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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Mit, mit dem er aber nachgehends in einiges Mißverständnisqerathen, weil ihm dieser seinen andern tochter-mann, Q. Mu-tium Scävolam, vorgezogen, da er mit unter die Augures sollteaufgenommen werden. Seine Historie wird von Cicerone undSallustio gerühmt. Cicero , in Bruto & üb. XII. ep. 5. adAttic. Plutarchus , in vita Gracchorum. Apptan. in Iberic.

J r,Jjius, de Histor. Lat. üb. I. p. 28. Bayle.

Tannins, (Cajus) ein Lateinischer scribenk, zu den zeitendes^Kaystrs Trajani. Er war ein sehr guter freund des «un-gern Plinti, und hatte sich, ohngeachtet seiner vielen Verrich-tungen vor gerichte, vorgenommen, die falle derjenigen zu be.schreiben, welche von dem Kayser Nerone entweder gelödtetoder verjagt worden. Es waren auch bereits bücher davonfertig, weiche mit grosser begierde von jederman gelesen wur,den; allein , die übrigen zu endigen hinderte ihn der tob.

Pli». üb. V. epist. Bayle.

Fannius Cruadratus, ein Lateinischer Poet zu den zeitendcsKaysers Augusti, dessen verse aber nach Horatii urtheil nichtviel gelanget haben, ob er schon erlanget, baß sowol seine schrif-M, als sein bildnis, in die von Augusto aufgerichtete biblio-theck sind gesetzet worden. Eben auch Horatius giebt ihmschuld, daß er ein schmarotzet gewesen. Bayle. *

Istt. Fanum Formn®, eine Päpstliche (labt in demHertzoglhum Urdino, am Golfo äi Venezia, hat einen Bischoff,eine schöne bidliotheck, veste citadeüe, und guten Hafen. Sie liegtnahe bey der gegend, allwo vor zeiten der tempel der Heydni-schen göttin Fortuna: stund, und wo man noch bis anietzo einentriumph-bogen, so ;o. eilen hoch, und einer von den prächtig,sten in gantz Italien ist, sehen kan. Gedachten tempel bauetendie Römer auf, und wiedmelen ihn der Forums, zum angeben-den der berühmten schlacht, die sie A. R. 549. gewonnen, worin»neu Asdrubal , des Hannibals bruder, mit 50000. mann ge-schlagen wurde. Alberti descr, Ital. Cluv. &c.

Fanoe, siehe Phanoe.

* Fanshaw, (Richard) ein vornehmer Engelländer, waraus dem geschlechte der Ritter dieses nahmens in Derbyshire entsprossen , und diente unter den Königen Carolo I. und II.als Staats-8ecrerariu8. ward auch etliche mal als Abgesand-ter nach Spanien und Portugaü geschickt. Er starb zu Madrid den 16. jun. an. 1666. im neun und fünfzigsten jähre in seinerAmbassade, nachdem er unterschiedene schristen verfertiget.Darunter sind briefe seine Gesandtschafften betreffend , so zuLonden 1702. im druck heraus gekommen, verschiedene Engli­ sche getichte und Übersetzungen einiger öden des Horatii undeines stücks aus dem vierten buch der Kneiäos Virgilii, vondes Guarini Pastor Fido , Londen 1646. in 4. des AntoniiMendozä Spanischen romanen, und des Portugiesen Ludovici<je Camöns Lusiade. Wood.

Fanshera, ist ein fluß in Madagascar, in der gegend von Car-canossa im (üblichen theil der insul, welcher sich nahe bey demcastell Delphin», oder kort Dausin, ins meer ergieffet.

Fantin, Fantinum , ist ein klein Königreich in Guinea aufder gold-küste, worinnen Cormantin, nebst einigen andern En-gel!-und Holländischen castellen, lieget.

* Fantono, (Hieronymus ) ein Dominicaner-Mönch, ge-bvhren zu Vigevano in dem Mayländtschen, war Rector überdie studien der lugend zu Bologna an. 1515. und nachmalsInquisitor fidei zu Ferrara ; er starb in dieser letzten stadt an.i»;o. seines alters ungefehr 70. jähre. Leander Alberti, vonwelchem wir diese Nachrichten haben, thut noch hinzu , daßFvntano verschiedene bücher geschrieben habe, unter andern ei-ne tabelle über die wercke Scoti , welche sehr gelehrt gewesen, undznm nutzen der schule Thomä von Äquino aufgesetzet worden.Sie ward an. 1588. zu Venedig in 4. gedruckt, unter dem ti,tut : Repertorium locupletiilimum tarn Librorum quam Sen-tentiarum &c. Johannis Duns Scoti, so daß es zu gleicher zeitwie ein register muß eingerichtet gewesen seyn. An. 1564.hatte man in dieser stadt ein anderes werck von diesem Mönchegedruckt, so betitelt ist : Compendiutn univerfe Lecturae Ab-batis Panormitani super Decretales. Ecbard , script. ord.pnedic. tom. II.

' Fanu, vder Merlier Fanu, vor altem Thvronus oderOthronus genannt, eine kleine insul in dem Ionischen meer,10. stunden von Cvrfu, gegen Olranto zu. Baudrand.

* FANUS, ein abgott bey den Alten, welcher über die rei-sende» wachte: er wurde auch für den gott des (ahres gehal-ten. Die Phönicier stellten ihn unter der gestalt einer »n sich(Wen in die ründe geschlungenen schlänge vor, welche inihren eigenen schweif beiffet, so wie die Egvvtier ehedessen denanniilum aeternitatis abbildeten. Siehe weiters hiervon in

Macrobti Saturnal.

. * Fanzara, eine kleine stadt oder flecken in der provintz Fezin der Barbarey , ungefehr 6. stunden von Säle, gegen (ud-osi. Einige erd-bcschreiber setzen diesen ort, wo das alteBa-nasa gestanden, oder glauben vielmehr, sie sey gestanden , wonun dieses Fanzara liegt. Banasa aber oder Banassa war ei,n« stadt in Manritania lingitana, und andere setzen sie lie,der, wo mmTelfelselta liegt. Baudrand.

Fara, oder Fair-Isle , ist eine von den Schottländischenvordlichen insuln, welche man beydes von Orkney und Shet-Histor. Lexiem III. Theil.

land aus sehen kan, weil sie drey hohe vorgebnrge hat, die mithohen selten umgeben sind, welchen nirgends beyzukommen,ausgenommen ostwärts , da die insul etwas niedriger liegt, undeinen sichern haftn für kleine schiffe giebt. Die einwohner sindsehr arm , weil sie wider die räubereyen der fischer nicht be-schützt werden , die von verschiedenen nationen dahin kommen.

Buch an. '

Farabant, ist die Haupt-stadt in der Persianischen provintzMazendram, so vor diesem Hyrcania hieß, und liegt 5. Mei-len von Asharaff westwärts. Sie ist die gröste, beste und reich,ste stadt in gedachter provintz , wird von einem fluß, der 40.schritte breit ist, bewässert, und ist etwa» eine meile von der Ca.spischen see entfernet, wovon sie mit überffüßigen fischen ver.sehen wird. Die Russen treiben an diesem orte den seiden-han-

del. Herbert.

* Faraber, eine kleine Persianifche stadt, sehr nahe bey demflnsse Gihon gelegen, es ist eine furth allda, wo man darübergehet, um aus dem Transoranischen in das Chorasanische zugelangen. Odschon diese stadt von Bocarah abhänget, so hat siedoch Abnlftda in die charre von Khuaresm gesetzet. Ihre Ion>gitudo wird von einigen zu 87. von andern aber zu 8-. gra.den , die latitudo hingegen einhellig zu ;8. graben gerechnet.DHerbelot, bibüoth. Orient. Tbom. Corneille, Dict. Geogr.

Farabius, (al ) mit seinem völligen nahmen genannt AbuNasr, Mochammed, Ebn Tarchan, al Farabi ; war gebürtigaus Farad, einer Türckischen stadt, sonsten genannt Oträb. auSeiner adelichen familie. Seine jugend hat er in Bagdad mitemsigem studiren in der Philosophie zugebracht. Viel Fürsten in Äsia haben ihn zu ihren Höfen, mit vcrheissung eines gros-sen salarii, eingeladen; allein er schlug alles aus, und vergnüg-te sich mit seinem eigenen patrimonio. Er soll der gröste Phi-losophus unter den Mahometanern gewesen seyn hat sehrviel in Philosophicis, Medicis &c. gearbeitet, und allein überAristvtelis Rberoricarn 72. bücher verfertiget. Diesen Philoso-phum hat er 200. mal durchlesen, und dabey bekannt, er habefernere lcsung desselben vonnöthen. Er'war ohn unterlas be,schafftiget, seine wissenschafft zu vermehren, und verachtete dieWelt und alles irdische mächtiglich, so, daß er allezeit traurigaussähe, und bey harter winters-zeit nur auf dem stroh rühr-te. Er starb zu Damasco, dahin er mit Saifoddula gereiset,im 80. jähre seines alters, im jähr der Heg. z zy.d. (. im jährChristi 950. oder, nach Leonis Africani bericht, »in jähr der Heg.,88. d. i. »M jähr Christi 998. Abuipharag. Dynast. LeoAjnc.in manuscr. Rotting. annal. *

* Farad», eine stadt im Zagathayischen in der grossen Tar.tarey : sie ist die Haupt-stadt einer provintz, die ihren nahmenführet, und liegt an der nord-küste Chesels, ungefehr i;. stundenvon der Caspischen see. Maty , Didionnaire.

* Faraga, ein söhn des Barcok, war der zweyte König inEgypten aus dem stamm-Hause der Circaßischen Mammelu.cken. Er trat die regierung im jähr der Hegira 802. das ist, imjähr Christi 1599. an. Sechs jähr hernach muste er wegen ei-ner zu Cairo entstandenen ausruhe flüchtig werden; kam aberdoch bald wieder zum Vorschein; und nachdem er seinen bruderAbdelasis, welcher indessen den thron bestiegen, vertrieben , re-gierte er noch sieden jähr. Die trouppen des Tamerlans , wel-che bereits einen grossen theil von Syrien bezwungen hatten ,machten ihm viel zu schaffen, und muste er endlich mit ihnenein sehr beschwerliches dündnis eingehen. Er wurde endlich imjähr der Hegira 815. von seinen unterchanen umgebracht, undauf einen misthauffen geschmissen. DHerbelot, bibl. Orient.

* Faragliont, ehedessen Cyclopum Scopuli genannt, sinddrey kleine klippen in dem Sicüianischen meer, und liegen nocheigentlicher auf der östlichen knste des thals Demona, und vierstünden von den ruderibus der alten stadt Catanea.

Faramund, siehe pharamondus.

* Faraycha, eine kleine stadt der provintz SuS in dem König,reiche Marocco ; sie liegt anderthalb stunde von Tarudant, undward von dem Scherif Mahomed wieder aufgebauet, welcherhernach König zu Marocco geworden. Muley Abdallah seinsöhn, welcher ihm auf dem thron nachgefolget, hatte insgemein«inen Gouverneur daselbst, mit zoo. pftrden, welche er aus denbenachbarten orten gezogen, und dadurch daS land um dasstädtlein in flcherheit gehalten. Nahe dabey siehet man nochdie rudera einer alten stadt, Atfaltat genannt, welche sehrvolckrcich gewesen ; sonderlich zur zeit da das geschlechte derMacumider im flor gewesen, die Araber haben sie aber nachder Hand ruinirt. Marmol. descript. du Royaume de Maroctom. II. Üv. III. ch. 25. Tbom. Corneille, Did. Geograph.

* Faxe > (N. N. Marquis de la) kam an. 1662. in seinem

achtzehenden jähre an den Französischen Hof, und ward daselbstsowol durch die recommendation der Madame von Montausier,und in anftbung seines vatters, welches ein wohlverdienter manngewesen, als auch wegen seiner persönlichen guten eigenschaff.ten vor andern distinguirt. DaS jähr darauf diente er als Vo-lontair unter den Französischen völckern in Ungarn , und mu-ste sich nach endigung des ftldzngs , weil er an einem duelltheil hatte » eine zeitlang zu Wien aushalten , und erfthienerst an. 1665. durch Vermittelung seiner freunde wieder am Ho-fe. q« ende dieses jahrs ward er Unter-Lieutenant bey deS1 * Nn» Dauphin«