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de la Langue & Poesie Franqoise, Ryme & Romans; plus , lesNoms & Sommaire des Oeuvres de 127. Poetes Franqois, vivansavant l’an. 1300. ; les Antiquites Gauloiscs, welches buch We-gen des alten und unangenehmen styli Ludovicus XIII. inFranckreich mit solchem Verdruß gelesen, daß er darauf, wieman sagt, niemals mehr ein buch in die Hand nehmen wollen.Seine wercke sind an. 1610. zu Paris und im folgenden jährezu Genf zusammen gedruckt worden. Sammartb. elog. lib. V.La Croix du Marne . Du Verdier Vauprivas & Sorel , dansla bibliotheque Franqoise. Menagiana. UEnfant , hist. detous les siecles de la nouvelle lol, mois de mars pag. x6o.Bayle. *
Faucheur, (Michael le) ein Prediger der Reformirten inFranckreich , trieb seine zuhörer durch die Wichtigkeit seiner be-weisthümmer und durch geschickte Vorstellungen dermaßen ein,daß unter andern der Marschall de la Force niemals mehr zumduestiren konnte gebracht werden , als er die gründe des Fau,cheur hierüber erwogen. Er lehrte zu Montpellier , und von darwurde er nach Paus beruffen, allwo er an. 16*7, t>en 1. aprilgestorben. Man hat von ihm des Sermons ; un Traite, del’Eucharistie contre le Cardinal du Perron, wvrinnen er die Überdas H. Abendmahl schwebende streitigkeit mit ungemeiner ge-schicklichkeit aus den Kirchen-Vältern ausführet, so daß manvor ihm bey weitem nichts so vollkommenes von dieser materiegehabt; wiewol solches dennoch hernach von des Albertiniwerck ist übertroffen worden, dazu es aber auch einen reichendeytrag gegeben: Un Traite de 1 ’ Action de l’Orateur ; welchean. 1690'. mit einer Lateinischen Version heraus gekommen, dasie vorhero zu Lyon und Leiden nur Französisch gedruckt wor-den. Witte , diar. biogr. Atta Erudit. Lips. ad an. 1687.p. 17.18. & ad an. 1690. p. 368. Bayle. *
Faucognev, eine mittelmäßige stadt, mit einer barzu ge.hörigen Prevdte , in der Grafschafft Burgund, an den Lothrin-gischen grentzen gelegen. Von den örtern, welche davon de-pendiren, sind die vornehmsten: Fougereuil, St. Hilaire undServance.
Faucon, oder Falconi, die familie, hat ihren Ursprungvon Florentz, die sich aber in unterschiedene aste in dem Nea-politanischen Königreiche zertheilet. Aus diesem ist an. 149;.Falco oder Falconi mit dem Könige Carolo VIII. welcher be-sagtes Reich unter sich gebracht, nach Franckreich gekommen.Er hatte von Charlotte Buzelli zwey söhne, Franciscum undAlerandrum. Der ältere begab sich in den geistlichen stand,wurde Bischoss zu Tülle, Orleans , Macon und Carcaffone,und von Francisco 1 . zu wichtigen dingen gebraucht. Alexan-der aber pflantzte das geschlecht fort, und führte den titul ei-nes Herrn von Puiredon und Ris. Sein söhn Claudius,
( von dem ein eigener artickul folget,) starb zu Paris an.iüor.und hinterließ vier söhne: Alexandrum, welcher oberster Präsi-dent des Parlements in der Normandie gewesen; Carolum,welcher eben diese charge bedienet; Claudium, Herrn von Mes-siez de Branquefort, und endlich Franciscum, welcher ein Mal,theser-Ritter worden, da er sich unter dem nahmen des Com-mandeurs de Ris bekannt gemacht. Carolus Faucon hatte un-terschiedene kinder, davon der älteste söhn Johannes Ludovi-cus Herr von Ris, Marquis von Challeval, Graf von Bac-queville, rc. gleiche chren-stcüe mit dem vatter bekleidete, undmit seiner gemahlin Bonne le Roger das geschlecht fortge-pflantzet. Tbuan. hist. Sammartb. in elog. Ammiratbo , fa-mil. di Tose. Franc. &c.
t Faucon de Ris, (Claudius 1 erster Präsident in demParlement von Bretagne , gegen dem ende des XVI. sseculi,ward zu Paris aus obgedachtem qeschlcchte, so in Langueboc sei-ne güther hatte, aber ursprünglich von Florentz war, geboh-ren. Er wurde bey Francisco Faucon, seines valters bruderauferzogen, welcher zuerst Bischofs zu Orleans , alsdann zuMacon und endlich zu Carcassonne gewesen. Dieser gedachtePrälat hat den Claudium seinen vetter zu sich genommen,um ihm seine Kirchen-Renesieia zu verschaffen ; Claudius aberhatte mehr lust zu civil-bedienungen, und wurde Präsident überdie Enqueten-Cammer. Der König Heinrich 111 . machte ihnzu seinem Staats-Rath auf die recommendation des Hertzogsvon Joyeuse, und beehrte ihn hernach mit der ersten Prasiden-ten.stelle bey dem Parlement in Bretagne . Faucon de Risdiente dem Stande nützlich und mit eifer,, sonderlich in denVerwirrungen die Gigue betreffend. Der König schickte ihn zuder conferentz bey Montmartre, des friedens wegen. Da ereinst von Paris nach Rcnnes wieder zurück kehren wollte,wurde er von den Liguisten aufgefangen, welche ihn ziemlichlang unter ihren bänden behielten, und während dieser gefan-genschaffl hat er sein Poema über die einheimischen kriege ge,schrieben. Seit der zeit verließ er sein amt, um seine übrigelebens-zeit in ruhe zu Paris zuzubringen, und starb allda an.1601. seines alters ungefehr 6;. jähr. Scävola de SamteMarkhe hat sein lob geschrieben , ohne andere gelehrte Fran-zosen und ausländer zu nennen. Thuanus redt auch mit vielerHochachtung von ihm, und heisset ihn unter andern Virum
acerrimi ingenii.
Fauconberg, oder Falconberg , ingleichen Fcklcon-hrtvge, war ehemals der zunähme einer edlen und alten familie,ursprünglich aus der Normandie , und welche sich von Ryse inHvldrrneß, in der Englischen provintz Porckshire, zu sthreibm
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pflegte. Aus derselben war entsprossen Walther von Solo«,toxQ, welcher mit Agnes, einer schwester und erbin Pern^'Brus, Skelton m Cleveland , nebst andern länderenen erhnira.thete, und von an. 1297. bis an. 1306. zu allen Parlementmals Baron beruffen ward, worauf er in dem letzt - gemeldtenjähre mit tobe adgieng. Von ihm stammte her der Ritter Tbo-mas von Falconberg, dessen tochter Johanna zuwege brachte,daß ,hr gemahl, der Ritter Wilhelm Nevil, ein jüngerer so ndes ersten Grafen von Westmorland , Ralph Nevils, an. imdem titul euies Lords Falconberg in dem Parlement seinensih bekam. Nachdem dieser unter des KönigS Eduarti IV «,grerung, als Graf von Kent, ohne männliche lcibes - erben ge-storben, blieb der titul von Falconberg eine lange zeit liegen, bisendlich die familie derer Belasyse aufs neue damit beehret wer.den. Dieses geschlecht, nachdem es etliche 100. jähr in demnördlichen theil von Engeüand, sonderlich aber in dcmBißkhumvon Durham in grossem ansehen gelebt, kam in dem XVIIiXeulo vollends recht empor. Denn der Ritter Henricus Beiisssyse von Newborough in Aorckshire ward den 29. jim. an. ,Sn*um J 3 aronet gemacht. Sein söhn Thomas, welchen er mitdes Ritters Thoma Fairfax tochter, Ursula, gezeugt, bekam den2;. may an. »627. die würde eines Lords Falconberg, und den;r. ,an. an. 1642. den titul eines Vice-Grafen Falconberg vonHenknowl. Er starb an. 1652. und ließ von seiner gemahlin,Barbara, einer tochter des Baronets, Henrici Cholmondley vonRoxdy, zwey söhne, Henricum und Johannem. Den letztenmachte der Konig Carolus 1 . zum Lord Belasyse von Worlaby.(Siehe den artickul Bellasife.) Der erste aber starb noch vorseinem vatter, und hinterließ von seiner gemahlin, Gratia, einertochkr und erbin Thomä Bartons und Smithells, 4. söhne und4 > tochter. Von den letzter» ward r.) Gratia an Georgium , Vi-ce-Grafen Castleton in Jrrland, 2.) Fraucisca an den RitterHeinrich Jones, z.) Arabella an den Baronet Wilhelm Franck.land, und 4.) Barbara an Walther Skrickland , verhcurathet.Von den söhnen stürben Henricus und Johannes gantz jung.Der älteste Thomas succedirte an. 16^2. seinem groß - vatter,und ward de» 9. apr. an. 1689. zum Grafen von Falconbergerhoben ; verrichtete an. 1670. »m nahmen seines Königs eineansehnliche Gesandtschafft an die Fürsten und Staaten in Jta.lien, darinn er aller orten mehrere ehre und distinctivn empfan-gen, als andern Gesandten von gleichem character vor ihm sollwiderfahren seyn; starb aber an. 1700. ohne leibes-erben. Dessenbruder, Rowland, ward Ritter des Bades, und heuralhete An-nam, eine tochter und erbin Jacobi Davenports von Sutton,mit welcher erfolgende kinder zeugte: r.)Thomam, von demalsbald. 2.) Johannem. ;.) Rowland, welcher Franciscam,eine tochter Christophorr Roperts, Lords Teynham, heurathete.4.) Annam. 5.) Mariam. Der älteste söhn Thomas succedirteseinem vetter,, dem letzt-gedachten Thomä, nicht zwar in derGräflichen würde, sondern nur in dem titul eines Vice-Gra-fen Falconberg, und vermahlte sich mit Brigitta, einer tochterdes Ritters Johann Gage von Fourle, welche ihm folgendekinder gebohren, i.) den 27. apr. an. 1699. Thvmam, 2.) Row-lanb, Johann, 4.) Mariam, Annam, 6.) Penelopen.
Heylyn’s helpstoEnglishhistory ,p. 31;. Peerag. of England, I.p. 393. Hauterive, Ambassade extraord. de Myl. Faucomberg.*
Faudoas, eine stadt und castell in Gafcogne in dem ge-biethe von MoMauban, welche den titul einer Baronie führet,woher die alte familie der Faudoas ihren nahmen hat, die iichin verschiedene äste, als in die Grafen von Scrillac nnd Belin,desgleichen die Herren von Segvenville und Avensac getheilet.Die Herren von Faudoas hatten bey den land-tägen in der Graf,schafft Lomagne den Vorsitz. Johannes Freyherr von Fantoasund Barbazan wurde von dem Hertzoge Carolo in Guienne an.1466. zu seinem Cammer-Herrn gemacht, und an. 147°- Mkdeihm das land von Castera und Pradere in Gafcogne von ge-dachtem Hertzoge gcschencket. Sein vatter Beroaldus, Frey.Herr von Faudoas und Barbazan , Seneschaü von Agenois,leistete dem Könige Carolo VII. in eroberung des landes Gu>en-ne gute dienste. Dessen groß - vatter, so gleichen nahmen mitihm geführet, war des Königs Ludovici l. in Franckreich Am-bassador bey dem König in Svanien, und einer von seinen gro-sten favorrten. Siehe'Barbazan. Du Bauchet, hist. gen.dela maison de Montmorin. Le Laboureur , hist. de Char les VII .
* Favella, (Joh. Hieronymus) ein Neapolitaner, welcherden Königen von Spanien und der Spanischen nation zu eh.ren, an. 1626. eine schrift unter dem titul: la Filippica in 4·ingleichen Abbozzo delle ruine satte dal monte di somma,ib. 1632. und Fcsta del Principe di Venosafattanel battesimodel Principe di Gallicano, ib. 1633. M 4> heraus gegeben.Barberini , bibl. Tappi, bibl. Nap.
Faventius, war Kayserlicher Statthalter in Italien an.'36;., dessen in dem Codice Theodos. Meldung geschiehet. Gotbi-fired. prosop.
Faversham, oder Feversham, ist eine kleine statt, welchean der nördlichen feite der Englischen provintz Kent , zwijchenCanterbury und Rochester, gelegen ist , und sowol wegen terumliegenden fruchtbaren gegend, als wegen der in der nachbar-schaffl befindlichen bay, wie auch wegen zweyer iahr-marckte,sich in gutem zustande befindet. Sie' ist ein glied de^ statt