richtet, daß er sich dadurch weit und breit berühmt gemacht;hat auch wider den Probst und das Capilul *t; Zürich dasfieisch-essen in der fasten und an freytägen vertheidigt. Er starban. *
* Froschweiler, ist ein schloß und darf im Unter - Elsaß,eine siarcke meile von Türckenheim, vom hohen Stift Straß burg zu lehen, gelegen.
l^rose, eine kleine stadt an der Elbe in dem HertzogthumMagdeburg / welche an. 1012. von Henricoll. dem Ertz-Stifteinverleibet worden. Vor alten reiten ist hier ein Kayserlicherhos gewesen, worauf die Fürsten zu Sachsen , nach ablebenKavstrs Ottonis III., öfters zusammen gekommen und für dieWohlfahrt des Reichs sich mit einander berathschlaget haben.An. 1278. ward Otto, Marggraf von Brandenburg, meinerhierden gehaltenen schlacht, von dem Ertz - Bischoff gefangen.Spangenbergs Mannsf. chron. c. 26;. Ditmari chron.lib. IV. c. 7. Meibom. tom. II. rer. Germ. f. 976.
Hrossardus, (Johannes) ein berühmter Historicus undFranzösischer Poet, lebte zu ende des XIV. foculi, und war vonValenciennes aus Hennegau gebürtig. Er war Canonicus undSchatzmeister des Stifts zu Chimay , und schrieb eine chronickvon an. 1326. bis an. i;yy., darinnen ihm um so viel mehrglauben zuzustellen, ie emsiger er war, den Verrichtungen hoherPotentaten entweder selbst beyzuwohnen, oder doch von glaub-würdigen Personen sichere Nachricht einzuholen. Aus diesemhat nachgehends SIeidanus das nöthigste heraus gezogen.Von den Französischen editionen ist die beste, so DionysiusEawage an. zu Lyon in fol. heraus gegeben. Den an-sang dieses wercks hat Froiffard der Königin Philippä, einergemahlin Königs Eduard» III. in Engelland überreichet, und»in übrigen eine groise anzahl von liebes - getichten verfertiget,ob er gleich den geistlichen Habit immer getragen. Voßus, deHistor; Lat. lib. III. c. 4. Pasquier , recherch. de la Franceliv. VII. c.'s. p. 612. Andr. bibl. Belg. Gesner. La Croix AuMain«. Simier. Bayle. &c.
Frotho, ist der nähme, welchen 6. Könige in Dänemarckgefuhrct haben. Frotho I. hat wider die Engelländer undPreussen groise kriege geführet, und ist von seinem schwagerRcqnero, König in Schweden , erschlagen »vorben. Er lebtenoch a. M. 5262. Frotho II. , beygenannt Vegetus, ist einsöhn Dani II. gewesen, und hat von A. M. '377$. bis re-gieret. Frotho III. Pacificus, ein söhn Fridlevi I., bat Schwe den , Norwegen , Engelland und Jrrland inne gehabt. Widerdie diede gab er ein geselle, daß man sie an ein creutz nageln,und einen lebendigen wolf dabey anbinden sollte, welches so vielvermochte, daß sich keiner nach fremdem guthe sehnete. Er sollan. ie. von einer hexe, in gestalt einer kuh, umgebracht wor-den seyn, nachdem er 14. jähr der regierung vorgestanden.Frotho IV., Largus, ein söhn Fridlevi II., hat sich nebst seinemfeinde Suerlingo, einem Sächsischen Fürsten , den er unterdem schein guter freundschafft zu sich kominen lassen, an. 79.in seinem eigenen pallast verbrannt. Frotho V. schlug seinendruder Haraldum, der mit ihm gemeinschafftlich regierte, todt,und ward zum lohn von des entleibten söhnen an. iji, ver-brannt. Frotho VI., ein söhn Canuti, ließ sich in Engellandtaufen, und gieng an. 89°., in dem 16. jähre seiner regie-rung , mit tobe ab. Saxo Grammat. hist. Dan. Wormii seriesReg. Dan. Krantzii Dan.
* Froulav, (Renatus III. Herr von) Graf von Tesse,Marquis von Lavardin , Vicointe von Beaumont und Fre-nay, Baron von Annay, Ambrieres, Chasteauneuf, Vernie rc.Grand von Spanien , Marschall von Franckreich, Ritter desheiligen Geistes und des güldenen Vliesies , Lieutenant - Gene-ral in Maine, Perche und Laval, rc. >var der älteste söhnRenan II. Herrn von Froulay, Grafen von Tesse, undMagdalenä von Beaumanoir. Er that an. 1670. seinen erstenseldzug als General -Adjutant des Königs, wurde^jernach beydein cavallerie-rcgiment von Beauveze Capitain, an. 1674. aberOberster von einem neuen dragoner-regiinent. An. 1677.com-mandirte er in Teutschland unter dem Marschall von Crequiein dragvner-corpo, mit welchem er sich in unterschiedlichenscharmützeln und bey der belagerung von Freyburg hervorthat. An. 1678. wurde er Brigadier der Königlichen armeen,und an. 1680. Lieutenant - General von Maine, Perche undLaval. An. 168;. führte er in Languedoc und Dauphine dasober - commando, worauf er an. 1684. zum Mestre de CampGeneral der dragoner, und an. 1688. zum Marechal de Campbestellet wurde. An. 1689. stund er mit einem corpo in derPfaltz, und an. 1690. diente er in Flandern , allwo er einentheil des Hertzogthums Jülich in contribution setzte. An. 1691.befand er sich bey der armer in Savoyen , und empfieng beydem angriff von Vegliano eine gefährliche wunde. In ebendiesem,ahre erklärte ihn sein König zum Gouverneur vonAvern in Flandern , auch zum Commendanten von Pignerol und andern an den grentzen von Piemont gelegenen platzen.An. 1692. im jan. ward er, an des Marquis von Boufflers stelle , Colonel-General der dragoner, und im april General-Lieutenant der Königlichen armeen. An. 169;. beschützte erPignerol mit grosser tapserkeit, und trug zu dem bey Mar,saglia defochtenen siege nicht wenig bey. An. 1694. empfienger den orden des heiligen Geistes, wozu er schon an. 1688. war
^nennet worden, und verfügte sich bald hernach wieder nachPiemont, um m abwesenheit des Marschalls von Catinat diearmee zu commandiren. An. 169;. errichtete er den tractakwegen schleiffung der vestung Casal, und an. 1696. schloß er,als Königlicher ausserordentlicher Ambassador und Bevollmäch-tigter den frieden mit dem Hertzoge von Savoyen , brachte auchd,e Vermahlung des Hertzogs von Burgund mit der SavoyischenPrintzeßin zu stände, welche ihn im sept. zu ihrem ersten Stall-meister ernennete, und unter seiner begleitung den 6. oct. zuFontainebleau anlangte. An. 1697. war er, unter dem Marschallvon Catinat , bey der belagerung von Ath gegenwärtig. An.170°. zu ende des jahrs muste er den Hertzog von Anjou bis andie Spanischen grentzen begleiten, und das commando der armee,welche sein König ins Mayländische rücken ließ, auf steh neh-men. An. 1701. bekam er ordre, unter dem Marschall vonCatinat als General - Lieutenant in Italien zu dienen, da erdenn über den Grafen von Mercy einigen Vortheil erhielt, undihn selbst gefangen nahm. An. 1702. commandirte er in derschlacht bey Luzzara den lincken flügel, worauf ihn sein Königan. 170;. mit dem Marschaüs -stab beehrte, und im oct. inDauphine wider den Hertzog von Savoyen zu selbe schickte,»viewol er von dar im nov. nach Italien gehen, und die stelledes Printzen von Vaudcmont, der bis dahin an der Secchiacommandirt hatte, aus sich nehmen muste. An. ,704. »in sept.bekam er das commando in Spanien , und hatte im nov. die ehre,daß ihn Philippus V. zum Grand erklärte. An. 1705. zu aus-gange des mertzen iahe er sich genöthiget, die belagerung vonGibraltar aufzuheben; aber den 19. oct. entsetzte er das von denPortugiesen belagerte Badajoz . An. 1706. machte er sich vonviele» plätzen in Catalonien meister, allein vor Barceüona musteer unverrichteter fache abziehen, und die artillerie im stiche las-sen. An. 1707. hatte er das commando in Dauphine, undbrachte es dahin, daß die Alliirten vor Toulon in Provence ab-ziehen musten. An. 1708. begab er sich als ausserordentlicherAmbassador nach Rom , und an andere Italiänische Höfe, mitwelchen er vergebens ein bündnis zu schlicssen suchte. An. 1712.wurde er, nach des Hertzogs von Vendome tobe, General dergaleeren von Franckreich, und an. 171?. ein Mitglied des Ma-rine-Raths, trat aber an. 1716. die bedienung eines Generalsder galeeren dem Ritter von Orleans An: 1722. wohnte erder crönung Ludovici XV. bey, und begab sich hernach unterdie Camaldulenser; jedoch der König rüste ihn aus dieser Ge-sellschafft zurück, und schickte ihn nach Madrid , nachdem er ihnim dec. an. 172;. zum obersten Stallmeister der jungen Königinvon Spanien erklärt hatte. Diese charge trat er an. »724. sei-nem ältesten söhne ab, »vurde an. 172;. von dem Könige inSpanien in den Ritter-orden des güldenen Vliesses aufgeuom,men, und langte den z. april zu Marly bey seinem Könige wie-der an. Nach diesem verfügte er sich aufs neue zu den Camal-dulensern, und gesegnete bey denselben zu Gros-Bois an. 172;.den zo. may das zeitliche, da er sein leben ohngefthr auf 74. jährgebracht hatte. Sein leichnam wurde von dar nach Maine ge-bracht, und in seinem begräbnis zu Vernie beygesetzet. Anjeime,hist. geneal. tom. VII. p. 667. 959. tom. IX. p. 242.
Fruart, ist eine wohlbewohnte, doch kleine stadt in Lothrin gen , etwan anderthalbe meilen von Nancy , nordwärts, an derMosel , nicht iveit von deren Vereinigung mir der Meurtre,gelegen.
Fruchtbringende Gesellschafft/ oder der fruchtbringendePalm-orden, ist an. 1617. den 24. aug. zu beforderung undexcolirung der Teutschen spräche sowol in gebundener als unge-bundener rede, aufgerichtet worden. Die gelegenheit hierzuhat der damalige Weimarische Ober-Hof-Marschall Caspar von Teutleben , ein Thüringischer Ritter, als unterschiedeneFürsten und Edelleuthe auf dem alten schloß Hornstein (sonun nach seinem Renovatore Wilhelmsburg genennet wirb >beysammen waren , an die Hand gegeben , darum er auch alsein gelehrter und wohlgereister Cavalier die erste stelle in diesemorden bekommen. Es wurde also von Johann Ernsten demjünger», Friedrichen und Wilhelmen, Hertzogen zir Sachsen,Johann Casimirn, Fürsten von Anhalt, Dietrichen von Wer-thern, Friedrichen von Kospoth, Weimarischein Cammer,Rath, Christoph von Krosigk , und gemeldtem Caspar von Teutleben nebst andern anwesenden, Fürst Ludwig von Anhalt zum Haupte dieser Gesellschafft erwehlec» und ihm der nähmedes Lehrenden beygeleget; denn es wurde dieses so mit ein,geführet, baß ein jedes glied solchen ordens einen besondernnahmen bekommen muste. Als aber dieser gelehrte Fürst zuende des i6$o. jahres mit tode abgieng, wurde Hertzog Wil-helm von Sachsen-Weimar, der fchmackhafste genannt,an. 1691. an seine stelle erwehlet; auf welchen, als er an.1662. den 17. may von der weit abschied genommen, Hertzog August von Sachsen , der letzte Administrator des Ertz - Biß»thums Magdeburg, genannr der rvohlgerathcne, an. 1667.solgete. Es blühete auch dieser orden dergestalt, daß sich fast800. Edelleutbe (andere gelehrte männer nicht zu zehlen) 4^.Barone, 60. Grafen, 19. Fürsten , 8. Pfaltzgrafen, ic>. Land-grafen , 4. Marggrafen , 49. Hertzoge, Churfürsten, ja selbstein König ( nemlich der Schwedische Carl Gustav) darein bege-ben. Allein er ist mit dem absterben höchst-ermeldten Hertzogs Äu,gusti gantz ins abnehmen gerathen, sonderlich nachdem einige garkein Wort in der Teutschen spräche leiden wollten,das irgend einerandern seinen Ursprung zu dancken hat; auch in der vrthographie