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zu Rom wieder unter dem titul: Laus vei.aufgelegt. "Vita delP, Giaeomo Filippo Bertoni, Faenza 1713. in 4. Vita del P.Michele Eremita, Camaldolese , 1720. in 8. Vita del B. P. Lu-dolfo Pamfili, Vescovo di Gubbio 1722. in 8. Vita del B. P.Giustiniano , Istitutore della Congregazione de PP. Eremiti,4. Rom 1724. ist an. 1729. mit Zusätzen und Verbesserungen wie«der aufgelegt worden. Ausser vielen schristen, die er aus demSpanischen ins Italiänische übersetzet, hat man von ihm nach-folgendes '. Regola delle Vergini, congregate in Ravenna , sot-to il titolo di S. Giuseppe , volgarmente dette le Tavelle,17??· Unter seinen manuscripte» hat man einige tractaten,von der gnade und dem freyen willen , und ein Werts vonder grossen Babel, gefunden, in welchem er über die Offenba-rung des XVII. und XVIII. capituls einen Gommentarium ge-schrieben , und darin« hat erweisen wollen, daß unter diesemnahmen Constantinopel zu verstehen sey. Er starb den 3. febr.an. 1738. Gel. Zeit.
Firandum, eine stadt in Japan , in demjenigen theile derinsul, so Limo genennet wird. Es ist auch eine msul gleichesnahmens an der westlichen see- küste gegen Nangasac zu.
* Firenzuola, (Angelus) ein JtaliänWer siribent, warvon Florentz gebürtig, und hieß eigentlich Nannini, welchennahmen er aber nachmals mit dem obigen vertauschte, weil seingeschlecht aus Firenzuola entsprossen war. Nachdem er die Hu-maniora in semer vatter - stadt getrieben, studirte er auch zuSiena und Perugia die Rechtsgelehrsamkeit, und gab sodannin Rom eine Zeitlang einen Advocaten ab. Da ihm aber dieselebens - art nicht recht gefallen wollte, trat er in die Congrega-tion von Valombrosa, erlangte auch in selbiger den titul einesAbts, und machte sich durch seine nette schreib- art so beliebt,daß ihn die Elumidi in Florentz zu einem mitalied von ihrer Aca-demie erwehlten. Sonsren stunde er auch sehr wohl bey demPapst Elemente VII., und starb zu Rom um das iahr 1343. Sei-ne wercke, die noch heut zu tage der spräche wegen in gutemwerth gehalten werden, sind : Prvse ; Discorsi degli Animali;Dialogo delle Bellezze delle Donne ; Ragionamenti amorosi ;Rimi; Apulejo dell’ Asino d’oro, tradotto; und anders mehr.Ci esrimbexi , istor. della volgar Poelia. Cicero », mem. tötn.XXXVIII. Ntgn , scrittori Fiorent.
Firignanus, (Thomas) General der Franciscaner - Mön-che u »^Patriarch von Grado , endlich auch Cardinal, war vonModena gebürtig. Gleich in seiner rügend bezeugte er einensonderlichen trieb zu dem Barfusser - orden ; als er nun dareingetreten, brachte er es in kurtzem so weit, daß ihm die Theolo-gie auf der Universität zu Bononien ru lehren aufgetragen wur,de. Nachdem er den vornehmsten stellen feines ordens vorge-standen , wurde er an. 1367. zum General erwehlet, und ob ihnschon einige aus neid wegen ferner lehre verdächtig machen woll-ten , erkannte ihn doch der Papst Urbanns V. für unschuldig.Gregorius XI. gab ihm hieraus das Patriarchat zu Grado , undbediente sich seiner in verschiedenen wichtigen affairen, welche erauch mit grosser treue dem Kirchen-Staate zum besten verrichtet,weswegen ihm Urbanus VI. an. 1378. den Cardinals-Hut erthei-let , worauf er an. 1381. gestorben. Wading. in annal . Minor.Ciacconius. Ugbell. Aubtry &c.
Firley, eine adeliche familie in Polen . Okolski fetzet zu ih-rem stamm»vatter Marggraf Wietfrieden von Cöln, wel-chen der Polnische Fürst Casimirus Iustus, nachdem er sich ei-nige zeit bey demselben aufgehalten , an. n< 5 ;. mit nach Polen genommen, und daselbst mit unterschiedenen güthern und Sta-rosteyen beschencket. Von seinen nachkommen istOstasius, dersictz von seinem Ritter - guthe Oftaffow im Lublinischen gelegen,genennet, nach ansang des XIV. faculi Truchscß von Cracaugewesen, und weil die alten Teutschen einen Truchseß Firlegergenennet, sd hat er den nahmen Firley bekvnimen. Sein söhnEustachius , so an. 1334. als Graf und Castellan von Lublin lebte, hinterließ Prtrum und Iacobum. Jener ist ein stamm-vatter der familien Konarski , Bromowskr und Markurcvskiworden 1 die sich von ihren Ritter - sitzen also genennet; Iaco-bus aber , der sich in den kriegen mit den Teutschen Rittern undmit den Cosacken ben'chmt gemacht, zeugte Iacobum II., dessennachkommen sich von ihrem Ritter - sitze Melguia Melgievsvi ge-nennct, und Adamum, der ein groß - vatter gewesen, 1.) Jo-hannis, dessen nachkommen sich von ihrem schlösse Krivaski ge-nennet , aber nunmehro abgegangen, 2.) Petri, der von seinemRitter - gukh den beynahmen Dabrovica angenommen, undStarost von Lublin gewesen. Dieses letzter» söhn, Nicolaus,war anfangs Fähndrich von Cracau, hernach von Lublin , fer-ner von Sendomir, darauf Castellan von Cracau, und end-lich Cron - Feld - Marschall. Über seine berühmte kriegs - tha-ten zu zelten des Königs Alexandri hat er zwey Gesandtschafftenan den Türckischen Kayser Bajazeth verrichtet. Gedachter Kö-nig gab ihm schloß und stadt Lublin so lange ein, bis ihm vondem folgenden Könige 1000 . gülden an golde und 800. an gang-barer müntze gezahlct würden ; zugleich gab er ihm eine jähr-stche pension von 30. marck silbers. Der Konig Sigismundus I.machte ihn zuin Woywoden von Lublin , und schickte ihn mit ei-ner ansehnlichen armer in Moscau wider den rebellen Glinski;nachdem er selbigen gedemuthigt, ward er nach seiner rückkunftWoywode von Sendomir. Hernach stillte er die Unruhe inPreussen, vertrieb die Teutschen Ritter, und ließ sich von demdamaligen Hofmeister Alberto , Marggrafen von Branden burg
, unter dem titul eines Hertzogs in Preussen, den evd b*treue im nahmen seines Königs leisten. Vor diese getreue btr,lste bekam er das städtlein Kaczow im Lublinischen, undan. 1326. Sein jüngerer söhn gleiches nahmens, blieb a <Obnster tm kriege unverheurathet, der ältere aber Petrus , beian. 1333. als General Woywode in Reussen verstorben, hm»,ließ 1.) Nicolaum, welcher unterschiedene Gesandtschafften anauswärtige Hofe abgelegt, und an. 1388. als Woywode vonLublm ohne männliche erben gestorben. 2.) Andream, welcheran. i376.als Castellan von Lublin ohne kinder mit tobe abgeaan-gen. 3.) Iohannem, dieser hatte die meisten ländcr von Asien und Africa durchreiset, ward an. 1343. Polnischer Gesandleran den Kayser Carl» V. , und hernach Starvste von R°-haczow, bald darauf aber Castellan von Belcz, und nachdem ervon dem Hospodar in der Wallachey im nahmen seines Königsden eyd der treue genommen, ward er Woywode von Belciund endlich von Lublin , wie auch zugleich General - Capital»zu Cracau und Cron - Groß - Marschall. Durch seine bcmü-hung kam die union mitPolen und Litthauen vollends zu stände,und das Hertzogthum Oswieczim wurde zu einer provintz ge-macht. Nach dem tode Königs Sigismundi Augusti, bekamer von dem Könige Carolo IX. in Franckreich, durch einen Pol-nischen vom Adel ansehnliche geschencke, daß er dessen bruderHenricum von Anjou auf den Polnischen thron befördern soll-te , er schickte aber solche wieder zurück, und machte in besetzunggedachten throns resiexwn aufden König in Schweden , musteaber geschehen lassen, daß erwehnler Hertzog von Anjou vondem meisten theil des Adels zum König erwehlt wurde. Letztenstrat er zu der Reformirten religion, und starb an. 1374. Sei-ne söhne waren i.) Andreas, Castellan von Radom, der seinenstamm fortgepflantzet. 2.) Johannes, Cron-Groß-Schatz-meister , Castellan von Voynic; und Hauptmann von Lublin ,starb an. 1614., und hinterließ Andream, Hauptmann zu Caß-mir, und Henricum, der anfangs Cron - Referendarius , her-nach Abt zu Tincz, weiter Bischoff zu Przemisl geivcsen, undan. 1633. als Bischoff zu Postn verstorben. Petrus ,Woywode von Lublin , welcher an. isiü. gestorben, und etli-che söhne nach sich gelassen. 4. ) Henricus, so anfangs Päpst.licher geheimer Cämmrrcr , Protonotarius, und hernach Le-gatus a latere in Polen gewesen. Der König Sigismundus III.machte ihn zum Propst von Miechow , als er ihn in einer Ge-sandtschafft nach Rom schickte ; hernach ward er Cron - Refe-rendarius , bald darauf Cron-Vice-Cantzler und Bischoff zuLutzko , nach diesem Bischoff zu Ploczko, und endlich Ertz - Bi-schoff zu Gnesen und Primas Regni. Er starb an. IÜ22. 3.)Nicolaus, von dem hernach. Von dessen söhnen ist Johannesan. 1641. als Woywode von Cracau ohne erden mit tode abge-gangen ; Nicolaus aber ist Woywode von Sendomir und derTribunal - Gerichte in gantz Polen Präses worden, nachdemer sich durch unterschiedene Gesandtschafften in Teutschland be-kannt gemacht. Seine söhne Sbigneus, Hauptmann von Lub-liu, und Andreas haben das geschlecht fortgesetzet, und lebtenan. 1699. Nicol und Johann Firley, jener als Hauptmannvon Lublin , dieser aber als Cron - Referendarius und Abt vonTinczin. Zabtski, epist. Okohky , orb. Pol. tom. II. Dlugojf. hilf.Pol. tom. II.
Firley, (Nicolaus) vonDambrovicza, Palatinuszu Cra-cau , ein söhn Iohannis Firley von Dantbrovicza, Palatini zuCracau und Reichs - Marschalls in Polen , und Sophia Bona-rowna. Er legte seine erste Gesandtschasst in Franckreich ab,den aus Polen in sein Erb - Reich sich gewendeten König Henri-cum III. zur rückkunft in Polen ju disponiren, und wurde her,nach zum Kayser Maximiliano II. abgefertiget, worauf er nebstdem Cardinal George Radziwil die andere Legation bey demKayser Rudolpho II. wegen des zu Pirschen getroffenen Vergleichsablegte, und unter der regieruna Königs Stephani Batborizur veylegung des krieges mit der stadt Dantzig zu seinem son-derbaren rühm, gebraucht ward , auch hernach nebst JohanneDemetrio Solicovio, Ertz - Bifchoffe zu Lemberg , nach L'esandreisen, selbiges land in gewisse provintzen abtheilen, und diy-falls einige richtige ordnunaen machen muste. Als der Ertz-Hertzog Maximilianns von Oesterreich dem König Sigisniun-do III. die Cron Polen disputirte, und darüber gefangen wur-de, begleitete er denselben nach seiner erledigung aufseine eigeneUnkosten nach Teutschland. Bey seines vattcrs lebzeiten warder an. 1362. von dem Könige Sigismundo Augustozum Staro-sten zu Casimiria gemacht, und der König Heinrich gab «hindie Herrschafft Prybislaviz, der König Stephanus sttzle ihnzum Castellan zu Diezeck, und gab ihm das amt eines Reichs,Referendarn , und König Sigismundus III. declarirte thn nachAndreä Tenczinsky tode an. 1389. zum Palatino zu Cracau, wo-bey er auch die Starostey Corcin und Pilscnbossas, und an.1399. die lehn - güther Chordeza und Szocomla erlangte, erwar ein hochgeachteter mann in Polen , und hat sich zwenmalverhcurathet, anfangs mit Elisabeth de Ligeza, mit welckcr ereinen fohn, Nicolaum, und 3. töchter gezeuget, und hernach mitAgnes, Gräfin von Tencziu, die ihm einen fohn, Johannen,,und zwey töchter gebohren. Vv» seinen tochtern wurde co>phia an den Woywoden zu Calisch Gostomsky, Amram an denCastellan zu Posen Tuczinsky und Catharina an den Eastman MBrest Kopejowsky vcrehlichel; die übrigen vier aber sind gciMchworden. Er starb bey währendem Reichs«tage zu Warschau ""· ““·