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und städte. Dieser Cuno wurde an. 1334. Ertz r Bischofs zuTrier , (davon an seinem orte) Als er an. 1388. gestorben, folgte -ihm Werner, Grasn, Falckenstein. (von welchem besonders)Philippus, Graf zu Falckenstein, welcher an. 1410. dieses zeitli-che gesegnet, war des vorgedachten Werners bruder, und berei-cherte das kloster ArnSpurg mit milden stiftungen. GedachterWerner starb an. 1418. verletzte dieses Gräflichen Falckensteini-schen geschlcchts. Worauf die gantze Grafschafft an seiner schwe-stern männer, nemlich Graf Dietrichen zu Jsenburg, Graf Ger-harden zu Sayn , Graf Ottonem zu Solms, Graf Rupertumzu Virneburg , und Graf Gottfrieden zu Eppstein , fönst Eber-harbuS IV. genannt, gekommen. Doch trug der letzte allein dendritten theil davon, nemlich die stadt Butzbach , Cransberg,Groningen , Königstein , Liehen, halb Mintzenberg, die Cössean Hofheim , das halbe schloß Vilbcl, halb Rodheim und Zie-genberg. Münjtrr. cosmogr. üb. V. c. 96. Hennings , theat.geneaL tom III. P.I. p. 505. L306. Spangenbergs Sächsischechronick, c. 33. Honeman. famil. emort. üb. I. p. 32. & 33.Meibom. not. in HerÜngsbergam tom. 1 . rer. Germ. p.794. Tex-eo-'.Nassauifche chronick,p.3 3. Lehmanns Sveyerifche chronick.
Serarius, de reb. Mogunt. Geknius, lib.I. de Coloniae magnitud.synt. 7. p. 76. Brovrer. annal. Trev. Sp.ner. hist. infign. üb. II.
c. 117. z.3. imhof. N. P. I. üb. VI. c. 3. Lucä Grafen - saal,x. 9? 9. fegg.
Falckenstein, siehe TrautsohN.
* Falckenstein, ein schloß in Ober-Oesterreich, welches denGrafen von Salburg zugehöret. Ehemals hat es eigene Herrengehabt, von welchen Caliogus, Herr von Falckenstein , der an.12; 8. gestorben, das kloster Schlögl und die demselben gegenüber liegende kirche gestiftet. An. 1291. ist es von dem Hertzo-ge von Bayern , und an. 1297. von Alberto, Hertzoge zu Oester-reich , nach einer langwierigen belagerung erobert worden. An.1470. hat es Simon Oberhämer zu Marspach besessen ; an.1488. aber hatten es Hans und Warmund die Oberhämer inne,welche von daraus strassen - räuberey trieben. Nach diesem hates der Lands-Fürstlichen Cammer zugestanden, welche es an un-terschiedliche familien verpfändet, bis es endlich der Kayser Ru-dolphus II. an. 1601. Henrico von Salburg eigenthümlich über-lassen. von Hoheneck, beschreibung von Oesterreich , tom. II.p. 224. seqq.
Falckner, ein sehr altes, fürnehmes geschlecht zu Basel , vongleichem stamme, als die in Holland berühmte familie der Val-ckenier,^wie ein solches Petrus Valckenier, Holländischer Envoyein der vchweitz, an. 1697. bey seiner aus diesem anlas erpressenach Basel gethanen reife, nach collationirten beydseitigen ge-nealogie - schriften erwiesen hat. Der erste, so nach Basel kom-men , war Heinrich von Uffholtz, aus dem Ober - tzlsaß ge-bürtig ; Er hat sich anfangs bey den schwestern zu Heusseren,unter Ruffach, als ihr Oeconomus, aufgehalten, und als an.1236. Walther, Freyherr von Einigen, denselben bey dem dorfweer an dem Schwartzwald eine Wohnung verehret, hat er sichmit den Kloster - Frauen dahin begeben; als ihnen aber auch sol-che sitz nicht anständig und sicher genug vorkam, erlangten sieauf interceßion Kayser Rudolphs von Habspurg die freyheit, sichin Bafel niederzulassen , und allda das kloster Clingenthal zubauen, in welchem obgemeldter Heinrich Falckner, der sie bisdahin begleitete, auf ihr begehren die Schaffney übernommen,und bis auf seinen tob an. 1282. verwaltet; sein söhn, gleichesnahmens,war Doctor JurisCanonici,unt> starb an. I 3 14. Dessensöhn, auch Heinrich, wurde Prior des Augustiner - klosters,und stach an. 1389- Hemman aber, der andere söhn, so einilein-schneider war,gieng mit tode ab an. 1374. Johann Bern-hard war Guardian bey den Barfüssern, starb an. 1401. Hein-rich war Gerichts - Herr zu Basel , starb an. 1436.; und dessenbruders Andreä, eines kriegs - manns , (der an. 1444. in derMacht bey St. Jacob an der Birß umgekommen) söhn Hein-rich kam an. 1480. der erste in ein Ehren - Regiment, da dannbis auf den heutigen tag, und zwar ohnuntcrbrochen, jeweilender söhn dem vatter darin» gefolget; er starb an. 1314. Seinsöhn Ulrich erlangte an. 1319. die hohe würde eines Obrist-Zunftmeisters , und zwar als der letzte von dem Bischoff, undnach der Reformation der erste von dem Rath, starb an. 1331.Dessen söhn war Heinrich , dessen in der Bastler - chronick, inqualität eines hiesigen Rathschreibers, auch gedacht wird, undwelcher hernach Stadtschreiber worden; dieser ist zu unterschie-denen malen wegen seinen sonderbaren meriten, in dem nah-men der gesamten Eydgenossenfchafft,nicht allein zu dem Königein Franckreich, sondern auch zu dem Kayser, in wichtigen ge-schafften gesandt worden; ja, Ferdinandus I. trug zu ihm einso grosses belieben, daß er ihn, samt männlich - und weiblicherposterität, in den Kayserlichen und Reichs - Adel - stand erhub;er starb an. 1366. Sein bruder Beatus, wie auch sein söhnDaniel , waren beyde des Raths, und zugleich LandvögteaufMönchenstein; jener starb an. 1363.; dieser aber an. 1634.Hans Heinrich , Daniels söhn, als er staffels - weise die an-sehnlichst - und wichtigste ehren - ämter bedienet, und dem vat-terland in allerhand Gefandtschaffren fürtrefliche dienste gethan,gelangte endlich zu der würde der Obrist - Zunftmeister - stelle,und starb an. 1661. Sein söhn Daniel war des Raths undDeputat der kirchcn und schulen, und hat ebenfalls mit rühmmehrmalige Gefandtfchassten verrichtet; starb an. 1711. Des-sen söhn tkmanuel, so seiner vor - elkern fußstapftn höchst-
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rühmlich betreten, bekleidet nunmehro gleichfalls die hohe rf, rmstelle eines Haupts in seinem vatterlande, und hat bey soihm aufgetragenen Gefandtfchassten jederzeit eine sonderbar-klugheit und dexteritat von sich verniercken lassen. Urlhs. cdBafil. üb. VIII. p. 628. Job. Gross, chron. Bafil. p. 39. m148. 189· 207. 218. Ejusd. epitaphia & inscript. Bafil. p219. 249. 234. 233.261. 262. *
Falco, (Jacobus) ein Spanier und Ritter des ordens vonMonteza, lebte an. 1390. in grossem ansehen. Er war ein au-ter Mathematicus und Poete, und hinterließ Poemata ; Ouadraturam Circuli und andere. Wion. üb. I. iniigno vißec 00Scbotus & Anttm. bibl. 9 '
* Falco, ein Jtaliäner, gebürtig von Benevento , lebte wil-
len in dem XII. fecnlo , und wurde von Jnnocentio II zumNotario sacri Palacii, und hernach zum Richter zu Beneven to gemacht. Man hat von ihm Lbronicon Beneventanumvon an. ii 13. bis 1140. welches an. 1626. zu Neapvlis vonAntonio Caracciolo in 4. heraus gegeben worden , und auchin der Collectione veterum scriptorum , ingleichen in Mtl-ratvrii rerum Ital. script. tom. VII. stehet. BoJJ'mnus. Vojjmde Hist. Lat. '
* Halcoburgius, < Gerhard.) Siehe Falckenburg.
* Falconara, ehedeffen Poligufa genannt, eine inful in dmArchipelago , der inful Scandia gegen norden gelegen. Sie istklein und wüste. Die Allen nenneten sie auch Polyägos, wegender menge der ziegen, welche daselbst angetroffen wurden. Sonstheisset auch ein fluß in Sicilien Falconara. Kaudrand.
FALCONARIUS , auch Falconarius magnus, war an derFränckischen und anderer Könige Höfen der Ober-Falckenier,das ist, der über die salcken, damit man die kleinen vögel beitzte,die aufsicht hatte, gkachgehends ist es eine hohe dignität wor-den , und hat viele bediente, so gar zur zeit Ludvvici XII. undFrancisci I., 30. Edelleuthe ohne die jäger und andere unter sichgehabt. Du Frejhe. *
Falconberg, siehe Fauconberg.
* Falcone, oder Falco , (Bened. del) ein Neapolitaner,lebte in dem XVI. feculo , und schrieb de Syllabarum Pocti-carum Quantitate, im rimario, Neapvlis 1439. in 4. De-scrittione dei luoghi antichi di Napoü, ib. 1389. in 8. Wel-che auch in die Lateinische spräche übersetzt, und dem Ikefauwantiquitatum & historiarum ltaliae, tom. IX. vol. I. einverlei-bet worden. Toppi, bibl. Nap.
, * Falconet , (Camillus) ein Mitglied der Königlich - Fran-zösischen Academie des Inferiptions & des Beiles Lettres , undKöniglicher erster Leib - Mediens, starb im may an. 1734. indem 90. jähre seines alters. In den Alemoires de Literature del’Academie Royale des Inscriptions & des Beiles Lettres stehe»verschiedene observationes oon ihm, als von dem Magnet, deBatbyleis und andere. Auch kam tzutestio Medieo-Ghirurgica:an educendo calculo cteteris anteferendus adparatus lateraiis?Paris 1730. in 4. von ihm heraus.
f alconi, siehe Faucon.
alconia, (Proba) eine gelehrte Römerin, und eheweibdes Anrcil Probi, eines Prafecti Praetorio, oder, wie anderewollen, eines Proeonsulis Adelphii,, florirte in dem IV. und V.feculo. Sie hatte von diesem ihrem ehcmann Qlybrium, Pro-binum, Probum und Julianam zu sintern; die söhne kamenzu hohen würden, wie dann die beyde erstere das Consulat an.393. mit einander, und Probus hernach geführet; von derlochtet aber emvfieng sie die von Hieronynio so hoch gelobtejungfrau Demetriadem; sie sechsten wurde wegen ihrer gvllse-ligkett und gelehrsamkeit von Auqustino, Chrysostomo, Pru-dentio, und andern, sonderlich aber dem Hieronymo bis in denHimmel erhaben. Als an. 410. Rom von Alarico einqcnom,men wurde, flöhe sie nach Africa, da sie von Heracliano desrests ihrer geringen güther gäntzlich beraubet wurden, undkaum eine sichere wohnstätte finden können ; wenn sie eigentlichgestorben, ist ungewiß. Man hat von ihro Gentonem Virgilia-num in Vet. & Nov. Testam. welcher dem Kayser Honorio zuge-schrieben worden. Aldus war der erste, welcher denselben mitSulpicii Severi bistoria an. 1301. ans licht gegeben; seit bissetzeit aber ist er öfters in den bibüothecis Patrum und andernCentonibus heraus kommen. Isidor. Hispa!. de script. eccl. cumadd. Minei. Baron, annal. Cave. Fahrten bibl. Lat. *Falconieri, (Octavius) ein Römer, welcher an. 1668. einbuch voller Athletischen auffchriften, und nachgehends eine dn-sertatio» von einer Apameifchen Medaille heraus gegeben, welchenach seiner meynung die wasser - fluthen, so zu Noä und Deuca-lionis geiten die weit überschwemmet, vorstellen sollten, weilda zwey Personen in einem kästen stehen, an welchem die buch-staben nge geschrieben sind. Allein andere Gelehrte haben er-wiesen , daß da auf etwas gantz anders gedeutet werde, und inNsiE die buchstaben versetzt seyen, so daß man vielmehr neolesen müsse, welches der ansang des Worts rtdxo, und an.zeiget, daß in der stadt Apamea eine gewisse Heydnifche gott-hcrt von mehrern in selbiger gcgend liegenden orten gcmeinsam-lich sey verehret worden : indessen ist sowoi in dieser schrift dcsHerrn Falconieri, als in den erklärungen der Athletischen in,scriptionen viel gejchicklichkeit, und eine gar schöne wissenschafftder anttquität. Er starb an. 1676. Nicolaus Heinsiuö hak ihm