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nachdem er das Kayserthum 2. jähr und ungefehr 3. monat gc.
fllfjrt hatte. Zoßmus. Rufinrn. Oroßnt. Clauiiiunw. *
Eugcmus / ein Capitain, welcher zu den zelten des KayserSDiocletiani, durch einige ttouppen, mir 500. mann starck, wel-che den Hafen zu Seleucia saubern sollten, und, nach ihrer mey-nung, gar zu streng zum arbeiten gezwungen wurden, für einenKayser ausgeruffen worden. Allein, er wurde noch selbigentags zu Autiochien umgebracht, als er mit seinem geringen volckdie frechheit genommen, alfofort dahin zu ziehen, und sichalldort als einen Kavftr aufzuführen; wiewol er die fache sowenig verstünde, daß er auch die kleine anzahl feiner solda-tcn sich vollfauffen liesse, daher es den bürgern zu Antiochia nicht gar schwer siel, diefelbige samt ihrem neu-gebackenenund ungeschickten Kayser umzubringen. Uban. in Orat. *
* Eugenius , Bifchoffzu Ostia, wurde an. 878 . oder 79.von Johanne III. nebst dem Bifthoff Paulo von Ancona nachConstantinopel geschickt, um die kirche vor den irrthümmcrndes Photii zu bewahren. Sie liessen sich aber beyde selber da-von einnehmen , weswegen sie gedachter Papst öffentlich ver-dammte. Er schickte sie darauf, als sie ihre abwejchungen er-kannt und bereuet, zum andern mal nach Orient, und gab ih-nen ein commonieorium mit, so die restitution des Photii be-traf, dafern er seine irrthümmer fahren lassen würde. Es hatEuqenius »ach der zeit auch die Legation an den König in derBulgarey verwaltet, ügheüw , Ital. sacr. tom. I. p. 96.
* Eugenius , (Michael Angelus) von Gndio, florirte umdie mitte ves XVII. seculi , übersetzte Johannem Gcrsonem deImiratione Chriili ins Italiänische, und schrieb das leben St.Ubaldi, Bischoffs zu Gnbio, Rom 1628. in 4. ingleichen
Lrammatica della lingua volgare und Maraviglioso Incendiodel monte Vesuvio nel iü; l. Neapvlis 1631. Jacobillt script.Umbr. Barberini bibl.
Eugippius , ein Abt in Africa, welcher zwar in der weltli-chen gelehrfamkeit so gar weit nicht gekommen, hingegen inder heiligen Schrift desto besser erfahren war. Er lebte umdas jähr 553. und verfertigte, auf ansinnen des BischoffsRenducis von Neapel , aus des Augustim schriften einenthesaurum von allerhand fragen und sententzen, nebst ver-schiedenen andern dingen. Es ist solcher an. 1342. zu Basel ,und im folgenden jähre auch zu Venedig heraus gekommen.
Sigebert. de viris illustr. c. 39. Caßodor. divin. leck. c. 33.Labbe, Miraus.
a ippius, oder Eugippus, ein Abt, nicht mit vons , im VI. saeculo, war ein discipul des Papsts Gelasii I.und schrieb das leben des heiligen Severini , so er dem via-cono der Römischen kirche, Pafchasio , dcdieiret, und wel-ches sich bey dem Surio ad d. 8. jan. befindet. Ißdor. de virisillustr. c. 13. Canif. tom. V. antiqu. lest. Vojjßtu , de nist.Lat. lib. III. c. 18.
* Eugubtnus, (Martins) ein gelehrter Historicus, bekamden zunahmen von seiner geburts-stadt Gubio , lebte an. 984.und schrieb in einer netten schreib-art 12. bücher de RebusUmbrorum; de Antiquitate Italia contra Gracos. Jacobiüibibl. Umbr.
Eugubio, oder Gubio, lat. Inginium, eine Bischöfflichestadt in dem Italiänischen Hertzogthum Urbino, nicht weit vonden grentzen des territorii von Spoleto und von Perugia , gele-gen, und zwar in einer anmuthigen und fruchtbaren ebene, andem fuß des Apenninischen gebürges. Von ihrem alterthumzellgen die rudera eines theatri, unterschiedener tempel, und der-gleichen. Im übrigen ist sie ziemlich weitläuftig, auch wohl be-wohnt, und hat gute nahrung von dem woll-tzandei, welcherdaselbst sonderlich getrieben wird.
Euhemerus , soll, nach Arnobii bericht, von Agrigento , al-lein wie Plutarchus und Lactantius wollen, von Meßina ge-bürttq gewesen seyn. Er lebte in der LXV. Olymp. A. R. 438.und schrieb eine Historie von den göttern, welche Ennius inLateinische verse übersetzte. Einige von den Alten hielten ihn füreinen Atheisten, weil nemlich seine Historie klärlich bewiese, daßdie götter der Griechen menschen gewesen. Varro , de re ruft.Üb. I. c. 48. Strabo, lib. I. AElitm. var. bist. lib. II. c. 31. Plin.lib. XXXV. c. 22. Cicero, de nat. Deor. lib. I. Pluturcb. de Isi-de&Osir. Armbius, lib. IV. Joseph, lib. I. contra Appionem.Last anthu, lib. I. c. 11. instit. divin. Tbeopbilut Antiochenus ,lib. I. Minutius Felix, in Octav. Angelus Polit. in miicellaneisc. 34. &c. *
Evian, lat. Aquianum, eine stadt in Savoyen,an dem Lan-sanner-see, oberhalb Tonnon und dem in der tiefe liegenden klo-ster Ripaille, in einer lustigen gegend gelegen; an. 1 391. wurdesie von den Franzosen belagert; als nun Bonvlllars, der Sa-voyische Commendant, sahe, daß die stadt nicht wohl zu behau-pten wäre, retirirte er sich in das schloß, und that dem femdedaraus einen ziemlichen schaden, muste sich aber endlich ergeben.Spots, histoir. de Gendve tom. II. p. 314 · HaUer. Contin. Bul-ling. Chron. MSCt. lib. LI 1 I. c. 7. *
* Evil, ein ansehnlicher flecken und marckt in der Engellan-dischen Grafschafft Sommerset, an dem kleinen flusse Som-merset gelegen, und an der grossen landstrasse von Londen indas nördliche theil von Groß-Britannien. Dieser fluß wird son-sten auch Ieovil geheissen, des fleckens nähme aber bleibet alle-zeit Evil. Der vrl wurde groß durch den zerfall der stadt Jlche.
rJ:» und ist übrigens 123. Englische weilen von Londen entfec.
Nel. Ditiion. Anglois.
/-^Evilmerodach, Nebucadnezars, des Königs von Babvivnsöhn, juccedlrte seinem vatter um das jähr der weit 3471®ersten lahre seiner regierung erlosete er Jehojakim ausstisi-mgefangnis, und ließ ihn die gantze übrige zeit seines lebens w?durch bey seiner Königlichen tafel speisen. Wie lang sein? /giernng gewahret, davon sind unterschiedene Meynungen . i?'uellus glaubet, daß er 32. jähr; Petavius aber hält dafür, da-rr nur 2. ,ahr regieret; und ist dieses der erzehlung Berosi 8Josepho gemäß. Weil er sich durch seine schändlich aeilhchund nicht mindere grausamkett, bey jederman sehr verhaßt ^macht, bekam Neriglissor, der feine schwester zur ehe hatte, ia,durch gelegenheit, ihn umzubringen, und sich an seine statt mitgutem willen des volcks, auf denthron zusetzen. Was Zwollen, daß Evilmerodnch nicht des Nebucadnezars söhn stnder» sein bruder gewesen, ist ohne gründ. 2. Reg. xxv „berojus, apud Josephum lib. 1 . contra Appion. & lib. X antiac. r2. Eujeb. de prscpar. Evang. lib. IX. c. 4. Hieronymus lTheodoretus, m Dan. c. 3. Süßt. Sever. lib. II. Beda , desex“tat. mund. Petav. de doctrina temp. lib. X. c. 7. TomiellusSahanus, Spondan, Ujferius , &c. * /'
* EVIÜS, ist ein gemeiner beynahme des Bacchi, den ernach einigen von beu und iik hat, weil er in dem kriege dergotter mit den riefen sich nicht sehen lassen , und da i >u-ptter geglairoet, daß er von einem der feinde zerrissen wor-den, ausgeruffen, beu in ! heu fili ! Cornut. ad Perf sät1. 102. wogegen andere melden , daß er in besagtem kneae ineinen lowen verwandelt, und als er in solcher gestalt den rie-ft» Rhotum zerrissen, habe Jupiter für freuten geschrien:iS in , eugc fili. Acron. ad Hör. ap. Gyrald. synt. VIII.p. 284· & Lubin. ad Pers. 1 . c. wie denn auch daher einige, diecompositlon dieses Worts desto kiärcr zu machen, Euhivus vorEvius schreiben. Gyphamm, ap. Voff. ctymol. v. Evoe. Des-sen aber ungeachtet sind doch auch, welche es von 'Ea° 7 , wieman bey dem feste des Bacchi zu schreyen pflegte, herleiten, undmithin einen gantz andern weg damit gehen. JMm. a d Ho.
rat. I. od. 18. 9.
Eulalius , Patriarch zu Antiochien , war ein ArianerNachdem Eustathius war abgesetzt worden, kam er an dessenstelle, und verfolgte die rechtgläubigen. Hiermym. in chron.Baron. an. 370.
Eulalius , ein Gegen-Papst, welcher wider Bonifaciuml.an. 418. crwehlet wurde. Als dieses dem Kayser Honorio, sodamals zu Ravenna war, hinterbracht worden, wurden sie bey-derseits von Rom nach Ravenna zu kommen beschlichet, undihnen wieder nach Rom zu gehen verboten. Allein, nach 7.monaten wurde Bonifacius zurück beruffen, und in seiner wür-de bestätiget, nachdem Eulalius , weil er wider das verbot nachRom gegangen, und einen ausrnhr erreget, abgesetzt worden.
Anaßaßus, in Bonifacio I. Baronius, an. 418.
* Eulalius , ein Graf von Auvergne in dem Ist. &cnlo,ward angeklagt, feine eigene mutter umgebracht zu haben, undda er einen Unwillen ab feiner getnahlin Tetradia gefastet, so de-gunte er eine widergesetzliche gemeinschafft mit ihren cammcr.mägden. Tetradia, welche diese Unordnung nicht mehr Indmkonnte, und darum auch sehr übel von Eulalio ihrem gemahlgehalten wurde, trug hinweg was sie konnte, und flüchtete sichzu einem genannt Dizrer, welcher sich in Tetradiam verliebte,und dieselbe heurathete. Eulalius aber bliebe nicht der kürtze,re, und nähme, es wett zu machen, eine gewisse Fräulein, die eraus einem kioster entführet hatte, worinnen sie zu Lyon sich auf-gehalten , zrir ehe. Nach dem tode Diziers, welcher nicht lan-ge hernach gestorben, begehrte Eulalius an seine gewesene ge-mahlin Tetradiam, was sie ihm, da sie ihn verlassen, entwendet,und von kostbarkeiten mit sich weggenommen hatte. Diesemstreit ein ende zu machen, versammelten sich die Bischöffe un-gefehr^rn. 390. auf den grentzen von Rovergue und Auvergne,und zogen noch viele der adclichsten und angesehensten männeraus beyden provintzcn zu diesem vorgehabten vergleiche. Alldawurde Tetradia cvndemniret, ihrem gewesenen ehemann dasentivendete vierfaltig wieder zu erstatten, und die kinder, welchesie mit Dizier erzeuget, wurden für unehelich erklärt. Gregomt
Turonenßs, lib. X. C. 8-
Eulner, oder Ulner von Dieppurg, ein adeliches ge-schlecht am Rhein , welches von dem in dem Ertz-Stift Mayntzam Odenwalde, eine meile von Umstadt, gelegenen schloy undstädllein Dieppurg den beynahmen führet. Frantz Eulner vonDieppurg florirte an. 1239. Ruprecht, Stadt-Hauptmann zuFranckfurt am Mayn, gieng an.i37r. mit tode ab. Philipp warChur -Mayntzischcr Groß-Hofmcistcr, und starb an. 1393. Dcj-sen ur-enckel, Frantz Joseph Gernand, hinterließ bey seinem an.1677. erfolgten tode 4. söhne, die waren 1.) Frantz, welcheran.1691. in dem Odenwalde von einer Französischen partcy erschos-sen wurde; 2.) Joh. Philipp, der an. 1704. als Kayjerl. Obnst-Wachtmeister vor Vcrua geblieben; 3.) Frantz BInckarECHur-Pfältzischer Cammcr-Hcrr,Regicrungs-Rath undpof-GmchlS-Präsident; 4.) Frantz Friedrich, der an. -706. unter dcn Kavlcrl.als Hauptmann gedienet. Humbr. von dem Rh. Adel p. i°*·
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