m
i'I
pii.
320
e r l e r m
e r m e r n
Academie gestiftet 7 worinnen alle arten der wissenschassten, spra-chen und epercitien getrieben werden. Dieses neue Erlang wirdalso von seinem stifter Christian-Erlang genennehundzu dessenunterschied führet das vorige den nahmen Alt-Erlang, wel-ches aber an. 1706. im aug. das Unglück gehabt, daß es samtkirchen, Rathhaus und schul-gebäuden bis auf gar wenige Häu-ser in die asche geleget worden. Zeder. topogr. Franc. p. 24.Paftorius, Franc. rediv. p. 396. Donati Eurvp. tag-register adan. 1701. *
*ErIaph, lat. Frlavbus, Arlapa, ein fluß in Oesterreich 7welcher an den Steyermarckischen grentzen entspringet, und beyPecherlarn in Nieder-Oesterreich nicht weit von der Ips in dieDonau fällt. Murtiniere. Aventinus , annal. Boic. IV. 4. n. 17.Zeiler. inner. Germ. c. 15. p. 294.
* Erwach 7 ein kleiner fluß im Bißthum Speyer, welcherbey Rheinzabern vorbey gehet, und unweit davon in den Rhein fällt.
* Erlbrünn, oder Erlabrunn , lat. Lisbovlum, eine kleinestadt am Mayn im Bißthum Würtzburg in Francke»7 nicht weitvon dessen Haupt-stadt gegen Westen gelegen.
* Erlebach, oder Erwach, Narck-Erlbach , ein marckt-flecken in Francken, unweit Langenzenn an der Rednitz , zweyMeilen von Winsheim gegen Nürnberg , dem Marggrafen zuAnspach gehörig. Zeiler. itinerar. Germ. contin. I. c. 25.p. 352.
Erlibach, ein schön Dorf - Gericht und Voqtey der stadtZürich , rechter Hand am Zürich -see oberhalb Küßnacht gelegeil7war vor altem den Grafen von Habspurg zu Lauffenbura undRapperschwyl zuständig. Von diesen kam es an die Grafenzu Toggenburg , aus welchen Graf Donatus es an. 1400. derstadt Zürich zu kauffen gegeben hat 7 welches solche aus ihremkleinen Rath devögtct. An. 144t. im octobct / als Zürich undOesterreich wider die andern Eydgcnossen kriegten,kamen die vonSchweitz 7 Underwalden, Zug und Glarus in schiffen den seeherunter 7 willens zu Erlibach die trauben abzuschneiden 7 siewurden aber von den im holtz verborgen gelegenen Zürichernunversehens ob der arbeit angegriffen, und nach etwas wider-stand nach Verlust 170. mann abgetrieben und in ihre schiffe ge-jagt ; die Züricher verlohren 28. mann. Stumpf. lib.Vl. p.141.6.BuOingeri chron. Mscr. üb. XI. c. 21. Tscbudi, chron. Glaron.p. 274. *
Erlösers 7 (des) oder des heiligen blutes 7 Ritter-orden7soll von dem Hertzvge zu Mantua , Vincentio, an. 1608. gestif-tet worden seyn. Das ordens-zeichen ist ein band des güldenenovalen 7 mit kleinen güldenen ringen zusammen geknüpft, undmit schmeltzwerck in gestalt der feuer-flammen gezieret. In denoval-figuren stehen diese Worte: Domine, probasti me. Untenan der ordens-kette hänget eine oval-figur 7 welche 2. engel vor-stellet, die mit ihren Händen eine güldene mit crystallen-glas ver-wahrte monstrantz halten, in welcher 3. bluts-tropfen Christi,welche man zu Mantua verwahret, zu sehen sind, nebst der bey-schrift: Nil isto triste recepto. Es werden in diesen orden 20.Personen aufgenommen 7 deren Haupt der Hertzog zu Mantua selbst ist, als ivelcher jährlich in seiner residentz, und zwar in derDom-kirche, das ordens - fest celebriret. Poffevin. Gonzagae,lib. VIII. p. 838. Massel annal. lib. XII. c. 2. p. 933. seq.
Erntanricus, Ermenricus oder Ermenoldus, kist dernähme, welcher dem verfertiger des lebens des heiligen Sole,eines Engelländers und Abts in Solenhofen, so sich bey demCanisio befindet, gegeben wird. Er war anfangs ein Capellanund Mönch, und wurde, wie Possevinus will, nachgehends Abt.Voßius mulhmasset, daß er eben der autbor sey , welcherLudovico Pio zu ehren eine lob-rede in elegischen Versen geschrie-ben. Canißus , Win. IV. antiqu. Iect. PoJJevi». in apparatu.Voßius , de Hist . Lat. lib. III. c. 4.
Ermatingen, ein dorf unter Gottlieben am Bodensee gele-gen, mit den hohen gerichten in die Landgrafschajft Thurgöwgehörig , die niedern sind dem Bischoff zu Constantz zuständig.Es ward von Carolo Martello, Haus-Hofmeister oder PremierMinister des Königs in Franckreich an die Abtey Richcnau ver-gäbet an. 72z. An diesem ort ist den 18. apr. an. 1499. eingefecht zwischen den Schwäbischen Bunds-verwandten und denEydgenossen vorgegangen, worbey das dorf im rauch aufgeso-gen , und der Eydgenossen 7 3. niedergemacht worden. Als aberhierauf der landsturm in das Thurgöw ergangen, und sich bey1500. Schweitzer versammlet hatten , griffen sie im Schwader-loch die 9000. starcken Schwaben hinwiederum so grimmig an,daß diese die flucht ergriffen, alle beute dahinden liessen, nebst1400. der ihren, so auf dem platz blieben, ohne mehr als 1000.mann, die im nachjagen in den see gesprengt und ersäuft worden.
Stumpf, lib. V. p. 70. Stettler. P. I. p. 140. *
* Ermel, (Ioh. Frantz) ein mahler, war nicht weit vonCöln an. 1641. gedohren. Er legte sich in dieser stadt auf diezeichcn-und mahler-kunst, und beflisse sich insonderheit Histo-rien zu mahlen , darinn er dem basigen berühmten künstlerHans Holtzmann in der colorirung nachahmete. Daraufgienger nach Holland , und legte sich auf das landfchafft - mahlen.Hierum nahm er sich Ioh. Boths manier zum muster. Ge-gen an. 1660. begab er sich nach Nürnberg , und entschlösse sichallda zu verbleiben. Unter seinen ersten wercken wird insonder-heit sehr gelobt, eine tafel, darauf er das Samaritifche weiblein
bey dem brunnen mit Christo vorstellet; ferner auch ein altar,blakt, in der^kirche bey St. Sebald, D" — c - n -·
. -.. —, w wCbaib/ dre auferstthung Chrifti
vorstellend. Nach diesem kam er in bekanntschafft mit Ailhelmvon Bcmmel, der sich in landschafften mahlen sehr hervor thatMit diesem vereinigte er sich in vielerlcy arbeit, und erwarbsich aller orten grosses lob. Da ihn aber das zipperlem beyzeiten zu plagen ansieng, konnte er seit an. 1674. kaum dendritten theil des jahrs in seiner kunst arbeiten. Er starb endlichden z.dec. an. 1693. Doppelmayrs Nachricht von Nürnberg ,künstlern, p. 230.
Ermengard, siehe Hermengard.
Ermericus , Hermericus oder Irmaricus, ein König vonKent in Engellaud, war ein söhn Esca und bruder Otha, mitwelchem er an. 512. den thron bestieg, und bis an ;6z. gemein-schafftlich regierte. Andere wollen, er habe nach Otha an. z;r.zu regieren angefangen, und das regiment bis an. ;Si. fortge-führet. Beda, üb. 1 . Du Cbine , lib. VI.
Ermericus, Hermericus oder Ermigarius, ein Königder Schwaden , welche auf anhetzen Sulichonis erstlich mGallien , hernach als sie da den Gothen welchen müßen, samtden Silingis , Vandalis , und Alanis in Spanien zogen , allw»Hermericus sich zuletzt in Gallicien vest setzte, und regiertedaselbst 32. jähr, nachdem er alle provintzen dieses Königreichsverheeret hatte. Die Vandaler bekriegten ihn an. 419., müßensich aber einige zeit hernach retirircn. Genseric schlug derenGeneral Hermingarium , darauf zog Ermericus in eigener Per-son mit zu felde, und verwüstete Gallicien. Nachdem er sich 7.jähr mit einer verdrießlichen kranckheit geschleppt hatte, starber an. 440. Sein Nachfolger war Rechila. Vaj*us, in
chron. *
Ermita, siehe Eremita.
* Ermoldus Nigellus , hat Kayfers Ludovici leben in Personbeschrieben. Daß er ums jähr 826. am Hofe gelcbet , sic-her man aus der beschreibung von Herioldi Königs in Däne-marck Verrichtung am Kayserlichen Hofe, wovon er auch diegeringsten umstände meldet; aber nach diesem muß er in Un-gnade gefallen, und nach Straßburg in Verwahrung gebrachtworden seyn, wie er solches selbst erzchlt, und den Kavserdemüthigst um Vergebung bittet. Er war ein Mönch u»dschüler St. Benedicti Anianenüs , doch muß er wol ein Abtgewesen seyn, weil er mit in krieg gezogen, wie er solches selbstmit den umständen meldet, daß ihn Pipinus deswegen aus-gelacht habe. Die Mönche aber zogen nicht mit in krieg, son,der» die Aebte konnten ihren Kaysern die gehörige mannschafftzuführen. Thomafinus , de Benef. P. III. üb. I. cap. 40. Erhat sonderlich in Aquitanien gelebt7 indem er Pipinum seinenHerrn nennt, bey dem er in grossen gnaden gestanden. Daherkan er nicht der Ermoldus Abba3 Nantuacensisfcpti, bestenMabillonius annal. Bened. ad an. 8l8. gedruckt , vielmehrscheint er der Ermenaldus zu seyn, welchen Mabillon aä ann.8 ;?- 8 ; 7 - als Abt zu Aniana anführt. Nigellum hat er sichselbst genennt, vielleicht weil er schwache haare getragen, zumUNterjcheid des angeführten Abbatis Nantuacenfis. Voßius deHistor. Lat . 111 . 4. gedruckt seiner am ersten, hat aber dessenbuch nicht gesehen. Lambecius bibl. Caesar, p. 39;. giebt ge-nauere Nachricht von ihm. Er hat selbst, wie auch DanielNesselius, ingleichen Johannes Bened. Gentilotus, Bischoffzu Trient , deff'lden Kayfers Ludovici leben heraus geben wol-len , sind aber darüber gestorben. Endlich hat es Muratoriseinen scriptoribu8 rer. Ital. tom. II. P. II. und Mencke seinenicriptoribna rer. Saxon. tom. I. p. 86;. seqq. einverleibet. AbEckhard , rer. Franc. XXVIII. 232. XXIX. 96. Muratori ,praef. ad Ermold.
* Erms, ein fluß im Hertzogthum Würtemberg, der zweystunden über Urach an der Alb entspringet, und bey Denckingcneine meile oberhalb Nürtingen in den Neckar fällt. ZeillersReichs-Geograph. VII. p. 892.
* Erms, eine kleine stadt an der Soltze, unweit Quedlin burg gelegen, und nach Änhalt-Köthen gehörig.
* Erms, oder Ermes, ein schloß in der provintz Esthlandin L.iefland, zwey weilen von Wolmar , der familie von Barrigehörig.
Ermsleben , eine kleine stadt, nebst einem Amte, in demFürftenthum Halberstadt , zwischen Ballenstädt und Astbersle.den, gelegen. Sie hat ehemals den Grafen von Rcinstein ge-höret, iffaber in dem XVI. feculo an die Herren von Hovm ge-kommen , welche es nach ansang des XVIII. fecnli dem Königein Preussen abtreten müssen. Das nahe dabey gelegene ichloßConradsburg ist vor diesem eine Bencdictincr-Abtcy gewesen,und gehört noch jetzv den Herren von Soym. langn chron.Ziticenseadann. U 9 ?· GpMIgMb. Mannsf. thron. Ltibnit.tom.I.script. rer. Germ. p. 28;. Tromsd.
Erna», Ehruau, ein den Grafen Brenner gehöriges schloß,nebst einer Herrschafft, in der Steyermarck, 7. weilen von Pruck,gelegen. & isi das stamm-haus der adelichen familic von &>
Nau. Bucel. stemm. P. I. & III. Tromsd.
* Ernee , oder Errene, lat. Frenenm, eine stadt und stußin der Kranzösifchen provintz Maine , an den grentzen vonBretagne , soll von einer Nonne, die zu Königs Clotarii zeiten
9?
¥
<Jli
:£a
: ‘;3
hd