher ?o. jähr Chur - Sächsischer Hof- Rathund Ober-Slcuer-Einnchmer gewesen. Dessen soh» JohannChristian auf Lieba und Jackta ist Ebur - Sächsischer Appella-tions-Rath, Amts-Hauptmann zu Wiesenburg und Planitz,wie auch Ober-Steuer-Einnehmcr worden. An. i6?4. hat ei-ner von Dölau als Chur-Sächsischer Ober - Küchenmeister flori-ret; in welchem jähre auch Joachim Friedrich von Dölau aufZiegra und Tieffenau als Chur -Sächsischer Artillerie - Oberst-Lieutenant verstorben. Johann George auf Ruppertsgrün,ein bruder des vorgedachtcn Christians, war an. 1671. Chur-Sächsischer Cammer-Hcrr, Hof-und Justiticn-Rath, nachge-hends Vice - Cantzler. Adam Friedrich florirte an. 1691. alsChur-Sächsischer Cammer-Rath. Ernst Friedrich auf Klein,Wolmsdorss und Puschwitz , war an. 1714. als Köniqt. Polni-scher und Chur-Sächsischer Cammer-und Land-Cammer-Rath,und als Amts-Hauptmann zu Moritzburg bekannt. GottlobChristian auf Ruppertsgrün , ein söhn des vorerwehnten Joh.Georgens auf Costcngrün und Liebau , ist um das jähr 171;.Königl. Polnischer Rath und Vice-Kreis-Hauptmann des Ertz-gebürg-und Voigtländischen kreises Ober-Kreis-Steuer-Einneh-mer und Ober-Kriegs-Comrnissarius, wie auch Dom-Herr zuMerfeburg gewesen. Rnauths prodr. Misn. Muüeri annal. Sax,
Dörnitz, von einigen Damttz genannt, eine kleine, aberveste und wegen des,Elb-zolles sehr wichtige stadt, in demMecklenburgischen Fürstenthum Wenden, an dem zusammen-fluß der Elbe und Elbe gelegen, ist an. 1 zag. von dem Chur-fürsten Ludwig zu Brandenburg an die Grafen von Schwerin versetzt worden, und nach deren absterben an die Hertzoge zuMecklenburg gekommen. In dem dreißigjährigen kriege ist esbald von den Schweden , bald von den Kayserlichen eingenom-men worden. Angeli Märckische chronick, üb. II. p. i?6.Theatr. Europ. tom. V. p. 134. 178. Topogr. Sax. ins. p. 76.Schurtzfleisch, res Mecklenb. §. 16.
Döuhoff, eine Gräfliche familie in Polen , Preussen rc.welche, bey qeleqenheit der kriege wider die Ungläubigen, ausFrancken in Lieffand gekommen , allwo sie das schloß Dönhoffam Mos-ffuß , davon die rudera noch heut zu tage zu sehen, er-bauet, und daraufviele s«cula gewöhnet., Sie ist daselbst somächtig gewestn, daß blos durch deren hulffe und treue Lief-land zrim Christenthum bekehrt, und nachgehends zu den zeitenKönigs Sigismundi Augusti an die Cron Polen gebracht wor-den. ' Otto , der um die mitte des XVI. fa?culi gclebet, wardReichs-Rath in Polen und Woywode von Pernaü, nachdem erwegen hohen alters die kriegs-dienste nieder geleget. Sein bru-der Theodorus war Woywode zu Wenden. Ernestus, KönigsSigismundi III. Abgesandter an unterschiedenen Höfen, undnachgehends General in dem Türcken-kriege, brachte an. 162z.den stillstand mit Schweden wegen Liefland zuwege. Gerhar.dus, von welchem der gleich folgende artickul handelt, brachtedie Rcichs-Gräfliche würde auf fein geschlecht. Caspar, Woy-
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