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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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nicht lange hernach Professor , wobey er in seinen lectionen ei-nen solchen -«lauf hatte, daß auch der alte Tabor ihn mitschalen äugen ansähe. An. 1663. wurde er BraunschwcigischerRath, und Professor sturis publici in Helmstädt, an. 1678.aber Assessor des Kaiserlichen Cammer-Gerichts. An. 1680.nahm ihn Kayser Levvoldus zu seinem Rath an, und erneuerteihm den alten Adel, woraus er auch nebst seinem stamm derRheinischen Reichs-Ritterschafft einverleibet wurde. Er starban. 1700. Seine schriften sind an. 1707. zu Straßdurg zu-sammen gedruckt worden. Von seinen lohnen war 1.) Chri-stian Wilhelm an. 1716. Holstein-Gottorpischer Staats-Mini-ster, und Gesandter aus dem Reichs-iage zu Regenspurg. 2.)Ulrich aber bekleidetean. 1710. an dem jetzt-besagten Hose diestelle eines Hos-und Iustitien-Raths.

Eyckh, (Johannes) war ein sehr kunstreicher und höchst-berühmter mahler von Maseyck in Trabant an. 1369. oder 70.gebürtig. Er hat schon in seinen jungen jähren eine grosse tn-clination zu der zeichnungs-kunst an den tag geleget, und dar-innen sowol als in dem mahlen nachaehends verwunderlicheschritte gemacht; aus seinem vatterlandc begab er sich in dievvlckreiche stadt Brügge in Flandern , allwo er sich durch sei-ne auf holtz in eyer-und leym-sarbe gemachte stücke sehr re-nommirt gemacht. Ihm hat man zu verdancken die schöne er-findung des künstlichen sürnis über die eyer-und leym-sarbe,welchen die Jtaliäner bishero vergebens zu erkünsteln gesucht;wie auch die öl-sarbe, so vor dieser zeit den mahlern unbe-kannt gewesen. Seine gemählde, und darunter sonderlich diegrosse tafeln in der St. Iohannis-kirche zu Gent, darauf3 3°·unterschiedene angestchter stehen sollen, werden von den kunst.lern sehr hoch geschähet. Sein älterer bruder Hubert undMargaretha seine schwester werden bey vorfallender Meldungberühmter mahler ebenfalls selten mit stillschweigen Übergän-gen. Gandrarts Acad. P. II. lib. III. p. 21;.

Eyderstädt, siehe Eiderstede.

Epderwald, siehe Ardenner-wald.

Eydgenossenschafft, siehe Schweitzerland.

Eye, Aye oder Eay, ist eine kleine stadt in der Engli­ schen provintz Suffolk an den grentzen von Norfolk , welchedas recht hat, zwen Dcputirte zu den Parlements-versamm,jungen abzusenden. Ihr nähme bedeutet so viel, als eine in,sul, weil ein kleiner fluß, an welchem sie liegt, sie fast vonallen feiten umgiebt. Camdeni Britann. Reevereü, delic. delAngl. p. 872. (36.)

Eyerlandt, ist eine kleine insul zu Holland gehörig, wel-che nahe an der insul Terel lieget.

* Ej?I, (Albrecht von ) der Rechten Doctor und PäpstlicherCämmerer, wie auch Lanonieus zu Bamberg , Wnrtzburgund Aichstädt. Er starb an. 1473. und hat eine cvllection vonden zierlichen redcns-arten der Rednern , Poeten, Geschicht,schreibern und Philosophen gemacht, welche unter dem titulMargarita Poetica, Epistolaris & Oratoria zu Nürnberg 1472.1480. in fol. heraus gekommen. Jngleichen hat er geschrieben:Tr. de Re uxoria ; Epift. von der Vorbereitung zuin tobe.Beughem. incunab. typogr. Bucelmi Germ. stemmatogr.

* Eylenberg, (Caspar Matthäus) Stifts-8yndicus zuNaumburg , ein söhn Caspar Evlcnbergs, Oeeonomi in derSchul-Pförte, war in historische» fachen wohl erfahren, undstarb an. 1696. den 23. dec. in dem 66. jähre seines alters.Er hat ein buch de Labbus tragicis Virorum fcriptis & eru-didone illustriern , und einen Tractatum de Succemone ab in-testato hinterlasse», doch ist vermuthlich keines noch zur zeitzum druck gekommen. Ludewiqs schul-historie, P. II. p.237.Scbame/itit, Naiimb. litterat. §. 73. Seine deductio» den schuhbelangende, welchen das Haus Sachsen in dem Stift Naum-burg hat, ist an. 1637. in fol. gedruckt worden.

* Evmoutiers, ein flecken und Collcgial-Stift in dem Li-mosin an der Vienne , sieben stunden von Limoges gegen mor-gen. Mat'i , Diction.

Eindhoven , eine kleine stadt, nebst einem schlösse, andem fluß Dommel » in demjenigen theil des Holländischen Bra-bants , welches das Kempensand genennet wird. Sie liegtzwischen Hertzogenbusch und Mastricht, 4. weilen von demrrstgedachten ort, und hat vor diesem den Grafen von Burenzugestanden, von denen es an das Haus Oranien gekommen.An. 1383. 1587. i6°i. und 1643. ist sie von den Spaniern,an. 1629. aber von den Holländern erobert worden. Guicciard.defcr. steig. Zeileri topogr. inf. Germ. Tramsd.

* Eyndius, (Iacodus) gebürtig von Delft , war Capi-tain in diensten der vereinigten Niederlande , aber dabey von«»gemeiner gelehrsamkeit. Er hat die Historie von Seeland bis aus an. 1296. in Lateinischer spräche beschrieben, welchenach seinem an. 1714. zu Haamstede, einem von ihm erneuer.ten schloß, erfolgten frühzeitigen tobe auf kosten der General-Staaten gedruckt worden. Sonst hat man noch von ihm eingelehrtes werck de Saltationibus Veterum , und eine sammlungvon Lateinischen und Niederländischen getichten, welche zu Lei-den an. 1611. in 4. heraus gekommen. Andrea. S-voertius.BMrwyck, deschreibung von Delft .

E^re, (William) ein Englischer Minister von der Pres-bytenaner parley, studirte in Oxford , und wurde nachgehends,weil er sich der evnfvrmität nicht nntrrwrrffrn wollte, von sei-

nem amre, trüge,tellt. Zwischen ihm, Woodbriqe und Dae.sen entstund eine drspute von der rechtfertigung , welche ervon ewigkeit geschehen zu seyn behauptete, welches auch ^MM buch , Vindicia; Juftificationis gratuitae genannt, den an!las gegeben; er starb in einem privat-leben zu Milksham an1670. Calamy , of eject. Mimftr. Es muß mit diesem nicht mfundirt werden William Eyre, 8ocius eines Collegü inffam!fcrtbge, welcher um das jähr 1607. florirt , und eine Episto.lam an den berühmten I. Usserium geschrieben, darinnen erdie authenticam codicis script. wie auch punctorum vocahurn & luterarum defendirt, ( eben wie es nach ihm die Buxtorfii gethan, ) und von dieser Materie ein völliges werck ver.spricht , auch zu erkennen giebt, daß er sich sonderlich auf dieArabische und andere Orientalssche sprachen gelegt habe - eihak aber hernach L. Capellus einige epistcln von eben diesemautbore in seine Grideam sacram gebracht , darinnen er ildifür Capeüi meynungen erkläret. *

* Erring, (Eltas Martin) Pfarrer und Superintendentlu Rodach in Francken, hat sich sonderlich durch die ledens.leschreibung Hertzogs Ernsts des frommen in Gotha bekanntgemacht. Sie kam an. 1704. in Lateinischer spräche z» Leip,zig heraus, unter dem titul: Vita Emesti Pii, Ducis Saxo-ni®. Anton Teißier stellte einen auszua davon in Franzvß-scher spräche an das licht, welcher zu Berlin an. 1707. ge-druckt worden. Evring schrieb selbst hierauf ein viel weitläus.tiger werck i» Teutscher spräche, darin» ausser dem leben Her-tzog Ernsts auch das leben seiner elteru , brüder und söhnesollte beschrieben werden. Er wollte es unter dem linst: Christ-licher Regenten - chiegcl rc. heraus geben; konnte es aber nichtzu stände bringen. Er starb den 13. oct. an. 1739. Aflahiß.ecdeß aister theil.

El?selius, (Joh. Philippus) ein Medicus, gebührenzu Erfurt an. 1632. besuchte erstlich das dasiqe Gymnasium,und studirte so dann die Medicin zu Jena , ingleichen in sei-ner vatter-stadt, woselbst er auch an. 1680. die würde eineSDoctoris erlangte. Hierauf verfügte er sich nach Westphalen,und wurde zu Bockem Stadt-Phyliens , kehrte aber an. 1684.nach geeudigter pest wiederum nach Erfurt zurück, da er dennum das jähr 1687. Medichue extraordinarius, an. 1693. aberPadiologi® Professor Ordinarius Wurde , und zugleich in derFacultät eine stelle erhielt. In dem folgenden jähre vertausch-te er die Pathologie mit der Professione Anatomie & Chi-rurgias , wozu hernach auch die Professio Botanices kam, wur-de so dann noch an. 1713. Philosophie Magister , und an.1713. ein mitglied der Academie Nat. Curiosorum, worauf eran. 1717. den 30. jun. in dem 65. jähre seines alters mit tobeabgieng. Seine schriften sind: Lompendiuw Physiologicum ;Comp. Pathologicum; Comp. Semiologicum ; Comp. de For-mulis Medicis prsfcribendis; Comp. Practicum; Comp. Chi-rurgicum&c. welche an. 1718. unter dem titul: Opera Me-dica & Chirurgica , zusammen wieder aufgelegt worden. Sei-ner Disputationen, deren eine ziemliche anzahl, zu geschwei«gen. Motjcbmunni Erfordia literata, P. II. fest. II.

* Ezagen, eine Africanische stadt in der provintz Habat detKönigreichs Fez. Sie ist alt, und ein werck der einwohner,und liegt an einem Hügel, drey stunden von dem -usse Erguile.Die einwohner sind reich, und haben schöne red-derge, wo-von sie einen treflichen wein sammle»; und der König erlaubetihnen davon zu trincken, ob sie schon Mahometaner sind. Eza«ge» liegt auch 3. stunden von Fez, und hat bey 700. einwohner.Um diese stadt liegen noch einige dörflcin, die noch unter tengerichts-zwang Ezagen gehören. Der Gouverneur muß zudem schütz der provintz 300. pferde erhalten , welches sonder-lich wider die Portugiesen ist, so ehedessen r3. bis 20. weilenin das land hinein streiften, und dasselbe gäntzlich ausplun.decken. Marmol. delcript. Marocco tom. II. lib. IV. c. 43.Thom. Corneille , Dict. Geogr.

Ezechias , ober Hiskias , ein frommer und gottsfürchti.ger König in Iuda, in der ordnung der 13-, war ein söhndes Königs Ahas , und seine mutter hieß Abi , eine tvchterZachariä. Er wurde A. M. 3233. A. C. 732. gedohrcn, undkam A. M. 3237. A. C. 727. zurregicrung. Er demühete sich,die abgötterey auszurotten, hingegen den wahren gottesdicnstwiederum anzurichten. Eusebius berichtet, daß er viel buchnSalomonis untergedruckt, darinnen von natürlichen fachen ge.handelt war, und deren einfältige lcuthe mißbraucht; auch willGenebrardus mit den Rabdinen behaupten, daß er ein vvrtref«licher Mathernarieus gewesen, und eine reformation des caltn*ders bey den Iüden vorgenommen Habe, durch eine intercalastion des monats Nisan , so alle 3. jähr geschehen. Nächstdiesem war er auch glücklich, indem er nicht allein die Phili-ster schlug, sondern sich auch von der dicnstbarkeit der Astori,sehen Könige frey machte. Doch geschahe es m dem h. iah,re seiner regierung, daß Sennacherid, König von Assyrien ,mit einer grossen armee in Iudäam kam, und viel städte raub-te , wodurch Hiskias qezwui-gen wurde, ihn mit einer groycosumma gelbes zu besänftigen. Hierauf zog zwar Sennacheridin Egvpten, nach 3. jähren aber kam er mit ,einer armee wwder in Iudäam , und belagerte Jerusalem . HiokiaS, der i>chin der äussersten gefahr sahe, nahm seine zuflncht allein zumgebät, und erlangte dadurch eine schleunige und wunderbarehülsse von GOtt ; denn der enget des HErrn fuhr aus, und

schlug