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«tt. E>e waren entweder majores oder minores. Auf jenenüiuiden die nahmen der Consuinrn, Dictatorum, und derer,die triumphirt hatten. Diese aber waren nichts anders als ca-tender, woraus man wissen konnte, wenn die feste und andere,u jeder Verrichtung bestimmte oder bequeme tage einfielen.Diese sestos wußte sonst niemand als die Pontifices, welche dieobgedachle tage zuerst dem volck von einer zeit zur andern ansa-gen wüsten, wobey sie sich aber immer nach ihrem und andererppriiehnistcr Regiments-personen willen richteten, und das volck,sonderlich, wann es etwas gegen des Raths adfichte vornehmenwollte, erbärmlich bey der nase herum führten. Aber A. ü. $50.hat sie Cn. Flavius, der des Äppii Claudii schreiber war, un-M das volck gebracht, wodurch dieses auf einmal von einemsolchen armseligen zwang befreyte volck eine so grosse gunst ge.gen Cn. Flavium gewonnen, daß es ihn , odwol er von frey ge-lassenen knechten hcrstamnite, zum obersten Bau-Herrn (iEdiliCutuli ) machte. Cic. pro Muraena. Liv. lib. IX. Phn. lib.XXXIIf. si- Geil. ex annalibus Pisonis. Panviniu r, fast. *
' j;astida, König der Gepiden, einer Gothischen nation,führte um das jähr -4°. mit den Burgundiern blutige kriege,in welchen diese von jenen überwunden, und aus ihren bisheroinne gehabte» landen vertrieben wurden. Hierauf wollte Fa-stida um das jähr 246. die grentzen seiucs Reichs auch auf derandern seile gegen die Gothen erweitern, und drohete daher»ihrem Könige Ostrogothä mit den Waffen, dafern er nicht gut-wlllig ihm ein stuck seiner lande einräumen wurde. Allein alses zum treffen kam, behielt Ostrogothä die oberhand, und Fa-slida wüste sich mit grossem vertust und schimpf zurück ziehen.Jitnimdet, Get. 17. .Jo. Mmmus , Goth. Sueon. Rist. VI. 9.vonSünau» Teutsche Reichs-Historie, tom. I. lib. III. Z. 95.p. 784· tom. II. lib. III. p. 6)4. Mascou , geschichte der Teut,schen, VII. 17. 22.
' Fastidius priscus, ein Engelländischer scrident in demfünften jnhrhundcrt nach Christi geburt , hat zwey frommewercklein geschrieben, das eine von dem Christlichen leben,das andere von dem Wittwer - und Wittwen - stände.Das erste findet man auch unter den wercken des H. Augustiui.Genvai. de script. eccles. Du Pin , biblioth. des auteurs deJ’EgHse.
^astow, ist ein ort in der Polnischen Woywvdschafft Kiow,allwo die Bischöffe von Kiow refidiren. Auch haben die Jesui ten ihr Collegium, welches sie vorhin zu Kiow gehabt, hieherverlegt.
Fastrada, Caroli- M. dritte gemahlin, welche er sich an.78!. zu Wvrms beygelegt, war eine tochter Grafen Rudolphivon Francken, und machte sich durch ihren Hochmuth und grau-samkcit bey den Franzosen so verhaßt, daß sie eine conspirationanspönnen, um sowol ihrer, als ihres gcmahls auf einmallos zu werden, und Pipinum, einen von seinen natürlichen süh-nen , an seine stakt auf den thron zu heben, welche aber beyzeiien entdecket ward. Sie starb an. 794., nachdem sie CaroloAI. zwey kinder gebohre». (Siehe Carolus M .) Egmbaru. in
vic. Caroli AI. Anna/. Metens. & Berlin . &c.
^atagar, ein Africanifches Königreich in Abißinien, wel-ches ostwärts an Balia grentzet, und vormals von Christen be-wohnet wurde. Der Commendant in dieser stabt wird Fata-gar Asgua genennet. Ludoipb. in bist.
Fattma, eine tochter des Propheten der Türcken, Maho-mels, und gemahlin des Ali. Einige wollen sie für diejenigePerson halten, welche von den Mahoinetanern zu Coin als eineHeilige verehrt wird; allein die meisten berichten, daß dieseHeilige eine tochter des Ali und der Fatimä, oder deren nefe,oder wie am wahrscheinlichsten ist, eine tochter des Mousa,welcher ein söhn des Dagasers, gewesen sey. Vor diese letz-tere geben sie die Mahometaner selbst in ihren gebäten aus.Aus eben dergleichen gebäten siehet man , daß diejenige Fatima,weiche sie vor Mahomet des auserwehlten tochter, und Ali deshochgeliebten frau ausgeben , von den pilgrimmen die reineste,gerechteste und unbefleckteste jungfra» , und zugleich die Mut-ter der ir. wahren Statthalter GOtkes durchlauchtiger ankunstgenennet wird, welches, >vie man siehet, eine liederliche nach-Mng ist dessen , was in H. Vchrist von der Jungfrau Mariagejaget wird. Bßpier , remarq. für l’etat de l’Empire Otto-man par Ricaut, p. z 19. Dienn de Torres , bist. des Cherifs,ch. 74. & 107. Detla Valle reise. Chardin , voyage de Perfe.Bayle.
* Fatinellts, (Fakineüi de ) war den 14. sept. an. 1627.aus einer alten familie zu Lucca gebohren. Er legte daselbst dengründ z» seinem studiren, und brachte den Cursum Philoso -pWcum und Juridicum zu ende, gieng aber an. I6?o. nachRom , und ließ sich von einem geschickten Advocaten serner inden Rechten unterweisen. Endlich ward er zu Macerata an.lSi4. J. ü. D., gieng wieder nach Rom , und gab erstlich einenlldvocaten, hernach einen Richter ab, indem er zum Auditoredon Nie. Acciajuvli, Gcneral-Auditore der Cammer gemachtward. An. ,669. erhielt Acciajuvli von Elemente IX. den Car-vznals-.hut, und ward an. 1670. als Legat nach Ferrara gesen-det , da er den Fatinelli, als seinen General-Auditor, Richterder Schatz-Cammer und Civrl-Lieutenant, mit sich nahm, da"auch an. 1Ü7;. wieder mit ihm zurück nach Rom kam, und«>s der Cardinal Acciajuvli von Imtvccnli» XI. zum andern
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mal als Legat dahin verschicket ward , vertrat Fatinelli wie-brum dieselbe bedienuna bey ihm von an. 168». bis 1690., undward daher von ihm bey den Päpsten Innocentio XII. undElemente XI. aufs beste recommendiret. Weswegen ihn der erstean. 1691. zum Beysitzer zu Campidoglio . wie auch hernach zumReferendario beyder signature» und Präsidenten der Apostoli-schen Cammer, und folgends zum Votanten der flgnatur zumRecht und endlich auch deren zur gute, machte. Clemens XI. aber ernennte ihn an. 1706. zum Glerieo der Apostolische» Cam-mer und zum Prälaten der Congregation de Paroni , und ver-traute ihm andere wichtige amter. Endlich starb er an. 1719;Er hat folgende schriften ans licht gegeben: de Referendario,rum votantium Signatur® Collegio , RvM 1696. Tractatus deTranslatione Penlionis , & Refponla Juris, ib. 1709. in svl.welches das erste buch zu folgenden ist; Observationes ad Con-stitutionem XLI. Clementis Papa: VIII. nuncupatam Bulla Ba-ronum , & Responsa Juris. lib. II. ib. 1714. ill fol. IV. vol.Vita beat» Zitae , Virginis Lucensis , ex vetustissimo CodicelYISct. fideliter transfumta , Fermra 1688. Giornale de Leite -mi, tom. XXXIII.
FATUM , eine Heydnische gottheit, welche von den Grie-chen Uimarmene, ti/ua^ue<·», genennet worden. Sie soll ih-.reu Ursprung von der nacht und dem höllischen gott Erebo ,oder von der Nothwendigkeit haben , oder auch aus dem meereoder aus dem ersten unförmlichen klumpen, Cbaos, hervor ge-kommen seyn. Cicero sagt, das fatum sey alles dasjenige,was GOtt beschlossen und verordnet, daß es geschehen solle.Chrysippus und die Stoici überhaupt nenneten es eine unver-meidliche oder unveränderliche reihe und kette der fachen, diedurch ewige ordnungen einer folgung, aus welchen sie gleich-sam zusammen geknüpft sey , sich in einander drehe und ver-wickle. Das Wort fatum kommt her von fari, reden, obersagen, weil nemlich diese göttin einem jedweden menschen beyfeiner geburt sein künftiges schicksai sage. Die drey Pare® wer,den unter diesem nahmen des sati begriffen. Catuii. in epit,
Thet. Hejiod. Plato , lib. X. de Republ. Lycophr. Serv. inI. iEneid. Eußb. VI. prtepar. Evang. Cic. de fato, & dedivin. I.Boet, in top. Varr. ap. Lit. Pomey , panth. myth. p. 204.
f iavaroni, oder de Favaronibus , ( Augustinus ) sonst An-imis von Rom genannt, war von Rom gebürtig, allwo ihndie Augustiner-Mönche , in deren ordcn er sich begeben , an.1419. zu ihrem General erwehlten. Hieraufwurde er Bischoffzu Cessna in Romagna , und nachgehends bekam er gar den li-tul eines Ertz-Btschoffs von Nazareth, dessen sitz zu Barlercain dem Neapvlitmusshen Kvmgreiche ist. Er starb an. 144;.und hinterließ unterschiedene anmerckunge» über die Offenba-rung St. Johannis , über die Episteln St. Pauli und den Ma-gistrum sententiarum ; desgleichen einige tractate de Peccato original! ; de Potestate Papae ; de Sacramento Divinitatis JesuChristi & Ecclefi®; de Christo Capite & ejus inclyto Princi-patu ; de Charitate ejus erga Electos & infinito Amore, &c.welche drey letztere bucher aber mit unter die verbotenen ge-setzt sind. Tntbemiu) & Bellarminus , de script. eccles. PattupbiEiffius. Ugheü. &c.
Javas, oder Favars, siehe Bargemon.
* ^zavas , ein altes und berühmtes Hans in Gnienne, undzwar in der Dioeces Bazas . Mezeray sagt bey der regierungCaroli IX., daß die Favas unter die vier Baronen gehöret ha-ben , welche bey der belagerung Navarrins mit in der capitu-lation begriffen gewesen, und alle insgesamt auf ordre desMontgomery sind nieder gemachet worden. Zu der nemlichenzeit wurde ein anderer Favas von St. Macaire gebürtig, wel-cher aus dem berge zu Marsim commandirte, aufgefangen , daer schon init Monluc von der Übergabe des schlaffes tractirte,und auf beseht des obgemeldten Capitains milder gantzen gar-nison durch die klingen gejagt, und unter der regierung Hen-rici III. lebte noch ein anderer Favas, Johannes zugenannt,welcher Bazas den Protestanten eingeliefert, um der strafe ei-nes Meuchelmords, den er begangen, zu entgehen. Vid. Me*a eruy , Carol. IX. und ttenr. Ill. &c.
Zauber, von Randeck, siehe Randeck.tauchet , (Claudius ) Präsident bey dem Rathe, welcherüber dte muntzen gesetzet war, war von Paris gebürtig. AlsSiena von den Päpstlichen und Florcntinischen lrouppen an.i;;;. belagert wurde, die darinnen liegende Französische garni-son aber dadurch in noth kam, schickte ihn der Cardinal vonTvurnon an den König in Franckreich, sich bey ihm raths zuerholen, was in einer so wichtigen fache zu thun wäre , wo-bey er sich so wohl auszuführen wußte, daß ihm dadurch derweg zu erlangnng unterschiedener ehren-stellen aebahuet wurde.Doch die vielfältige arbeit, die er dabey auszustehen hatte,konnte nicht hindern , daß er nicht auch durch schriften der ge-lehrten welk hätte nutzen sollen. Man findet davon unterschie-dene , als: eine gelehrte Übersetzung des Taciti in Pas Frau.zösische, woraus man nemlich siehet, daß diessb mann den Ta-citum und die zu dessen erläuterung zu wissen nöthige stückewohl verstanden , wiewol er im übrigen solches alles nicht mitder nettesten oder artigsten schreib-art vorzubringen gewußt hat.
Origines des Chevaliers , Armoiries , &Herauts, enfemble del’ordonnance , armes & Instruments , defquels les Franqoisont anciennemeiit uie en leurs guerres; Recueil de I’Origine
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