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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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buch de Actionibus , so stchin der Kayserlichenbibliothrckimmanuscript befindet , -r«, ^poW tPia^-n^dTm , oder de

diverfis Temporum Praefcriptionibus &Terminis in foro ob-iervandis geschrieben, welches Cujacius opp. tom. I. ohne nah-men des Verfassers Griechisch, und Schardius mit seiner uderse-tumfl und beygefügtem nahmen des authoris zu Basel 1561. in« drucken lassen. Man findet auch solches bey LindenbergsSiumeris sacris , grmicffurt 1670, in 4. unfc in £ctincIstDÜ JureGraco-Romano, tom. II. p. 207. Fabricius, bibl. Graec. IV.6 p. 477.490· 96}. Es ist vielleicht der, welcher Patriciusru Constantinopel genennet wird, und um das jähr 1025. florirthat, dessen Judicium de Nuptiis Consobrinorum Griechischund Lateinisch in Freheri Jure Grsco-Romano, lib. VI. pag.414. seqq. stehet. Fabricius , 1 . c. V. 21. §. 19°·

Euftochium, Paula, einer Römischen Matrone» tochter,lebte imIV. feculo 95. jähr im Nonnen-kloster zu Bethlehem unttt St. Hieronymo anführung, und war in der Lateini.Den, Griechischen und Hebräischen spräche dermassen erfah-ren, daß sierm neues wunder der weit genennet wurde. Hie -im. ep. 10. 19. 22. 26. &c.

* Eustochius, ein Sophist aus Cappadocien, war unterKanser Julians, der mit ihm briefe gewechselt, und folgendsim IV. ixculo berühmt, und schrieb ein buch von den alter-thüuimern seines vatlerlandes, sowol als auch die geschichteKaysers Constantis. Suidas . Fabricius , bibl. Gnec. V. 24.p. ;66. seq.

Euston, ist ein kleiner ort in Blackbourn hundred, in demnorb-westllchen theile von Suffolk , liegt gar lustig auf einerglatten ebene, auf der südlichen seile des ffusses Ouse in einemschönen selbe, und hat ein schönes schloß, Euston-Hall genannt.

Euston, (Graf von'» in Engelland. Mit diesem titul ist zu-erst den,«, aug. an. »672. beehrt »vorden Heinrich Fitz-Roy,ein natürlicher söhn des Königs Caroli II. von Barbara Vil-lerö, Hertzvgin von Cleveland , welcher nachmals an. 167;.auch die würde eines Hertzogs von Grafton erhalten, und so-wol in der einen, als in der andern , seinen söhn Caroluman. 1690. zum Nachfolger bekommen hat. Im fall des erst-erwehnten Henrici nachkommenschafft ermangeln möchte, istausgemacht worden, daß auf dessen jünger» bruder Georgium,nachmals Herkog von Northumberland , und auf dessen lei,des-erden, der Gräfliche titul von Euston fallen soll. Heylm's

help toEnglish hiitory, p. }I2. Feerugeof England, I. p. 6}.

Eustratius, ein Priester zu Constankinopel, welcher um dasjähr 978. berühmt gewesen. Er hat ein buch von dem zustandder steten nach dem tobe, desgleichen das leben des Patriar-chen Euchchii verfertiget. Pbot. cod. 172. Cave, in bist. lit. P. I.p. 294. & P. II. p. 112.

Eustratius, ein Metropolit von Nicäa , war um das jährino. berühmt. Er hat 2. bücher wider die irrthümmer derArmenier geschrieben, weil er aber darinnen selbst einige an-stößige reden geführet, muste er sie auf dem Synodo zu Con-fiantinovel an. 11,4. widerruffen. Ausser diesen hat er widerChchstlaniim von ausgehung des heiligen Geistes ein werckund noch 9. andere tractate von eben dieser Materie verfertiget.Unter seinem nahmen sind auch Commentarii in posterioraAnalytica Aristotelis «n. 1954. und in Aristotelis Ethica an.19;«. Griechisch zu Venedig heraus gekommen. Allat. de con-senf. lib. II. c. 10. Cave, in hist. lit. P. I. &II.

* Eusugaguen, eine Afticanischestadt in der provintz Hea,des Königreichs Marocco . Sie ist sehr alt, und auf einem ber-ge wohl gelegen. Dieser ort, so für eine gute vestung gehaltenwerden mag, liegt}. messen von HadequiS gegen mittag, undist von den einmohnern des landes gebauet worden , welche sichzwar Mahometaner nennen, aber in der that keine religton ha-ben, und gleichsam ohne GOtt in der wett leben; deswegen istes ein sehr wildes volck, welches um die geringste Ursache krieganfängt, und todt schlägt, was ihnen in den weg kommt. Auchhaben sie keine Richter, welche sonsten baherum bey andernsind, und Alfaquis genennet werden, und deswegen machen sieihre streitigkeilen selbsten unter einander mit balgen und schlagenaus, daher auch viele mcachel-morde unter ihnen geschehen , woirgend einer sich nicht öffentlich an seinen feind machen undsich rächen darf. Diesem nach iverden sie wohl unter die aller,rohesten in der gantzen Barbarey gezehlet, und glltet einer un-ter ihnen nicht für ein beyspiel eines tapfern mannes, der nicht10. bis 19. andern das leben genommen. Sie haben nicht über900. Häuser in der stadt, und doch über jooo. streitbare Män-ner darinnen , so daß es sehr volckreich seyn muß. Ihr Handelbestehet in Honig und wachs, welches sie an Christliche handels-leulhe verkauffen. Marmot. description du Royaume de Mi-me, liv. III. c. 8. Tb. Corneille , Dict. Geogr.

Euta, oder OM, (Henricuö) war ums jähr 1990. berühmt.Er war sehr beredt und in der heil. Schrift, wie auch der Ari-stotelischen Philosophie gar wohl erfahren. Er lebte zu Wien in Oesterreich , und verfertigte verschiedene schuften, als überdie 8emem!as lib. IV. ; de Contractibus lib. 1 .; de Conce·ptione S. Maris lib. I. Trithem. de scriptor. eccles.

* Eutan, eine fte in der Africanischen provintz Nigritien,welche achthalde messen in die länge, und eine gantze meilein die breite hat. Bey dem regenwetter pflegt sie sehr anzu-

knuffen, und Nlsdenn sehr fischreich zu seyn; zu fbmmers - zeitaber trocknet sie öfters so aus, daß man zu fusse durchgehen kan.dre emwohner pflegen alsdann eine art steine auf dem bvden zusammle», welche sie Simbos nennen, und zu Angola an statt desgelves gebrauchen. Dapper . Africa 129. Marttnüre.

Euterpe , eine von den 9. Musen, welcher man die erfindungder flöten zueignet. Numntus Genus Pömponia. AuJ'on. &c. *

. * Euthalius, Bifchoff zu Sulie in Egypken, soll, nach Tur -riana prsfat. ad Conllit.Apost. Meynung, mit AthaNasto zu einerzeit gelebt haben. Cave hingegen setzt ihn zu ausgang des IV.feculi , welches er aus Euthalii Überschrift des prologi zuPaust Episteln schliessen will; allein dasselbe sind die Worte ei-nes altern Verfassers, aus welchem Eutyalius des Paust Mär-tyrer-tod erzehlet, darum fetzt er bald darauf, daß es von der-selben zeit, bis auf das jähr, darinnen er sein buch geschrieben ,6z. jähr gewesen, er hat also an. 498. florirt. Er hatte schonals Diaconus Paust Epistel», lind als Bifchoff die Apostel-Ge-schichte in lectiones , capitel und verse abgetheilt, wiewol ernach seinem eigenen bekänntnis hierinnen den gedachten autho-rem , jo an. zy6. gelebt hat, zum Vorgänger gehabt. Er hatdavon eine besondere schrtft an Athanasium , Ertz - Bifchoff zuAlerandrien, verfertiget, welche zum theil in unterschiedenen edi-tionen der Bibel, gantz aber von Laurentio Zacagni in Col-lectan. monu/n. veter. eccles. Graec. zu Rom an. 1698. in 4.aus licht gestellt worden. Du Pin , bibl. des auteurs eccles.duXVII. siede. Fabricius, bibl. Graec. V. 24. p. 567. seqq.

* Eutharicus, ein Gothischer Printz und enckel des KönigSThorismuiidi, lebte in Spanien im privat-stande. TheodrricuS,Konig der Ost-Gothen in Italien , machte ihn an. 919. zumRömischen Bürgermeister, nachdem er ihm 4. jähr zuvor seinetochter Amalasuntham zur ehe gegeben, mit welcher er denAthalaricum gezeuget. Jemandes, Get. 48. Procopius , de belloGothico. Cafflodorus, in chron. & inepist.XI. 1. VvN-naus Teutsche Reichs-Hist. tom. II. Ich. II. p. 646.659.

* Eutherius, ein Nestorianer und Metropolit in Cappado-cia,hat 18. reden geschrieben, welche oft mit Athanasii operibu,unter Theodoreti nahmen aufgeleget worden. Allein Garnerius,auf Marti Mercatoris tom. II. p. 277. seq. zeugnis sich grün,dend, eignet sie Eutherio zu, und hat sie an sein Auctarium zu-letzt drucken lassen. In eben demselben findet man auch p. 591.615. 66j. unterschiedene briefe von Eutherio. Fabricius , bibl.Graec. V. 11. p. 447.

Euthycrates , war ein berühmter bildhauer und Lvfipptschüler, welcher an einem bilde mehr auf die Proportion undgleichförmigkeit, als auf die kunst sahe. Unter allen seinen wer-cken wurden am höchsten geschätzt seine statuen deS Alerandrtund Herculis , ingleichen die statue Medeä, so auf einem wa-gen von 4. Pferden gezogen wurde; unterschiedliche grosse aus.gehauene Hunde, und die Vorstellung einer schlacht zu pfcrde,welche bey dem eingange der höle Trophonii zu sehen war.Piin. lib. XXXIV. c. 8.

* Eulhydemus, Arcbon zu Athen Olymp. LVI. 1. oderOlymp. LV. I. wie Diogenes LaertiuS lib. EXVIII. davorhält, als er um solche zeit zum ersten Epbvro zu Lacedämonbestellet worden. Suuias, voce Stesichoro meldet, daß dieserdamals mit tode abgegangen. Von den sieben folgendenArcbon.tlbus fehle» die nahmen. Meursius , de Archont. Athen . I.15.Ein anderer Archon gleiches nahmens zu Athen war Olymp.LXXXII. }. bekannt, Meiosius. l.c. II. 20. und noch ein anderer,dessen Athenäus V. erwehnet, Olymp. LXXXVII. }, Meurstw,1 . c. III. welcher solches amt Olymp. EXXXVIII. }. vossnemm bekleidet. Meurjius, I. c. III. 4.

Euthymtus l. Patriarche von Constantinoprl, kam gn. 90t.an des von dem Kavser Leone VI. abgesetzten Nicolai Mytticistelle. Er war aus Isaurien gebürtig , und nachdem er sich Mden geistlichen stand begeben, ward er des Constankinopolitani-schen Patriarchen 8yncellus oder Statthalter in geistlichenamts-verrichtungen. Er stund bey dem Kayser Leone in gargrossem ansehen , so, daß ihn dieser zu seinem seeljbrget mäch-te. Man giebet vor, daß ihn im währenden gebät eine stimmLermähnet, die höchste »vurde der Constantinopolitünische» kir-che anzunehmen , ivelche er aber abgeschlagen. Nach demtode Leonis schickte ihn dessen Nachfolger, Alexander II., inselend , um odgedachten Nicolaum wieder an seine stelle zu brin-gen ; bey welcher gelegenheit dann einigen losen Priestern, anwelchen Euthymius vorher ihre lastet, und insonderheit diesimonie scharf gestraft hatte, lb viel gewalt über den from-men mann gelassen wurde, daß sie denselben scharf zergeisselten,und sonst viele schwach anthaten. Im elende selbst halte erauch viel zu leiden, so er doch alleö Mit groster gedult ertrüge,bis er UMs jähr 920. gestorben. Curopalates , in Leone IV. Ba*ronius, an. 901 . 911 . 920 . *

Euthvmius, ein Abt, welcher ein sehr frommes leben ge-führet , und die Vertheidigung des Chalcedonensischen Unciliiwider die Eutychianer sich eifrigst angelegen seyn lassen. Diemeisten Einsiedler seiner zeit waren seine discipul, und durchVerrichtung verschiedener wunderwerckk soll er sich in grosse Hoch-achtung gesetzet haben. Die Kayserin Eudoria würde von ihmwieder zur rechtgläubigen religion gebracht. Hierauf starber an. 47». »n drm 99. jähre seines alters, nachdem er 68 . i"hr,

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