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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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-ere wisscosthafften, grosses ansehen zuwege. Nachdem er «tuterschiedene geistliche würden verwaltet, wurde er endlich Bi-fchoff einer kirchr in Africa , darauf er wenige zeit hernach ge-storben. Man hat von ihm eine beschreibung derjenigen fa-chen, so z» seiner zeit vorgegangen. Cardos. in agiolog. Lu-sit. Alegre, in parad. Carrael. Anton. bibl. Hisp. &c.

* ^aria, (BafiliuS von) gebvhren zu Lisadona den 1$. may<m. 1569. wurde zum Cantor in der Haupt-kirche zu Evora ge-macht, und da dieses Bißthum ledig worden, versähe er daSamt, bis ein anderer gemachet worden, und begab sich nach derHand in den Carthäuser - erden. Er soll die sprachen und dieMalhematic wohl verstanden haben ; die annehmung diesesvrdens aber hat gemacht, daß er beydes verabsäumet, und sichnur auf die gottesforcht geleget, worinnen er verschiedene-cher geschrieben, und endlich den 9. aprii an. 1623. im 66. jäh-re seines alters den geist aufgegeben. NicoL Antonio, biblio.theca Hispanica. Bibliotheca Portug. manuscr.

* Haribo, oder Fardo, ein Griechischer fluß in Macedonien .Er lauft zu Stadia in den Golfo Salonichi. Dieses Stadiahieß ehedessen Diu. Nach dem bericht der Allen ward diesersiuß bey seiner quelle Helicon genannt, und nachdem er sich et,wan 3. stunden davon unter die erde verkrochen, so kommt erwieder hervor, und da fieng er erst an Pharybus oder auchBaphvrus genennet zu werden. Man schreibet ihn auch Be-

phyrils. Baudrand.

* ^arignano , (Thomas von! General der Bettel-Mön-che und nachmals Patriarche zu Grado , und endlich Cardi-nal in dem XIV. fcculo. Er war von qeburt ein Italiäner,von Fnrignano in dem Modenesischen, sein geschlecht kommtaber ursprünglich von Bologna . Nachdem er sich in den Fran-ciicaner-orde» begeben, wurde er auf der Unlversttät zu Bo­ logna erwehlet , die Gottsgelehrtheit zu lehren , und predigteauch auf den besten kantzcln von Italien . A». 1363. wurde erendlich zu obiger General-stelle befördert, da er zuvor die un-tern classen durchloffen. Einige Mönche, welche über ihn ei,fetten, und auch sonsten übel an ihm nahmen , daß er diejeni-gen, welche sich zu der jurisdiction der Provincialen hielten,ihnen entzogen hatte, klagten ihn der ketzerey an. Papst Urba-nus V., für den es gebracht wurde, ernennte hierauf einige Com-missarios, ihn zu examiniren Es schlug aber Übel für seine an-klaget aus, und ward er für rechtgläubig erkläret. Gre-gvrius Xl. war seiner vrthvdorie so überzeuget, daß er sichnicht scheute ihm bald darauf das Patriarchat zu Grado anzu-vertrauen, (so an. 1372. geschehen> und ihn in den wichtigstenanaelezenheiten zu gebrauchen ; er zog sich auch in allen ge-schafften wohl heraus, weswegen UrbanuS VI. ihme zur be-johttung an. 1378. den Cardinals-Hut gegeben. Thomas starbendlich, nachdem er dem Römischen stuhl bis an sein ende gutediensiegeleistet, zu Rom an. 1381. Wudmg . annal. Minorit.

Cmcemus. Ugb ll. Aubery &C.

* 8arima, eine Iaponesische stadt auf der inful Niphon, 20.stunden von Meaco gegen abend, und die Haupt-stadt des ebenso genannten Königreichs Farima, welches ehedessen seine eigeneKönige hatte. Maty, Diction.

^arinaccio, (Prosper) ein berühmter Rechtsgelehrter, warzu Rom an. 1 394. gebvhren. Nachdem er sich zu Padna in dengegl-und weltlichen Rechten ziemlich vollkommen gemacht, kamer wieder nach Rom zurück, allwo er erstlich Advocat wor-den , und durch Vertheidigung der schlimmsten processe gutenzugang gefunden. Nachdem er von dem Papst die wurde ei-nes Procuratoris fisci erlanget, strafte er Die verbrechen mitder grösten strengigkeit, ohngeachtet er selbsten wider die ge-setze der keuschheit, und andere , auf das schändlichste sün-digte. Darüber wurde er nun endlich bey Elemente VIII.gleichfalls angegeben, doch, durch vorbute des Eardinals An.tonii Mariä Salviati, von der strafe befreyel , gegen demsich der Papst verlauten ließ: das mehl (womit er auf Fart-iiaccn nahmen zielte) sey wol gut, aber der sack tauge nichts.Er starb an. 1618. den 30. vct. eben an seinem gedurts-kage.Seine schriften sind : deHaeresi; de Immunitate Ecclesia; ;Decis. Rotas Rom.; Repertorium de Contractibus ; Repertor,de ultim. Voluntatibus ; Praxis & Theoria Criminalis ; Re-pertor. Judiciale; Consilia; Fragmenta; Decisiones variar.Quaest. ; de Delictis Carnis; de Testibus; Decisiones posthu-ML, &c. Thomaßn. elog. Erythraeus , pin. I. c. 13 2. Crajso,elog. P. I. &c.

Farinato, (Paulus) ein berühmter mahler in Italien ,Waran, i;22. zu Verona , aus der familie Farinati degli U-berti, so ihren Ursprung von Florentz hat , gebvhren. Ererwarb sich aber nicht allein durch die Mahlerey, davon er zuVerona , Mantua , Mayland, Rom und Venedig , verschie.dene proben hinterlassen , sondern auch durch die bau - kunstgrossen rühm. In seinem gedurts-ort wurde er zum DirectorderMahler-Academie, und zuni mitglied der Academie deMarmonici aufgenommen, allwo er auch an. 1606. gestor-ben. Kidolfi, vite de Pittori.

* Saringdon, eine Englische stadt und marckt, in der Graf-sthaistBark. ist die hauvt-stadt in ihrer gegend, und liegt gegenss. Englische weilen von Landen. Drft. Anglois.

Faringdon, (Antonius) ein Englischer Theologus, geboh-ren um das firhr 1396. zu Sunmng in Berchez, studirte zuHistor. Uexietn 111. Theil.

Orford , wurde Socius CollegiiTrinit. allda an. 1617., undnach überstiegenen erstern stufen 8. Theoi. Baccalaureus an.1629. Hierauf verließ er die Academie, und wurde Vicarvon Vray in Buckingham, wie auch Theoi. Prastector in derKöniglichen capelle zu Windsor an. 1634. Diese ämter be-diente er beyde bis zu ansang des einheimischen kneges, inwelchem er um all das seinige gekommen, und mit weid undkind hätte darben müssen, wann nicht der Ritter I. Robin-son , Aldermann von Londen , mit etlichen andern guten leu-then, ihm zu hülffe kommen wäre, und ihn zum Pastorat derkirche St. Magdalenä in Londen deruffen hätte, welche sta-tion er mit sonderbarem applausu bediente, bis an seinentob, welcher erfolgte im sept. an. 1633. Er war starck in derKöniglichen partey, und hat deswegen viel ausstehen müssen;durch seine predigten, in welchen viel geist, leben, schars-sinnigkeit, gravitak, Moderation und eifer befindlich war,(wiewol die eloquentz nach dem gout selbiger zelten schmü-cket) hat er sich bey der Englischen kirche sehr beliebt undansehnlich gemacht; er beflisse sich sonderlich dir Haupt-lehrenund lugenden kräfflig einzuschärfen, und machte sich mit gros-sem ernst an die ausreutung der damals im schwänge gehen-den , und in schriften sowol als leben verfochtenen practischenirrthümmer, als da nach seiner aussage waren: GOtt seygrausamer, als die menschen, und doch barmhertziger, al-er würcklich ist; die menschen seyen Heilige, aber daS gefetzsey unmöglich zu halten ; die ansänge des gehorsamS seyen dieVollkommenheit selber; der mensch sey vollkommen, ob erschon mehr sündige, als gehorsam leiste ; die zugerechnetegerechtigkeit sey alles in allem , ob wir schon keine eigr,ne haben; wir sollen uns versichert halten unserer erweh.lung, ob wir schon mehr »rsach haben zu verzweifeln; diegnade würcke auf eine miraculose weise, und sey irresistible;des menschen willen aber heisse nichts, und sey ein Wort,welches bedeute einen willen, der nichts wollen könne; undandere dergleichen. Seine sermons sind nach seinem tobe zu-sammen gesammlet, und in drey theilen in fol. zu Londen ausgegeben worden, davon der erste allein von dem authoreselbsten ist an tag gebracht worden. Ex ejuismpt. & A. Wood.antiq. Oxon. *

Farmier, (Wilhelmus) General des Franciscaner-ordenS,und Cardinal, war von Gourdoa in der Dioeces von CahorS in Franckreich gebürtig. Den gründ seiner studien legte er zuToulouse , allwo er nachmals die Doctor-würde angenommen,und sich so vernünftia aufgeführet , daß man ihm die vor-nehmsten chargen von seinem orden aufgetragen; wie er dennanfangs dessen Provincial in Guienne, und an. 1348. garOeneralis worden. Hierauf hielte er an. 1331. und 1334.zwey zufammenkünfte der Geistlichkeit, in deren letzter», wel-che sich zu Aßift versammlele, beschlossen wurde, den Consti-tutionibus Bonavenkurä nachzuleben, welche man bannen,hero Constitutiones Wilhelmi Farinier genennet. An. 1336. er.theilte ihm Papst InnvcentiuS VI. den Eardinals - Hut. Überdiß wurde er auch Prior in der Dioeces von PamierS , undstarb an. 1361. zu Avignon . Man hat von ihm einige fchrif,ten , da unter andern eine von Wechsel und Wucher han-delt. Bosquet. in vita Innoc. VI. Wadittg. annal. Minor.Frt2»n. Gall. purpur. Aubery, hist. des Cardinaux. La Ro.ehe Pozay , nomencl. Cardin. &c.

Farinula, (Nicolaus) ein Cardinal aus dem Dominica­ ner -orden , war von Rouen , einer stadt in der Normandie , ge-bürtig. Wegen seiner vortresiichen wissenschafft in der Theo.lvgie,machte ihn König Phiiippus der schöne zu seinem Beicht-vatter, und ob schon Bonifacius VIII . mit ieiner aufführnngnicht allzu wohl zufrieden war, und ihn dannenhero nach Rom citirle, so ertheilte ihm doch Clemens V. an. 1303. den Car»dtnals-hut. Hierauf befand er sich bey der wähl IohanniSXXII., und starb an. 1323. zu Lvon. t>izon. Gall. purp.Spondan. an. 1303. n. 3. Guido, in Clem. V. Onupkr. Aubery.

* Farmer, ein ansehnliches geschlecht in Engelland. Richar»dus Farmer erbte von seines vatters bruder, Wilhelms Far-mer, zu Sommerton ein groß vermögen, und brachte dazu vieleschöne gülher in der Grafschafft Northampton an sich, büs-sele aber dieselben zu Henrici VIII. zeiten sämtlich ein, weil er.vor die Catholische religion einen besondern eifer bezeigte. Je-doch Eduardus VI. gab ihm an. 1330. etwas wieder, da erdenn auf seinem schlösse zu Easton-Neston das leben endigte.Von seiner gemahlin Anna, einer tochter Wilhelmi Brown ,hinterließ er unter andern folgende 2. söhne: i. Der jüngste,Thomas, errichtete die linie zu Sommerton. r.) Der älteste,Johannes, war Ritter des BadeS , und starb an. ,37,. nach»kem ihm MathildiS, eine tochter Nicolai, Lords Vaur, Baarons vonHarowden,feinen Nachfolger Gcorginm gebvhren. Der,selbe diente in seiner jugend unter Wilhelms, Printzen.vonOranien, in den Niederlande », und brachte hernach auf feinemschlösse Easton die zeit in guter ruhe hin, hatte auch an. 1603.die ehre» den König Jacobum I. und dessen gemahlin zu bewir-then. Von seinen söhnen, die er mit Maria, einer tochter underbin deS Ritters Thomä Curson, gezeuqet hatte, bekam der äl-teste, Hatton, mit Anna, Wilhelmi Cockain tochter, unterschied-liche linder, davon folgende zwey zu mercken: 1.) Der inugste,Hatton, war Oberst-Wachtmeister zu pferde unter dem Printzenvon Wallis , und blieb an. 1644. bey Oxford in dem 19 · iahre

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