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chen, rc. Diese provintz ist sehr fruchtbar, und hat einengrossen Überfluß an papier , zucker und dergleichen. NeuhofsSinisthe reise, p. iy. & 20.
* Fodhail, zugenannt Abou-Ali-Ben-Ajad, gebohren inder gegend der stadt Meru im Chorafanischen; sein erster be-ruf , den er getrieben, war der strassen-raub. Er soll sich aberauf eine seltsame weise bekehret haben. Dann als er des nachtsin ein Haus hinein zu steigen trachtete, um zu seiner liebsten zukommen, läse von ohngcfehr jemand in dem Haus etliche sprücheauS dem Alcoran laut, die Fodhail soll gehört haben, unddadurch so gerühret worden seyn, daß er in sich selbst gegangen,so dann sey er wegen seiner lehre in grosse Hochachtung ge-kommen ; ja er paßirte auch bey den Turcken für einen grossenHeiligen. Sein lebens-lauf ist in der Historie Iafei beschrieben,in der sectione 52. D’Herbelot , bibl. Orient.
Aödor Alexiewitz, siehe Theodorus.
Hödrvar , Feldwar, ein flecken in Nieder-Ungarn , nichtwett von Ofen, nebst einer fchantze, woraus diejenigen, so eszu ansang des XVIII. feculi mit dem Ragoezi hielten, das gan-tze land in contribution setzen konnten. Topogr. Hung.
f öhr, flehe Fora.
örtsch, (Michael) gebohren zu Wertheim den 2;. jul. an.io?4. Nachdem er alidort in seinen studien den ersten gründgelcget, wurde er darauf in das Gymnasium zu Durlach ver-schicket , und von dar an. 1672. nach Straßbura auf die Uni-versität , allwo er sich des Bebelii, Schmidii , Fausti, Zent-gravii und Obrechti Information bedienet, und unter diesemletzter« an. 1674. de Censu August! eine dispulation gehalten.An. 1678. gieng er nach Jena , allwo er seine studien unterMusao, Bayer», Bechmanno rc. rühmlich fortgesetzet, undnachgehends auf Helmstädt gezogen. An. 1681. wurde er von
? riderico M. Marggrafen zu Baden - Durlach zu der Pros.
heolog. in dafigem Gymnasio , wie auch zu seinem Hof-Viaco-no bernffen. An. 1688. nahm er zu Giessen den gradurn Docto-ris an , und an. 1688. erhielt er die Hof-Prediger-stelle beyhochgedachtem Fürsten , wurde auch Kirchen-Rath und Abtüber die Herrschafft Lahr . An. 1695. wurde er nach Tübin gen , und an. 1705. nach Jena , zu der krof. Theol. berufen,allwo er auch den 4. apr. an. 1724. gestorben. Seine an daslicht gegebene bücher sind in seinem Programmate funebri aus-gesetzt. Nova bitter. Tigur. ad an. 1724. N. XX. p. J2I. *
* Foesius, (Anutius) war an. 1523. zu Metz gebohren, undward zu Paris Doctor Medicinse, und practicrrte hernach 40.jähr lang in seinem vatterlande. Er war in der Griechischenund Lateinischen spräche ungemein erfahren , und ein sonderli-cher Verehrer der Alten, auf die er auch viel ffeiß angewendet. Erstarb zu Metz an. 1596. im 68. jähre seines alters. Er hat mitgrossem fleiß und vielem lob den gantzen Hippocratem ins Latei-nische übersetzt, Franckfurt 1595. und 1624. Genf 1657. in fol.ingleichen ein Lepicon über denselben unter dem titul : Oe-conomia Hippocratis , Franckfurt 1 s88. in fvl. Pharmacopceam,Basel 1561. in 8. Veriionem Comment. Galeni in AphorismosHippocratis , Leiden Iszz.in 16. wie nicht weniger verschiedeneandere medicinische schriften hinterlassen. Thuanus. Teißer.Huetius , de Claris Interpret. II. Journal des Savam 1666.Mercklini Linden, renovat. p. 84· StSllkS histvk. der Mk-dicinifchen gelehrth. 1.1. §. rz. p. 14.
Fogarasch , eine wichtige vestung in Siebenbürgen , 4. wei-len von Cronstadt, in einem sumpfe gelegen. Sie hat eine rei-che Herrschafft unter sich, und ist der grentz-ort gegen die Mol-dau und Wallachen. An. 1441. gerieth sie in Turckische, baldaber wiederum in Christliche Hände. Auf dem daselbst befind-lichen schlösse pflegten sich die Siebenbürgischen Fürsten öftersaufzuhalten. Zeii. top. Hung.
* Hogelius, (Martin) war gebohren zu Hamburg an. 164;.den 6. april. Er studirte in der jugend im Joanneo und her-nach im Gymnasio zu Hamburg , und gieng an. 165;. auf dieUniversität nach Giessen, von dar nach Marpurg und Heidel berg . An. 1654. begab er sich nach Straßburg , da er sich son-derlich unter dem berühmten Johanne Schmidio in der Theo-logie übte, auch der freundschafft des berühmten Böcleri ge-noß. Da ihn aber an. 1656. die traurige post von dem todeseines vatters nach Hanse rüste, besuchte er unterwegs die Uni-versität Helmstädt, und kam im folgenden jähr zu hause an,da er denn anfieng die sprachen und Weltweisheit zu lehren,auch etwas von Jungn schriften heraus gab. Hierauf gieng eran. 1662. mit Martino Vevezero auf reifen, da er denn erstlichdie vornehmsten städte Teutschlandes betrachtete, hernach aberüber die Alpen , und nach Italien gieng. Zu Venedig wurdeer an. 166z. den 29. januaril Medicin» Doitor, und gieng, daer Mayland und Genua gesehen hatte, über Piemönt nachFranckreich, allwo er sich eine gute zeit aufhielt, und endlichnach Spanien reisete. Von dar gieng er wieder zurück durchFranckreich und Holland , und kam im aug. an. 1666. glücklichwieder zu hause an. Daselbst wurde er an. 1675. Logic» &Metaphyfic» Professor beym Gymnasio, starb aber in eben die-sem jähr den 21. oct. Es sind von ihm viele schriften ausgear-beitet worden, die aber noch im manuscript liegen.
Loggia , eine kleine, aber wohlgebaute stadt in der provintzCapitanata, im Königreich Neapolis, am flusse Cervaro , 7.oder 8 . weilen von dem Adriatischen meere, so wegen des da-
felbst aufgerichteten zoü-hauses, Ia Dogana di Foggia genannt,bekannt ist.
Foglia, lat. Isaurus , ein fluß in dem Hertzogthum Urbino ,welcher bey der stadt Pefaro in das Adrialijche meer fällt.
* Foglia, ( Johannes Antonius ) ein Pbilofopbus undMedicus , gebürtig von Gifuni indem Neapolitanischen, wurdean. 1620. Professor Primarius der Theori» Medic » zu Nea-polis. Er hat de Anxiosa Passione malignifque Tonsillarum& Faucium Ulceribus ; ingleichen Historico Discorfo dei grandterremoto successo nel Regno di Napoli , Neapel 1627. geschrie-ben. Toppi, bibi. Nap.
FMitta, oder Folieta, (Hubertus) ein Priester von Ge-nuasvrachte sich durch seine gelehrsamkcit grosses ansehen zu-wege. Sein vatter Augustinus , welcher dreyer Päpste Rath ge-wesen,und von Kayser Carolo V , in ansehung seiner treuen dien-ste, das Bißthum von Mazara nebst einer pension von 4000. rha-lern hatte, hielte ihn in seinen jungen jähren zu erlernung dernöthigen wissenschafften an, worinnen er auch in kurtzer zeit vvr-^treflich fortgekommen. Doch weil Hubertus an unterschiedenenempörungen seines vatterlandcs theil hatte, wurde er ins «i.lium qeschicket. Hierauf hat er sich zu Rom an den Hof des Kar-dinals von Este begeben, und ist an. 1581. im 6;. jähre seineralters gestorben. Seine schriften sind Historia Genuensium ;Clarorum Ligurum F,logia ; de Laudibus Urbis Neapolis; deRatione scribend» Histori »; de Causis Magnitudinis ImperiiTurcici ; de Lingu» Latin» Usu & Prsstantia; de Philosophi»& Juris Civilis inter se Comparatione; de Nonnullis, in qui-bus Plato ab Aristotele reprehenditur , Conjuratio JohannisLudovici Fieschi ; Tumultus Neapolitani; C»des Petri Ludovi.ci Farnesii; de Sacro Foedere in Selimum; de Obsidione Me-litae &c. Sein bruder Paulus Foglieta war ein guter Poet,und gab gleichfalls einige schriften heraus. Pojjevin. in bibl.sei. Hard. in ehren. Ghilini, theatr. Mir aus , de script.s»c. XVI. Crajso, elog. Soprani , script. della Ligur. &c.
Fogo , eine von den saltz-insuln, die der Cron Portugall un-terworffen sind, aber unbewohnet, theils wegen der feuer-speyenden berge, davon sie auch den nahmen hat, theils wegender heftigen sturm-winde, vor welchen man nicht hinkommen
kNN. Dapper.
8ohi, war der erste König in China , welcher zu der zeit desHebers und Phaleg soll regieret, und sich in dem westlichen thei-le von China niedergelassen haben, allwo er in der provintz Ten-si gebohren war. Die Chineser geben vor, daß er n;. jähr re-gieret habe. Nebst dem wird auch von ihm erzehlet, daß er derChineser sitten gebessert, als welche zuvor sehr wild gewesen ,und ohne gcsetz gelebet. Desgleichen melden auch ihre Histo-rien , daß er die Astronomie verstanden, und unterschiedene ma-thematische tafeln gemacht, auch die Hieroglyphica erfundenhabe. Perron, antiouite des tems.
FOIKIAO ober FOQIJEXUS, ist der »ahme einer gewis-sen secte bey den Japonesern, deren Urheber Taja gewesen.Dieser beredete seine Nachfolger, daß zu erlangung der seligkellgenug wäre, diese 5. Worte, Nama, Mio , Foren, Qui, Qiiio,oft zu wiederholen, ,ob gleich keiner unter ihnen den eigentlichenverstand derselben wüßte. Kircberus, in China .
Foi-Vaillant, siehe vaillant,
Foix , eine Grafschafft, liegt im obern Languedoc an denarentzen von Roußillon und an dem Pyrenäischen gebürge. Diestadt dieses nahmens liegt fast mitten darinn an dem fluß Ariege ,darüber eine schöne steinerne drücke gebauettst,das sthlvß aber aufeinem kleinen felsen. Man theilet das gantze land ab in die obereund untere Grafschafft; jene bringt nichts, als holtz, gras, me-dicinalische kräutcr und blumen von sehr schönen und hohen fär-ben, sonderlich aber tulipen; es hat auch eiscn-dergwercke undviel schmidten. Diese aber ist fruchtbarer, und bringet waitzen,rocken und wein Herfür; die fürnehmste stadt darinnen ist Pa-micrs, allwo^der Bischöffliche sitz ist, und neben Foir, Mazeres,Tarascon , Laverdun, Varilles, Daumazan, le Carlat, Lezat,Montault, rc. Die fürnehmste« flüsse sind l'Ariege und la RistBey Pamiers ist ein heilsamer brunnen, der Vitriol und CrocmuMartis bey sich führet, und Wider das podagra, auch vcrschlerm-und Verstopfung gebraucht wird. Zu Aqs rst ein warm bad, soauch berühmt ist An dem ort Camarade ist ein saltz-brunn, dar-aus man in einem kessel über dem feuer saltz sieden kan. Es hatauch verschiedene hölen , da das herabrinnendc duft-wasser aller-hand seltzame figuren bildet. Die einwohner des lands sind sehraufgeweckt, geistreich, und geben gute soldaten ab; seine waarenbestehen in vieh, hartz, pech, terpentin, pantoffel-holtz, marmor,jaspis und eisen. Auf dem schloß Arstn ist ein Hauptmannund Commendant. Piganiol de la. Force, nouv. defer, de la Fran-ce tom. IV. p. 408. *
Foix , das geschlecht der Grafen von Foir stammet von denGrafen von Carcassonne her. Denn Rogerius II., Graf vonCarcassonne, hatte drey söhne, davon der andere BernhardVus I. Graf von Foir worden, und an. 1096. gestorben. Seinsöhn Rogerius I. gieng mit dem berühmten Gottfried vmBouillon in das gelobte land, und starb an. im., Rogeriumu.hinterlassend, dessen söhn Rogerius III. ein vatter Rogcrii Bern -hardi I. worden. Von dessen söhnen pflantzke Raimundus Mgerius das geschlecht fort, begleitete König Philippumgustum von Franckreich in das gelobte land , und bckncqie
„ach