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das dritte buch von seinen elegiis , nnd der berühmte BaronSpanhcim die erste edition seines wercks dc usu numismatumzugeschrieben. Colomiez , biblioth. *
* falconieri, (Lälius) ein Cardinal, war aus einem vor-nehmen Florentinischen qeschlecht entsprossen, und verwalteteunter Paulo V. , Gregorio XV. und Urbano VIII . verschiedenebedienungcn. Dieser letzt - gedachte Papst machte ihn zum Ertz-Bischossvon Theben, und schickte ihn als Internuntium nachden Niederlanden , woselbst er aber, weil er der Französtschenpartey allzugeneigt zu seyn schiene, von dem Cardinal-Jnfantensehr ungütig aufgenommen, auch daher bald wieder zurück de-rnffen ward. Nach seiner rückkehr ward er Secrerarius bey derCongregatione Episcoporum & Regularium , und vermittelsteines Vorschusses, den er dem Barberini zu dem Parmesani-schen kriege gethan, an. 164;. Cardinal. In dem Conclave,in welchem Jnnocentius X. erwehlet worden , war er der Bar,berinischen faction zuwider, und ward von dem neu-erwehl-ten Papst zum Legaten in Bononien gemacht, wo er sich durchseine Mildthätigkeit und liebe zur gerechtigkeit ein gutes lob er-warb. Er starb an. 1648. zu Rom . Aus diesem Hause derFalconieri kommt auch Alexander Falconieri her, welcher Gou-verneur von Rom war, und von welchem in dem folgendenartickul gehandelt wird. Palatii fasti Cardinal. IV. Collini Ko-ma sancta, p. 190.
* Falconieri, (Alexander) ein Cardinal, Waran. 1637.den 8. ftbr. zu Rom aus einem vornehmen geschlecht geboy-ren, und gelangte durch seine gute aufführung gar bald zu al-lerhand bedienungen an dem Römischen Hofe. An. 1701. imdec. ward er Cammer - Clericua, und an. 1707. den 2z. febr.Auditor Rotae. An. 1717. den 21. junii ernennete ihn der Papstzum Gouverneur von Rom , und zum Vice - Cammer - Präsi-denten , welche wichtige stelle er den folgenden 2;. junii in besitznahm, und sie unter Innocentii XIII. und Benebicti XIII. re-giernng behielt, bis ihn dieser letzt-gedachte Papst an. 1724.den 11. sept. unter die Cardinäle aufnahm. An. 1727. wurdeerkwtedor von Schottland , und gesegnete an. 1734. den 26.jan. zu Rom das zeitliche. In seinem testament hinterließ erdem Prätendenten, Jacobo Stuart, ,000., dessen gemahlin2000. und jedem von ihren beyden söhnen ?oo. scudi. Hiernächstvermachte er zu den Mißionen in Irrland und Schottland ansehnliche summen gelds. AHa pubiica.
Falconis, oder de Falconibus, (Iofephus) ein Carme-liter-Mönch, welcher zu ende des XVI. feculi gelebet. Durchseine beredtsamkeit machte er sich sowol an seinem geburts - ortezu Piacenza als auch zu Floren« , Pisa , Vercelli , und anders-wo sehr beliebt. Unter fernen schriften sind ein Cbronioon seinesvrdens, verschiedene reden und andere mehr. Lucius , bibl.Carmel. Pojfevin. apparat. Alegre , in parad. Carmel. Gbilini ,theatr. &c.
* Halconts, oder Fulconis, (Petrus de ) von Reggio in der Lombardey gebürtig, ein sehr verständiger Rechtsgelehr-ter in beyden Rechten. Er sagte aber der weit ab, begab sichin den Doininicaner - orden, durchwanderte gantz Italien , umdas Evangelium zu predigen. An. 1272. ward er von demPapst Gregorio X . zu seinem Groß * Poenitentiario angenom-men ; starb aber gleich das jähr darauf. Man hat noch etlichewcrcke von ihm, die er über die Rechte geschrieben, darunter dievornehmsten sind: Concordanti-e Willis Canonici cum Divino ;Universa Lex Civilis ad instar conclusionum; &c. Monum. ord.FF. Prsedicat. P. II. Mich. Pio , P. II. üb. I. Ant. Sen. bi-blioth. ord. Prasd. biblioth. prov. Lomb. an. 1272. Echard ,script. ord. Pnedicat.
8alconius, (Henricus) lebte zu ende des XVI. faeculi,und war einer der vornehmsten Mitglieder von der Academie derHumoristen zn Rom , von einem hurtigen und muntern gei-ste. Man hat von ihm verschiedene getichte, die er unter demnahmen Falci, eines Hirten an der Tiber , zum druck befördert.Dieses ist an ihm merckwürdig, daß er sich niemals , ausser deressens - und schlafens-zeit, zu Hause antreffen ließ , sondernimmer, entweder bey lustiger, oder bey gelehrter gesellschafftwar, oder auch irgendswo einsam herum spatzierte, welches ersogar bey dem schlimmsten wetter nicht nnterliesse; sonderlich«eß er keine nacht vorbey gehen, daß er nicht einige stunden langMit einer laterne in der Hand seinen tour gemachet hätte. Erbrachte sein alter bis auf82. jähr, und erlitte zuletzt viel schmer-zn von einer Harnwinde, welches ihn doch weder von seinemhnumspatzieren, noch von besuchung lustiger Mahlzeiten abhiel-te, wann nur jemand war, der allda für ihn zahlen wollte.Bey dicker lebens - art hatte er nicht gar zu viel geschicklichkeitaus buchern sammlen mögen ; aber er behielt hingegen treflichwohl, was er von andern Gelehrte» gehöret hatte, und half»hm daneben sein munterer und allzeit aufgeweckter geist schongenug fort, daß es ihm an guten einfällen zu versen niemal man-gelte. Erytbraus , pinacoth. I. c. 29. *
Falconius , (Johannes) ein Spanischer Mönch , vondem orden de >a Merced , war an. i S90. zu Fisiana, einer stadtss ber Diceces von Guadix, gebohren. Gleich in seinen jungenghren hatte er einen abscheu vor den weltlichen dingen, da erm seinem kloster mit grossem eifer vor die geistlichen fachen jeder-zeit geredet. Er starb an. 1638., unterschiedene schriften hinter-laistnd, als: Cartilla Espiritual ; Sacre Monumento ; Vita de
Dios; el Pan nuestro de Cada Dia ; Mementos de la Missa, &c.welche und andere seine schriften an. 1662. zu Valencia in einembände in octavo zusammen heraus gekommen , davon nachmalsnnMln^das ^ranzosiiche und Italiänische sind übersetzt worden.
m?Acoptng, lat. Ealcopia , eine Schwedische stadt in West-VOthInnd, 8. meileit ton betn SBeuet - f \t gelegen. Jpicrbct^ u ~i an -, I?88 · 1 *'/<?*· einem treffest Kvnig Albertus
in Schweden von der Dänischen Königin Margaretha gänzlichgeschlagen, und nebst seinem söhne Erico gefangen. ßaudrand.
* Halczin, oder Falesin, Falxin, eine stadt in der Mol-dau, am fluß Pruth , bey welcher an. 1711. die berühmteschlacht zwijchen den Türcken und Russen gehalten worden , inwelcher des Ezaarn Person selbst in gefahr stund , durch die klug-heit aber feiner gemahlin plötzlich der friede erfolgte. Universal.
Lexicon.
Haistrand, ein wohl - bevcstigter ort an der östlichen feitevon Norder - Iutland mit einem guten Hafen, und guten fortzur defensiv», zwischen dem vorgeoürge Schagen und dem ein-gang des meer - busens von Alburg.
* Halempin , ein stecken nebst einer Abtey Canonicorum Ke.gularium Augustiner - vrdens in Flandern , drey Meilen vonRyssel. Das kloster ist um das jähr 1134. von einem Castellan ,nahmens Sasvalo, erbauet worden.
Haleris, Falarts, Faleria, eine alte Italiänifch.e stadt inTostanien, von welcher noch jetzo einige übrige merckmahle zusehen sind, ohnweit von der gegend, allwo nun Cilta Castellanaliegt, welcher ort nach des andern Untergang aufgebauet wor-
dest. Alberti. Baudrand.
FALF.RNUS ager & mons , ist ein Italiänisches selb undgedürge in der provintz Campania , zog sich von Sinuessa , so ammeer lag, landwärts ein, erstreckte sich ziemlich weit zwischenden flüssen Liris und Dulturnus, und wurde die höchste gegenddavon auch Mona Maflicus genennet. Beyde sind insvndecheltwegen des vortresiichen weins berühmt, so darauf wächset, vonwelchem Plinius rühmet, daß er unter die besten weine in gantzItalien zu zehlm sey. Plinius , Üb. IV. c. 6. Tibuü. üb. II.eleg. 1. Catuil. 27. epigr. Horat. *
Faletti, oder phaletti, (Hieronymus ) Graf von Trigna-no, war von Savona in dem Genuesischen , ein söhn Guido«nis, welcher aus Faletti, einer stadt in Piemont, seine Herkunft,hatte, und davon den nahmen führte. Er hak jederzeit grossetust zum studiren bezeuget, und daher» verschiedene reisen durchgantz Europam, um mit den Gelehrten sich zu unterreden, vor-genommen. Bey welcher gelegenheit er zu Löven, da sich eini-ge unruhe erhoben, ein getichte in 4. büchern, unter dem titul:della Guerra di Fiandra , verfertiget. Bey seiner jurückkunftnach Italien , wurde er zu Ferrara mit der Doctor - würde inder Rechtsgelehrsamkeit beehret. Hierauf kam er an den Hofdes dasigen Hertzogs Herculis II. , welcher ihn unter die zahl sei-ner Ministers aufnahm, und zum Gesandten an den Kayser Ca-rolum V. und unterschiedene andere Fürsten gebrauchte. Dessensöhn, Alphonsus II. , welcher seinem vatter an. 1339. in der re-gierung gefolget, schickte ihn nach Teutschland, um daselbst beydem Kayser Ferdinando I. um seine tochter Barbara zu werben,welche er auch erhalten. Hierauf gab ihm gedachter Hertzog dieGrafschafft Trignano. Unter so wichtigen Verrichtungen unter-ließ er gleichwol nicht,den studien obzuliegen, wie er dann 12. bü-cher von der Ticht-kunst; die Ursachen des Teutschen krieges unterdem Kayser Carolo V. in Italiänischer, und das geschfecht-regi«ster des Halises Este in Lateinischer spräche geschrieben hat. Gi-ra/di ,de Poet. sui temp. dial.ll. Verzellini, üb. VII. hist.Savona;.Ghi/im , theatr. Soprans & Giußiniani , scritt. della Ligur. &c.
t altert, eine von den allerältesten familien unter den Edlenenedig, welche vor alters den nahmen Anastasio geführt.Es sind aus derselben 3. Dogen gewesen, nemlich Vitalts, Or-delaphus, und Marinus. Von den beyden letzten sind zwey ab-sonderliche artickul zu lesen. Vitalis Falixr i bestieg den Her-tzvglichen thron an. 1084. nach Dommrco Sylvio. Er soll vondem Constantinopolitanischen Kayser Alexto I. die belehnungüber die provinßen Dalmatien und Croatien, ingleichen vondem Occidentalischen Kayser Henrico IV. unterschiedenes zumbehuf seiner Republick erlangt haben. Er starb in dem jähre1096., und bekam zum Nachfolger Vitalem Michaeli I. Seit derunglücklichen begebenheit mit dem Doge Marino Falieri rst die-se famtlie gleichsam in einer beständigen Unterdrückung geblieben;da sie doch vorher nicht nur zu Venedig , sondern auch in gantzItalien , eine von den vornehmsten gewesen, theils weil sie sichdaselbst mit den grösten Häusern verschwägert, theils auch, weilsie die Oderherrschasst über Ravenna und über andere örter inRomagna gehabt. Palatii fasti. Ducal. Bembi bist. Venet. Jan-not. de Rep. Veneta. Amelotd» la Houjj. bist. du Gouvern. deVenise, p. 301. 310.
^altert, (Ordelapho) ein Hertzog von Venedig , welcheran 7 i iöäf erwehlet wurde, und Balduino, dem Könige von Je.rusalem, mit einer mächtigen flotte einen grossen theil von Sy rien wiederum erobern half. Nach diesem brachte er gantz Dal,matten, Croatien, nebst unterschiedenen andern von der see weitentfernten provintzen, unter der Venetianer herrschasst. AISeine teitlang hernach die stadt Zara redellirte, und sich dem Kö,