442 fei
fei
bewilliget wurde. Endlich starb dieser Papst an. 492. den 30.jan. Man hat von ihm einige briefe, die sich in dem tom.IV. Conciliorum bksinden. Gregor, homil. 38. in Evang. &lib. IV. dial. c. 16. Platina. Ciaccon. & Baron. an. 48;. 484-&c. Cave , hist. liter.
Felix IV -, war seiner geburt nach ein Samnit, Castorii söhn , und wurde von dem Könige Theodorico an. ,26. aufden Päpstlichen stuhl erhoben, als der Papst Johannes in demgefängniffe gestorben war. Er starb an. ;;o. den 25. sept.nachdem er der kirche mit grossem rühm vorgestanden. Manlegt ihm drey briefe bey, die sich in dem IV. wmo der Conci-liorum p. 1650. befinden, davon aber die zwey erstem nichtaufrichtig sind. Platina. Gennad. de script. eccl. c. 86. Ge-ne ward. üb. III. chron. Baron. an. 526. & 530. Du ebene,vit. Pont. Cave , histor. üt.
Felix V. , stehe Amadeus VIII . , unter den Hertzogen vonSavoyen .
Felix, ein Bifchoff zu Urgel, einer Spanischen stadt amPyrenäischen gebnrge, vertheidigte nebst dem Elipando , Bi-schoff zu Toledo , besondere meynungen, welche die ketzerey derNestorianer wiederum auf die bahn zu bringen schienen ; denn erwurde von Elipando um rath gefragt, ob'Christus nach dermenschlichen Natur Filius Dei adoptivus sonnte genennet wer-den ? welches Felix beiahete, und nachgehends mit schriften be-hauptete. Er bemühete sich auch, seine meynung in Teutschlandund Gallien auszubreiten, gleichwie Elipandus solches in Astu-rien und Gallicien that. Sie funden aber nicht allein vonandern starcken Widerspruch, sondern es wurde auch diese lehre,die man von dem Felice Haerefin Felicianam nennet, in un-terschiedenen Conciliis verdammt, wie unter Elipando gemel-det worden. Auf dem Concilio zu Aachen wurde Felix dahin
S ebracht, daß ex feine meynung revocirte, dergleichen er auchereits an. 792. auf dem Concilio zu Regenspurg, und daraufbey dem Papste Hadriano 1 . gethan hat. Ob er aber auch nachdem letzten widerruf beständig bey der rechtgläubigen meynunggeblieben, daran wird gezweifelt. Sigebertm , ad an. 793.Baronius , ad an. 792. leg. Sanderus, haeres. 131. Petrus deMarea , in Marc. Hisp. Nat. Alexand. hist. eccl. N. T.sasc. VIII. c. 2. art. 3.
Felix, einer von den Patriarchen deS ordens, so dennahmen von der H. Dreyfaltigkeit führet, und sich die erlö-sung der Christlichen stlaven angelegen seyn lässet. Man giebtvor, daß er ein Franzos gewesen, obschon die seribenten diesernation keine erwehnung von ihm thun. Doch scheinet, daßer die landschafft Valois in Isle de France , l>«Bon er Valesiusgenennet wird, zu seinem vatterlande gehabt. Er begab sichaller glückseligkeit, die er in der weit hoffen konnte, damit erin der einsamkeit leben möchte, wie er sich dann in der ein-öde von Cerfroy in der Diceces von Meanx aufgehalten.
Felix, ein Engellänbischer Benedietiner-Mönch, von Cron-land genannt, war ein Redner und Poete, und lebte an.730. Man hat von ihm eine lebenS-beschreibung des Guth-laci Recli und anderer mehr. BaUus. Leiand. pitfius,de script. Angl.
Felix, (Claudius ) ein bruder des PallaS, eines freygelas-senen Kaysers Claudii, und der alles bey seinem Herrn gäl-te, nsar Proconsul und Landpfleger in Iudäa im ersten fe-culo. Er vermählte sich mit Drusiüa, Marci Antonii und derCleopaträ enckelin , als die aus der ehe des Agrippä mit derCyvros, des Antonii und der Cleopaträ tochter, gezeuget war,wodurch dann dieser Felix mit seinem vorher gewetzten Herrndem Kayser Claudio selbsten, der von seiner mutter, derjünqern Antonia, ebenfalls M. Antonii enckel war, in dienächste schwäqerschafft geriethe. Es wird dieser ehe auch Act.XXIV. gedacht. Von diesem Felice meldet Tacitus , daß ersich der obersten gewalt über Iudäa angemasset, und mitgrosser strenge, auch ausübung vieler schändlichen lüste regie-ret, und also genug zu erkennen gegeben habe, daß er das vonseinem sclavischen herkommen geerbte knechtische gemüth nichthabe überwinden können. Jedoch hat er auch Iudäam nochziemlich von den strassen-räubern und aufrührischen zu schützengewußt, und deren eine grosse menge vertilget. Art. xxin.XXIV. Joseph, lib. XX. antiq. c. 9.6. Tacitus, hist. lib.V. c. 9. *
Felix Manilius, der erste Bischoff von Costnitz und stifterdes klosters Petershausen, hat daS leben des H. Gebhardibeschrieben, welches bey dem Canisio tarn. IV. antiq. lect. zufinden.
Felix pelantius, ein Cantzler von Segni, lebte um dasjähr 148». Er hat verschiedene Gesandtschafften an die Pfor-te verrichtet, und einige Türckische genealogien verfertiget.
Cusftnian. de Turc. orig.
Felix und Regula, sollen nach den alten Legenden zweygeschwisterte und H. Märtyrer gewesen seyn, welche mit derChristlichen kriegs-legion von Thebe aus Egypten, die zu dien-sten Kaysers Maximiani in Gallien über das Alp-gebürge ge-zogen , und da ihnen im Walliser-lande zngemuthet ward, denHeydnischen götlern zu opfern, sie sich aber widersetzt, wurdejedem zehenden mann von dieser gesellschafft aus des Kaysersbefiehl der köpf abgeschlagen, und solches etliche mal wieder-
holet, m der meynung, die übrige endlich dadurch zu erzwi».gen , den Heydnsschen gdttern zu opfern, aber veraebm?Felix und Regula hatten hier gelegenheit zu entwischen,^men über die gedurge durch Glarus nach Zürich , unblen da durch ihre lehre den saamen des Christenthums m-der daselbst regierende Römische Landvogt aber zog siesanglich em, ließ sie jämmerlich peinigen, und mit ruthen undgeisseln übel zerfleischen, in hersses ol seyen, zerschmoltzen hartzund bley klnglessen, und da ihnen solches keinen schaden that;zuletzt am gestade des Limmat -fluffes, wo jetzt die wasser-kirchesteht, enthaupten; sie sollen dem vorgeben nach ihre adq -schlagenen Häupter selbst aufgehoben, und von der richtstattweg 40. staffeln hoch getragen, und ihre leichname niederge-lassen haben, an dem orte, wo hernach zum anqedencken diekirche zum grossen Munster erbauet worden. Dlese zwey hei-lige geschwisterte wurden unter währendem Papstthum, alsSchutz-Patronen der stadt Zürich verehret, es führt auch nochdieselbe heut zu tage derselben bildniS mit abgeschlagenen häwptern in ihrem secret-instegel. Hotting. Helv. kirchen-gesch.pr. 1. *
* Gt. Felix, Bischoff zu Nantes ; andere Nachrichten mel-den, daß er an. 549. Bischoff worden, und den ü. jan. an582. m dem 70. jähre seines alters gestorben sey', nachdemer an. 573. auch noch dem vierten Concilio zu Paris mit bey-gewohnet. Er war verheurathet, soll aber nach erlangter Bi-schofflicher wurde mit seiner ehefrauen anders nicht als mitseiner schwester umgegangen seyn. Fortunatus rühmet unterand erm seine poetische geschicklichkeit; es ist aber von allen sei.nen schriften nichts mehr übrig. Sonsten sind noch einige an-dere dieses nahmens, die in Franckreich ebenfalls die Bischöff-liche wurde gehabt, als i.) ein Bifchoff zu Bellay, derbemersten Concilio zu Poitiers an. 589. deygewohnet. 2.) EmBischoff zu Chalons für Marne , der sich auf eben diesem Lon.ciho mit befunden. 3.) Ein Bischoff von Bourges , der auchan. 573. auf dem vierten zu Paris gehaltenen Concilio gewe-sen, und 4.) ein Bischoff von Limoges , den aber andere voreinen Bischoff von Narbonne ausgeben, und von welchem nochein brief an den H. Desiderium, Bischoff zu Cahors , in diesesletztem wercken vorhanden ist. Sammartban. Gall. Christ. Bist.lit. de la France, tom. III.
St. Felix, ein Römer, und ungemein lieber schüler desH.Ambrosti, wurde von die, 2 m den 1. nov. an. 379. zum er-sten Bischoff von Como eingesetzet , und verwallete solch amt12. jähr lang mit grosser klugheit und gutem glücke. Er jau-berte den gottesdienst von der Arianifchen lehre, schaffte dienoch übrige abgötterey ab, machte den götzen-tempel zur Ca,thedral-kirche, und gab ihr den nahmen St. Carpophori, des,sen und vieler andern Heiligen gebeine er hinein schaffen ließ;desgleichen weyhete er auch St. Petro und St. Paulo und an,dem mehr verschiedene kirchen ein, disponirte auch die cinwoh-ner zu Como , daß sie dem H. Apostel Petro eine neue kirchebauten, so vor die erste gehalten wird, die von denen zu Como ,seitdem sie sich zum Christlichen glauben bekehret, gestiftetworden. Er hat sich mit auf dem Mayländischen Concilio,welches obiger Ambrosius gehalten, gegenwärtig befunden,und ist endlich den 8. oct. an. 391. gestorben. Sein gedächt-nis wird den 14. iul. gefeyret, als an welchem tage er, wicFer-rarius in Martyrol. erzehlet, Bifchoff worden, wiewol solchesBaronius in not. ad Martyrol Rom. den I. nov. geschehenzu seyn angemercket. UgbeUus, Ital. 8., tom. V. p. r;8.
* Felix, Bischoff zu Belluno , in der mitte des VI. seculi, hatsolchem amte viele jähre vorgestanden , und ist wegen seines hei-ligen lebens gar sonderlich berühmt gewesen. An. 547. soll erdem Concilio zu Rom mit beygewohnet haben, so aber viel,leicht von dem 8 ynodo zu Aquileja zu verstehen ist, Massenum ermeldte zeit Papst Virgilius aus Rom , wo die völcker To-tilä sehr übel hauseten, nach Constantinopel verreiset. Son-sten wird von Felice erzehlet, daß er währenden seines aufcnk-halts zu Ravenna urplötzlich blind worden, nachdem er sichaber mit dem öl aus der lampe, so vor dem altar St. Marti ni zu brennen pflegte, die äugen bestrichen, habe er deren ge-brauch völlig wieder erlanget. Zur danckbarkeit und seinem gc-lübde zu folge habe er dem H. Martins zu ehren eine kirche zuBelluno aufgerichtet, welche noch heut zu tage die Cakhedral,kirche genennt wird, und ist. ügheüus, Ital. sacr. tom. V. p. 14s.
* Gt. Felix von Cantalicio, ein Capuciner-Mönch, der an.1515. zu Cantalicio im Hertzogthum Spoleto gebohren worden,und durch lefung der leben derer Heiligen bewogen ward, einCapuciner zu werden, zu welchem ende er im 30. jähre seinesalters sich zu dem P. Guardian nach Citta -Dncale begab, auchsich durch die Vorstellung der strengen ordcns-regeln von sei-nem vorhaben nicht abhalten ließ. Er stund hierauf sein novi«tiat zu Anticoli in Campanien aus, und ward, nachdem er oh-ne Veränderung seines nahmens profeß gethan, von seinenObern nach Rom geschickt, wo er 40. jähr bis an seinen tobden dienst eines QuEestoria des ordens verwaltet. Er brachteseine gantze lebens - zeit in den allerstrengsten andachts-ubun«gen zu, und starb endlich, nachdem er sich seinen tob vorherverkündigt, am 18. may an. 1587. Weil sowol bey seinem le-ben als nach seinem tobe viele wunder von ihm gerühmt wor,den, und ftin heiliger lcbens-ivandel in qantz Rom bekanntwar, so wMe ihn SiMs V. cauonisiren, starb aber darüber,
doch