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geplündert und verbrannt. Sie legten auch eine veste citadel-le daselbst an, welche von Reformirten soldatcn besetzt geblie-ben , bis an. 1622., da der Hertzog de Sully sie denr KönigLudovico XIII. übergeben hat, worauf sie niedergerissen wor-den. Piganiol de la Force , nouv. descr. de la France tom.IV. P. < 54 ·*
"Figliucci, (Felix) zu Siena aus einem vornehmen ge-schlccht gcbohren, und einer der besten ftribenten in der Ita-liänischen spräche im XVI. &culo. Er übersetzte die briefeMarsilii Ficini, und die Norder -Historie Olai Magni. An.,;;o. liess er zu Rom eine Übersetzung der Philip t picarum De-molthenis ausgehen, und ein jähr hernach zchen bücher aus dersitten-lehre über den Aristotelem , nebst einem tractat über diePolitic, wovon nur die zweyte edition, an. 158;. zu Somas,que gedruckt, bekannt ist. Endlich wurde er der weit über,drnßig, und begab sich in den Dominicaner-orden, wo er dennahmen Alexis annähme. In dieser qualität wohnte er demTridentinischen Goncilio bey, wo er gelegenheit hatte, eine La-teinische oration ru halten. Bald hernach ließ er eine Überse-tzung des in dieser Versammlung der Vätter gemachten Ca-techismi ausgehen, welche arbeit er auf befehl Pii V. unter-nommen, tc. Es ist nicht eigentlich bekannt, in welchem jährer gestorben. Echard , script. ord. Preed. tom. II.
* Figo, C Ilola del ) eine kleine insul auf der Mittelländi-schen ffe, in der meer-enge di Bonifacio , auf der Sardini-schen küste. Einige unter den Geographis nehmen sie für dievon den Alten sogenannte insul Phintonis , welche doch an-dere ehender die heutige Cabriera gewesen zu seyn vermeynen,so ebenfalls sehr klein ist, und in dem kleinen Golfo de Longo-sardo liegt. Baudrand.
Kjgon, (Carolas) Königlicher Rath und Cammer-Mei-sier zu Montpellier , und Secretarius des Cardinals Bertran-di, lebte an. 1575. Man hat von ihm vsscours des Etats& Offices tant du Gouvernement, que de la Justice.
Figon, (Johannes) gebürtig von Montelimar in Dau-phins, lebte zu gleicher zeit mit dem vorhergehenden, undverfertigte einige wercke sowol in gebundener als ungebunde-ner rede. La Croix du Marne , bibl. Franqoisc. Cborter ,hist. de Dauphine &c.
* Figrelius , ( Edmundus ) war Professor Historiarum zuUpsal,'und that sich dergestalt hervor, daß man ihn zum In-formator des Königlichen Printzen Earoli XI. bestellte. Er wur-de anfangs geadelt, und bekam den nahmen Griepenhelm,nachgehends aber in den Freyherrlichen stand erhoben, und zumReichs-Rach und Cantzler erkläret, worauf er an. 1676. den14 aug. gestorben, ©eint schriften sind: de 8tatutis illustriumRomanorum, Stockholm 1 656. in 8- Reipublic* Suecicx cumRomana Comparatio ; Diagramma Epicum de ultimo mundidie & vita aeterna. Witte , diar. biogr.
Figueiro, eine kleine stadt in der Portugiesischen provintzEstrcmadura, zwischen Coimbra und Tomar , nicht weit vondem fluß Zezere gelegen. Sie gehöret mit dem tirul einerGraffchafft dem Hause derer von Vasconcellos, und hat we-gen deS vortreflichen Weins, so in ihrer nachdarschafft wäch-set, den zunahmen dos Vinbos. Colmenar , delic. du Por-tug. pag. J79.
Figueroa, eine Spanische familie, welche von Lauren-tio Figueroa, Herrn zu Zafra und Feria, abstammet, deran. 1409., als Großmeister des Ritter-ordens St. Jago, mittvde abgegangen. Dessen enckel, Laurentius II., ward an.1467. zum ersten Grafen von Feria ernennet, und war eingroß-vatter Laurentii III./ welcher mit seiner gemahlin ausdem Hause Cordua die Herrschassten Priego und Anguilar be-kommen. Sein ältester söhn, Pedro Fernande;, gieng ohnemännliche erben ab, da denn sein bruber Gomez Svarez an.1567. ihm succediret, und erster Hertzog von Feria worden;dessen enckel Don Gomez Alvarez, (von dem ein eigener ar-tickul, siehe Feria) hinterließ einen einzigen söhn, nahmensLaurentius Balthasar, welcher unverheurathet gestorben, undseine güther seinem vettcr Älfonso Fernande; von Figueroaund Cordua gelassen; dessen ur-enckel, Emanuel Fernande;,Hertzog von Feria, Marggraf von Priego, Montalvan, Vil-lalvä, und Zelada, Graf von Zafra , ist an. 1711. des letz-ter« Hertzogs von Medina Celi erbe worden , weil seine mut-ier eine schwester desselben gewesen. Jin ansang des XVII. fe-culi war einer nahmens Figueroa Spanischer Abgesandter inPersien , welcher auch eine beschreibuug seiner Gesandlschafftund reise ausgegeben, welche Wiquefort aus dem Spanischen ins Französische übersetzet hat. Sein gantzer nähme warDom Garcias de Sylva Figueroa. Pietro della Valle hat ihnin Persien angetroffen; es war die würckung seiner negotia-tionen eben nicht die glücklichste, und mochte er die wichtigeinsul Ormus vor dem Schach Abbas nicht erretten, welchesdie vornehmste ursach seiner Verschickung gewesen. Jmhof,v. Grands in Spanien . Pietro della Falle, Viaggi.*
Figueroa, (Franciscus) von Alcala, ein Spanischer Poet,welcher sich durch sein werck, welches den titul führet: Obrasen Verso deFrancisco de Figueroa , und ju Lisabon an. 162-1.gedruckt worden, grossen rühm zuwege gebracht. Es istauch ein Medicus dieses nahmens von Sevilien, welcher sichdurch seinen tractat: de i/moxio frigido Potu , und andere
schriften bekannt gemacht. Tapet de Vega , in poemate suoLaurel de Apolo. ylnton. bibl. &c.
* Figueroas , ein nähme, welcher denen ist gegeben wor-den , so die hundert jungfrauen, welche Mauregat der Köniazu Leon den Mohren jährlich versprochen, in die fteyhcit gese-tzet. Sie waren beysammen in einem schlösse, das in einemWalde ohnfern Toledo lag, eingeschlossen. Diese jungfrauensollten insgesamt Christinnen, und zwar 50. Adeliche darunterseyn. Die Nachfolger Mauregati zahlten diesen tribut bis aufden König Ramirium, welcher sich desselben an. 840. weigerte;wiewol andere behaupten, er sey schon an. 791. von Bermudoden Mohren abgeschlagen worden. Alis diesem schloß wurdendie bemeldten jungfrauen in Africam hinüber gesendet, oder solange da behalten, bis man anders über sie beschlossen. Abereinige Gallicische Ritter schlugen die Mohren , welche diesentribut einzuholen kamen, ohnfern Moguedo, aus einem mit vie-len feigen-däumen bewachsenen ebenen selbe, welches ihnen dennahmen Figueroas gegeben, und daher entspringt daS Haus die-ses nahmens, welches nachmals in Spanien eines der berühm-testen geschlechter worden. Nachdem das Königreich vonden Mohren gäntzlich gesäubert war, so kaufte der CardinalZirixco, Ertz - Bischoff von Toledo , das obgemeldte schloßund wald an. i;?;., und ließ ein kloster für 100. kloster-frauendahin bauen, davon zum angcdencken des gewesenen unken,scheu tributs, die helfte auch adelich und die andere helfte unsadelich seyn sollten. Diese Nonnen, wenn sie angenommenwerden sollen , müssen beweisen, daß sie von allem Christlichen stamme herkommen , und ihr geblüt keineswegs mit Mohrrn-blut untermenget sey. Diese stiftung, welche nachgehends ihrjährliches einkommen bis auf ;;ooo. ducaten vermehret hat,ist seither nach Toledo verlegt worden, allwo sie noch florirt.Man nimmet die töchter im siebenden jähre ihres alters darein,und wann sie in das mannbare alter kommen, und lust zu heu-rathen haben, werden den adelichen 2000. und den unadelichen1000. piasters zur aussteur mitgegeben.
Figuerrao, oder Figuera, eine kleine stadt in Catalonien »in dem gebieth von Girona , ;. Meilen westwärts von Roses gelegen. Vor alters ist sie sehr vest gewesen, allein der Grafvon Ampurias hat sie in währendem kriege, welchen er in demXIII. feculo wider den König von Aragonien , Jacobum I.,geführt, vollkommen rasirt und verbrannt, worauf zwar dieHäuser, nicht aber die fortisication, wieder aufgebauet wor-den. Colmenar, delic. de l’Esp. p. 622.
Figuier, (Wilhelmus) von Avignon , lebte an. 1270. undschrieb unterschiedene historische wercke. Sein söhn mit ihmgleiches nahmens, so 8 atvricus zugenannt worden, legte sichauf die Dcht-kunst und verfertigte einige getichte, darunter leFleau mdrtel des Tyrans ; le Contr’ Amour &c. Noßradam.vie des Poet. Prov. La Croix du Maine , bibl. Franq. &c.
Fiaulus, siehe Nigidius Figulus .
* Filangerius, (Henr.) aus einem vornehmen adelichen ge-schlechte zu Neapolis entsprossen, trat in den Dominicaner-orden , und machte sich beydes durch seine gelehrsamkeit alS un-sträfliches leben berühmt. Daher kam es, daß ihn JnnocentiusIV. an. 1252. zum Ertz-Bischoff von Bari ernennte, obgleichdas Capitul schon einen andern , nahmens Conradum, einenTeutschen von gedurt, dazu erwehlet hatte. Allein es geschahenach der zeit, daß Filangerius, weil Conradus vom KayserFriderico 11 . und dessen söhne Conrado, starck unterstützet wur-de , das nachsehen haben muste, weswegen ihm JnnocentiuSdas eben vacante Bißthum Albano gab. Er hat darauf nochveränderliche schicksale gehabt, und ist endlich zu Neapolis denn. oct. an. i2?8. gestorben. UgheB. Ital. sacr. tom. VII. p. 627.
* Filangerius, (MarinuS) Ertz-Bischoff zu Bari , warauch aus Neapel , und ein Vetter des vorherstehenden Henrici.Er wurde von Honorio III. an. 1226., da er Ganonicus zu Sa-lerno war, ins Ertz-Bißthum eingesetzt. Kayser Fridericus II. ,bey dem er wohl gelitten war, bediente sich seiner etliche malin Gesandlschafft an Greaorium IX. durch den er auch hernachzum Groß-TetitschMeister ernennet ward. Er starb endlichden 6.jul. an. 1251., nachdem er noch von Julio IV. die cvnfir-mation aller privileqien erlanget. Ugheiim , Ital. sacr. tom.VII. p. 626.
Filesac, (Johannes) von Paris , war Doctor und letztlichDecanus der Sorbonne, und machte sich durch seine wissen-schafften und frdmmigkcit bekannt. An den zu seiner zeit inseiner Facultät vorgegangenen handeln und gemachten schluftstn hat er immer grossen antheil gehabt. Er starb an. 16,8.und hinterließ unter andern einige anmerckungen über Vln-centium Lirinensem &c. *
FILIA DEI, Tochter GOttcs, ein frauen-kloster Cister-cienser-ordens, in dem Eydgenoßischen Canton Freyburg, wel-ches an. 1260. gestiftet worden.
* Filicaia, (VinccntiuS) ein Italiänischer Poet, war zuFlorentz an. 1642. gebohren. Nachdem er zu Plsa den stu-dien 5. jähr obgelegen, wurde er nach seiner zurückkunft vondem Groß-Hertzoge zum Rathsherrn ernennet, auch bald dar-auf von der Academia della Cruscä zum mitgliede aufgenom-men. Seine übrigen stunden wendete er auf die Poesie, inwelcher er grossen rühm erlanget. Durch ein geticht, so eraus die Königin Christina verfertiaet, erwarb er sich nicht al-
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