in einer nacht in dem lager der Assyrier i8;o->o.mann / daß also Sennacherid unverrichteter fachen wiederumnach Assyrien kehren muste. Bald darauf A. M. 5270. A. C.714 verfiel Hiskiaö in eine schwere kranckheit, und wurde ihmvon dem Propheten Esaja kund gethan, daß er sterben wurde.Er wandte sich aber wiederum im gebäl zu dem HErrn, dersein leben auf 1$. jähr verlängerte/ und zu einer vergwisserungder verheissung erhielt er dieses/ daß der schalten am zeiger Ahas desselbigen tages 10. stufen zurück gieng. Nach wieder erlang-ter gesundheil schickte Berodach, der söhn Balaban, König inBabel , eine Gesandtschafft an ihn, wegen wieder erlangter
S " ^eit ihm zu gratuliren/ auch/ wie Josephus will / einmit ihm zu schliessen; diese ehre nun verleitete denHiökiam zu solcher eitelkeit , daß er den Gesandten alle seineBiätze zeigte , muste aber deswegen alsodald die straf-predigtdes Propheten Esajä hören, daß alles / was er ihnen gezeigt/nach Bahel würde geführet werden, doch sollte bey seinen leb,zeiten friede bleiben. Er starb imjähre seines alters/ nach-dem er 29. jähr regieret hatte, ohngefchr ums jähr der weit,386. sReg. XVIII. &seqq. 2. Chron.XX IX. Esaias, XXXVI.seqq. Syracb. XLVIII. Josephus , ant. Jud. Üb. IX. & X. Tor-nielius. Genebrardus, See.
* Ezechtas , ein söhn Cobares, ein frecher/ grausamer undunruhiger mann. Er verband sich zu Jerusalem mit Elea-zar/ dem söhn SimoniS/ wider die partey Johannis. Siebemeisterten sich zusammen des innern theils des tempels/ mach-ten ein zeughaus daraus, und sahe man unter den porten die-ses ehedessen so heiligen orts nichts als Waffen. Aus diesembesten orte thaten sie starcke ausfalle wider Johannem, und dieübrigen einwohner der stadt Jerusalem / wovon weitläufigernachzusehen bey Jofipho, de bello Judaico, lib. V. c. 7.
Ezechiel, oder Hesekiel , ein grosser Prophet in dem volckeEOtles. Sein vatter Busi war ein Jüdischer Priester / aberaus Hochpriesterlichem stamme gebohren. Er wurde als ein ge-fangener mildem Propheten Daniel A. M. ,;8?. A. C. ;yy.weggeführet , hielt sich insonderheit auf an dem wasser Chedaroder Chobar, welches ein fiuß in Mesopotamien / der sich in denEuphrat ergießt. Er lehrte und prophezeyte zu einer zeit mitdem Propheten Ieremia, und sienaan A. M. ;; 89 - A. C. 59;.Gleichwie dieser diejenigen, so in Judäa zurück geblieben/ er-mähnte, tröstete und strafte, also that Ezechiel dergleichen beyden gefangenen in Chaldäa. Was von seinem übrigen lebenund Märtyrer-tode Epiphanius, Jsidorus und Dorotheus mel-den, ist ungewiß, dieses aber unstreitig, daß er ein von GOtthochbegabter mann gewesen. Solches erhellet aus seiner pro-xhezeyung, darinnen die allergrösten geheimnisse des ReichsGOttes vorgestellet werden, welches die Jüden selbst erkannt,als bey welchen nicht erlaubet ist, vor dem ;o. jähre des altersden ansang des Propheten Ezechiels, und das erste buch Mo-fis, wie auch das Hohelied Salomons zu lesen. Es soll die-ser Prophet nach der lebens-beschreibnng, die, man dem Epi-phanio zuschreibtvon dem Obersten der Jüden dasiger or-ten seyn gelödtet worden, weil er ihn wegen seines gottesdienstsbestrafet, da man denn den cörper des Propheten in das graddes Patriarchen Sem geleget hat. Als nun die Jüden aus an-dacht bey diesem grabe häufig zusammen kamen,, wollten dieChaldäer solches nicht leiden, und die Jüden überfallen; al-lein der Prophet that ein wunder wie Moses, theilte das was-ser, und ließ seine Verehrer hindurch gehen ; als aber die Chal-däer ihnen in den fiuß folgten , wurden sie von demselbigenbedecket, und ersäusset. Die Jüden können erst recht fabuli-ren. Nach dieser meynung hat das in einem walde bey Bag-dad erbauest grab eine kleine thür, dazu ihr volck den schlüs-fil hat, und welche thür so klein ist, daß man auf allen Vie-ren hinein kriechen muß; allein an dem lauberhütten-feste, anwelchem eine grosse menge volcks sich bey dem grabe einfindet,ihr vpfer dem Propheten zu bringen, wird die thür des §ra-bes so groß, daß man wohl auf cameelen hineinreiten konn-te. Wenn das fest sich geendiget hat, bekommt die thür vorden äugen alter anwesenden ihre vorige gestalt. Der Prophethilft sonderlich wider die linfruchtdarkeit nicht allein der men-schen , sondern auch der lhiere. Ein unweit davon wohnenderPrintz hatte eine unfruchtbare stute, und that deshalden ein
S 'übde, daß er das erste füllen dem Propheten opfern wolle.
as geschiehet? die stute wird tragend und wirft ein wunder-schönes füllen, daß den Printzen seines dem Propheten getha,nen gelüddes gereuet, und er es vor sich behalten will. Alleindas füllen läuft davon, und auf des Propheten grab zu , dafich denn die thür von selbst verarössert, und nach diesem sichwieder zuschließet. Der Herr lasset es lange suchen, endlichfallet ihm ein, ob es nicht bey dem Propheten sey, da er esauch findet, aber durch die kleine thür nicht heraus bringenkau, bis ihm ein Jüde den rath giebt, so viel geld auf desPropheten grad zu legen, als das füllen werth sey, da sichdenn die thür von selbst erweitert, daß der Printz sein füllentvieder heraus ziehen können. Exechiel , 1 . II. Hieronymus,
prasfat. ad Ezechielem, it. in epist. ad Paulinum. Waltherus ,in officin. bibl. Heideggerus, in enchir. bibl. Bayle, &c. *
Ezechiel , ein tragödien-schreiber', wird insgemein für ei«nen Juden gehalten. Einige halten dafür, daß er zum we-nigsten hundert jähr vor Christi geburt gelebet, und beruffensich auf Eusedium, welcher anführet, baß Demetrius einigestucke aus Ezechiel , Alexander Polyhistor aber einige aus demDemetrio genommen, welche beyde scribenten doch noch vorder zukunft Christi gelebet. Andere kommen gar anf die ge-dancken, daß er einer von den 70. Griechischen dollmetschern ge-wesen. Wiederum andere setzen sein alter erst nach der zerstö-rung Jerusalems , und gar nach den gelten des detrügersBarcochba. Seine tragödie, welche den titul ifyyuy»geführet, und von dem ausgange der kinder Israel aus Egy -pten, unter anführung Mosis gehandelt, ist verlohren gegan-gen ; doch finden sich noch einige stücke davon, die bey demElemente Alexandrino, Eusebio und Eustathio aufbehalten wor-den. Solche hat nachgehends Federicus Morellus gesammlet,mit Lateinischen versen ausgedruckt, und an. i;i 8. zu Paris an das licht gegeben. EuJ'eb. praepar. lib. IX. c. 21. 29. Cle-mens Alex. ström. lib. I. p. 544. scq. Eußathius , in com-jnentar. ad hexaemeron. Scaliger, in not. ad Euseb. p. 402.Huetius, dem. Evang. p. 99. Seiden, syntagm. de Diis Syris.Salmas ad Solin . p. ? 89 . Isaac. Voßius, ad Melam p. 296.Cave, histor. liter. TmtzelS Unterred. an. 1689. & 1690. p.114.2.Fahric. bibl. Gr. lib. II. c. 19. p. 646.
Ezler, (Johannes) gebürtig von Mayntz, lebte in demXVI. iaxulo. Er war vortreflich in der Astronomie erfahren,davon er auch verjchiedene wercke, unter welchen sein Specu-lum Astronomicum , verfertiget. Voßius, de scient. Mathem.
Ezron-geber, oder Ezion-geber, eine alte stadt und Ha-fen am Arabischen meer-btisen, deren schon in der reise derkinder Israel aus Egypten gedacht wird. Num. XXXIII. 19.Deuteron. II. 8. Die Israelitischen Könige hatten daselbst ihrarsenal, wie denn Salomo hier die schiffe bauete, die er nachOphir schickte, .als aber Josaphat dergleichen thlin wollte, zer-scheiterte seine flotte im Hafen ; denn die see war da herumwegen vieler klippen sehr unsicher, i. Reg. ix. 26. xx'n.49. daher es auch geschehen, daß der ort hernach nicht mehr ge-braucht worden. Josephus schreibet, daß er zu seiner zeit Be-reitste qeheissen. Vielleicht ist es eben das Berenice, das Pto-lemäus Phiiadelphus erbauet hat. Eusebius nennet ihn Asta,Hieronymus Eßla. Cellarim, Geogr. antiq. Bochartus, Ca-naan lib. I. c. 44.
* Ezzab, eine Africanische provintz in dem Königreich Tri-poli, so doch etliche zu dem Biledulqeridischen rechnen. Siefängt gegen abend jenseits den gebürgen Garian und Benigna-rid an, und das andre end ist ein fluß, welcher sie von Mes.rata abscheidet, und sich gegen morgen in das meer ergiesset.Sanut setzet in diese provintz die stadte Raß-Arura, Tessuta,Rasamisar, Lepdis, ( ehedessen Eva genennet ) Brata oderBlata, das Capo Giudeca oder Zudica rc. Das land Ezzabbringet sehr wenig getreyde, aber desto mehr oliven, dattelnund safran hervor. Zu Cairo wird sonderlich dieser safranhoch gehalten, und um einen drittheil theurer als der andereverkallft. De la Croix , bist. Aktie. tom. I. Tb. CorneilleDict. Geogr.
Ezzelino , Ecclin, oder Azzolino, Icelino da Ona-ro, oder 1 a Romans, war von Onara aus der TarvlserMarck gebürtig, dem Ursprünge nach ein Teutscher. Seinvatter hieß Ezzelin der Mönch, sein groß-vatter Ezzelin,der Stammler, und sein anherr Albericus, welcher letzteremit Kayser Ottone III. in Italien kvmmen, und von selbigemallda schöne ländereyen empfangen hatte. Der vorgenannteEzzelinus war ein guter soldät, Und zu erst, als das Hauptder Gidellinen, sehr glücklich, wurde aber, nachdem er Ve rona , Padua , und einige andere städte in Italien erobert, einsehr grausamer tyrann. Er fragte nichts nach Gregorii IX.Jnnocenlii IV. und Alexandri IV. banne, und als er horte,daß die bürger zu Padua wider ihn aufrühnsch worden, ließer irooo. Personen von den einwohnern, die er unter seinerarmee hatte, an einem tage hinrichten. Es werden ihm auchsvnsten viel grausame executionen und gewaltthätigkeitm zuge-schrieben , die er an den meisten vornehmen leuthen verübet ha,ben soll, allwo er nach seinem willen regieren konnte. End-lich aber wurde er von den alliirten Fürsten der Lombardierals er gleich im werck begriffen war, auf Mayland emen ver.such zu chun, gefangen genommen, und nach Soncin gefüh-ret, allwo er an. 12^9. gantz rasend seinen geist aufgab, nach-dem er seine tyranney über 40. jähr getrieben hatte. Sein le-ben ist durch Petrum Gerard von Padua, so mit ihm zu einerzeit gelebet, beschrieben. Monach. Paduan. chron. üb. I. II.Sigonius , deRegn. Ital. lib. XIX. Spondan. an. 1226. 1256.1252. 1259. Mascardi, vite de Capit. illustr. Rubeus, bist. Ra,Vennat. Siehe Rolandmus Grammatieus. *
»' - F.
Histor. Lexicon III. Theil,