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Dauphins neu-errichteter Compagnie von Gendarmes, wurdeauch sein glück noch höher gebracht haben , wenn ihn nichtKonvois, der sich in die Marquise von Rochesorl verliebt, undaus den dela Fare eifersüchtig war / daran gehindert, und ihndurch solche harte beqegnung veranlaßt hätte, an. 1678. seinebedienung zu verkauffen. Er muß aber nach der Hand wiederdienste genommen haben, weil man Nachricht findet, daß eran. -71;. als Capitain von der garde des Herzogs von Or,leans gestorben. Man hat von ihm Nemoires & Reflexionsfür les principaux evenemens du Regne de Louis XIV. , wel-che biS auf den Ryßwickischen frieden gehen, verschiedene merck-würdige umstände von dieser reqierung enthalten, und sehr freygeschrieben sind. Sie sind zu Rotterdam 1716. gedruckt, undzu Amsterdam 17;;. in 8. wieder ausgelegt worden. Auch ka-men in 12. Poefles de Nr. le Marquis de laFare, Amster dam 1724. in 8. und Haag 17)2. in 12. heraus. Mimoiresde la Fare , p. 41. 163. 178. LeLong , bibl. bist. de laFrance.
* Faxellous , (die insul von) eine Afticanische insul beydem lande der Negren, im achten grad elevationis poli ohn-fern deren, welche bey dem Capo äe Monte lieget. Beyde abersind nicht so gar weit von dem vesten land entfernet. Die ein-wohner sind weder wild noch böse oder grausam, und im ge-gentheil sehr erkenntlich, so man ihnen gutes thut; in der übri-gen ledens-art kommen sie vollkommen mit den andern Ne-gren üderein, welche bey 600. stunden von ihnen abliegen.Die kleider betreffend gehen sie wie die benachbarten Mohren.Ihr gröster Handel bestehet in helsenbein ; dann die elephan-ten aus dieser insul in solcher menge und ohngezwungen sichaushalten, daß sie öfters in ihre dorser und flecken zu kommenpflegen. Übrigens sind sie abqötterer, aber beschnitten wie dieJuden und Türcken, ob sie schon in andern stücken die Maho-metanische religion verwerffen. Davity , Mohrenland. Thom.
Corneille, Dict. Geograph.
Farellus, (Wilhelmus) war ein söhn eines Edelmannsaus Dauphine, und wurde an. 1489. zu Gap gebohren. Nach-dem er sich zu Paris auf die Philosophie, desgleichen auf dieGriechische und Hebräische spräche, geleget, wurde ihm da,selbst durch Jacodum Fabrum 8tapulenfem eine Profession indem sogenannten Cardinals-GoIIegio verschaffet. Hierauf be-rief ihn der Bischoff Wilhelmus Briqonnet, zu Meaux an. 1521.die Resormirte lehre vorzutragen. Allein die bald daraus er-folgte Verfolgung der Reformirten zwang ihn, sich ausserhalbFranckreich zu begeben. Daher er sich erstlich nach Straßdurgivendete, allwo er mit Bucero und Eapikone bekannt wurde.Don Straßburg gieng er nach der Schweitz , da ihn dann zuZürich Zwinglius, zu Bern Hallerus , und zu Bafel Oecolam,padius gütig aufnahmen. An dem letzten orte ist sonderlichseine disvutativn merckwürdig , welche er den 13. sebr. an. 1324.auf erlaudnis des Raths, ohngeachtet sich die annoch Eatholi-sche Geistlichkeit, sonderlich aber Ludovicus Berus, Probstbey St. Peter und erster Professor Theologie , und Heinrichvon Schönem, des Bischoffs Vicarius, hart darwider gefetzt,in bepseyn vieler Personen, gehalten. Hierauf begab er sichnach Mümpelgard, und trug daselbst seine lehren der gemeinevor, gleichwie er auch an. 1*28. zu Aigle und kurtz darauf inder Herrschafft Moral that. An. 1529. brachte er es zu Neuf-chatel durch feine predigten dahin , daß das jähr hernach dieKatholische religion völlig abgeschafft wurde. Allein zu Genf wollte es ihm nicht so wohl von statten gehen , sondern er wur-de vielmehr den ort zu verlassen gezwungen. Doch , da er an.,334. wiederum durch seine glaubens-genossen dahin beruffenworden, bekam die fache eine andere gestalt. Gleichwol wurdeer an. 1338. aufs neue aus Genf verjaget , weiter die lasier derbürger in einer predigt allzu heftig bestrafet hatte; wie er dennallezeit einen sonderbaren eiser von sich spüren ließ, der zuwei-len die schrancken der bescheidenheit zu überschreiten schiene,dahero ihm auch OecolampadiuS selbsten verschiedene mal sol-ches verwies. Absonderlich wird von ihm angemercket, daßer einsmals in einer proceßion, in welcher ein Catholischer Prie-ster das bildnis des Antonii über eine brücke getragen, ihmsolches mit gemalt aus den Händen gerissen und in das wassergeworffen. Inzwischen nahm er seine zuflucht nach Bafel,und von dar nach Neuschatel, allwo er bis an. 1542. die ge-meine unterrichtete, darauf er nach Metz zugehen vorhatte.Wenig monate vor feiner abreise erregte sich wegen einer ade-lichen Dame, so von Farello wegen verlassnng ihres manneSihrer Pflicht öffentlich erinnert worden , weil sie auf dessen pri-vat-ermahnung sich nicht bessern wollen, ein gefährlicher tu-mult, darinnen theils bürger auf Farelli, theils aber auf deradelichen Dame partey stunden; doch wurde die fache bald inder güte, und durch Vermittelung der abgeschickten von Bern , zugrossem rühm des Farelli beygelegt. Als er nun hierauf nachMetz kam, und daselbst in dem Dominicaner-kloster seine erstepredigt hielte, läuteten diese mit den glocken, daß man seinestimme nicht vernehmen sollte; ja, er mnste sich endlich garnach der Abtey zu Gorze retiriren, allwo ihn der Graf von Fur-stenberg in seinen schütz nahm. Allein, als er auch hier nichtmehr sicher war, entflöhe er zu feiner vorigen gemeine nach Neus-chatel , und that von dar verschiedene reisen nach Gens, allwoer an. 1564. Calvinum, welcher sehr hart darnieder lag , dasletzte mal besuchte. An. i;6$. gieng er abermals nach Metz ,um die vormals allda von ihm gesammlete gemeinde zu besu-chen, welche auch solches von ihm gar sehnlich verlangte. Er
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predigte auch in der kirche , so die Resormirte damalsMetz hatten ; blieb aber wenige zeit allda, sondern kam ttfrnach NeuAakel zurück, allwo er noch in besagtem jähre a/.storben. Dieses ist merckwürdig, daß er in dem 69. »abte ftunes alters geheurathet, und ein jähr vor feinem tode einen sobnaus solcher ehe erhalten. Unter seinen schriften, deren et Zwenig verfertiget, sind : Themata qusdam Bastle* Latine &Germamce edita ; Difputatio Bern* habita; Sommairc & De.claration brieve Necessaire ä tous Chretiens; de la SainteCene du Seigneur, de fön Testament, &c. Erasmus en 20WM. lib. XXX. L-p. lib.XXXI LWecclef. lib. XVI. Calvinus , epistola ad Tigurinos MinistrosAdam. vit. Theol. Ancillon, vie de Farel. Spanhem. in Genevarestituta p. 39. 40. feq. Bayle. *
* Faxemoustiex, ein dorfsamt einer Abtey in Champagne,an dem kleinen flusse Meaux gegen mittag. Ehedessen sollEbraicum daherum gestanden haben. Baudrmd.
* Faxendem , eine marckt-stadt in Barkshire an der west-seite nach der Ouse, war ehemals wegen der vestunq berühmt,welche Robertus, Graf von Glocester, wider König Elevha-num anlegte, welchem es grosse mühe und blut kostete, solchezu erobern, daher er die vestungs-wercke bis auf den gründschleifen ließ, und siehet man jetzo nichts mehr davon. KönigJohannes stiftete eine Abtey Cistercienfer-ordens allhier. cw
dem Brit. p. 137.
Faresides, oder Ebn phares, ein berühmter ArabischerLexicograpbus, welcher in dem X. faeculo nach Christi gedurkfloriret. Er war ursprünglich Raflenfls oder Rajensis; fein völ-liger „ahme ist: AdulHofainAchmed, Ebn PhareS, Ebn Za.charia. Sein Arabisches wörter-buch nennet er Mofchmel Loga,das ist: Runstlich zusammen gebrachte wort-oder sprach-sammlung. An grosse kommt es zwar Geuharis Lexico nichtbey , hat aber diesen Vortheil über jenes, daß bey ansetzung derradicum bis in unsern Lexicis gewöhnliche ordnung beobach-tet wird, da sonsten die Arabischen Lexicographi sich einer sehrseltsamen und beschwerliche» ordnung bedienen. Iac. Golins,welcher, zu Verfertigung feines Dictionarii Arabici, auch die-sen auctorem zu hülffe gezogen, und dieses werck pflegt Mvrji.rnel zu nennen, hält dafür, es sey vor Geuhari heraus ge.kommen. Er starb, nach der gemeinen meynung der Araber,im jähr der Hegira 390., wie aber andere sagen, fünfjähr her-nach , im jähr der Hegira 39;. d. i. an. Christi 1000. oder 1005.Ebn Chalccan. Pococke, fpecim. Golii Lex. Arab. Rotting. bibl.Orient. *
Faxet, (Nicolaus), gebürtig von Bourg en Bresse , warein mitglied der Französischen Academie. Er kam sehr jungnach Paris , allwo er sich zu dem Vaugelas , Bvisrobert undCoeffeteau hielte, lvelchem letzter« er feine Französische über.setzung vom Eutropio dediciret. Hieraus wurde er 8eeretariusbey dem Grafen von Harcourt, welcher ihn nachmals zu fei-nem Haus-Hofmeister gemacht. Hierdurch bahnte er sich denweg zu denjenigen ehrenstellen, welche er ins künftige bekleidensollte; denn er wurde Königlicher Secretarius, und einer dervornehmsten in der Französischen Academie. Er starb «zu Pa-riS an. 1646. im 46. jähre feines alters. Ausser der obgedach«ten Übersetzung des Eutropii hat man von ihm l'IIonnete Horn-me , welches in das Spanische übersetzet worden; desgleichenunterschiedene briese. Das leben Hertzogs Renari II. von Lo.thringen, und die Memoires des Grafen von Harcourt, welcheer gleichfalls verfertiget, sind noch nicht aus licht kommen.Guichenon , bist. de Bresse . Pe'liJJint , bist. de l’Acad. Franq.
* Farfa, ein kleiner fluß in der landschafft Sabina, imPäpstlichen gebiethe, iq. weilen von Rom gegen norden, wel-cher sich in die Tiber ergeußt. Es läflt sich aus diesem bewei-sen , daß es der Alten Farfarus gewesen. Ovidius , met. XIV.330. Daß aber dieses mit des Virgilii Ln. VII. 713. und VibiiSequestris de flumin. Fabaris einerley, zeiget Servius ad Vir-gil. 1 . c, an. CeUarius , not. orb. ant. II. 9. §. 323.
* Faxfaix, eine kleine Schottlänbische stadt; dieser ort hattevor zeiten sitz und stimme in dem Parlemente dieses Königreichs,vor dem unions-a<stu. Sonsten findet man daselbst noch vielemerckmale aus dem alterthum, und glaubet man, es sey dasalte Orrea oder Orrhea eine stadt der Verniconer gewesen.Baudrand.
Savia de eousst, (Emanuel) ein Portugiesischer Ritter,welcher an. 1390. aus einem ansehnlichengeschlechte gebohrenworden. Nachdem er sich in sprachen und andern wissenschaff-ten ziemlich vest gesetzet, begleitete er den Marquis von CastclRodrigo nach Rom , wohin dieser zu Urbano VIII. alS Ambas«sador gieng. Bey dieser gelegenheit richtete er mit unterschie-denen Gelehrten sreundschafft aus, deren Leo Allalius gedc»-cket. Man sagt, daß er aus liebe zu den studien vielmals feinglück hindan gesetzet, dahero er auch wenig vermögen hinter-lassen, als er «„.1630. gestorben. Unter feinen schriften findetman : Lifcurfos morales y politicos ; Imperio de la China;Commentarios a laLusiadaae Luis de Camoes ; Epitomedelas HistoriasPortugefas, &c. welches letztere Werck an. 1672.wiederum nachgedruckt worden. Nach feinem tode sind noch ei-nige andere tractate von ihm heraus gekommen. Anton. bibl.
«karia, ( Thomas de) ein Carmeliter-Mönch, war gebürtigvon Ltsabvn, und lebte zu ende des XVII. f*culi. Er erlernte diesprachen, und brachte sich dadurch, gleichwie durch feinerm