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und von bar nach Franckreich, da sich denn der Baron nach Pa ris , Fabricius aber »ach Leiden in Holland wendete, und da-selbst den gradum eines Doctoris annahm. Hierauf trat er dieProfessionem Theologicam zu Heidelberg an, und bekam zu-gleich nebst der aufsieht über des Chur-Printzen studien und daSCollegium Sapienti«, eine Professionem Philosophicam. An.1664. ward er Chur -Pfältzifcher Kirchen-Rath, und an. 1666.neben Dr. Böckelmann, (der ein gleiches bey allen Evangel.Schweitzern verrichten sollte,) nach Schaffhausen geschickt,um von den Ursachen des Lothringischen krieges bericht abzustat-ten. An. 1674. da die Franzosen vor Heidelberg ruckten , gienger nach Friedrichsburg, und von dar nach Coln, kam aber nochdasselbe ,ahr zurück. 'An. mo. muste er nach langem widerst,tzen nebst einem Catholischen Geistlichen die Concordien - kirchezu Mannheim einweyhen. Als an. 1688. Heidelberg an dieFranzosen übergegangen, erhielt er auf vorbltte des Raths zuSchaffhausen von denselben einen paß nach der Schweitz zu ge-hen. Er langte zwar das folgende iahr wieder zu Heidelberg an,doch da die Franzosen diese stadt stets beunruhigten, begab er sichnach Franckfurt, und von dar auf verlangen der Cron Engellandnnd der General-Staaten nach der Schweitz , dem Englischen Gesandten daselbst mit rath und that beystehen, und der Hollän-der intereffe zu beobachten, da er sich denn sonderlich angelegenseyn ließ, die Waldenser bey dem Hertzoge von Savoyen auszu-söhnen. Nach diesem trugen ihm die General-Staaten auf, inihrem nahmen mit dem gedachten Hertzoge ein bündnis zu schlies-set,, welches er zu stande brachte, nnd nach erhaltener dimißionwiederum nach Heidelberg kehrte. Kurtz vor der gäntzlichen ein-äscherung brachte er das archiv der kirche und der Universität nachEberbach , unk von dar nach Franckfurt in sicherheit, an wel-chem lctztern orte er endlich an. 1697. mit tobe abgefangen. Erwar vor das Wohlseyn der Pfältzischen kirche sehr bekümmert, wieer denn deswegen alle bedienungen, so ihm von andern orten an-getragen wurden, ausschlug, und dem Bischoff von Tina, deran. 1676. iö8i. und 1692. mit ihm wegen einer Vereinigung derCatholischen und Reformirten zu rathe gieng, kein gehör gab.Er brachte es auch dahin, daß sich die Candidati des Predig-amtsan Ursini Catechefm und Calvini Institutiones, als auf welchen2. vortreflichen büchern er sonderlich viel hielte, gewöhnen musten,und nach denselben examinirt wurden. Er hat unter andern ge-schrieben : de Viis Dei, an & quosque smt similes viis homi-num ? de Symbolica Dei visione ; « l'sä.M^iv de Baptismo Infan-tibus Heterodoxorum conferendo ; de Ludis Scenicis; deControversia circa Personam Christi, inter Evangelicos agitata ;Euclidem Catholicum ad Fratres'Walenburgios; de LimitibusObsequii erga Homines ; de Fide Infantulorum ; de Baptismo ,per Mulierem vel Hominem privatum administrato ; de Qu*-ftione octogesima Catechismi Heidelbergens. qu* est de Sacri-ficio Miss* ; de Fastis, &c. Heideggerus, in ipsius vita subjun-cta Fabricii operibus. *
Fabricius, (Sebastianus) Pfarrer zu Ober-Winterthur indein Zürich - gebieth, ein gelehrter und dabey frommer mann,lebte in der mitte des XVI. feculi. Folgende mathematischeschriflen sind von ihm bekannt: Supputatio Horologiorum sola-rium Arithmetica, Basii. 1579. Illustratio Petri Nony de Cre-pusculis, 198?· Fabrica Quadrantis Horarii & Geometrici; In-stitutio de Usu Astronomie! & Geometrici Quadrantis ; Descri-ptio Cylindri, mobilem licet, tamen eccentricum habentis In-dicem &c. *
Fabricius Thuscus, ein Abt von Abington in Enqelland,war um das jähr 1110. berühmt. Er bat das leben des heiligenAdelmi oder Antelmi, eines Abts in Schottland , verfertiget.Pnfjevm. appar. sacr. Simler. bibl. Gejher. VcJJius, de Hist .Lat. lib. II.
Fabricius Thuscus, ein Lateinischer scribent , dessensich Plinius in der Historie von natürlichen fachen bedienet.Flirt. lib. III.
Fabricius Vejento , ein Römischer Prator unter Ne-rone ; dieser mann schrieb anzügliche und ärgerliche fachen wi-der die Rathsherren und Priester in gewissen büchern , welchener den titul Codicilli gab, mißbrauchte des Neronis gnade, undverkaufte hohe ämter und ehren-stellen, weswegen er aus Ita lien vertrieben, und seine dücher verbrannt wurde». Es lassetsich muthmassen, daß in diesen büchern eben nicht gar zu grossergeist und geschicklichkeit gewesen, weil Tacitus meldet, manhabe sie zwar mit fleiß aufgesucht und gelesen, so lange sie ver-boten waren, {wie es in dergleichen fällen allezeit zu geschehenpflegt) nachdem aber auf bald erfolgten tod Neronis einem je-den frey gestanden, dieselbe zu haben , hätten sie sich bald ver-iohren. Dio gevencket eines A. Fabricii um eben diese zeit,der, als er Prator war, vor die Circensische wägen anstattder pferde Hunde gespannet hatte, welcher wol eben dieserFabricius Veiento mag gewesen seyn. Juvenalis setzet eben-falls den Veiento unter die geheimsten freunde oder vielmehrschmeichler des Neronis. Tacit. annal. lib. XIV. c. 90. DiaCajj. Juv. *
Fabricius , (Vincentius ) ein guter Poet, Redner, Me-dicus und Rechtsgelehrter, war von Hamburg gebürtig. Inseinen acadenusche» jähren, die er zu Leide» zugebracht, machteer sich durch seine gelehrsamkelt und anmuthige verse verschiedenegrosse männer, darunter sonderlich Daniel Hetnsius war, zu
fe,nen freunden, di'eiiicht nachgelassen, bis er selbige an 79,,heraus gegeben. Nach seiner zurückkunfl aus Holland nimiv »bey dem Bllchoff zu Lübeck Rath, und nachgehends machstd>e stadt Dantzig zu ihrem Syndico. Dieses a»,t verwalket, «>mit grosser treue,dahero er sich bey selbiger stadt ,e mehr undin ainehen gesetzt, daß„e ihn endlich zu der Bürgermeister nSerhoben, und dreymal nach Polen geschickt. Er starb Sschau den 1 i.apr. an. 1667. m dein 94. jähre seines alters, X,sich auf dem Reichs-tage daielbst einqefunden. Sein söhn, 4 mbrich Fabricius, hat seine wercke an. 1689. zusammen drucken last
seil. NauveD. de la Republiq. des lettres , fevrier an. 1687. pAäa Erud. Lips. mens. jun. an. 1686. p. 278. 279. Bayle.' 7 ’
* Fabricius, (Andreas) gebürtig von Chemnitz , war einbruder des berühmten Georgii Fabrici, , wurde Magister Philo!sophi* , und stund zu Norbhausen bey der Peters-kirche, man. 1962. bis an. 1969. als Diaconus, und hernach als Pastorals er aber an. 1968. von da removirt worden, so kam er foUgendes iahr nach Eisleben ins Predig-amt. Im jähr 1991 aaber zu Wittenberg ein Lateinisches geticht unter dem titul: Chri.ftus lacrymans, und zu Eisleben an. 1969. in 8. einen Berichtvom gesetze GOttes, ingleichen an. 197°. in 8. einen Send.brief an die pfarr-kinder der gemeine in Nordhausen , und an.1986. in 8. die Haus-kirche heraus. Fabricius, centur. Fabric.Olear, syntagm. rer. Thuring. tom. II. p. 198. 204. 206.
* Fabricius , (Andr.) ein söhn Georgii Fabricii, qedvbrenan. 16,9. zu Treuenbritzen in der Marck Brandenburg, warArchidiaconus zu St. Johannis und Senior im Ministerio INMagdeburg . Er starb den iü. jun. an. 1686. in seinem 9'jähre, und ließ den geistlichen Buß-krantz; Epistvlische Gewissenspvstille; Leichen-predigten rc. vd sie aber gedruckt worden, ist
Ungewiß. Witte, diar. Fabricius, centur. Fabric. p. 11. seqi
.* Fabricius , (Franciftus) gebürtig oon Ruremond, hatd,e Medicin zu Aachen practic«ret, und ist an. 1972. gestorben.Er hat de Balneorum Usu , qu* sunt Aquisgrani & Porceti,Cöln 1946. in 8. ingleichen Consilia de Arthritide, Franckfurt199a. in 8. geschrieben, auch Gregor» Nazianzeni Griechischesgeliebte, de Christo patiente, in Lateinische verse übersetzt, sozu Coln und Antwerpen an. 1990. in 8. gebruckiworden. Fa.
bricius, cent. Fahr. p. 20.
* Fabricius , (Fridericus) ein Lutherischer Theologus,war an. 1642. den 20. apr. z» Stettin gebohren , studirte zu Leip.zig, Jena , Leiden und Utrecht , worauf er in seiner gedurts-stadterstlich Diaconus , hernach aber Pastor an der Nicolai - kirchewurde, und zu Wittenberg den Gradum eines Doctoris annahm.Er hat Kimchtt Commentarium in Malachiam Übersetzet; Dis-sertationes Theologicas de Fide D*monum zu Jena ,66;. undde Samaritanisino Pontificio, Sociniano, Fanatico, Wittenberg 1691. herausgegeben, und ist an. 170;. den n.nvv. gestorben.Fabricius , centur. Fabric.
* Fabriciuo , (Wilhelmus) zugenannt Hildanus, weil er zuHilden bey Edln am Rhein an. 1900. den 29. junii gebohrenworden. Er that, nachdem er zu Cöln studirct, eine reise durchFranckreich und andere länder. Nach seiner Heimkunft praclt.ctrle er zu Hilden , Cöln , Lausanne nnd Bern, wurde auch beydem Marggrafen von Baden, ingleichen bey der stadt Bern,Leib- Stadt - und Wund- Artzt. Er hat trefliche chirurgischeeuren gethan, und ist an. 1694. den 14. sebr. gestorben. Semeschriflen sind an. 1692. in Teutscher, und an. 1664. in Lalcini.scher spräche «1 Franckfurt gedruckt worden. Christian Polycarp.Leporm hat seine ledens deschreibung an. 1722. zn Quedlinburg herausgegeben. Corning. introduct. in Art. Med. 12. p. ;y8.Fremd. hist. Medic. II. p. 140. 199. III. p. 196. Stalles hist.der Medicin, gelehrth. II.;. §. 22.
* Fabricius, (Jacobus> war zu Rostock an. 1976. den 28.aug. gebohren, legte sich auf die Medicin, und erlernte zugleichunter anführung Tvchonis de Brahe die Mathcmatic, wor-auf er Doctor Medicin* und Leib - Medicus bey dem Hertzogevon GÜstrow , nachgehends Professor Medicina: und Mathema-tum zu Rostock , endlich aber den den Königen von Däne«marck Christiano IV. und Friderico 111 . Leib -Medicus worden.Er starb an. ,692. den 14. aug. und schrieb : InstitutionemMedici practicam adgredientis ; Urinoscopiam seu Tractatumde Urinis , Rostock 1609. in 8. de Cephalalgia autumnali ;deScorbuto; de Variolis & Morbillis; Periculum Melicum,seu Juvenilium Foeturas priores, Halle 1600, in 8. Molleri hy-pomnem. ad Bartholin. de scriptis Dan. p. 248. scq. Fairtc.cent. Fabric.
* Fabricius , (Johannes) ein Lutherischer Theologus,war zn Nürnberg den ; 1. mcrtz an. 1618. gebohren. Sein »al-ter , gleiches nahmens, war Prediger zu St. Sedald und Seniordes Ministerii daselbst, und starb an. 16;?. im hohen alter.Sein groß - vatter Joh. Bapkista Fabricius, so zu Wittenberg Melanchthonis Auditor und Alagister Philosophi * gewesen,Hat anfangs das Diaconat zu St. Sedald in Nürnberg , und21. iahr lang das Pastorat zu Fürth bekleidet, uud ist den 27.nov. an. 1978. «m 46. ,ahre seines alters gestorben. Sei» ur.groß-vatter, Johannes Fabricius, war erst Cavlan zu Skull,gard, hernach an. 1 944. Prediger zu Schorndorff, denn l!a-plan zu St. Lorentzen in Nürnberg , und endlich nach Luc.Osiandro der andere Evangelische Prediger daselbst, und starbden 8. sept. an. 2998. als er 62. iahr all war. Nachdem oW«
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