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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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f a r f a s

SchiraS , die andern find Kasirum, Bunitzan, Firusabathund Astar. OtearU Pers. reise-beschreibung, tom. V. 2. p. 540.Es wird auch dazu die kleine provintz Laristan mit der stadt Largerechnet. Taverniers Pers. reis. IV. I.

Aartach, oder, wie fie von einigen scribenten genennet wird,Hadrimut, ist die haupt-stadt einer provintz gleiches nahmensin dem glückseligen Arabien.

Faruelum, siehe Farwell, ( Capo).

Farwangen, ein grosses dorf in dem Cantvn Bern am Hall.weiler-see gelegen, und nunmehr» denen von Hallweil mit hohe»und niedern gerichten zuständig. Nächst dabey ist eine wiese,auf welcher an. 1,09. aus befehl Hertzogs Leovoldi von Oester.reich, KayserS Alberti I. söhn, zur raache des mit hülffe Ulrichsvon Palm, Herrn des schlosses und Herrschafft Farwangen , anseinem vatter begangenen mords, 6j. theils Edelleuthe, theilsihre diener an einem tag erbärmlich enthaupten lassen. jE&a.Tscbudii chron. MSct. P. I. ad ann. r zoy. *t ^arwell, (Capo) Französisch Cap dAdieu, ist das amweitesten gegen luden zu gelegene vorgebürge von Grönland ge»gen Neu-Franckreich zu, 100. Französische Meilen von Forbls.yers-bay, so sich ins merr von Canada erstrecket, und der ost,feite von Estotiland gegen über lieget.

* Has, eine vestung in der Circaßier lande, in Asien , welcheder Türckische Sultan, um diese völcker im zäum zu halten, an,

Ä ; doch ist sie von keiner sonderlichen Wichtigkeit. Sagrtdo ,ann. Pfort. VIII. p. 293. scq.

8aldnen-insul, Isle des Faisans, eine kleine insul auf demHu sie Bidassoa , welcher Franckreich von Spanien scheidet, et,wan eine meile von der geaend , da sich besagter siusi ins meerergießt, untm am Pyrenaischen gebürge. Sie gehört wederder Cron Spanien noch Franckreich, und wurde daherv zu denfriedens-tractaten erwehlet, welche an. 1619. zwischen den bey,den Cronen daselbst gehandelt und geschlossen worden. Zu die.sein ende baute man in der mitten ein höltzern Haus auf, wor,innen Don Louis de Haro und der Cardinal Mazarini zusammenkamen, die beyden Könige von Franckreich und Spanien auchselbst mit einander eine conferentz hielten, auch die Spanischean Ludovicum XIV. durch diesen friedens-schluß verlobte Prin-tzeßin ihm überliefert warb. Nicht weniger wurde bereits vor,hero dieser ort zum duell zwischen Kayser Carolo V. und»Nige Franciscv I. auserfthen. Baudrcmd. Becmanni hist. or-bis terrar. p. i?2. & 1;;. *

FASCES , war ein bund dünner stecken, worein zugleichein beil gebunden war, welches die Lictores den vornehmstenMaqistrats-personeu zu Rom aufder achsel vorher trugen, umdadurch anzuzeigen, daß sie macht hätten , mit den stecken amleibe, und mit dem beil am leben zu strafen. Die Römer bat,ten solches von den Hetruriern abgesehen, als deren Könige sichdergleichen vorher tragen liessen, und zwar an der zahl zwölf,so viel erstmals städte in dem Hetrurischen Reich waren; daherdann auch die Römische Könige diese anzahl beliebet. DieConsules hatten zwölf fasces, welche demjenigen , so den Mo-nat über am regiment war» durch so viel Lictores, die in ei-ner reihe hinter einander hergiengen, vorher getragen wurden.Die Dictatores hatten vier und zwanzig, nemlich so viel alsdeyde Loniules, um zu zeigen, daß deren gemalt in dem vi.ctatore vereiniget wäre. Dessen Magister Equitum scheinet 6 ,gehabt zu haben, wenigst zu Cäsaris zelten , und in abwesen,heil des Dictatoris. So lange der vecemviromm regimentwährte, hatte jeder unter ihnen zwölf fasces. Die Duumviriin den colonien hatten zwey falbes; die Pratores und Procon-sules 6. Wenn ihrer zwey einander begegneten, so musien desgeringern Lictores mit ihren fascibus ein compliment machen,und sie etwas niedriger tragen. Wenn die fasces mit lordeerumwunden waren, so war es ein zeichen, daß sie einem Gene-ral zugehörten , jd einen grossen sieg befochten, wiewol mansie nach der zeit unter den Kaysern stets also tragen inuste.Wenn man einem Kayser die leich-proceßion hielt, wurden sieauch , aber umgekehrt, vorgetragen. Lipfius , elect. Lgdama>de Magistr. *

* ikasch, (Augustinus Henricus ) ein berühmter Mediais,ward zu Arnstadt den 19. febr. an. 16,9. gebohren. Sein vatter,der allda Archidiaconus war, ließ sich die auferziehung diesessohns sehr angelegen seyn, wie dieser bann auch schon in den schu.len alle seine neben-schuler an fleiß und gelehrsamkeit weit über,träfe; er erlernte die Griechische und Lateinische sprachen ausdem gründ , und hatte in sehr jungen jähren nicht nur alleschwerigkeiten derselben schon glücklich überstiegen, sondernkannte auch alle Zierlichkeiten derselben. In dem 20. jähre sei-nes alters kam er gen Jena , und ward allda als ein wunderder gelehrrheit angesehen. Guernerus Rolsincktus, der berühmteMedicus und Philosophus , hatte kaum die herrlichen gaa-den des jungen Faschs erkannt, so nahm er denselben zu sich infein Haus, unterwiese ihn in allen wissenschafften, sonderlichaber in der Artzney-kunst und in der Chymie, und erlaubte ihmden völligen gebrauch seiner dibliotheck. Es hatte also Faschin fünf jähren einen vortresiichen schätz von gelehrtheit bey die-sem grossen mann gesammlet, und gedachte nunmehr in dasvatterland zurück zu kehren. Er kam auch in der that an.rüS;. allda an, und erschiene an dem dasigen Hof mit einer

fas

der zu sich kommen, und verschaffte ihm zu Jena die Tdram Botanic. Chirurgs & Anatom, samt dem tikul und ein.kunften eines Furstl. Sächsischen Leib-Medici. Übrigens ivawFasch bey zeiten krancklichen leibs , und starb den ijjla1690. in dem fünfzigsten jähre seines alters. Erhalte verübst,dene medicimsche difputationes geschrieben. Ztumn. de vi 3krvfeff. Medic. Jenens. Mcmget. biblioth. script. MedicorIib. VI. Witte , diar.

FASCINUS, war bey den Römern ein gott, der dai be.schreyen und andere hexereyen wegschaffen sollte. Wenn einertriumphirte, so ward dessen bild unter den wagen qehänael. da.M't lhm der neid beS volcks nicht schaden möchte - denn diealten Römer und andere Heyden stunden stets in furcht, i!emöchten von andern leuthen bcschrien oder verhext werden,und gaben deswegen allerhand tolle dinge an. Sie mennkeaauch so gar, wenn einen gewisse Personen unrecht ansahen,( welches man oculum invidnm oder malignum nennte,) in.gleichen wenn sie einen sehr lobten, so schade es, und sonderlichden kindern. Dieses suchten sie zu verhindern, 1.) daß manden leuthen etwas vormachte, daß sie nichts böses dencken soll.ten, z. e. den kindern hieng man ein männlich glied von silberan den hals; die schmiede und schlosser machten an ihre werck.stätte allerhand wunderliche dinge. 2.) Sie liessen andere leu.the ihr gluck nicht wissen. Sie thaten sich selbst einen scha.den, alS wie Polycrates, welcher seinen kostbaren ring weg.warf. Massen auch L. Aemikins Panllus nach erlangtem Herr,lichen siege wider Perseum, den König in Macedonien, ans ebendieser embiiduna die götter bäte, daß, wo sie solches glückdurch einen unglucks-fall mäßigen wollten < sie selbigen eher überihn und sein Haus ausgehen liessen , als über das gemeine mftn ; worauf die zwey söhne, welche er sich übrig behalten,nachdem er zwey andere, einen von dem ältern Scipione Afri.cano, den andern von Fabio hatte adoptiren , oder an kjnds.statt annehmen lassen, der eine vier tage vor, der zwevte dreytage nach dem triumph sollen verstorben seyn. Über obigespflegten auch die ältesten Römer, wo sie etwas von sich oder denihrigen rühmten, oder ein ihnen widerfahrnes glück vermelde,ten, das Wort Pnefiscine beyzufügen, IN der Meynung, daß da«durch die gefahr von dem Fafcino sollte abgewendet werden.Manche spyen sich dreymal in den schovs, oder brauchten dieVersus Fescenninos, damit sie alles böse von sich abwendenmochten. Aisarius , de invidia & Fafcino. *

* Faseolus, (Johannes) von Padua gebürtig, wurde an.1567. in seinem vatterlande an Franrisci Robvrtells stelle z«mProfestbre Eloquentste ernennt. Als er nun sein aml mit eineröffentlichen rede gewöhnlicher Massen antreten wollte, halte erdas unglück, daß ihn sein gedächtnis sogleich bey dem erstenansang derselben dergestalt verließ, daß er ausser dem Worteplacuit, welches er zu verschiedenm malen wiederholet, wti,ter nichts vorbringen konnte» und sich gezwungen sahe, selbigegantze rede aus dem concept her zu lesen. Er hat sich abernachgehends in einer besondern schrift gegen seine Patronen undcollegen bißfaüs entschuldiget, und in derselbigen erwiesen,daß was ihm hierinnen begegnet, auch wol ehedessen den grö-sten Rednern widerfahren; auch durch andere proben zur ge,nüge gezeiget, daß es ihm an den zu führung dergleichen am»tes benöthigten krässten nicht gefehlet. Er ist endlich im dec.an. i57'. gestorben , und hat ausser einigen Lateinischen Epi-steln, eine Übersetzung von des SiMplicil Lommentarioin üri-stotelis libros deAnima, Venedig 154;. in fvl. hinterlassen.Scardeonius , de Claris Patavin. II. p. 249. Riccobouus & Tbc ·ntaßnut , de Gymn. Patav. Papadopoli , hist. Gymn. Pat. tom, I.

* S«so, (Antonius) ein Sicilianischer Theologus, waran. 1509. gebohren. Nachdem er zu Palermo unter Hierony,mo Baldovino sich in den wissmschafften geübt, ttat er in denorden der Carmeliter; worauf ihm der Vice-König Ferdinan-dus Gonzaga ein Canonicat zu Palermo gab. An. 1546. warder Abt des klosters St. Anastasiä in der Dioeces Cesalcdi, undkam darauf nach Rom , da er von Papst Paulo III. viele gunst

S enoß, nach seiner zurückkunft aber an. 1557. von Paulo IV. efehl bekam, das leben St. JohanniS Licii seines landSmanuSzu beschreiben. An. 1561. ward er Bischoff zu Cefaledi undMazara , und drey jähr hernach zu Agriaento, und starb denrg. oct. an. 1572. Er hat seines lehrmeisters des oben gemeld«ten Baldovini philosophische schriften zum druck befördert, auchCommentarios de Bello Germanico Caesaris Caroli V. und INItaliänischem Metodo di confeflarsi, hinterlassen.bibl. Sicula.

* Fasseau, (Paulus) bey Mons im Hennegauischen ge,.bohren, ward den 9. sept. an. iS;;. ein Dominicaner-Monch,an. 1671. Eicentiatus zu Douay, und nach der Hand etliche jah,re lang erster Professor zu Lösen. An. 1677· wohnte er einemGeneral-Capitul feiner provintz bey, und starb zu Mons den 9.april an. 1691. An. »670. ließ er zu Douay ein werck in druckgehen , genannt: Authoritas Germani Philalecis, contra prae-motiones Phyiicas, pro scientia media , exauctorata &c.

FASTI, waren zu Rom gewisse marmorne tafeln, aufwel,chen die nahmen derer, so in Rom ehren-ämter besassen, inglei,chcn auch die jährlichen feste und solennen tage eingehaue» wa.