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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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tonischer Maccabäus, oder von des Englischen General,,,

«wmä Fairfax, kriegS-erpedition. Relation en forme de jour-ml du voyage & sejour, que Charles II . Roi de la Grande-Retagne &c. a feit cn Hollande. Larrey, hist. d Anglet. *

^airford, eine marck-stadt in Glocestershire, im Hundred»on Britlesbarrow, 77 - Englische Meilen von Londen.

<rair-Fore-Land, ist der nähme desienigen vorgebürgcs,welches von der nord-ostlichen küstc der Irrländischen Graf,schafft Anlrium in das meer hinein gehet, und dem südlichenende der Schottländischen halb-insul Cantyr so nahe ist, daßdie zwischen beyden befindliche meer-enge kaum oder 4. Teur,sfec weilen auskragen wird. BeevereU, delic. de llrlande,0.1,78*·

« Ä ita, oder Fajus, (Johannes) ein Abt zu Gent, lebteindem XIV. iieculo, und war wegen seiner gelehrsamkeitund frimmigkeit berühmt. Auf befiehl des Papstes, Clemeu-Us VII. schrieb er wider die Flagellanten, und an. i;y4. begaber sich seiner Abtey. Man hat von ihm verschiedene schriften,als: äe Eiu Carnium; Homilias varias ; Manipulum Exem-plorum; Quaestiones super Sentcntias, &c. Sünder. P. Gan-dav. üb. IV. c. Andr. bibl. &c.

* Fakenham, ein Engelländischer flecken und marckt in dergegend der Graffchafft Norfolck, welche Gallow genennet wird,iio. Englische Meilen von London . Difhon. Angms.

' »Fakher Aldulat, oder Fakker - Eddulat, ein Sultan aus der Dynastie der Buchen. Er war der dritte söhn Roch-Eddulat, des sohns Bouiah. Seine zwey ältesten brüderMulad-Eddulat und Adhad-Eddulath verjagten ihn aus sei-nem lande Rei und Lamadam, und war er deswegen genö-thigt zu Cabous dem söhn Vaschmaghir, dem Könige überdas Tabarestanische und Giorgiamsche, zu fliehen. Da ad-rsein ältester bruder mit einer mächtigen armee in Giorgia ,eingefallen, so musie Fakher zusamt dem Printzen, der ihn auf-genommen hatte, nach Nischabout die flucht nehmen, welcheseine stadt im Chorasaniichen war, wo fie ihre sicherhett fan-den; Mvujad starb bald hernach, und Fakher-Eddulat wur-de durch beyhülffe Sahcbkafi, ivelcher Vezier bey dem verstor-benen Moujad gewesen, diesem zum Nachfolger ernennet. Scbald er von bemeldtem Vezier, welcher in dieser Historie sehr be-rühmt ist, dessen berichtet worden , verfügte er fich nach Ispa-han, und nahm das Reich Persten in besitz. Nach dem todediefes Veziers aber ließ fich Fakher dermassen von seinen be-dienten und günstlingen regieren, daß das gantze Reich baldeine andere form gewänne; die Ungerechtigkeit und gewaltthä-tigkeiten nahmen überhand, und das einkommen verringertesich. An. ,87. der Hcgira starb endlich dieser Sultan an ei-ner magen-colick, da er bey 14. jähren regiert hatte.

bebt, bibl. Orient.

Fakirck, siehe Fawkirck.

Fakirs, find eine art von Dervifen oder herumfchweifendmMahometanisthen ordens-leuthen, welche von allmosen lebe,.Wann ihrer viel mrt einander gehen, so haben sie einen Ober-sten unter sich, welchem sie gehorchen. Dessen und der andemvornehmsten Fakirs kleidung bestehet in ;. oder 4. eilen orange-farben leinwand, die sie um sich herumwickeln, dergestalt, d«fiein ende davon zwischen den Hüften hanget, um die schaam ubedecken, und dann in einer tyger-haut, welche sie über deschultern hängen, und unter den knien zusammen knüpfen;hingegen die gemeinen Fakirs tragen nur einen strick mitten unden leib herum mit einem stücke leinwand vor der schaam; il,re haare sind in zbpfe geflochten, und wie em Türckischer bundgestaltet. Ein jeglicher von ihnen träget ein jäger-horn, wei-ches er bläset, wenn er entweder in einer stadt anlangt, od<rvon bannen hinweg gehet, und ein gewiß eisern instrument,womit sie diejenigen örter reinigen und fegen, allwo sie bleibn,lind ruhen wollen; bisweilen pflegen sie, wenn sie den starbund kvth auf einen Haussen zusammen gebracht, sich dessen ai-Mt eines bcthes zu bedienen, um desto vequemlicher zu liege,.Wenn sie in eine stadt kommen, so schickt ihr Oberer eiligebon der geseüschasst aus, vor die übrigen zu betteln, thei-let sodann, was sie bringen, gleich aus, und wenn etwas übngbleibet, giebt ers den armen, und behält gar nichts auf dennächst folgenden tag , mit welchem falschen eifer sie die gemn-urn leuthe blenden, daß sie meynen, es seyn alles göttlicheaussvrüche, was sie reden. Es giebt auch einige, die manabgöttische Fakirs zu nennen pfleget, welche, indem sie keinegewisse bleibende statte haben , sich aller unreinigkeit ergeben ,und vorwenden, daß sie privilegirt wären, alles was sie woll-ten , ohne einige gesahr der fünde zu begehen. Ihr Obererwird von den andern dadurch unterschieden, daß er mehruucke in seiner kleidung, als sie, wie auch eine kette hat,welche über 2. ellen lang und an einem bleche nachgeschlep-pet wird. Wenn er an einem orte ruhen will, wird einstswand auf die erde gebreitet, worauf er sich sttzet, undaisdenn jederman vor sich kommen lässet, da iminittelst sei-ne iaiuler seine lügenden preisen und die wohlthaten heraus-hfiw' die er, von GOtl cmpfänget, welches verursachet,ih tV 0,£i häufig hinzukommt, ihn zu hören. Einige vonWen haben 200. sthüler, welche durch den drommelschlag undmng eines Horns zusammen geruffen werden. Wenn sie fort

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wandern, so führen fie eine sahne, lantzen und andere Waf-fen mehr. Die dritte gattung der Fakirs, sind armer leuthe.linder, welche sich in die Moscheen begeben, u,m das gesetzt zustudiren, damit sie dermaleins Moulas oder Lehrer werde»mögen. Diese lernen den Alcoran auswendig, und heurathenaus andacht und zur nachfolge des Mahomels ,. oder 4. wei-der, um desto mehr linder und eiserer vor das gesetz ihresPropheten zu zeugen. Die büssende Fakirs nehmen eine ge-wisse postur an, welche etliche die gantze zeit ihres lebens aufdas strengste behalten, als da zum exempel einige die Händecreu^weise über den köpf zusammen schlagen, andere dieselbenauf den rücken kehren, ober den köpf nieder hangen, ohne einWort zu reden, oder jemand anzusehen. Etliche stehen nurauf einem fusse, und halten eine kohl-pfanne in der Hand, wor-innen sie ihrem gott zu ehren weyhrauch anzünden; undzwar bey allen diesen stellungen pflegen sie gantz nackend zu seynda dann die Indianischen weiber so abergläubisch sind, daß sieglauben, sehr glücklich in ihrem ehestande zu werden, wennsie dieser bussenden Fakirs geheime gliedmassen küssen, welchesodann, wenn diese weiber sich zu ihnen machen, ihre äugenfchrocklicher weise in die höhe verkehren. Übrigens pflegen an-dere Fakirs ihnen aufzuwarten, und sie mit aller Nothwendig-keit zu versehen. Es sind einige vornehme und hohe stands-per-sonen Fakirs worden, unter andern vornehme Herren vonChagehan,des grossen Moguls in Indien , Hofe. Diese hat-ten schone Pferde, deren zäume von g old und die sättel gleich-falls damit überzogen waren. Ihre schüler aber waren mitbogen und pfeilen, musqueten und halben piquen gewaffnet.Man sagt, daß in Indien bey 2. Millionen dergleichen leutheanzutreffen sind. Tavernier, voyage des Ind.

* Halacrino, ein flecken in der landschafft Sabina im Kir-rchen-Staat, drey meilen von Lago di Piediluco zwischen Rieti und Terni . In Antonini inner, heist es Falacrinum , beymSuetonio Vefpaf. 2. Phalacrine, und in der Tabula Pcutin-geri Palacrinis , und war nach der alten abtheilung ein gerin-ges stadlgen in der Sabiner lande über Reale gelegen. DerKayser Vespasianus war allhier gebohren. Suetomus , 1 . c. CeUtarius , not. orb. ant. II. 9. §.

Malaise, eine kleine stadt in der Unter-Normandie, wel-che zwischen Seez und Caen an dem kleinen flusse Ante liegt.Sie ist in der form eines schiffs gebauet, wovon das castell,so auf einem felsen liegt, dem Hintertheile gleichet. Diese stadtwar vor zeiten der alten Hertzoge von der Normandie residentz,in friedens-zeiten zwar wegen ihrer annehmlichkeit, und nichtminder im kriege wegen der veste derselben. Sie ist merckwür-dig wegen eines daselbst befindlichen runden und sehr Hohenthurms. Dieses castell war das letzte, welches die Engeüän-der eroberten, und wurde von Talbot (welcher einen präch-tigen und mit vortrcflichen gemählden ausgezierten pallast dar-innen erbauet) dermassen vertheidigt, daß er ihn erst an. 1450.an Carolum VII. ergab. Sonsten wird hier alle jähr im aug.ein gar grosser tuch - hüte - und vieh-marckt gehalten, der schonvon Wilhelme ConqueHore gestiftet, und mit ansehnlicherzoll-freyheit begabt ist, weil seine Mutter von Falaise gebür-tig war. Mafjonius , descript. flum. Gall. Du Cbene, antiq.des villes de France. *

* Haiair, oder Falle;, eine Graffchafft in dem Oesterreichi-fchen Brabant, welche von Alberto, Ertz-Hertzoge zu Oester-reich , an. 1014. den 8. febr. Hermanno von Burgund , Herrnvon Bredam, zu ehren errichtet worden. Das schloß Falaixwar ehemals von grosser Wichtigkeit, und eine freystätte vordie Lütticher und Ärabanter, die etwas verbrochen ; allein inden letztcrn kriegen haben es die Franzosen geschleifet, daßman nichts mehr als einiges gemäuer davon siehet, nachdemdie ehemaligen Herren von Falaix, die schon in dem XIII.soculo berühmt gewesen, und allem ansehen nach von denFürsten von Ardennes abgestammet, ausgestorben, gelangteihre Herrschafft an das geschlecht von Bcllefort, welches voneinem an der Maas in dem gebiethe von Ramur gelegenenorte den nahmen führte, und von diesem durch heurath anJohannem von Wesemaele, der an. i;8?^gclebet. Von dermmilie von Wesemaele kam sie folgends an Wolfharbum, Gra-fen von Polhain, welcher sie dem Kavser Maximiliano I. über-,ließ. Dieser schcnckte sie an. 1502. Balduino von Burgund,Philipp, des gütigen, Hertzogs von Burgund , natürlichen söh-ne, von dem unter Baudutn ein artickul zu finden. P.ut.kens, troph. de ßrab. tom. II. p. 259. supplem. tom. I.P» , 57 ·

Halbenhaupt. Das geschlecht,der Grafen von Falben-haupt ist bereits 400. jähr in Karndten bekannt gewesen.HermannuS und Nicolaus, die Faldenhaupt genannt, wa-ren brüder, und besassen an. 1,07. und ijij. das auf einemhohen felsen gelegene schloß Griffen, welches heut zu tage demErtz-Stifte Saltzburg gehöret. Aus Karndten sind einige vondiesem geschlechte in Steyermarck gekommen. Unter densel-bigen ist Dretricus an. 1,45. bekannt gewesen. Georgius undDiethmarus waren annoch an. i;;y. und 1,46. am leben. An.1700. war Graf George und Ferdinand Statthalter der Inner-Oesterreichischen Regierung, und Kayserlicher würcklicher ge-heimer Rath, er lebte ohne gemahlin, und war der letzteseines geschltchts. Imbof. not. Proc. Imp. in mantils. BucelU

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