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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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392 tut

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ohne seine kräffte zn verlieren, ein strenges und harte- lebengeführet. Cyrillus , in ips. vita. VoJJiui, de Hirt. Gr. lib. II.c. 21. p. 2Ü4.

Euthymius Zigabenus , ein Mönch ,u Constantinopel ,war um das jähr mi. unter dem Kayser Älexio Comneno be-rühmt. Er war bey diesem Kayser in gar grossen gnaden, undschrieb auf dessen beseht Orthodoxae Fidei Dogmaticam Pano-pliam adversus omnes haereses ; allster diesem hat MSN VVNihm Gommentaria in Psalmos Davidis & 10. S. ScripturaeCantica; item in quatuor Evangelia & Catholicas Epistolas ;Damnationem & Triumphum de impia & multiplicFexecra-bilium Mcssalianorum Secta; Epistolam adversus Phundagia-gitas, Bogomilos , Armenios , &c. Disputation, cum Sara-ceno quodam Philosopho de Fide habita in urbe CappadociaeMelitene , &c. Biblioth. Patr. tom. XIX. Cave , hift. liter.P. I. & II. Voßius , de Hirt. Gr. lib. II. c. 27; p. 305. &c.

* Euthvmtus, Bischoff zu Sardes in Asten, im IX. feculo,war em heftiger Vertheidiger des bilder-diensts. Er wurde des-wegen, nachdem er dem andern Concilio zu Nicäa beygewohnt,von dem Kayser Nicephoro abgesetzet, aber von dessen Nachfol-ger , Michaele Curopaiate, wiedrum restituiret. Leo Armenusverjagte ihn zum andern, und Michael Balbus zum dritten male,welcher ihn nach Acritus in Bithvnien ins elend verwies. Erstarb aber unterwegs an. 829. und wird sein gedächtnis alseines Märtyrers von den Griechen jährlich gefeyert. Hiß. By -2 ant. Henjenii dissert. Bailiet , vies des Saints.

Euticus, (Henricus) ein berühmter Medicus , lebte umdas jähr 1494. Er war aus Francken gebürtig, und hat aus-ser denjenigen schriften, so in die Medicin lauffen, verfertigetScommata oder lustige schertzt der jttgend; desgleichen einesatyram wider die Sophisten , Dialecticos und feinde der Hu-maniorum ; ferner Laudes beatae Mariae Virginis , &c. Tri-them. de scriptor, eccles.

Eutin , las. 0 tinum , eine kleine stadt fast in der mittender Holsteinischen landschafft Wagrien , an einem davon ge-nannten kleinen see, gelegen. Aus dem allda befindlichen schloßhaben öfters die Bischöffe von Lübeck , welchen das eigenkhun,davon zustehet, zu restdiren pflegen. Es gehört auch vonder umliegenden gegend ein ziemlicher strich landes darzu.Danckwerths Schleßw. P. III. c. 8- stehe Lübeck .

Eutocius, von Ascalon, ein Mathematicus , Hat Commen-tarios Über die sphaeram des Archimedis , Apollonium und an-dere geschrieben. Zu welcher zeit er eigentlich floriret , kanman nicht sagen, doch ist gewiß, daß er noch vor dem THeoneund Pappo , als welche ihn anführen, gelebet. Bianca».chron. Math.

* Eutropia, eine tochter Constantii Chlort, und schwesterConstantini Magni. Man weiß nicht, an wen ste vermählet ge-wesen , doch aber so viel, daß ihr söhn Nepotianus ums fahr;;o. nebst ihr von den anhängern des Magnentii umgebrachtworden, nachbetn er stch 28. tage zuvor als einen Kayser ans-ruffen lassen. Znsimus , II. 4;. Eutropius, X. 6.

t Eutropius Sophista , ein Jtakiäner, wie ihn Suidas nen-net, lebte in dem IV. feculo , und hat verschiedenes geschrie-ben. Unter andern zehen bücher über die Römische Historie,welche noch unter dem titul Breviarii Romani bekannt ist, woer die merckwürdigsten fachen von dem ansang des RömischenReichs bis auf die zeiten Valentis ( welchem Kayser er seinwerck zueignet) beschreibet; er erzehlet von stch selbsten, daßer unter Juliano gebienet habe, und seinem feldzug wider diePerstaner beygewohnet; Ptolemäus von Lucca , Raphae! Vola-terranus, Philippus de Bergamo,Gesnerus, Essengrienius,Theo-doruS Zwingerus, Possevinus und andre, haben sich eingebildet,Eutropius sey ein Africanischer Priester und ein lehrjüngerSt. Augustini gewesen. Diesen fehler zu begehen find ste alle vonGennadio verirrtet worden, welcher in seinem catalogo virorumillustrium von einem Eutropio redet, der an z>vey schwe-stern und dienerinnen JEsu Christi geschrieben, welche ihrerliebe und neigung wegen zu der Christliche» religion, von ih-ren eitern sind enterbet worden , nach welchem 'er Augustini ,Orosii und etlicher andern gedencket. Daraus haben ste ge-schlossen , dieses müsse eben Eutropius der gcschichl-schreiderseyn; allein die zeit trift nicht ein, dann dieser letztere zu denzeiten der kinder Constantini , Juliani , Joviani, und Valentisgelebet; jener aber lang zuvor, da Theodo«ms, Arcadius und Ho-norius florirten. Neben dem ist es noch nicht ausgemachet,daß dieser author ein Christ gewesen. Dem sey aber, wie ihmwolle, so ist dieser Eutropius so hoch gehalten worden, daßCapito , ein angesehener scribent seiner zeit, wie es Suidas er-zehlct, eine Griechische Paraphrasm oder eine gattung Überse-tzung seiner wercke gemachet hat, und Simlerus behauptet,daß in der bibliotheck Petri Pithöi eine Griechische Übersetzungdieser Historie Eutropii gewesen, welche ein gewisser Paeaniusgemachet, wie es auch Scaliger anmercket; Beda thut derselbenauch Meldung. Man kan noch mercken, daß von den eilf er-sten büchern feines Breviarii nur zehen von Eutropio , das eilfteaber und die folgenden von Paulo Diacono find geschriebenworden, weswegen ihn vielleicht Sigebertus und Trithemiusunter die kirchen.scribenten setzen , ob es schon noch nicht ein.mal ausgemachet ist, ob Eutropius ein Christ gewesen. Vide

tarnt eaitionem tutropn cum notis & emendatiortihu*168?. Beda , lib. I. Bist. c. n. Hincmarus Rkmtnsis, opus "·ad Hinc. Laudan. c. 16. Leo Oßiensis , lib I c 11 rvrchron. Voß'us, &c. *· C ^ n -

^utvopme, einEunuchus, war Kayser« Arcadii savorii.und lebtem dem IV feculo. Nachdem er zu den höch i ,wurden,m Reich erhoben worden, ließ er seinen hochmüt"gen und grausamen begierden dermaffen den zügcl, daß er ickdadurch bey,ederman verhaßt machte. Allein er stü tzt ckdamit selbsten, indem er auf bcfehl des Kavsers ins elend äs.schickt, und darinnen enthauptet wurde. Der Poet Ciaut,^mis hat bey diesem anlas ein sehr scharfes Poema wider denEutropiiim verfertiget, so noch vorhanden, und von den ttaten und lästern dieses menschen den besten bericht geben kvnnmwann es nicht mit allzu heftigen paßionen angefüllet wäre

Sozamen. Nuephorus. Ammian . Marcebinus. Cod TbeadJlib. XVII. &c. * J '

r * EUTROPIUS PORTUS, oder Portus Eutropii, ein Ha-fen in dem canal des Schwartzen meers, dem Capv di Chaludo,nia gegen osten. Daselbst wurde» die kinder des Kaysers Mauri.Nl aus den beseht Phocä umgchrachk, da dieser denselbenrn dem ansang des VII. feculi von dem Reiche verjagt; fünfjähre hernach ließ man der Kayserin Constantina, als der ge-mahlt» Mauritii, und ihren drey Printzeßinnen das Haupt ab-schlagen. Der Kayser Justinianus ließ diesen Hafen zu seinerzeit sehr prächtig ausbessern. Toumefon , voyages tom II

p. 1)2.

* Eutropius , Bischoff von Valentia in Spanien ; da ernoch Abt eines gewissen klosters war, schrieb er einen sehrnützlichen drief an den Bischoff Licinium , worinnen er ihnfragte , warum man den kinder» bey der Taufe toe unctionemchrysmatis mittheile. Er hat auch einen bries an Petrum ,Bischoff von Jturdica, den unterscheid und die würde der Mb»,che betreffend, geschrieben, worinnen er denselben sehr guteund nützliche lehren giebet. Dieses sagt St. Jsidorus mitausdrücklichen Worten in seinem buch de viris illustribus c.32. Der letztere dieser zwey briefen befindet stch in den Addi-tionibus ad Codicem Regularum Benedicti Anianai , welchenHolstenius heraus gegeben. Er hat aber nicht den titul deDistinctione Monachorum, Wie ihn Jstbvri grnnd-text nennet ,sondern de Distinctione Monachorum & Ruina Monasterio-rum. Er weiset darinnen , daß man die fehlbaren Mönchemit ernst bestrafen solle, und ihre Pflicht sey, ihren ordeus-reguln, zu denen ste geschworen , auf das genauste und nachdem duchstaben nachzuleben. Du Pin, bibl. aut. eccl. fec. VI.Cave , bist. liter, eccl.

* Eutropius , Lesemeister in der kirche zu Constantinopel zuden zelten des H. Chrysostomi, wurde nach dem exilio diesesHeiligen angeklaget, daß er daS ftuer in die kirche zu Con-stantinopel eingeleget. Er wurde deswegen eingezogen, undan die folter geschlagen, um ihn bekennen zu machen, daß dergeistliche anhang Chrysostomi an diesem brand ursach gewe.sen, er behauptete aber intmer und mit grosser beständigkeitdas gegentheil, und litte auch den tod darüber. Sein ge-dächtnis wird in dem Martyrologio auf den 12. ,an. gefeyert.PaUadii vita S. Chrysostomi. Bailiet, vitae SS. mens. jan.

* Eutropius , Bischoff von Orange in dem V. feculo , warvon vornehmen und reichen eitern gebohren, und führte in sei.ner jugend nicht den besten Wandel, heurathete aber nach derHand ein frauenzimmer, die ihm erst durch ihre gute eigen,schafften eine liebe zur tugend beybrachte, und ihn nachher»auch durch ihren tod dermaffen rührte, daß er stch hierauf mitallein ernst um eine wahre hertzens - anderung bekümmerte.Als nun solches der Bischoff von Marseille , Eustachius, gese-hen, machte ihn, derselbe wider seinen willen zum Diaoono,durch welche würde er denn zu noch mehrerm eifer in demChristenthum bewogen wurde. Nach diesem wehste man ihnzum Bischoff von Orange, welches amt er aber wegen derdamaligen Unruhen, und weil diese kirche in einen schlechtenzustand gerathen, nicht annehmen wollte, bis ihn einer, nah-mens Aper, durch die kräfftigste Vorstellungen dazu überredet,welches ohngefehr an. 46 ;. mag geschehen seyn. An. 47t-wohnte er dem Concilio zu Arles bey; die zeit seines tobe-aber ist nicht bekannt. Die Römische kirche verehret ihn alseinen Heiligen, und hat sein gedächtnis ausden 27. man qe.setzet. Einige von den neuern halten ihn vor den Verfasserzweyer briese an 2. schwestern , die stch in den geistlichenstand begeben, und deswegen von ihren eitern enterbet wor.den, welche aber Gennadius einem Priester diese- nahmensbeygelegt. Eine von dergleichen episteln wird unter den wer-cken angetroffen, welche man dem Hieronymo fälschlich zuge.schrieben. Bailiet , vies des Saints. Hißoire de la Fronet ,tom. II.

* Eutropius,ein guter freund des Sidonii Apollinaris,war,wie es scheinet, in Auvergne, oder in dem Lnonischen aus einerasten Sabinischen familie entsprossen, welche viele leuthe her.vor gebracht, so zu den ansehnlichsten ehren-ämtern gezogenworden. Er bekümmerte stch anfänglich um keine bedienung,sondern suchte sein vergnügen allein im studiren, und beson-ders in der Philosophie, woriiineu er den grund>sätzen deS

Platoliis