um jenseit der Elbe, am flnsse Stör anlegen ließ, und dasheutige Ftzehoe seyn soll. Egberts wurde dieses vorhaben auö-»fübren aufgetragen, welcher diejenigen Sachsen hinführte,o an 804. von Carolo AI. an andere orter weggeführt worden.Anml. Soifil. Epnh. & Metenf. ad ann. 809. Aventin. ann.K 0 i IV 9. n. 19. p. 343. ai> E'-'khart , rer. Franc. XXVII. 58.Don Lünaus Teutsche Reichs-Historie, tom. II. lib. II. p.;88.Abels Sächsif. alterth. c. 1.5.14· p· 134. An. 8-7. verwuste-tcn die Dänen das land bis an dieses schloß , welches sie auchbelagerten , aber so tapfern widerstand fanden, daß sie wieder ab-lieben MUsteN. Annales Lauresbam. & Bertin. ad an. 8 ^ 7 ·"ßclhart , 1 . c. XXVIII. 137. Abel, 1. C. p. 136.
* Essenius, (AndrcaL) ein Prokellor TheologiX, Predi-ger zu Utrecht , starb an. 1677. den i8. may. Er schrieb Sy-stems und Compendium Theologicum ; Methodum StudiiTheologici ; Orat. funebrem in ob. Gisberti Voet. so zuuttedst 1677. in 4. gedruckt ; Defensionem Consilii TheologiciUltrajeclini, de Canonicatibus, Vicariatibus, ib. i6;8- lli 4.&c. Witte· Teßer , catal. tom. II.
t VPjJertö 1 oder Eseno, lat. Fsena oder Fsen«, eine stadk,nebst unem schloß und secularisirten Mönchs-kloster, welche indem Fürstenthum Ost-Frießland , nicht weit von der Nord-see,an einem kleinen fluß liegt, und in der grossen wasser-fluth an.1717. sehr grossen schaden ausgestanden. Anfangs hatte esnebst Redesdorff seine besondere Herren, von welchen Wtbetus,Herr von Redesdorff und Essens, eine tochter, nahmens Fel-pm halte, welche erst Onnam mit Herone Oneomio zeugte,und nach dessen lobe Ulricum Fürsten von Ost - Frießland heu-rathete. Geil nun ihre tochter erster ehe sich des groß-vattersWideti zorn auf den hals geladen, schenckte derselbe Essens demFürsten Ulrico, ungeachtet er keine kinder mit seiner tochter ae-zeuget. Dieser aber belehnte doch Sibonem Dornumanum,ber Onnä mann, damit, Imbof. not. Proc. Imp. V. 8. §.2.woraus es nebst Redesdorff und Witmund bis an. 1540. beybeftn nachkommen geblieben. Nachdem aber in dem gedach-ten jähre Balthasar zu Essens, der letzte seines geschlechts, mittobe abgegangen, fiel seine verlassenschafft auf leine schwesterAnnam, eine qemahlin Ottonis, Grafen zu Rietberg , und mitdessen svhns Iohannis tochter Armegard, nebst der GrafschasstRietberg selbst, an deren qemahl, Graf Erichen von Hoja; alsaber dieser gestorben , und sich Armegard zum andern mal mitSinione Grasen von der Lipva vermählet, so brachte sie auchselbigem diese Graf-und Herrschafften mit. Endlich aber ist siean Armegardä schwester Walvurqis gemahl, Ennonem III.Grafen zu Ost-Frießland , gekommen, bey dessen männlichennachkommen sie auch nachgehends geblieben, ungeachtet seinertochter Agnes söhn, Fürst Hartmann zu Lichtenstein, gar sehrdarwider gestritten. Cbytraus , Saxon. XV. p. 392. Hamel-rmmv. opp. p.380. 751.792. seqq. VIdenburtz. chron. III. 14.p. 564. Ubbo Emmius . Zeder. itin. Germ. Es hat demnachder Fürst von Ost-Frießland das wapen dieser Herrschafft demseinigen einverleibet, welches in der dritten reihe zur rechtenein ausgerichteter schwartzer där, mit goldenem Halsbande,im goldenen selbe, und auf dem Helm zur linckeu eine blauelilie ist. Europäis. Herold, imbof. 1. c. §. 8. Triers ein-leitung zur wapen-kunst, n. 40.
Essequebe, Essekebe, oder Efguib, lat. Fssequebla, ein-uß in Süd-Aincrrca in den provintzen Gulana und Caribana ,welcher aus dem see Parime entspringet, und von dar nord-wärts in das land der Cariber fleußt, unterwegs einige andereflüssc zu sich nimmt, und sich endlich zwischen Orenoque west-und Dematar ostwärts in die Nord-see ergeußt.
* Essera, ein fluß in Araaonien in Spanien , entspringtnahe bey Venasque im Pyrenaischen gebürge, und ergießt sichnicht gar weit von Balbastro in die Cinca. Er fällt von demhöchsten gebürge mit solchem geräusche herab, daß man ihnweil hören kan.
Esser, ist eine am meer gelegene Grafschasst in der süd-östli-chen gegend von Engelland, welche Suffolk und Cambridges-hire gegen norden, Kent gegen süden, das Teutsche meer ge-gen morgen , Harlfordshire aber und Middlesex gegen abendhat. Von Kent wird sie durch die Temse , von Snstolk durchdie Stoure, von Harlfordshire aber und Middlesex mehren-theilS durch de» fluß Lee abgesondert, ausser welchen flnssen dieseGrafschasst auch noch folgende hat < den fluß Chelmer» Coln,Blackwaler, Crvuch und andere fischreiche flüsse mehr. DieseGrafschasst erstrecket sich in die länge von osten gegen Westen auf4°.und in die breite von norden gegen süden auf 3 3. weilen. Siewird getheilei in zwey Hundrets, worinnen 415. kirchspiele und22. marck-städte sind, derer» einwohner samt denen von Middle-sir zur zeit der Römer Trinobantes genennet wurden. BeydeGrafschafften aber samt einem theile von Hartfordshire mach-ten zur zeit der Heptarchie in Engelland, das Königreich derOst-Sachsen ; woraus anjetzo die Diaeces von Londen bestehet.Die lust in dieser Grafschasst ist der in Kent gleich, an denmeisten orten sehr gut, aber an einigen böse und ungesund,msonderheit an den orten, welche genennet werden the Hun-dtesls of Essex , und gantz niedrig an der see liegen. Um dieserUrsache willen ist diese gegend am schlechtesten be»vohnt, unge-achtet sie die fruchtbarste und reichste ist. Die besondern »vaa-tai 1 woran diese Grafschasst einen Überfluß hat, sind Hopfen,
safran und austern. Der Hopfen wächst aus dem feuchtengründe. Der lafran gerath am besten in dem nördlichen theilevon Essex, darinnen ein einiger morgen landes bis 800.Pfund feuchten safran ,n emem jähre bringet, welcher, nach-dem er getrocknet ist , auf 2°. pfund sterlmgs geschähet wird,und nachdem der acker drey jähr safran getragen, wird er 18.,ahr lang ohne einige dungung die schönste gerste in grosserfruchtdarkeit, und so dann wiederum safran tragen. Von au,stern findet man daselbst die besten in gantz Engelland, welchefett, jaltzig, grün und sehr wohlqeschmackt sind. Die vornehm-sten manlifacturen in dieser Grafschasst bestehe» in serge und an-dern dergleichen zeiigen , welche um Colchester , Copthall undPedham herum gemacht werden. So wird auch allhier mehrschieß-pulver gemacht, durch die zu solchem ende am flusse Lee zwischen Waltham und Londen aufgerichteten pulver-mühlen,als sonst in gantz Engelland. Von dieser Grafschasst haben un-terschiedliche Häuser den Grafen - tittil gesühret, als z. e. dieMandeviles Bohuns Burchiers, Thomas Lord Cromwel,William Lord Parre, ehe sie noch an das Haus von Evreux kam. Arthur Cap el ^ Baron von Hadham, wurde am 20.april an. 1661. zum Grafen von Esser und Burggrafen vonMaldon und hernach an. 1672. zum Lord-Lieutenant in Jrr-land gemacht; dessen tod war sehr unglücklich , indem er erst-lich wegen einer ihm zugemessenen conspiration unter KönigCarolo II. samt Mylord Ruffel gefangen genommen, und ei-nige zeit hernach gar mit abgeschnittener kehle in dem gefäng-nis gefunden worden; da man zwar die leuthe hat wollen glau-ben machen , er habe sich selbst das leben genommen, aber je,doch den meisten den wahn nie hat nehmen mögen, daß nichtsolcher tod von anderer Hand sollte herkommen seyn; wie vonden dahin leitenden umstanden sowol in verschiedenen damalsgedruckten und aus diesem anlas aller orten ausgestreuten bü-chern , als insonderheit in den Historien des Larrey und Bur-nets das mehrere kan nachgelesen werden ; (siehe auch Lapel.)Sein söhn Algernoon, welcher dazumal noch ein klein kindwar, succedirte ihm in seiner würde. Thuamu , histor sui tem-poris. Du Cbehe , hist. Anglic. Holaxd, heroolog. Angl. Cum-de». descript. Britann. &c.
Essex, (Gottfried Fitz-Peter, Graf von) siehe Fitz-peter,
Essex , (Walther d'Evreur, Graf von) siehe Evreux .
Essex, ( Robert d'Evreur Graf von) siehe Evreux .
* Essey , lat. Exaquium, eine stadt in der Normandie , inder EHccce« von Seez, 4. Meilen von Coutance . Sie hat eineAbtey Benedictiner-ordcns, welche an. 1064. gestiftet ist. Mar-
tmibe.
Eßia, siehe Ezron-geber.
* Eßich, (Ioh.Georg) erster ftedkor desFürstl.Würtem.bergischen Oymnalii zu Sluttgardt, ward an. 164;. den „22.ftbr. zu Vaihingen an der Entz gebvhren. Allda legte er auchden ersten gründ zu den studien. Daraufkam er an. is;9. indas klvster Maulbrunn, a». iü6o. „ach Bedenhausen, undan. 1662. in das Fürstliche Stipendium zu Tübingen als Alu-mnus. An diesem letzter» vrt ward er auch an. '1664. Magi-Iter . Er legte sich hierauf mit vielem fleiß auf die zum Pre.dig-amt führende wissenschafften, predigte auch eine Zeitlang indem unter das Straßdurger Bißthum gehörigen, und damalsdem Hertzog von Würtemberg versetzten städtlein Oberkirch ,wohin er als Vicarius geschickt worden, mit gutem lobe, unge-achtet er natürlicher weise allzu schnell in seiner aussprache war.An. 1667. wurde er Kloster -Prseceptor zu Blaubeuern, an.2683. Paedagogarcha zu Stuttgard, und als daraufan. 168;.dasiges Pädagogium zu einem Fürstlichen Gymnaüo erhöhetworden , erster Kector desselben. Hiezu kam auch an. 1704.die ehre eines Fürstlichen Raths und Abts zu St. Georgen.Er starb den 6. oct. an. 170;. und hinterließ eine kurtze eintet»tung zur allgemeinen Historie, nebst einer zeit-rechnung und erd-deschreibung, welche an. -707. das erste mal, und an. 1721.wiederum mit einer fortsetzung gedruckt worden. Leich-pre»digt. Fischlini memor. Theol. Würtemb. P. II.
* Eßideuil, ein Französischer flecken in dem Perigord, aneinem kleinen fluß» zwischen der stadt Periqueur und Limoqes,4. Französische meilen von der erster«, und 6 . von der letztemabgelegen. Baudrand.
Eßing, ein feiner Bayerischer marckt-flecken, unterhalbder alten Herrschafft und schloß Randeck, im Bißthum Regen,spurg uiid dem Münchischen Land - Gericht Abensperg gelegen,hat gleiche marckt-gerechtigkeit mit Ingolstadt von dem HertzogeStephan in Bayern an. 1337. erhalten. Daselbst wurde an.2303. von Graf Ulrichen von Abensderg ein Hospital vor 12.arme, und ein Collegiat vor sechs Chor-Herren und einen De-canum gestiftet. Da aber nach abgang der Gräflichen Aden«spergischcn familie ihre guther an A'.bertum III. in Bayern sie,len, und die zu beyden stiftungen gehörige einkünfte bereitssehr verfchmälert ivorden, war der Bischoff zu Regenspurgselbst zufrieden , als der rest an. 148«. vom Hause Bayern nachgeholet, »md besagte stiftungen aufgehoben wurden. Aven.tinus , lib. VII. c. 26. n. Chur - Bauern, p. 139. Hund,stammb. p. 13·
Eßlingen , eine Reichs-stadt in Schwaben , an dem fluß Nee «car, eine gute messe von Stuttgard und 3. meilen von Tübingen
fiele»